1 Könige 19: Unterschied zwischen den Versionen

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{{S|1}} Dann erzählte Ahab der Isebel([, seiner Frau],)<ref>'''Textkritik''': Alle Vrs. wie in der Primärüs.; nur LXX<sup>B</sup> präzisiert: „Isebel, ''seiner Frau''“. LXX<sup>B</sup> und LXX<sup>L</sup> präzisieren in diesem Kapitel ausgesprochen häufig die handelnden Subjekte (meist durch Benennung, wo der ursprüngliche Text nur „[Er] VERB“ hat). Das ist jeweils so sicher sekundär, dass es i.F. gar nicht erwähnt werden wird.</ref> alles, was Elija getan hatte, und wie (alles darüber, wie)<ref>'''Textkritik''': MT wie im vorangehenden Teilsatz: ''we`et-kol-`ašer''; dort: „alles, was“, hier zur Not: „alles darüber, wie“. LXX, VUL, Syr und 1 MS dagegen setzen ''wa`ašer'' („und was“) oder ''weka`ašer'' („und wie“) voraus. MT ist sicher Angleichung an den vorangehenden Teilsatz; so auch Stade/Schwally, BHK; auch Cogan 2001; DeVries 2004; Sweeney 2007; Thiel 2007.</ref> er getötet hatte alle ({alle})<ref>'''Textkritik''': „alle“ nach MT, VUL, Tg, Syr, wenigen LXX-Mss und VL. Gestützt wird das zusätzlich dadurch, dass Syr und Tg dies dann auch noch präzisieren: „alle Propheten ''des Baal''“ (Syr; auch LXX-Mss) / „alle ''falschen'' Propheten“ (Tg). In LXX und 7 MSS dagegen fehlt dieses „alle“. Stade/Schwally, BHK, BHS und z.B. DeVries 2004 halten die kürzere Variante für ursprünglich, aber richtig wohl Pruin 2006, S. 253, Thiel 2007, S. 218: Über die starke Bezeugung hinaus ist MT auch noch die lectio difficilior, weil Elija in 1 Kön 18 ja gar nicht ''alle'' Propheten getötet hat.</ref> die Propheten mit dem Schwert.
{{S|1}} Dann erzählte Ahab der Isebel([, seiner Frau],)<ref>'''Textkritik''': Alle Vrs. wie in der Primärüs.; nur LXX<sup>B</sup> präzisiert: „Isebel, ''seiner Frau''“. LXX<sup>B</sup> und LXX<sup>L</sup> präzisieren in diesem Kapitel ausgesprochen häufig die handelnden Subjekte (meist durch Benennung, wo der ursprüngliche Text nur „[Er] VERB“ hat). Das ist jeweils so sicher sekundär, dass es i.F. gar nicht erwähnt werden wird.</ref> alles, was Elija getan hatte, und wie (alles darüber, wie)<ref>'''Textkritik''': MT wie im vorangehenden Teilsatz: ''we`et-kol-`ašer''; dort: „alles, was“, hier zur Not: „alles darüber, wie“. LXX, VUL, Syr und 1 MS dagegen setzen ''wa`ašer'' („und was“) oder ''weka`ašer'' („und wie“) voraus. MT ist sicher Angleichung an den vorangehenden Teilsatz; so auch Stade/Schwally, BHK; auch Cogan 2001; DeVries 2004; Sweeney 2007; Thiel 2007.</ref> er getötet hatte alle ({alle})<ref>'''Textkritik''': „alle“ nach MT, VUL, Tg, Syr, wenigen LXX-Mss und VL. Gestützt wird das zusätzlich dadurch, dass Syr und Tg dies dann auch noch präzisieren: „alle Propheten ''des Baal''“ (Syr; auch LXX-Mss) / „alle ''falschen'' Propheten“ (Tg). In LXX und 7 MSS dagegen fehlt dieses „alle“. Stade/Schwally, BHK, BHS und z.B. DeVries 2004 halten die kürzere Variante für ursprünglich, aber richtig wohl Pruin 2006, S. 253, Thiel 2007, S. 218: Über die starke Bezeugung hinaus ist MT auch noch die lectio difficilior, weil Elija in 1 Kön 18 ja gar nicht ''alle'' Propheten getötet hat.</ref> die Propheten mit dem Schwert.
