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{{S|1}} Zu allererst<ref>πρῶτον πάντων kann auch zeitlich verstanden werden; hier bezeichnet es eine Reihenfolge: das wichtigste zuerst</ref> {nun} möchte ich<ref>Wörtlich: Ich ermahne, hier ohne Anrede. "Im übrigen aber hat das Verb παρακαλεῖν auch in den Past[oralbriefen] den Beiklang des dringenden und beschwörenden, auf persönliche Zustimmung und Aneignung zielenden Bittens beibehalten (vgl. 2Tim 4,3; Tit 1,9)" (Roloff, EKK XV, S. 113).</ref>, dass man Bitten, Gebete, Fürbitten und Dankgebete<ref>Die vier Begriffe stehen asyndetisch nebeneinander. | {{S|1}} Zu allererst<ref>πρῶτον πάντων kann auch zeitlich verstanden werden; hier bezeichnet es eine Reihenfolge: das wichtigste zuerst</ref> {nun} möchte ich<ref>Wörtlich: Ich ermahne, hier ohne Anrede. "Im übrigen aber hat das Verb παρακαλεῖν auch in den Past[oralbriefen] den Beiklang des dringenden und beschwörenden, auf persönliche Zustimmung und Aneignung zielenden Bittens beibehalten (vgl. 2Tim 4,3; Tit 1,9)" (Roloff, EKK XV, S. 113).</ref>, dass man Bitten, Gebete, Fürbitten und Dankgebete<ref>Die vier Begriffe stehen asyndetisch nebeneinander. Sie sind in ihrem Bedeutungsgehalt nicht klar voneinander unterschieden (vgl. Roloff, ebd.). δέησις bezeichnet auch in der Profangräzität die Bitte an Gott = das Gebet, während προσευχή das gottesdienstliche Gebet v.a. im hellenist. Judentum meint. Ἔντευξις ist im Profanbereich die Eingabe oder Bittschrift, daher: Bittgebet, Fürbitte. Εὐχαριστία ist die Dankbarkeit, die Danksagung, daher: das Dankgebet; später auch die Eucharistie.</ref> für alle Menschen verrichtet, | ||
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Version vom 26. April 2016, 09:39 Uhr
Syntax ungeprüft


Lesefassung (1 Timotheus 2)
(kommt später)Studienfassung (1 Timotheus 2)
1 Zu allererst〈a〉 {nun} möchte ich〈b〉, dass man Bitten, Gebete, Fürbitten und Dankgebete〈c〉 für alle Menschen verrichtet,
Anmerkungen
| a | πρῶτον πάντων kann auch zeitlich verstanden werden; hier bezeichnet es eine Reihenfolge: das wichtigste zuerst (Zurück zu v.1) |
| b | Wörtlich: Ich ermahne, hier ohne Anrede. "Im übrigen aber hat das Verb παρακαλεῖν auch in den Past[oralbriefen] den Beiklang des dringenden und beschwörenden, auf persönliche Zustimmung und Aneignung zielenden Bittens beibehalten (vgl. 2Tim 4,3; Tit 1,9)" (Roloff, EKK XV, S. 113). (Zurück zu v.1) |
| c | Die vier Begriffe stehen asyndetisch nebeneinander. Sie sind in ihrem Bedeutungsgehalt nicht klar voneinander unterschieden (vgl. Roloff, ebd.). δέησις bezeichnet auch in der Profangräzität die Bitte an Gott = das Gebet, während προσευχή das gottesdienstliche Gebet v.a. im hellenist. Judentum meint. Ἔντευξις ist im Profanbereich die Eingabe oder Bittschrift, daher: Bittgebet, Fürbitte. Εὐχαριστία ist die Dankbarkeit, die Danksagung, daher: das Dankgebet; später auch die Eucharistie. (Zurück zu v.1) |