Wegweiser Studienfassung

Aus Die Offene Bibel

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Diese Seite soll einmal eine umfassende Einführung in die Übersetzung der Studienfassung werden. Technische Aspekte spart sie bewusst aus. Langfristig ist es sinnvoll, für jede der einzelnen Fassungen genauere Informationen zu angeben. Wie und was genau, darf diskutiert werden. Im Rahmen des Markusprojekts schaffe ich vielleicht auch Ansätze zur Lesefassung.

Es handelt sich hierbei nicht um die offiziellen Regeln, sondern um eine Sammlung von nützlichen Erläuterung und Vorschlägen.

Mitarbeit und Ergänzungen sind erwünscht! --Ben 11:20, 14. Sep. 2012 (CEST)

Inhaltsverzeichnis

Überblick[Bearbeiten]

Die Übersetzungskriterien und die Übersetzungs-F.A.Q. sind die Basis für alle Entscheidungen bei der Offenen Bibel. Aber keine Angst: Es wird nicht vorausgesetzt, dass neue Übersetzer bereits jede Feinheit verstanden haben. Neue Übersetzungen werden im Rahmen der Qualitätssicherung später noch einmal auf diese Kriterien hin geprüft. Das Autorenportal enthält weitere für Übersetzer hilfreiche Informationen.

Die Studienfassung ist eine philologische Übersetzung, die die relevanten sprachlichen Merkmale des Bibeltexts für den Leser so vollständig wie möglich dokumentiert. Die Übersetzung strebt nach formaler und syntaktischer Äquivalenz mit dem Urtext. Hierzu kann z.B. die modifizierte Interlinearmethode ([1]) verwendet werden. Wo keine direkte Übertragung möglich ist, folgt sie dem Grundsatz funktionaler Äquivalenz. Syntaktische Konstruktionen und Phrasen, die man nicht direkt übersetzen kann, lösen wir dabei möglichst sauber in vergleichbare deutsche Formulierungen auf. Dabei bestimmen wir das Phänomen in einer Fußnote und beschreiben seine Funktion (in manchen Fällen schließt das auch eine Paraphrase und alternative Übersetzungen ein). Verschiedene Klammern markieren (weitere Übersetzungsmöglichkeiten), [Einfügungen] und {Auslassungen}. Die Studienfassung geht in den Anmerkungen außerdem auf schwer verständliche Aussagen ein und liefert sprachliche, kulturelle, historische und theologische Hintergrundinfos, wo sie erforderlich sind, um den Text zu verstehen. Zudem können Parallelstellen gesetzt werden.

Die Studienfassung entsteht als selbständige Übersetzung aus dem Urtext. Es dürfen nur ganze Verse eingestellt werden. Um als zuverlässig gelten zu können, muss ein Kapitel oder Abschnitt alle Übersetzungskriterien erfüllen und die Qualitätssicherung vollständig durchlaufen haben. Neben der Erfüllung der Übersetzungskriterien soll die Qualitätssicherung durch Kontrollschritte und Peer Review sicherstellen, dass die Übersetzung auf einer sauberen Exegese beruht und den gegenwärtigen Forschungsstand berücksichtigt - und so wissenschaftlichen Standards entspricht.

Natürlich muss nicht jeder Versuch gleich perfekt sein! Wir arbeiten zusammen an der Übersetzung, und kein Text erfüllt alle Qualitätskriterien, wenn er nicht von mehreren Übersetzern bearbeitet worden ist. Deshalb freuen wir uns über jede eingestellte Übersetzung, die selbständig erarbeitet worden und nicht zu frei ist. Euch muss aber klar sein, dass andere Bearbeiter eure Übersetzung eventuell noch stark abwandeln werden!

MERKE:
Die Studienfassung ist eine besondere Übersetzung, die den Urtext genau wiedergeben will. Dazu folgt sie einer genauen Übersetzungsmethode und verwendet Hilfsmittel wie Fußnoten und Klammern im Fließtext. Ihre Zuverlässigkeit wird per Qualitätssicherung genau überprüft.

Vorgehensweise[Bearbeiten]

Wie die Studienfassung aussieht[Bearbeiten]

Hier sind einige Stichpunkte, die ich demnächst ausformulieren will.

Grundsatz: Enthält der Urtext normale Formulierungen, formulieren auch wir normal (alles andere wäre irreführend). Enthält der Urtext natürlichen Satzbau, bilden auch wir im Deutschen natürliche Sätze, soweit es möglich ist. Das bezieht sich aber in erster Linie auf die Wortstellung. Natürlich lässt sich im Griechischen oder hebräischen normale, komplizierte Syntax nicht immer in einfachere deutsche Sätze übertragen. Gerade adverbiale und attributive Partizipien machen im Deutschen oft noch kompliziertere Satzkonstruktionen erforderlich. Dennoch können wir an manchen Stellen versuchen, sie durch Umstellungen behutsam zu vereinfachen (Anders z.B. bei Offenbarung mit bewussten Grammatik-Fehlern und semitisierendem Stil, oder bei Markus mit volkstümlicher, teils ebenfalls semitisierender Sprache.) Daraus folgt:

-> Natürliche Wortstellung (Beispiel).

