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Ich bin übrig, ich, ich allein – | Ich bin übrig, ich, ich allein – | ||
_Und sie verfolgen mein Leben, um's [mir] zu nehmen!“<ref name="10.14 4" /></poem> | _Und sie verfolgen mein Leben, um's [mir] zu nehmen!“<ref name="10.14 4" /></poem> | ||
{{S|15}} Da sagte JHWH zu ihm: „Geh, kehr | {{S|15}} Da sagte JHWH zu ihm: „Geh, kehr um! Auf {deinen} [den] Weg([! und du sollst kommen]) zur Wüste nach Damaskus!<ref>''Geh, kehr um! Auf den Weg zur Wüste nach Damaskus! (Kehr zurück auf deinen Weg nach Damaskus!)'' - Alle übersetzen wie in der Alternative. Aber das macht wenig Sinn; Elija war ja gar nicht unterwegs nach Damaskus. V. 20 lehrt, wie der Ausdruck zu übersetzen ist: Dort steht der selbe Ausdruck („Geh, kehr um!“) und Elija fordert Elischa damit nur auf, sich ''von ihm'' wieder wegzukehren (daher V. 21: „Da kehrte er sich von hinter ihm um“, d.h. „da ging er von ihm weg“). ''Kehr um! Auf den Weg zur Wüste von (nach) Damaskus'' ist w. „Kehr um für deinen Weg zur Wüste von (nach) Damaskus“.<br />'''Textkritik''': ''[Du sollst kommen]'' - So einheitlich LXX + VL mit dem selben Wort wie nach „zur Wüste nach Damaskus“. Sicher Expansion zur Textglättung aus dem selben Grund: Elija war zuvor ja gar nicht (erkennbar) auf dem Weg nach Damaskus. Aber das ist unnötig, s.o.</ref> {Und du sollst kommen}<ref>''Geh ... und du sollst kommen'' - Variante der Botenformel „Geh, komm“; s. wieder zu [[Rut 2#s3 |Rut 2,3]]. Ausgedrückt wird damit erstens, dass ''Gott'' Elija ''sendet'', und dass er ihn zweitens auf einen ''längeren Weg'' sendet. Üs. vielleicht: „Kehr zurück auf deinen Weg...: Ich sende dich, damit du Hazael zum König über Aram salbst“.</ref><br />Und du sollst Hazael zum König über Aram salben!“<ref>''Hazael'' - aramäischer ''König'', der später Israel und Juda großen Schaden zufügen sollte (s. [[2 Könige 10#s32 |2 Kön 10,32-33]]; [[2 Chroniken 22#s5 |2 Chr 22,5]]; [[2 Könige 12#s7 |2 Kön 12,7.18f.]]. JHWH bringt hier also den Stein ins Rollen, der später Israel und Juda Israel überrollen sollte.</ref> | ||
{{S|16}} Und Jehu, den Sohn des Nimschi, sollst du salben zum König über Israel,<br /> | {{S|16}} Und Jehu, den Sohn des Nimschi, sollst du salben zum König über Israel,<br /> | ||
Und Elischa, den (Sohn=) Nachfahren<ref>''Nachfahren'' - nämlich Enkel, s. [[2 Könige 9#s2 |2 Kön 9,2]].</ref> des Schafat aus Abel Mecholah ({aus Abel Mecholah})<ref>'''Textkritik''': ''Aus Abel-Mecholah'' steht in wenigen LXX-Mss an anderer Stelle und fehlt in wenigen MT-Mss. DeVries hält es daher für sekundär. Thiel 2007 hält dagegen, weil die Information, Elischa stamme aus Abel Mecholah, nirgendwo sonst überliefert sei und daher auch nicht von irgendwo anders hier eingedrungen sei, müsse der Ausdruck ursprünglich sein – aber das ist ein schwaches Argument; natürlich gab es auch nicht verschriftliche Traditionen über die großen Figuren der Bibel, die hier nachträglich eingefügt werden hätten können. Entscheidend ist, dass das textkritische Zeugnis für eine Version ohne diese Phrase denkbar schwach ist und dass die Versetzung überdies rein stilistisch zu erklären sein könnte. Wie es in den MT-Mss zu diesem Ausfall gekommen ist, ist aber wirklich nicht gut erklärlich.</ref> sollst du salben zum Propheten nach dir (unter dir, an deiner Statt)!“<ref>''nach dir'' - In dieser Bed. wird der Ausdruck oft z.B. in [[2 Könige 15 |2 Kön 15]] verwendet (vgl. Dharamraj 2006, S. 135). Das macht hier mehr Sinn als die häufige Üs. „an deiner Statt“, die zwar sprachlich gut möglich ist, aber nicht naheliegt, da Elija z.B. in [[1 Könige 21 |1 Kön 21]] und [[2 Könige 1 |2 Kön 1]] nach wie vor als Prophet wirkt. „Unter dir“ (so Dharamraj 2006, S. 133 selbst) ist ebenso gut möglich, s. V. 21 und [[2 Könige 2#s3 |2 Kön 2,3.5]]. </ref> | Und Elischa, den (Sohn=) Nachfahren<ref>''Nachfahren'' - nämlich Enkel, s. [[2 Könige 9#s2 |2 Kön 9,2]].