{{S|2}} Da sandte Isebel einen Boten ([eine Botschaft])<ref>'''Textkritik''': MT, Aq, Sym, VUL, Tg, Syr, einigen LXX-Mss und wenigen VL-Mss: „einen Boten“. Laut LXX<sup>H</sup> stand dieses Nomen aber nicht in Origines' Vorlage; auch LXX<sup>B, L</sup> bezeugen es nicht. Im Heb. wäre es auch in der Tat verzichtbar. Stade/Schwally, DeVries 2004 und Hugo 2010, S. 19 halten daher den kürzeren Text für ursprünglich. Aber angesichts der so starken Bezeugung sollte man die kürzere Variante besser so erklären, dass ein Schreiber der LXX-Vorlagen nicht damit einverstanden war, dass Isebel hier derart mit JHWH parallelisiert wird – auch dieser nämlich wird in V. 7 einen Boten schicken.</ref> zu Elija wie folgt: „Bist du Elija, bin ich Isebel! Woraus folgt:<ref>''Bist du Elija, bin ich Isebel! Woraus folgt: ...'' - D.h. „Du magst zwar ein nicht unbedeutender Prophet sein, aber ich bin, verdammt noch mal, die ''Königin''!“ (so z.B. Cogan 2001; Hugo 2010, S 25). Wahrscheinlich falsch die alternative Deutung von Gray 1970, DeVries 2004: „Du bist zwar ‚JHWH ist Gott!‘, aber ich bin ‚Wo ist Baal!‘“ – Isebel würde dann also mit der Bedeutung ihrer beider Namen spielen, um zu signalisieren, dass der Wettstreit zwischen JHWH und Baal aus 1 Kön 18 noch lange nicht zu Ende gekämpft ist und nun persönlich wird: Sie als die Baals-Repräsentantin würde veranlassen, dass es Elija als JHWH-Repräsentanten an den Kragen ginge. Aber ''Isebel'' ist kaum zu erklären als „Wo ist Baal“ – das ´Ajin von ''ba´al'' fehlt ja in ''-bel'' –, sondern als ''`i'' + ''zebl'', „Wo ist der Fürst?“ Mit diesem „Fürst“ wird auch ein Gott gemeint sein, aber das angebliche Wortspiel an dieser Stelle funktioniert dann nicht mehr. Denkbar wäre dann aber ein anderes Wortspiel: Vgl. [[Psalm 42#s4 |Ps 42,4.11]] („Meine Feinde verhöhnen mich: ‚Wo ist dein Gott!?‘“), dann: „Du bist vielleicht ‚JHWH ist Gott‘, aber ich bin (und sage dir): ‚Wo ist er denn, dein Fürst!?‘“<br />'''Textkritik''': ''Bist du Elija, bin ich Isebel! Woraus folgt:'' - Nur bezeugt durch LXX<sup>B, L</sup> und VL. Eine spätere Ergänzung wäre aber kaum erklärlich, einen Ausfall könnte man sich dagegen als Parablepsis erklären: Offenbar irrten die Augen eines Schreibers vom ersten ''le`mor'' („wie folgt“) direkt zum zweiten („woraus folgt“) ab (Eissfeldt 1967, S. 66; z.B. auch DeVries 2004; Thiel 2007; Schenker 2004, S. 134; Hugo 2010, S. 18).</ref> Dies möge Gott (mögen die Götter?)<ref>'''Textkritik''': ''Gott (Götter?)'' - Der Gott Israels und wohl auch andere Götter wird und werden im Heb. mit dem ''Plural''-Wort „Götter“ bezeichnet. Manche LXX-Varianten übersetzen das „Götter“ an unserer Stelle mit Pl., andere mit Sg., und manche haben daraus ableiten wollen, dass ursprünglich hier nicht ''`elohim'' („Götter“), sondern ''`el'' („Gott“ = Baal) gestanden habe. Aber es ist ja nicht mal gewiss, wie die Vorlage dieser Sg.-LXX zu rekonstruieren ist, und die anderen Vrs. setzen sicher Pl. voraus. Am Sinn ändert es ohnehin nichts: In den meisten Verwendungen dieser Formel (s. übernächste FN) ist explizit von ''JHWH'' die Rede; entsprechend darf man erwarten, dass die Baals-Anhängerin Isebel hier nur von ''ihrem'' einen Gott Baal spricht.