KKeine Bearbeitungszusammenfassung |
KKeine Bearbeitungszusammenfassung |
||
| Zeile 20: | Zeile 20: | ||
{{S|9}} Und er kam dort zur Höhle (zu einer Höhle)<ref>''zur Höhle (zu einer Höhle)'' - Die „Höhle“ hat auch in [[Genesis 19#s30 |Gen 19,30]]; [[1 Könige 13#s11 |1 Kön 13,11]]; [[1 Könige 18#s4 |18,4.13]] unerwartet Artikel; dies muss also nichts bedeuten (richtig Simon 1997, S. 322; Cogan 2001). Dennoch wird der:die Leser:in hier, in dieser Szene, die so oft und so deutlich auf Mose anspielt (s. die Anmerkungen), und auf dem Horeb, wo Mose in einer Felsspalte seine Gottesbegegnung hatte (s. [[Exodus 33#s22 |Ex 33,22]]), sicher auch an exakt diese Felsspalte/Höhle denken dürfen (so gut z.B. Cohn 1982, S. 342; Dharamraj 2006, S. 55f.; Thiel 2007).</ref> und übernachtete dort. Und da!, das Wort JHWHs [erging] an ihn und fragte ihn ({ihn}<ref>'''Textkritik''': Die kürzere Variante in LXX (ohne LXX<sup>H</sup>) und wenigen Mss. Assim-V. 13.</ref>): „(Was [ist] mit dir, [dass du] hier [bist]=) Was willst du hier, Elija?“<ref>Wortspiel: „Was ist mit dir“ ist im masoretischen Text zwar ''mah-leka'', lautete ursprünglich aber ''mah-lak'' und klingt daher sehr ähnlich wie der ''malak'', der „Bote“ (s.o.). Die Frage ist die standardmäßige Eröffnung z.B. einer Königsaudienz, mit der Empfangene eingeladen wurde, sein Begehr zu nennen (gut Seybold 1973, S. 8; z.B. auch Cogan 2001; Dharamraj 2006, S. 58; vgl. [[2 Samuel 14#s5 |2 Sam 12,5]]; [[1 Könige 1#s16 |1 Kön 1,16]]; [[2 Könige 6#s28 |2 Kön 6,28]]; [[Esther 5#s3 |Est 5,3]]). Dennoch sollte man nicht zu frei als etwas wie „Was ist dein Begehr?“ o.Ä. übersetzen; sicher sollte der:die Leser:in mindestens ''mit''-hören: „Was willst du ''hier''? [Du sollst doch in Israel sein!]“ (richtig z.B. Hauser 1990, S. 71; von Nordheim 1992, S. 138; Fetherolf 2017, S. 203).</ref> | {{S|9}} Und er kam dort zur Höhle (zu einer Höhle)<ref>''zur Höhle (zu einer Höhle)'' - Die „Höhle“ hat auch in [[Genesis 19#s30 |Gen 19,30]]; [[1 Könige 13#s11 |1 Kön 13,11]]; [[1 Könige 18#s4 |18,4.13]] unerwartet Artikel; dies muss also nichts bedeuten (richtig Simon 1997, S. 322; Cogan 2001). Dennoch wird der:die Leser:in hier, in dieser Szene, die so oft und so deutlich auf Mose anspielt (s. die Anmerkungen), und auf dem Horeb, wo Mose in einer Felsspalte seine Gottesbegegnung hatte (s. [[Exodus 33#s22 |Ex 33,22]]), sicher auch an exakt diese Felsspalte/Höhle denken dürfen (so gut z.B. Cohn 1982, S. 342; Dharamraj 2006, S. 55f.; Thiel 2007).</ref> und übernachtete dort. Und da!, das Wort JHWHs [erging] an ihn und fragte ihn ({ihn}<ref>'''Textkritik''': Die kürzere Variante in LXX (ohne LXX<sup>H</sup>) und wenigen Mss. Assim-V. 13.</ref>): „(Was [ist] mit dir, [dass du] hier [bist]=) Was willst du hier, Elija?“<ref>Wortspiel: „Was ist mit dir“ ist im masoretischen Text zwar ''mah-leka'', lautete ursprünglich aber ''mah-lak'' und klingt daher sehr ähnlich wie der ''malak'', der „Bote“ (s.o.). Die Frage ist die standardmäßige Eröffnung z.B. einer Königsaudienz, mit der Empfangene eingeladen wurde, sein Begehr zu nennen (gut Seybold 1973, S. 8; z.B. auch Cogan 2001; Dharamraj 2006, S. 58; vgl. [[2 Samuel 14#s5 |2 Sam 12,5]]; [[1 Könige 1#s16 |1 Kön 1,16]]; [[2 Könige 6#s28 |2 Kön 6,28]]; [[Esther 5#s3 |Est 5,3]]). Dennoch sollte man nicht zu frei als etwas wie „Was ist dein Begehr?