-> Keine Wortübersetzungen nach Wörterbuch, sondern nach Kontext und Stil. Altbackene Formulierungen kommen oft aus der Tradition alter Bibelübersetzungen oder Jahrzehnte alter Wörterbücher. Ihr Gebrauch bedeutet keine genaue Übersetzung, sondern weist nur darauf hin, dass Beispiel: "sagen/sprechen" -> "rufen", "meinen", "entgegnen". "antworten" -> "erwidern", "entgegnen" (Beispiel).

-> Historisches Präsens wird mit Vergangenheitsform wiedergegeben (Beispiel).

-> Partizipien werden aufgelöst (Beispiel).

-> Gerade im Hebräischen mit seinen wenig abwechslungsreichen Konjunktionen (bes. "Waw") können wir im Deutschen mit größerem Variantenreichtum arbeiten (Beispiel).

-> Nicht in jedem Fall entspricht einem griechischen Wort (Lexem) ein deutsches Lexem. Stattdessen drücken im Deutschen oft umschreibende Formulierungen aus, was im Griechischen ein Wort schafft (linguistisch formuliert: eine Sprache drückt nicht jeden Referenten oder jedes Konzept durch ein Lexem aus.). Dafür ist die Studienfassung empfindlich. Beispiel:

  1. Substantivierte Partizipien im Griechischen und Hebräischen geben wir häufig mithilfe von Relativsätzen wieder (Beispiel).
  2. Den Sinn mancher Substantive fängt im Deutschen am besten eine Kombination Adjektiv+Substantiv oder sogar ein kurzer Nebensatz ein.
  3. Manche Verben muss man umschreibend übersetzen, wobei beispielsweise präzisierende Adverbien, Lokal- u.a. Angaben oder Objekte zu ergänzen sind (Bsp.: Ps 2,1).
  4. Ein ähnliches Phänomen: Manche Verben erfordern in einer oder beiden Sprachen den Gebrauch einer bestimmten Präposition (Bsp.: "suchen nach", "warten auf"). Auch hier geben im Deutschen mehrere Wörter ein Wort im Urtext wieder (ggfs. auch umgekehrt, einige Beispiele hierzu am Ende von Mk 1).

Am Ende erhalten wir in der Studienfassung eine Übersetzung, die wo immer möglich moderne Sprache benutzt und modern formuliert, aber Eigenarten der Ursprache (wie Idiome und Stilfiguren, aber auch andere Formen ungewöhnlicher Ausdrucksweise) möglichst nicht verbirgt.

Orientierungs-Richtlinie: Lässt man die Klammern (natürlich bis auf die Einfügungen) weg, sollte der Text sich wie eine moderne, dem Urtext nah folgende, aber in richtigem Deutsch formulierte Bibelübersetzung lesen lassen. Sie mag etwas komplizierter oder ungelenker formulieren als der typische deutsche Text, lässt sich aber flüssig lesen.

MERKE:
Die Studienfassung vermeidet, wo sie kann, künstliche und veraltete Ausdrucksweise. Auch die Studienfassung wird mit Augenmerk für den Stil formuliert. Mit natürlicher Wortstellung, kontextgemäß übersetzten Wörtern und gleichwertigen deutschen Konstruktionen, die nicht direkt übersetzbare Konstruktionen der Ursprache wiedergeben, entsteht eine Übersetzung, die die deutsche Grammatik nicht verbiegen muss. Stilistisch ungewöhnliche Merkmale des Urtexts bleiben dabei erhalten.

Merksatz 1: Natürliche Formulierungen im Urtext werden im Regelfall zu natürlichen Formulierungen im Deutschen.

Merksatz 2: Ohne die Klammern liest sich die Studienfassung nicht viel anders als ein "normaler" deutscher Text, der sich nicht wesentlich von anderen "genauen" Übersetzungen unterscheidet.

Grundlagen unserer Arbeit[Bearbeiten]

Die folgenden Punkte solltet ihr als Übersetzer der Studienfassung im Kopf haben.

Selbständig arbeiten[Bearbeiten]

Es versteht sich von selbst, dass wir unsere Übersetzung selbständig erarbeiten. Hilfsmittel wie Bibelsoftware oder sprachliche Schlüssel dürft ihr gerne zu Hilfe nehmen, sofern der erste Grundsatz der Übersetzungskriterien gewährleistet bleibt:

Die erste Übersetzung der Studienfassung entsteht nur aus dem Urtext.