</ref> mir ([mir])<ref>'''Textkritik''': ''mir'' steht in einigen MT-Mss nicht und lag auch Origines nicht vor. Alle anderen Vrs. bezeugen es und es gehört auch fest zur Formel; die Minus-Variante ist sicher ein reiner Schreibfehler.</ref> antun und darüber hinaus jenes,<ref>''Dies möge Gott mir antun und darüber hinaus jenes, wenn nicht'' - sehr gebräuchliche Schwurformel (s. [[Rut 1#s17 |Rut 1,17]]; [[1 Samuel 3#s17 |1 Sam 3,17]]; [[1 Samuel 14#s44 |14,44]]; [[1 Samuel 20#s13 |20,13]]; [[1 Samuel 25#s22 |25,22]]; [[2 Samuel 3#s9 |2 Sam 3,9]].[[2 Samuel 3#s35 |35]]; [[2 Samuel 19#s14 |19,14]]; [[1 Könige 2#s23 |1 Kön 2,23]]; [[1 Könige 6#s31 |6,31]]; [[1 Könige 20#s10 |20,10]]; [[2 Könige 6#s31 |6,31]]). Gemeint ist etwa: „Ich schwöre: Ich werde Folgendes tun! Tue ich es nicht, soll mir ein schlimmes Unheil widerfahren!“ Das Unheil, das man mit dieser Schwurformel auf sich selbst herabruft, ist so entsetzlich, dass es stets nur mit „dies und darüber hinaus jenes“ umschrieben wird. Stark PAT: „Ich schwöre, und die Götter mögen mich strafen, wenn ich dich morgen ...“</ref> wenn nicht morgen um diese Zeit dein Leben gleich dem Leben eines der ihren ist!“
{{S|2}} Da sandte Isebel einen Boten ([eine Botschaft])<ref>'''Textkritik''': MT, Aq, Sym, VUL, Tg, Syr, einigen LXX-Mss und wenigen VL-Mss: „einen Boten“. Laut LXX<sup>H</sup> stand dieses Nomen aber nicht in Origines' Vorlage; auch LXX<sup>B, L</sup> bezeugen es nicht. Im Heb. wäre es auch in der Tat verzichtbar. Stade/Schwally, DeVries 2004 und Hugo 2010, S. 19 halten daher den kürzeren Text für ursprünglich. Aber angesichts der so starken Bezeugung sollte man die kürzere Variante besser so erklären, dass ein Schreiber der LXX-Vorlagen nicht damit einverstanden war, dass Isebel hier derart mit JHWH parallelisiert wird – auch dieser nämlich wird in V. 7 einen Boten schicken.</ref> zu Elija wie folgt: „Bist du Elija, bin ich Isebel! Woraus folgt:<ref>''Bist du Elija, bin ich Isebel! Woraus folgt: ...'' - D.h. „Du magst zwar ein nicht unbedeutender Prophet sein, aber ich bin, verdammt noch mal, die ''Königin''!“ (so z.B. Cogan 2001; Hugo 2010, S 25). Wahrscheinlich falsch die alternative Deutung von Gray 1970, DeVries 2004: „Du bist zwar ‚JHWH ist Gott!‘, aber ich bin ‚Wo ist Baal!‘“ – Isebel würde dann also mit der Bedeutung ihrer beider Namen spielen, um zu signalisieren, dass der Wettstreit zwischen JHWH und Baal aus 1 Kön 18 noch lange nicht zu Ende gekämpft ist und nun persönlich wird: Sie als die Baals-Repräsentantin würde veranlassen, dass es Elija als JHWH-Repräsentanten an den Kragen ginge. Aber ''Isebel'' ist kaum zu erklären als „Wo ist Baal“ – das ´Ajin von ''ba´al'' fehlt ja in ''-bel'' –, sondern als ''`i'' + ''zebl'', „Wo ist der Fürst?“ Mit diesem „Fürst“ wird auch ein Gott gemeint sein, aber das angebliche Wortspiel an dieser Stelle funktioniert dann nicht mehr. Denkbar wäre dann aber ein anderes Wortspiel: Vgl. [[Psalm 42#s4 |Ps 42,4.11]] („Meine Feinde verhöhnen mich: ‚Wo ist dein Gott!?