“ o.Ä. übersetzen; sicher sollte der:die Leser:in mindestens ''mit''-hören: „Was willst du ''hier''? [Du sollst doch in Israel sein!]“ (richtig z.B. Hauser 1990, S. 71; von Nordheim 1992, S. 138; Fetherolf 2017, S. 203).</ref> | ||
{{S|10}} Da sprach er: | |||
{{ | <poem>„(Eifernd habe ich geeifert=) Ich habe ja (so) geeifert<ref>''geeifert'' - Mehrdeutiges Wort. Entweder: „Ich war so eifrig / tüchtig“ (z.B. [[2 Könige 10#s16 |2 Kön 10,16]]. Man denke auch an die „Zeloten“ = „die Eiferer“ = „die fanatischen JHWH-Anhänger“, zu denen z.B. auch Judas Iskariot gehört haben soll) oder: „Ich war so eifersüchtig“ (wie Gott ein eifersüchtiger Gott ist; ich war also ausgesprochen unduldsam mit der Baalsverehrung der Israeliten. S. [[Exodus 20#s5 |Ex 20,5]]). An sich spricht sehr wenig dafür, dass man hier an die zweite Bed. zu denken hat und die Parallele in 2 Kön 10,16 zu unserer Stelle ist ja offensichtlich; dennoch wird diese zweite Bed. nicht selten gewählt von jenen, die Elija in diesem Kapitel als größenwahnsinnig interpretieren wollen (s. die Anmerkungen).<br />Auch die Funktion dieser ersten Zeile ist nicht ganz klar: Entweder will Elija seine Abwesenheit aus Israel mit dem Hinweis darauf abmildern, welch treuer Gottesdiener er war (Dann: „Ich habe ja außerordentlich geeifert!“), oder er will den Kontrast unterstreichen: „Ich habe so geeifert, aber alles umsonst, und jetzt wollen sie mir ans Leben!“ Der heb. Text lässt beides zu.</ref> {{par|2 Könige|10|16}} | ||
_Für JHWH Zebaot (für JHWH, den Gott Zebaot),<ref name="V 10.14">'''Textkritik''': ''JHWH, den Gott Zebaot'' vs. ''JHWH Zebaot'' - Die kürzere Variante anscheinend in V. 10 in LXX<sup>B, L, A</sup>, VL, in V. 14 nur in LXX<sup>B, A</sup>. Die anderen Vrs. jeweils alle wie MT. Aber das ist etwas ungewiss; Gottesnamen werden häufig sehr divers geschrieben und übersetzt, und dies nicht nur in den antiken Versionen, sondern selbst noch in den mittelalterlichen Handschriften.<br />''deinen Bund verlassen'' vs. ''dich verlassen'': Ähnlich: Die kürzere Variante anscheinend in V. 10 in LXX<sup>B, L, A</sup>, VL, in V. 14 nur in LXX<sup>B, L</sup>. Die anderen Vrs. alle wie MT. Was davon ursprünglicher ist, lässt sich kaum erkennen; die Ausleger verteilen sich auch recht ausgewogen auf beide Varianten.<br />Das stärkste Indiz ist dann bei beiden Varianten die Differenz in VL, bei der ersten die in LXX<sup>L</sup>, bei der zweiten die in LXX<sup>A</sup>: Bezeugen diese in V. 10 die kürzere Variante und in V. 14 die längere, könnte das heißen, dass in V. 10 die kürzere und in V. 14 die längere Variante ursprünglich war und dann von den meisten Vrs. V. 10 an V. 14 angeglichen wurde, in LXX<sup>B, (L), (A)</sup> dagegen V. 14 an V. 10. Insgesamt den ursprünglichen Wortlaut hätte dann nur VL bewahrt. Das ist wie gesagt recht unsicher, aber die beste Erklärung für diese komplexe Textdifferenz.</ref> | |||
