Aufgabenliste

Aus Die Offene Bibel

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Grundgedanken[Bearbeiten]

  • Auf der Seite Aufgaben übertragen wir das Statussystem in eine benutzerfreundlichere Übersicht, die nicht betont, was schon getan wurde, sondern was noch ansteht und wie es sich (auch in kleinen Schritten) erledigen lässt.
  • Jeder Übersetzer darf selbst entscheiden, wie viele Verse er oder sie in einer Aufgabe bearbeiten möchte.
  • Manche Aufgaben werden mehrfach durchgeführt (Vergleich mit Kommentaren und Übersetzungen). Dabei geben wir auf der Aufgabenliste an, welche Kommentare/Übersetzungen schon durchgegangen sind. Nicht bindender Richtwert: Es müssen 3 Kommentare und 4 Übersetzungen benutzt worden sein, damit eine Aufgabe als erledigt gilt. Jede andere Aufgabe muss nur einmal erledigt werden.
  • Manche Aufgaben lassen sich optional mehrfach erledigen und sind eher Fleißaufgaben (z.B. x-ter Übersetzungs- oder Urtextvergleich). Auf der Aufgabenliste wollen wir klar machen, welche Aufgaben noch nötig sind und welche nicht mehr.
  • Es gibt drei Etappen: 1. Übersetzung, 2.-4. und 5.-7., die grob mit den Status 1. in Arbeit, 2. Rohübersetzung/fast gut, 3. sehr gut zusammenfallen. Bevor eine Übersetzung vorhanden ist, kann natürlich nur Aufgabe 1 (das Übersetzen) erfüllt werden. Ist eine Übersetzung da, machen die Aufgaben 2-4 (5) Sinn. Der Status "fast gut" hängt von der teilweisen Erfüllung der Aufgaben 2-4 (5) ab, sobald er da ist, kann man 5.-7. angehen. Es macht Sinn, nur die Aufgaben der jeweils aktuellen Etappe überhaupt anzuführen. Diese Etappen sind jedoch reine Denkhilfen, die nicht direkt mit dem Statussystem überlappen.
    • Etappe 1 zeigt Übersetzung
    • Etappe 2 (beginnt mit vorhandener Übersetzung) zeigt Urtext, Übersetzungen, Kommentare + evtl. Übersetzungskriterien + evtl. Sonderaufgaben X
    • Etappe 3 (beginnt mit Status "fast gut") zeigt Übersetzungskriterien, Verständlichkeit, Formales, weitere Fassungen (LF, LS) + evtl. Überbleibsel von E. 2 + evtl. Sonderaufgaben X


Aufgaben[Bearbeiten]

1. Übersetzen (QK: A). Solide Rohübersetzungen aus dem Urtext sind in jedem Fall willkommen. Wenn du möchtest, dann kannst du bereits die Übersetzungskriterien berücksichtigen. Vielleicht hilft dir außerdem der Wegweiser Studienfassung.
Mindestanforderungen an die Erstübersetzung:

  1. Sie entsteht selbständig
  2. Sie erfolgt aus einer aktuellen wissenschaftlichen Ausgabe des Urtexts
  3. Sie ist nicht zu frei - versucht also, den Text wörtlich wiederzugeben, wo immer das möglich ist.

2. Urtext-Vergleich (QK: G; B, C, E): Hier geht es darum, die Übersetzung nochmal mit dem Urtext gegenzulesen. Was auch geht: Eine bestehende Übersetzung mit einer eigenen, unabhängig entstandenen zusammenführen. Bei Unklarheiten eine Diskussion auf der Diskussionsseite beginnen. Ein Bibelprogramm oder sprachlicher Schlüssel kann dabei sehr nützlich sein.
Voraussetzungen: Griechisch-, Hebräisch- oder Aramäisch-Kenntnisse [Link zu Urtexten -> Die Quellen?]