‘“), dann: „Du bist vielleicht ‚JHWH ist Gott‘, aber ich bin (und sage dir): ‚Wo ist er denn, dein Fürst!?‘“<br />'''Textkritik''': ''Bist du Elija, bin ich Isebel! Woraus folgt:'' - Nur bezeugt durch LXX<sup>B, L</sup> und VL. Eine spätere Ergänzung wäre aber kaum erklärlich, einen Ausfall könnte man sich dagegen als Parablepsis erklären: Offenbar irrten die Augen eines Schreibers vom ersten ''le`mor'' („wie folgt“) direkt zum zweiten („woraus folgt“) ab (Eissfeldt 1967, S. 66; z.B. auch DeVries 2004; Thiel 2007; Schenker 2004, S. 134; Hugo 2010, S. 18).</ref> Dies möge Gott (mögen die Götter?)<ref>'''Textkritik''': ''Gott (Götter?)'' - Der Gott Israels und wohl auch andere Götter wird und werden im Heb. mit dem ''Plural''-Wort „Götter“ bezeichnet. Manche LXX-Varianten übersetzen das „Götter“ an unserer Stelle mit Pl., andere mit Sg., und manche haben daraus ableiten wollen, dass ursprünglich hier nicht ''`elohim'' („Götter“), sondern ''`el'' („Gott“ = Baal) gestanden habe. Aber es ist ja nicht mal gewiss, wie die Vorlage dieser Sg.-LXX zu rekonstruieren ist, und die anderen Vrs. setzen sicher Pl. voraus. Am Sinn ändert es ohnehin nichts: In den meisten Verwendungen dieser Formel (s. übernächste FN) ist explizit von ''JHWH'' die Rede; entsprechend darf man erwarten, dass die Baals-Anhängerin Isebel hier nur von ''ihrem'' einen Gott Baal spricht.</ref> mir ([mir])<ref>'''Textkritik''': ''mir'' steht in einigen MT-Mss nicht und lag auch Origines nicht vor. Alle anderen Vrs. bezeugen es und es gehört auch fest zur Formel; die Minus-Variante ist sicher ein reiner Schreibfehler.</ref> antun und darüber hinaus jenes,<ref>''Dies möge Gott mir antun und darüber hinaus jenes, wenn nicht'' - sehr gebräuchliche Schwurformel (s. [[Rut 1#s17 |Rut 1,17]]; [[1 Samuel 3#s17 |1 Sam 3,17]]; [[1 Samuel 14#s44 |14,44]]; [[1 Samuel 20#s13 |20,13]]; [[1 Samuel 25#s22 |25,22]]; [[2 Samuel 3#s9 |2 Sam 3,9]].[[2 Samuel 3#s35 |35]]; [[2 Samuel 19#s14 |19,14]]; [[1 Könige 2#s23 |1 Kön 2,23]]; [[1 Könige 6#s31 |6,31]]; [[1 Könige 20#s10 |20,10]]; [[2 Könige 6#s31 |6,31]]). Gemeint ist etwa: „Ich schwöre: Ich werde Folgendes tun! Tue ich es nicht, soll mir ein schlimmes Unheil widerfahren!“ Das Unheil, das man mit dieser Schwurformel auf sich selbst herabruft, ist so entsetzlich, dass es stets nur mit „dies und darüber hinaus jenes“ umschrieben wird. Stark PAT: „Ich schwöre, und die Götter mögen mich strafen, wenn ich dich morgen ...“</ref> wenn nicht morgen um diese Zeit dein Leben gleich dem Leben eines der ihren ist!“
{{S|3}} Da fürchtete sich (Da sah)<ref>'''Textkritik''': ''er fürchtete sich (er sah)'' - Beide Wörter haben im Heb. die selben Konsonanten. Als „er sah“ vokalisieren MT und Tg, sicher besser als „er sah“ aber LXX, JosAnt §348; VUL, Syr und auch wenige Mss und ein Tg-Ms. Fast alle halten denn auch richtig dies für die ursprünglich angezielte Bed. CTAT III, S. 372 u.v.a. erklären MT und Tg damit, dass ein Schreiber nicht vom eisernen Elija hätte sagen wollen, er habe sich gefürchtet – aber was hiernach folgt, stellt ihn ja in noch wesentlich schlechteres Licht als dieses Verb.