Auch bei der weiteren exegetischen Textanalyse ist es löblich, wenn ihr zunächst selbst beobachtet. Welche Konstruktionen könnt ihr identifizieren, die ihr sauber auflösen solltet? Welche Wörter müsst ihr genauer erforschen, um eine angemessene Übersetzung zu finden? Welche Abschnitte erfordern inhaltliche Erklärungen? Mehr dazu später.

Quellen nachweisen[Bearbeiten]

Wer eine sorgfältige Studienfassung erstellt, wird früher oder später (eher früher) auch Fußnoten setzen müssen. Dabei muss man immer wieder auch mit Sekundärliteratur arbeiten. Dann sind Quellenangaben gerade bei komplexeren Sachverhalten unverzichtbar. Weitere Details zu Literaturangaben

Wichtige Sekundärliteratur berücksichtigen[Bearbeiten]

Im (Theologie-)Studium lernt man das wissenschaftliche Arbeiten mit Sekundärliteratur. Sie sichert nicht nur eigene Erkenntnisse ab, sondern enthält in den meisten Fällen wertvolle Zusatzinformationen. Daher verlangen unsere Qualitätskriterien, dass jeder Abschnitt der Studienfassung in der Qualitätssicherung mit mindestens einem aktuellen exegetischen Kommentar kontrolliert wird. Besser sind nach unseren Erfahrungen drei, optimal sind häufig eher fünf oder mehr. Im Idealfall wird jeder übersetzte Text vor seiner Fertigstellung gründlich exegesiert und mit allen wichtigen Kommentaren, sowie relevanten Aufsätzen und Einträgen aus theologischen Wörterbüchern erarbeitet. Für die Zwecke unserer Übersetzung ist es uns ferner wichtig, unser Ergebnis auch mit dem anderer Bibelübersetzer zu vergleichen.

Qualitätssicherung und Statussystem[Bearbeiten]

Hauptartikel: Qualitätssicherung

Die Qualitätssicherung soll gewährleisten, dass alle Abschnitte zuverlässig übersetzt sind. Sie folgt denselben Prinzipien wie jede akademische Qualitätskontrolle. Besonders wichtig sind dabei das schon angesprochene Heranziehen akademischer Sekundärliteratur und das Gegenlesen durch weitere Übersetzer (Peer Review). Die Qualitätskriterien sind deshalb so angelegt, dass diese beiden Kontrollschritte auf jedes Kapitel angewandt werden. Dazu kommen Einzelfragen, die die Erfüllung der Übersetzungskriterien betreffen.

Die Qualitätssicherung folgt keinem festen Ablauf. Entscheidend ist nur, dass die Kriterien am Ende alle erfüllt sind. Wir haben jedoch ein System verschiedener Status, die bei jedem Kapitel anzeigen, wie weit die Übersetzung qualitativ schon ist.

  • Ein Kapitel, das noch keine ganze Rohübersetzung vorweisen kann, erhält beispielsweise den Status Studienfassung in Arbeit
  • Ein Abschnitt, der schon einige Qualitätskriterien erfüllt und aller Voraussicht nach zuverlässig ist, erhält den Status Studienfassung erfüllt die meisten Kriterien.
  • Ein Abschnitt, der die gesamte QS durchlaufen hat und alle Kriterien erfüllt, erhält den Status Lesefassung in Arbeit als Signal dafür, dass die Arbeiten an der Studienfassung abgeschlossen sind.

Entsprechende Status gibt es auch für die Lesefassung.

Für Übersetzer die wichtigste Info: Jede Kapitelseite in unserem Wiki hat eine Diskussionsseite. Dort findet ihr eine Tabelle mit den Qualitätskriterien. Benutzt die Tabelle und sagt uns, welche QS-Schritte ihr schon selbst abgehakt habt! Bei Zweifeln auf der Diskussionsseite oder direkt im Chat nachfragen.

MERKE:
Jedes Kapitel erhält je nach Zustand der Übersetzung einen Status. Der Status stellt dar, wie zuverlässig eine Übersetzung ist. Damit die Qualitätssicherung funktioniert, solltet ihr in der Tabelle auf der Diskussionsseite des übersetzten Kapitels angeben, welche der angeführten Kontrollen ihr für euren Abschnitt schon durchgeführt habt!

Die Textgrundlage[Bearbeiten]

Wir übersetzen aus den wissenschaftlich edierten Urtext-Ausgaben (siehe auch Die Quellen):

  • Im Neuen Testament verwenden wir NA28, ECM oder SBLGNT. Wer das SBLGNT benutzt, sollte das auf der Diskussionsseite festhalten.