Denn verlassen haben dich ((verlassen=) gebrochen haben deinen Bund)<ref name="V 10.14" /> | |||
_Die (Söhne Israels=) Israeliten, | |||
Indem sie deine Altäre zerstörten | |||
_Und deine Propheten töteten mit dem Schwert!<ref>'''tFN''': Nicht: „Sie haben erstens deinen Bund gebrochen, zweitens deine Altäre zerstört und drittens deine Propheten getötet“: Die Wortstellung (1: V O S – 2: O V – 3: O V) gemeinsam mit den Akzenten ([ [1]<sub>Zaqef</sub> [2<sub>Zaqef</sub> 3]<sub>Athnach</sub> ]) machen klar, dass diese beiden Zeilen Nebensätze zu „sie haben deinen Bund gebrochen / dich verlassen“ sein müssen.</ref> | |||
Ich bin übrig, ich, ich allein – | |||
_Und Sie verfolgen mein Leben, um's zu töten!“</poem> | |||
{{S|11}} | {{S|11}} | ||
Version vom 23. Mai 2022, 21:17 Uhr
Syntax ungeprüft


Lesefassung (1 Könige 19)
(kommt später)Studienfassung (1 Könige 19)
1 Dann erzählte Ahab der Isebel([, seiner Frau],)〈a〉 alles, was Elija getan hatte, und wie (alles darüber, wie)〈b〉 er getötet hatte alle ({alle})〈c〉 die Propheten mit dem Schwert. 2 Da sandte Isebel einen Boten ([eine Botschaft])〈d〉 zu Elija wie folgt: „Bist du Elija, bin ich Isebel! Woraus folgt:〈e〉 Dies möge Gott (mögen die Götter?)〈f〉 mir ([mir])〈g〉 antun und darüber hinaus jenes,〈h〉 wenn nicht morgen um diese Zeit dein Leben gleich dem Leben eines der ihren ist!“ 3 Da fürchtete sich (Da sah)〈i〉 Elija und erhob sich und lief um sein Leben und kam〈j〉 nach Beerscheba, das zu[m Königreich]〈k〉 Juda [gehörte]. ℘ ℘ ℘ Dort ließ er seinen [Dienst-]Knaben zurück. ℘
4 Nachdem er einen [ganzen] Tag lang〈l〉 in die Wüste gelaufen war, {kam er und}〈j〉 setzte er sich unter einen einsamen〈m〉 Ginsterbusch. Er wünschte seinem Leben, zu sterben, ℘ ℘ [indem] er sprach: „Genug jetzt, JHWH! (Ich habe genug, JHWH)!〈n〉 Nimm mein Leben ([von mir]),〈o〉 ℘ ℘ denn ich bin nicht besser (dran) als meine Vorfahren (Vorgänger?)!“〈p〉 5 Dann legte er sich hin und schlief unter dem einsamen Ginsterbusch (dort?).〈q〉 Doch da!, einer (ein Bote)〈r〉 stößt (fasst) ihn an und spricht zu ihm: „Steh auf, iss!“ 6 Und er schaute [sich um], und da!, zu seinem Haupt (auf seinem Kissen-Stein?)〈s〉 [standen] ein auf einem Glühstein [gebackenes]〈t〉 Brot und ein Krug mit Wasser. Da ([stand er auf und])〈u〉 aß er und trank er und (kehrte um und legte sich=) legte sich wieder hin.〈v〉 7 Und es kam zurück der Bote (Engel)〈w〉 JHWHs ein zweites Mal (da kehrte ein zweiter Bote JHWHs zurück) und stieß (fasste) ihn an und sagte: „Steh auf, iss! Denn [sonst ist] (genug=) zu weit〈x〉 für dich der Weg!“ 8 Da stand er auf ({stand er auf}〈y〉) und aß und trank und ging mit der Kraft dieses Essens 40 Tage und 40 Nächte [durch] bis zum ([Gottes-])Berg Horeb.〈z〉
9 Und er kam dort zur Höhle (zu einer Höhle)〈aa〉 und übernachtete dort. Und da!, das Wort JHWHs [erging] an ihn und fragte ihn ({ihn}〈ab〉): „(Was [ist] mit dir, [dass du] hier [bist]=) Was willst du hier, Elija?“〈ac〉
10 Da sprach er:
„(Eifernd habe ich geeifert=) Ich habe ja (so) geeifert〈ad〉 ℘
Für JHWH Zebaot (für JHWH, den Gott Zebaot),〈ae〉
Denn verlassen haben dich