</ref> Elija und erhob sich und lief um sein Leben und kam<ref name="34">''er lief um sein Leben und kam'' (V. 3) + ''Nachdem er gelaufen war, kam er'' (V. 4) - Häufige Doppelverbformel, mit der unterstrichen wird, dass eine ''längere'' Reise unternommen wird (s. zu [[Rut 2#s3 |Rut 2,3]]). V. 4a sollte daher im Dt. besser umformuliert werden. Besser als der Vorschlag der SF oben wäre einer, der in der LF deutlicher machte, wie parallel Vv. 4.5 formuliert sind: „[VERB] und [VERB] unter einem einsamen Ginsterbusch“.</ref> nach Beerscheba, das zu[m Königreich]<ref>''zum Königreich'' hat zwar auch eine leichte textkritische Stütze; so und so sollte man es aber im Dt. ergänzen, denn dies ist gemeint: Elija entzieht sich mit seiner Flucht nach Beerscheba am südlichsten Rand Judas dem Einflussbereich der zürnenden Königin.<br />'''Textkritik''': LXX<sup>B, L</sup> nämlich präzisieren ähnlich: „im Lande Juda“. Vielleicht ist dies aber sogar nur inner-griechische Korruption des Artikels ''tän'' zum Nomen ''gän'' („Land“); auch davon unabhängig würde man es sicher als sekundär beurteilen.</ref> Juda [gehörte]. {{par|Genesis|19|7}} {{par|1 Samuel|19|11}} {{par|2 Könige|7|7}} Dort ließ er seinen [Dienst-]Knaben zurück. {{par|Genesis|22|5}}
{{S|3}} Da fürchtete sich (Er sah's)<ref>'''Textkritik''': ''er fürchtete sich (er sah's)'' - Beide Wörter haben im Heb. die selben Konsonanten. Als „er sah's“ vokalisieren MT und Tg, sicher näherliegend als „er fürchtete sich“ aber LXX, JosAnt §348; VUL, Syr und auch wenige Mss und ein Tg-Ms. Fast alle halten denn auch richtig dies für die ursprünglich angezielte Bed. CTAT III, S. 372 u.v.a. erklären MT und Tg damit, dass ein Schreiber nicht vom eisernen Elija hätte sagen wollen, er habe sich gefürchtet – aber was hiernach folgt, stellt ihn ja in noch wesentlich schlechteres Licht als dieses Verb.</ref> Elija und erhob sich und lief um sein Leben und kam<ref name="34">''er lief um sein Leben und kam'' (V. 3) + ''Nachdem er gelaufen war, kam er'' (V. 4) - Häufige Doppelverbformel, mit der unterstrichen wird, dass eine ''längere'' Reise unternommen wird (s. zu [[Rut 2#s3 |Rut 2,3]]). V. 4a sollte daher im Dt. besser umformuliert werden. Besser als der Vorschlag der SF oben wäre einer, der in der LF deutlicher machte, wie parallel Vv. 4.5 formuliert sind: „[VERB] und [VERB] unter einem einsamen Ginsterbusch“.</ref> nach Beerscheba, das zu[m Königreich]<ref>''zum Königreich'' hat zwar auch eine leichte textkritische Stütze; so und so sollte man es aber im Dt. ergänzen, denn dies ist gemeint: Elija entzieht sich mit seiner Flucht nach Beerscheba am südlichsten Rand Judas dem Einflussbereich der zürnenden Königin.<br />'''Textkritik''': LXX<sup>B, L</sup> nämlich präzisieren ähnlich: „im Lande Juda“. Vielleicht ist dies aber sogar nur inner-griechische Korruption des Artikels ''tän'' zum Nomen ''gän'' („Land“); auch davon unabhängig würde man es sicher als sekundär beurteilen.</ref> Juda [gehörte]. {{par|Genesis|19|7}} {{par|1 Samuel|19|11}} {{par|2 Könige|7|7}} Dort ließ er seinen [Dienst-]Knaben zurück. {{par|Genesis|22|5}}