Natürlich sind auch eigene textkritische Entscheidungen möglich. Abweichungen von der maßgeblichen exegetischen Forschung und textkritische Zweifelsfälle werden in Fußnoten festgehalten. Für textkritische Entscheidungen maßgeblich ist Textkritik (Übersetzungs-FAQFrequently Asked Questions - Häufig gestellte Fragen). Hilfreich: Textkritik (Bibellexikon)

Übersetzungsvorgang[Bearbeiten]

Es gibt nicht DIE Methode zum Übersetzen. Wer die Ursprachen beherrscht, hat wahrscheinlich auch das Übersetzen in irgendeiner Form gelernt. Die meisten Theologen und Theologiestudenten haben aber erfahren, dass das Übersetzen gar nicht so einfach ist. Die Übersetzung klingt am Ende meistens verrenkt und unnatürlich! Es ist schwer, eine verständliche deutsche Übersetzung hinzubekommen, besonders wenn sie auch noch genau sein soll!

Dieses Problem spiegelt sich auch so bisschen bei der Offenen Bibel wieder. Wir erhalten natürlich viele hochwertige Erstübersetzungen. Andere Übersetzungen sind weniger ausgereift - oft einfach, weil der Übersetzer nicht besonders viel Zeit investieren konnte. Aber vielen Rohübersetzungen merkt man auch an, dass der Übersetzer nicht systematisch vorgegangen ist. Das ist erst mal auch gar nicht schlimm, denn unsere Übersetzung durchläuft ja viele Hände. Das Übersetzen ist nicht jedermanns Sache, und wir freuen uns ja wirklich über jeden Beitrag, solange er nicht zu frei ist und selbständig entstanden ist.

Es geht in diesem Abschnitt nun auch nicht darum, euch zu entmutigen - und noch weniger darum, andere Methoden als im Vergleich schlechter darzustellen oder dem Übersetzer vielleicht sogar vorzuschreiben, wie er den Text anzugehen hat. Es soll hier vielmehr exemplarisch dargestellt werden, wie man eine gründliche, systematische Übersetzung machen kann, die sich gut in unsere Zielsprache fügt. Die a) dargestellte Methode orientiert sich an der modifizierten Interlinearmethode oder "Wittstock-Methode", die von Otto Wittstock entwickelt und von Heinrich von Siebenthal auf die Bibelübersetzung übertragen wurde.a Ähnliche Übersetzungsmethoden wurden von Linguisten für andere Sprachen entwickelt. Anschließend wird die Textanalyse behandelt.

Es geht im Folgenden also zunächst um a) die Übersetzungsmethode "modifizierte Interlinearmethode", die sich hervorragend zur Erstellung von Studienfassungen eignet. Anschließend widmen wir uns der Textanalyse in Form der b) Lexikalisch-grammatischen Analyse, dann einer Form der c) Diskursanalyse.

Die modifizierte Interlinearmethode[Bearbeiten]

Es lohnt sich, den Text von Anfang an als ein Konstrukt aus Propositionen wahrzunehmen, von denen sich manche direkt übersetzen lassen und andere nicht. Der Text enthält Schlüsselwörter, die man sich für spätere Nachforschungen merken sollte, und Diskurselemente (interessanter Satzbau, grammatische Konstruktionen, Partikeln o.ä.), deren Funktion zu entschlüsseln ist. Das erfordert jedoch ein gutes Textverständnis, viel Übung im Übersetzen und muss die Sprache recht gut kennen.

Für die meisten Übersetzer, gerade Anfänger, bietet es sich darum an, erst mal eine Rohübersetzung zu machen und die Textanalyse folgen zu lassen. Für die Erstübersetzung empfiehlt sich die modifizierte Interlinear-Methode. Dabei fängt man am Satzanfang an und übersetzt Wort für Wort. Nach und nach wird der Satzbau des zu übersetzenden Satzes sichtbar, und man kann noch beim Übersetzen beginnen, den Entwurf fließend in einen natürlichen deutschen Satzbau zu übertragen. Beispielsweise beginnen hebräische Sätze häufig mit dem Prädikat

Lexikalisch-grammatische Analyse[Bearbeiten]

. Besondere Konstruktionen, Verbformen, Idiome, seltene Wörter, unklare Syntax, Stilmittel markieren/merken.

Wir erinnern noch einmal nachdrücklich daran, dass nicht jeder Übersetzer gleich jeden Schritt ausführen muss! Die wenigsten haben die Zeit und nur manche haben die Fähigkeiten für eine so gründliche Analyse, wie sie hier geschrieben wird. Die darf gerne in mehreren Schritten von unterschiedlichen Übersetzern vorgenommen werden. Wichtig ist jedoch, dass alle Schritte in der Checkliste auf der Diskussionsseite festgehalten werden.