3. Übersetzungen vergleichen (QK: I; B, C, D). Ist nicht immer ganz einfach, Übersetzungen können sich erheblich unterscheiden. Ohne den Urtext kann es schwierig sein, die wichtigen Unterschiede von unwichtigen zu unterscheiden. Jeder Abschnitt sollte mit mindestens 4 Übersetzungen verglichen worden sein.
Voraussetzungen: keine. u. Umständen hilfreich: Kenntnis der Ursprachen, der deutschen Grammatik oder auch moderne Fremdsprachen (für optionale fremdsprachige Übersetzungen). Empfohlene Übersetzungen: Luther, ELBKurz für „Elberfelder Bibel“. Sehr genaue und wenig kommunikative Übersetzung; als Vollbibel erstmals 1871 erschienen., Zür, Kurz für „Einheitsübersetzung“. 1980 erstmals als Gesamtausgabe erschienen. Heute noch vorgeschriebene Übersetzung für römisch-katholische Liturgie. Vom Stil her eine sog. „liturgische Übersetzung“: eher frei, eher verständlich; dennoch der Alltagssprache eher fern. „EÜ 16“ bezeichnet die 2016 erschienene Aktualisierung dieser Üs., SLTKurz für „Schlachter“; gemeint ist damit die Revision von 1995-2004 der erstmals 1905 erschienenen Bibelübersetzung von Franz Eugen Schlachter. Die Schlachter-Bibel ist recht urtexttreu; Schlachter verstand es aber, dieses genaue Übersetzen mit einem herrlichen kräftig-würzigen Stil zu verbinden, so dass sich am Ende dennoch eine gut lesbare Bibel ergab., Menge, NGÜNT- und Psalmenübersetzung der Genfer Bibelgesellschaft 2000-2011. Eine vorbildliche Verknüpfung von philologischer Genauigkeit und kommunikativer Flüssigkeit., GNBGood News Bible u.a. (findet man auch im Internet).

Wir suchen besonders nach zwei Dingen: Nach schönen oder passenden, verständlichen 1. Formulierungen und nach 2. Abweichungen, die in unserer Übersetzung noch nicht dokumentiert sind. Wer etwas findet, schreibe das bitte auf die Diskussionsseite. Wer die Übersetzung selbst aus dem Urtext nachvollziehen kann, darf auch direkt in die Übersetzung eingreifen.

Bedeutsame Abweichungen:

  • Wenn die Übersetzung offenbar eine ganz andere Aussage macht als unsere, z.B.:
  • Ein Wort scheint ganz anders wiedergegeben zu sein,
  • ein Verb steht in einem anderen Tempus oder Modus,
  • Ein Nebensatz beginnt mit einer Konjunktion mit einer anderen Sinnrichtung (häufig: modal/temporal, temporal/kausal, konsekutiv/final, konzessiv/kausal
  • die Übersetzung benutzt ein anderes Subjekt oder Objekt.
  • eine Präpositionalphrase mit einer ganz anderen Präposition

U.U. bedeutsam:

  • Eine Übersetzung hat einen Relativsatz, eine andere ein attributives Adjektiv oder Partizip oder ein Substantiv. (Bsp.: )
  • Eine Übersetzung verwendet einen Nebensatz, eine andere eine Substantivierung. (Bsp.:

Unwichtig sind z.B. Synonyme oder abweichende Formulierungen ohne echte Bedeutungsveränderung (Bsp.: schicken/senden)

4. Mit Kommentaren gegenlesen (QK: H; B, C, D, E).
Voraussetzungen: Grundlagen der Exegese, u.U. Englisch-Kenntnisse (englische Kommentare). Nützlich: Verständnis der jeweiligen Ursprache

5. Erfüllt die Übersetzung unsere Übersetzungskriterien und Übersetzungs-FAQFrequently Asked Questions - Häufig gestellte Fragen (QK: F)?
Empfohlen: Praktische Erfahrung mit den Übersetzungskriterien

6a. Übersetzung und Fußnoten auf Verständlichkeit und inhaltliche Nachvollziehbarkeit prüfen (QK: J).
Voraussetzungen: keine. Nützlich: kein Theologe zu sein. Kann man den Erklärungen folgen, ohne den Urtext oder zu viel anderes Wissen parat haben zu müssen? Verweisen z.B. Grammatik-Fußnoten auf ausführlichere Wiki-Seiten? Vermeidet der Text, wo möglich, theologische Fachsprache? Ist die Übersetzung auch für Kirchenferne nachvollziehbar?

6b. Formale Aspekte korrekturlesen: Orthographie, Wiki-Syntax, Verlinkungen (QK: J).
Sind die Klammern richtig eingesetzt? Hebräischer Text mit dem Hebräisch-Tag versehen? Empfehlenswert: Sind Bibelstellen intern verlinkt? Sind zitierte externe Werke verlinkt, wenn sie im Internet verfügbar sind? Die Seite Seitengestaltung kann in vielen Bereichen als Leitfaden dienen.

7a. Erstellen und Verbessern einer vorläufigen Lesefassung. Beachte die Übersetzungskriterien.

7b. Erstellen und Verbessern einer vorläufigen Fassung in leichter Sprache. Anlaufstelle sind die Seiten Leichte Sprache und Über Leichte Sprache.

X. (Exegetische) Sonderaufgabe.
Voraussetzungen: Exegetische Erfahrung, Zugang zu Hilfsmitteln und Fachliteratur