Version vom 29. Mai 2022, 11:48 Uhr

Syntax ungeprüft

Status: Zuverlässige Studienfassung – Die Übersetzung ist vollständig, erfüllt die Übersetzungskriterien und wurde mit einigen Standards der Qualitätssicherung abgesichert. Verbesserungen sind noch zu erwarten.
Status: Lesefassung kann erstellt werden – Wer möchte, ist zum Einstellen einer ersten Übertragung in die Lesefassung eingeladen, die später als Grundlage für Verbesserungen dient (Weitere Bibelstellen zum Übertragen). Auf der Diskussionsseite ist Platz für Rückfragen und konstruktive Anmerkungen.

Lesefassung (1 Könige 19)

(kommt später)

Studienfassung (1 Könige 19)

1 Dann erzählte Ahab der Isebel([, seiner Frau],)a alles, was Elija getan hatte, und wie (alles darüber, wie)b er getötet hatte alle ({alle})c die Propheten mit dem Schwert. 2 Da sandte Isebel einen Boten ([eine Botschaft])d zu Elija wie folgt: „Bist du Elija, bin ich Isebel! Woraus folgt:e Dies möge Gott (mögen die Götter?)f mir ([mir])g antun und darüber hinaus jenes,h wenn nicht morgen um diese Zeit dein Leben gleich dem Leben eines der ihren ist!“ 3 Da fürchtete sich (Er sah's)i Elija und erhob sich und lief um sein Leben und kamj nach Beerscheba, das zu[m Königreich]k Juda [gehörte]. Dort ließ er seinen [Dienst-]Knaben zurück.


4 Nachdem er einen [ganzen] Tag langl in die Wüste gelaufen war, {kam er und}j setzte er sich unter einen einsamenm Ginsterbusch. Er wünschte seinem Leben, zu sterben, [indem] er sprach: „Genug jetzt, JHWH! (Ich habe genug, JHWH)!n Nimm mein Leben ([von mir]),o denn ich bin nicht besser (dran) als meine Vorfahren (Vorgänger?)!“p 5 Dann legte er sich hin und schlief unter einem einsamen Ginsterbusch (dort?).q Doch da (siehe)!, einer (ein Bote)r stößt (fasst) ihn an und spricht zu ihm: „Steh auf, iss!“ 6 Und er schaute [sich um], und da (siehe)!, zu seinem Haupt (auf seiner Kopfstütze?)s [standen] ein auf Kohle (Glühsteinen) [gebackener]t Fladen und ein Krug mit Wasser. Da ([stand er auf und])u aß er und trank er und (kehrte um und legte sich=) legte sich wieder hin.v 7 Und es kam zurück der Bote (Engel)w JHWHs ein zweites Mal (da kehrte ein zweiter Bote JHWHs zurück) und stieß (fasste) ihn an und sagte: „Steh auf, iss! Denn [sonst ist] (genug=) zu weitx für dich der Weg!“ 8 Da stand er auf ({stand er auf}y) und aß und trank und ging mit der Kraft dieses Essens 40 Tage und 40 Nächte [durch] bis zum ([Gottes-])Berg Horeb.z


9 Und er kam dort zur Höhle (zu einer Höhle)aa und übernachtete dort. Und da (siehe)!, das Wort JHWHs [ergeht (erging)] an ihn! Es fragte ihn ({ihn}ab): „(Was [ist] mit dir, [dass du] hier [bist]=) Was willst du hier, Elija?“ac 10 Da sprach er:

(Eifernd habe ich geeifert=) Ich habe ja (so) geeifertad
Für JHWH Zebaot (für JHWH, den Gott Zebaot),ae
Aber (denn) verlassen haben dich