Auflösung von syntaktischen Konstruktionen oder Idiomen[Bearbeiten]

Anmerkungen[Bearbeiten]

Was sollte hier hin? o.0

Verwendung von Sekundärliteratur[Bearbeiten]

Tipps[Bearbeiten]

-> Bibelsoftware, Sprachliche Schlüssel, Open Access.

Das ist natürlich sehr zeitaufwändig, und viele Übersetzer haben gar keinen Zugriff auf die wichtigen Kommentare. Für alle, die es interessiert, deshalb ein paar Tipps zur Recherche und Literaturbeschaffung.

Die folgenden beiden Abschnitte werden ausgelagert[Bearbeiten]

Literaturrecherche[Bearbeiten]

Die für unsere Übersetzung nützlichsten Kommentare sind neuere exegetische Kommentare, die den Urtext möglichst genau analysieren. Laien- oder anwendungsorientierte Kommentare sind nicht so hilfreich. Alle benutzten Werke

  1. Unsere Literaturliste versucht, Standardwörterbücher und -grammatiken zu erfassen.
  2. Es ist oft nicht leicht herauszufinden, welche Standardwerke es zu einem bestimmten Buch gibt.
    1. [www.bestcommentaries.com Bestcommentaries.com] berücksichtigt nur englische Kommentare und fragt eher nach dem Nutzen für die Predigtexegese. Aber Kommentare, die dort eine gute Bewertung haben und mit "T" ("technical" -> exegetisch) markiert sind, sind ein guter Anfang.
    2. Rezensionen (book-reviews.org), Amazon-Bewertungen
    3. Bibliographien

Literaturbeschaffung[Bearbeiten]

  1. In unserem Projekt Sekundärliteratur erfassen wir alle akademischen Texte, die zu jedem Kapitel im Internet zu finden sind. Es kann nicht schaden, mal nachzuschauen, ob zum eigenen Kapitel Kommentare oder Aufsätze verlinkt wurden!
  2. Nationallizenz
  3. Bibliotheken, Uni-Bibs.

Klammern in der Studienfassung[Bearbeiten]

[Erklärung der Klammern]

Hinweis: Alternativen im selben Fall. Alternativen werden per Komma getrennt. Manche Übersetzer verwenden


Fußnoten in der Studienfassung[Bearbeiten]

Zu den technischen Details s. Hilfe:Fußnoten.

Welchen Zweck haben die Fußnoten?[Bearbeiten]

Fußnoten haben zwei Anliegen: 1. Sie erläutern die Übersetzungsentscheidungen (Transparenz für den Leser), 2. Sie geben den Übersetzern der Lesefassung alle Informationen, die sie brauchen, zu

  • Übersetzungsentscheidungen
  • Kontext und Textstruktur
  • Umwelt und Geschichtlichem
  • Wortwahl: v.a. bei Stilmitteln, Idiomen
  • schwer verständlichen Inhalten

Insofern ähneln die Erklärungen der Studienfassung einer Studienbibel, sind aber etwas technischer geprägt und legen besonderen Wert auf die Bedürfnisse von „Zweitübersetzern“. Am ehesten kann man die Studienfassung und ihre Fußnoten vielleicht mit den philologisch geprägten Übersetzungen mancher Kommentarreihen (bes. BK.AT oder WBC) vergleichen, die sehr viele Fußnoten mit technischen Erklärungen aufweisen und es dem Kommentator ermöglichen, sich im eigentlichen Kommentar auf Argumentation, Theologie und Anwendung zu konzentrieren.

Wichtig ist dabei, dass die Fußnoten eine wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Text wiederspiegeln:

  • Sie sollen dem Leser erklären, welche Deutungsmöglichkeiten es gibt und warum eine bestimmte Entscheidung getroffen wurde.
  • Besonders gut ist es, wenn es den Fußnoten (wo relevant) gelingt, kurz und knapp die wissenschaftliche Diskussion darstellen und abweichende Meinungen berücksichtigen. Das sollte, wo immer möglich, konzise bleiben und sich auf dich wichtigste Literatur beschränken. Wir wollen einen Überblick über die Diskussion, für eine detaillierte Abhandlung ist Platz im Kommentar.
  • Die Erklärungen müssen Belege enthalten! (Zumindest, wo sie über Grundlagen von Grammatik, Wortschatz und Semantik hinausgehen.)
  • Ganz wichtig: Die Fußnoten müssen für durchschnittliche Leser noch verständlich sein. Theologisches und linguistisches Fachvokabular ist wo immer möglich zu vermeiden. Schreibt so, als würdet ihr den Sachverhalt einem interessierten, aber exegetisch unerfahrenen Gesprächspartner erklären. (Textkritische Abschnitte sind davon ein Stück weit ausgenommen, weil hier zu viel Vorwissen erforderlich ist. Textkritische Fußnoten leiten wir deshalb mit „TextkritikDer Versuch, aus den überlieferten Bibelhandschriften die ursprünglichste Textversion zu ermitteln. Im AT gilt der sogenannte „Masoretische Text“ als Richtschnur, er ist allerdings teilweise über 2000 Jahre jünger als der zu ermittelnde „Urtext“ und kann daher Überlieferungsfehler enthalten. Atl. Textkritik versucht, durch den Vergleich mit anderen erhaltenen Textversionen solche womöglich fehlerhaften Stellen zu berichtigen. Bisweilen sind dabei Textänderungen nötig, die überhaupt kein Fundament in den alten Textzeugen haben, sondern nur auf Vermutungen basieren. Das NT ist wesentlich besser überliefert: Eine Vielzahl älterer Manuskripte sind erhalten. Allerdings gibt es keinen Ausgangstext mit einem dem Masoretischen Text vergleichbaren Stellenwert. Die ntl. Textkritik wägt daher Textvarianten aus unterschiedlichen Texttraditionen gegeneinander ab, um zu beurteilen, welche Variante die ursprünglichere ist.:“ ein.) Siehe weiter unten den Absatz Welchen Kenntnisstand setzen die Fußnoten beim Leser voraus?

Die Fußnoten sollen dagegen nicht, wie etwa die Fußnoten einer Studienbibel, systematisch-theologische und erbauliche Erklärungen enthalten. Ihr Zweck ist die prägnante Erklärung des Ausgangstextes für Leser wie Zweitübersetzer. Andere Elemente einer Studienbibel, wie Worterklärungen oder zeitgeschichtliche Informationen, sind dagegen erwünscht.

Wann sollte ich eine Fußnote setzen?[Bearbeiten]

Eine Fußnote ist notwendig...[Bearbeiten]

  • Wenn eine Übersetzungsentscheidung weitere Erklärungen erfordert, etwa wenn es zur Stelle abweichende Deutungen gibt oder sie obskure Formulierungen enthält.
  • Wenn eine wörtliche Übersetzung missverständlich wäre, aber festgehalten werden soll.
  • Um festzuhalten, wie eine nicht direkt übertragbare sprachliche Konstruktion übersetzt wurde, etwa bei der Auflösung
    • griechischer Partizipien, Genitiv- oder Dativverbindungen
    • hebräischer Konstruktionen, wie Figurae etymologicae, verbale Hendiadyoine, gegebenenfalls bei Zweideutigkeiten im Tempus oder manchen Satzverbindungen.
  • Zur Dokumentation sprachlicher Details, die im Deutschen nicht wiedergegeben oder nur umschrieben werden können, z.B.
    • einiger griechischer Aspekte
    • Propositionen mit einer Form von "siehe"
  • In textkritischen Zweifelsfällen, die die Übersetzung beeinflussen würden.
  • Zur Übertragung von chronologischen Angaben, wo erforderlich zur Datierung historischer Ereignisse.
  • Zur Übertragung von Währungs-, Zeit- und Maßeinheiten.

Eine Fußnote wird empfohlen...[Bearbeiten]

  • Zur Erklärung von Stilmitteln und Idiomen.
  • In manchen Fällen, wenn mir als Übersetzer eine elegante äquivalente Übersetzung einfällt, diese aber nicht mehr zu den Regeln der Studienfassung passen würde.
  • Wenn eine textkritische Entscheidung zwischen bedeutenden Zeugengruppen getroffen werden muss (am besten markiert mit "TextkritikDer Versuch, aus den überlieferten Bibelhandschriften die ursprünglichste Textversion zu ermitteln. Im AT gilt der sogenannte „Masoretische Text“ als Richtschnur, er ist allerdings teilweise über 2000 Jahre jünger als der zu ermittelnde „Urtext“ und kann daher Überlieferungsfehler enthalten. Atl. Textkritik versucht, durch den Vergleich mit anderen erhaltenen Textversionen solche womöglich fehlerhaften Stellen zu berichtigen. Bisweilen sind dabei Textänderungen nötig, die überhaupt kein Fundament in den alten Textzeugen haben, sondern nur auf Vermutungen basieren. Das NT ist wesentlich besser überliefert: Eine Vielzahl älterer Manuskripte sind erhalten. Allerdings gibt es keinen Ausgangstext mit einem dem Masoretischen Text vergleichbaren Stellenwert. Die ntl. Textkritik wägt daher Textvarianten aus unterschiedlichen Texttraditionen gegeneinander ab, um zu beurteilen, welche Variante die ursprünglichere ist.:", damit unkundige Leser nicht verwirrt werden), die aber die Übersetzung nicht gravierend beeinflussen.
  • Zur Erklärung von theologischen Begriffen im Kontext der Argumentation, soweit zum Verständnis der Botschaft notwendig.
  • Zur Erklärung von Sitten und Bräuchen, kulturellen Bezügen oder zur Identifikation von historischen Gegebenheiten oder Personen.
  • Bei literarischen Anleihen (Parallelstellen, Zitaten, Verarbeitungen) an andere Texte oder Bibelstellen, sofern das Setzen einer Parallelstelle nicht ausreicht.
  • Für weitere Hinweise, die für den Leser oder Zweitübersetzer notwendig sind, um den Text und seine Struktur (die Meta-Ebene) mithilfe der Studienfassung zu verstehen. Häufig enthalten Texte Informationen, die sich nicht direkt übersetzen lassen - subtile Unterschiede zwischen verwendeten Begriffen, syntaktische Details (besondere Betonungen, Abgrenzungen, Rhythmus) oder formale Informationen (Stil, Aufbau), sofern hilfreich.