</ref> des Schafat aus Abel Mecholah ({aus Abel Mecholah})<ref>'''Textkritik''': ''Aus Abel-Mecholah'' steht in wenigen LXX-Mss an anderer Stelle und fehlt in wenigen MT-Mss. DeVries hält es daher für sekundär. Thiel 2007 hält dagegen, weil die Information, Elischa stamme aus Abel Mecholah, nirgendwo sonst überliefert sei und daher auch nicht von irgendwo anders hier eingedrungen sei, müsse der Ausdruck ursprünglich sein – aber das ist ein schwaches Argument; natürlich gab es auch nicht verschriftliche Traditionen über die großen Figuren der Bibel, die hier nachträglich eingefügt werden hätten können. Entscheidend ist, dass das textkritische Zeugnis für eine Version ohne diese Phrase denkbar schwach ist und dass die Versetzung überdies rein stilistisch zu erklären sein könnte. Wie es in den MT-Mss zu diesem Ausfall gekommen ist, ist aber wirklich nicht gut erklärlich.</ref> sollst du salben zum Propheten nach dir (unter dir, an deiner Statt)!“<ref>''nach dir'' - In dieser Bed. wird der Ausdruck oft z.B. in [[2 Könige 15 |2 Kön 15]] verwendet (vgl. Dharamraj 2006, S. 135). Das macht hier mehr Sinn als die häufige Üs. „an deiner Statt“, die zwar sprachlich gut möglich ist, aber nicht naheliegt, da Elija z.B. in [[1 Könige 21 |1 Kön 21]] und [[2 Könige 1 |2 Kön 1]] nach wie vor als Prophet wirkt. „Unter dir“ (so Dharamraj 2006, S. 133 selbst) ist ebenso gut möglich, s. V. 21 und [[2 Könige 2#s3 |2 Kön 2,3.5]]. </ref> | ||
Version vom 27. Mai 2022, 19:47 Uhr
Syntax ungeprüft


Lesefassung (1 Könige 19)
(kommt später)Studienfassung (1 Könige 19)
1 Dann erzählte Ahab der Isebel([, seiner Frau],)〈a〉 alles, was Elija getan hatte, und wie (alles darüber, wie)〈b〉 er getötet hatte alle ({alle})〈c〉 die Propheten mit dem Schwert. 2 Da sandte Isebel einen Boten ([eine Botschaft])〈d〉 zu Elija wie folgt: „Bist du Elija, bin ich Isebel! Woraus folgt:〈e〉 Dies möge Gott (mögen die Götter?)〈f〉 mir ([mir])〈g〉 antun und darüber hinaus jenes,〈h〉 wenn nicht morgen um diese Zeit dein Leben gleich dem Leben eines der ihren ist!“ 3 Da fürchtete sich (Da sah)〈i〉 Elija und erhob sich und lief um sein Leben und kam〈j〉 nach Beerscheba, das zu[m Königreich]〈k〉 Juda [gehörte]. ℘ ℘ ℘ Dort ließ er seinen [Dienst-]Knaben zurück. ℘
4 Nachdem er einen [ganzen] Tag lang〈l〉 in die Wüste gelaufen war, {kam er und}〈j〉 setzte er sich unter einen einsamen〈m〉 Ginsterbusch. Er wünschte seinem Leben, zu sterben, ℘ ℘ [indem] er sprach: „Genug jetzt, JHWH! (Ich habe genug, JHWH)!〈n〉 Nimm mein Leben ([von mir]),〈o〉 ℘ ℘ denn ich bin nicht besser (dran) als meine Vorfahren (Vorgänger?)!“〈p〉 5 Dann legte er sich hin und schlief unter dem einsamen Ginsterbusch (dort?).〈q〉 Doch da (siehe)!, einer (ein Bote)〈r〉 stößt (fasst) ihn an und spricht zu ihm: „Steh auf, iss!“ 6 Und er schaute [sich um], und da (siehe)!, zu seinem Haupt (auf seinem Kissen-Stein?)〈s〉 [standen] ein auf einem Glühstein [gebackenes]〈t〉 Brot und ein Krug mit Wasser. Da ([stand er auf und])〈u〉 aß er und trank er und (kehrte um und legte sich=) legte sich wieder hin.〈v〉 7 Und es kam zurück der Bote (Engel)〈w〉 JHWHs ein zweites Mal (da kehrte ein zweiter Bote JHWHs zurück) und stieß (fasste) ihn an und sagte: „Steh auf, iss! Denn [sonst ist] (genug=) zu weit〈x〉 für dich der Weg!“ 8 Da stand er auf ({stand er auf}〈y〉) und aß und trank und ging mit der Kraft dieses Essens 40 Tage und 40 Nächte [durch] bis zum ([Gottes-])Berg Horeb.〈z〉
9 Und er kam dort zur Höhle (zu einer Höhle)〈aa〉 und übernachtete dort. Und da (siehe)!, das Wort JHWHs [ergeht (erging)] an ihn! Es fragte ihn ({ihn}〈ab〉): „(Was [ist] mit dir, [dass du] hier [bist]=) Was willst du hier, Elija?“〈ac〉
10 Da sprach er:
„(Eifernd habe ich geeifert=) Ich habe ja (so) geeifert〈ad〉 ℘
Für JHWH Zebaot (für JHWH, den Gott Zebaot),〈ae〉
Aber (denn) verlassen haben dich

