Gen 4:
Persönliche Fassung (Sebastian Walter)

Aus Die Offene Bibel

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Dies ist eine individuell verantwortete Textfassung. Sie ist Teil der Offenen Bibel, stammt aber in dieser Version nicht vom Gesamt-Team.

Persönliche Fassung

3. Die Vertreibung des Menschen, Teil II

1 Der Erdling erkanntea seine Frau Leben.
Sie empfing und gebar den Kaufb
und sie sagte: „Ich habe mir einen Mann erkauft an der Seite von JHWH.“c
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Gen 2,25-3,24 <= | => Gen 5


(Sebastian Walter unter Verwendung von Texten der Offenen Bibel)

aerkennen ist hier wie häufig Euphemismus für „Geschlechtsverkehr haben“. Es ist das selbe Verb, das auch in Gen 2-3 den Baum als „Baum der Erkenntnis von Gut und Böse“ beschrieb. (Zurück zu Lesefassung v.1)
bKauf: Im Heb. Qajn, was wahrscheinlich eigentlich „Schmied“ bedeutet. In der dritten Zeile wird der Name aber mit einer sogenannten „Volksetymologie“ von qanah („kaufen“) abgeleitet; im Rahmen von Gen 4 „bedeutet“ der Name daher „Kauf“. (Zurück zu Lesefassung v.1)
cIch habe einen Mann erkauft an der Seite von JHWH - Raffiniert formuliert. Gemeint ist ungefähr: „Both I and JHWH have made a man!“ ( Eskenazi 2008, S. 19). Erwartet hätte man dafür aber etwas wie „Ich habe mit JHWH an meiner Seite einen Sohn geboren!“ Doch Eva ist so fixiert auf ihre Leistung, das erste Kind der Welt zur Welt gebracht zu haben, dass sie erstens „ich an der Seite von JHWH“ statt „ich mit JHWH an meiner Seite“ sagt, und zweitens keines der üblichen Worte für „hervorbringen“ verwendet, sondern mit „erkaufen“ eines, das ebenfalls ihre Leistung bei der Geburt dieses Sohnes betont. Der „Kaufpreis“ ist wahrscheinlich die ganze Zeit der Schwangerschaft, die ja insgesamt in Gen 3 als „Mühsal“ beschrieben wurde. „Mann“ statt „Kind“ schließlich soll wohl betonen, dass von nun an nicht mehr der Erdboden „Erdlinge“ hervorbringt, sondern Frauen (`iššah) Männer (`iš; gut van Wolde 1991, S. 27). (Zurück zu Lesefassung v.1)

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