Welche grammatischen Konstruktionen erfordern eine Fußnote?[Bearbeiten]

S. die Diskussion Kürzung der Fußnoten im Forum.

Etliche Formulierungen kann man nicht wörtlich übersetzen. Wenn es dabei verschiedene Möglichkeiten gibt, eine Konstruktion wiederzugeben. Dann sollte stets eine Fußnote erfolgen. Die häufigsten:

  • "siehe" im Hebräischen und Griechischen

Bei diesen griechischen Tempusformen ist die Markierung (und Wiedergabe) des Aspekts besonders wichtig (s.u. Übersetzung der Aspekte):

  • Im Indikativ:
    • Imperfekt
    • Perfekt

Bei anderen Modi (v.a. Partizip, Imperativ, Infinitiv) sollte der Aspekt erklärt werden, wenn er von der zu erwartenden Normalform abweicht. Beim Infinitiv ist das z.B. der Aorist.

Einige Partizipien

  • Participium coniunctum (Es gibt zu viele Möglichkeiten der Auflösung. Für Zweitübersetzer oder beim Korrigieren ist es besser, wenn die deutsche Wiedergabe entsprechend ausgewiesen ist. S. a. u. Adverbiale Partizipien)

Figurae etymologicae (Hebräisch)

  • Wortspiele mit einer Wurzel in mehreren Wörten
  • Insbesondere beim verstärkenden Inf. abs. derselben Wurzel.

Griechische Konditionalsätze. Ähnlich wie im Deutschen gibt es verschiedene Varianten.

Ausgenommen sind alle grammatischen Phänomene, die man zwar nicht wörtlich übersetzen kann, die aber im Wesentlichen immer nach dem gleichen Muster wiedergegeben werden:

  • Redundante Verben, die wörtliche Rede einleiten, also "und sagte", etc.
  • Ebenso das Ὅτι recitativum
  • Historisches Präsens (immer als Vergangenheitsform)
  • Attributive Partizipien (sind immer als Adjektiv, unaufgelöstes Partizip oder Relativsatz wiedergegeben)
  • AcP
  • Häufige Genitiv- und Dativverbindungen, wie der instrumentale Dativ.
  • Die Übersetzung des Dativs der Anrede, etwa mit "sagte zu ihnen" statt "sagte [zu] ihnen" o.ä.; des Genitivs mit "von".
  • Hebräische Umstandsangaben mit Präposition + Infinitiv + Suffix (als recht gewöhnliche Alternative zu Konjunktion + Indikativform)
  • Der Genitivus absolutus (wird selten anders denn als temporaler oder kausaler Nebensatz aufgelöst)
  • Einfache Ellipsen. Dabei reicht es, das Verb in eckigen Klammern zu ergänzen.

Und eine Ausnahme von der Ausnahme: Gibt es in solchen Fällen Auffälligkeiten (seien es mögliche Missverständnisse oder Bedeutungsschwankungen), kann eine Fußnote nicht schaden.

Welche Elemente können Fußnoten enthalten?[Bearbeiten]

Die Fußnoten profitieren von einer möglichst klaren Struktur und prägnanten Ausdrucksweise. Folgende Mittel können dabei behilflich sein:

  • Beispielhafte Formulierungen aus oder Vergleiche mit anderen Übersetzungen
  • Verweise auf die wissenschaftliche Literatur oder Material im „Offenen Bibelversum“
  • Es bietet sich an, Abschnitte über Spezialfragen (TextkritikDer Versuch, aus den überlieferten Bibelhandschriften die ursprünglichste Textversion zu ermitteln. Im AT gilt der sogenannte „Masoretische Text“ als Richtschnur, er ist allerdings teilweise über 2000 Jahre jünger als der zu ermittelnde „Urtext“ und kann daher Überlieferungsfehler enthalten. Atl. Textkritik versucht, durch den Vergleich mit anderen erhaltenen Textversionen solche womöglich fehlerhaften Stellen zu berichtigen. Bisweilen sind dabei Textänderungen nötig, die überhaupt kein Fundament in den alten Textzeugen haben, sondern nur auf Vermutungen basieren. Das NT ist wesentlich besser überliefert: Eine Vielzahl älterer Manuskripte sind erhalten. Allerdings gibt es keinen Ausgangstext mit einem dem Masoretischen Text vergleichbaren Stellenwert. Die ntl. Textkritik wägt daher Textvarianten aus unterschiedlichen Texttraditionen gegeneinander ab, um zu beurteilen, welche Variante die ursprünglichere ist. o.ä.), die für viele Laien unverständlich sind, als solche zu markieren, etwa mit einem einleitenden „TextkritikDer Versuch, aus den überlieferten Bibelhandschriften die ursprünglichste Textversion zu ermitteln. Im AT gilt der sogenannte „Masoretische Text“ als Richtschnur, er ist allerdings teilweise über 2000 Jahre jünger als der zu ermittelnde „Urtext“ und kann daher Überlieferungsfehler enthalten. Atl. Textkritik versucht, durch den Vergleich mit anderen erhaltenen Textversionen solche womöglich fehlerhaften Stellen zu berichtigen. Bisweilen sind dabei Textänderungen nötig, die überhaupt kein Fundament in den alten Textzeugen haben, sondern nur auf Vermutungen basieren. Das NT ist wesentlich besser überliefert: Eine Vielzahl älterer Manuskripte sind erhalten. Allerdings gibt es keinen Ausgangstext mit einem dem Masoretischen Text vergleichbaren Stellenwert. Die ntl. Textkritik wägt daher Textvarianten aus unterschiedlichen Texttraditionen gegeneinander ab, um zu beurteilen, welche Variante die ursprünglichere ist.: ...“ (Beispiel: Kol 1,22)
  • Zitate des in der Fußnote besprochenen Texts, zumindest wo zum Verständnis hilfreich, etwa „und Jesus sagte Jesus spricht hier...“ (Beispiel: Kol 1,6)
  • Wo griechische und hebräische Lexeme (Begriffe) zitiert werden, sollte verdeutlichend die im Text gewählte bzw. (wo sinnvoll) eine repräsentative Summe möglicher Übersetzungen folgen.
  • Der Lesbarkeit und Verständlichkeit halber sollte man dagegen auf unnötige stilistische Ausschmückungen, starke Meinungsäußerungen oder zu lange Zitate verzichten.

Geht noch klarer. Ist der Abschnitt vollständig?

Welchen Kenntnisstand setzen die Fußnoten beim Leser voraus?[Bearbeiten]

  • Vertrautheit mit den Übersetzungskriterien
  • Kenntnisse der deutschen Grammatik. Spezifisch hebräische und griechische Grammatik sollten verlinkt oder kurz erklärt oder mit Beispielen verdeutlicht werden.
  • Grundlagen der TextkritikDer Versuch, aus den überlieferten Bibelhandschriften die ursprünglichste Textversion zu ermitteln. Im AT gilt der sogenannte „Masoretische Text“ als Richtschnur, er ist allerdings teilweise über 2000 Jahre jünger als der zu ermittelnde „Urtext“ und kann daher Überlieferungsfehler enthalten. Atl. Textkritik versucht, durch den Vergleich mit anderen erhaltenen Textversionen solche womöglich fehlerhaften Stellen zu berichtigen. Bisweilen sind dabei Textänderungen nötig, die überhaupt kein Fundament in den alten Textzeugen haben, sondern nur auf Vermutungen basieren. Das NT ist wesentlich besser überliefert: Eine Vielzahl älterer Manuskripte sind erhalten. Allerdings gibt es keinen Ausgangstext mit einem dem Masoretischen Text vergleichbaren Stellenwert. Die ntl. Textkritik wägt daher Textvarianten aus unterschiedlichen Texttraditionen gegeneinander ab, um zu beurteilen, welche Variante die ursprünglichere ist. und anderer exegetischer Spezialdisziplinen (zumindest für alle diejenigen Leser, die die entsprechenden Abschnitte verstehen wollen. Optimalerweise sind die Abschnitte entsprechend markiert.).
  • Grundlegende Fakten zur Bibel (d.h. Dinge wie: es handelt sich um eine Übersetzung aus dem Hebräischen/Griechischen; die Bibel besteht aus verschiedenen Einzelbüchern unterschiedlichen Alters, von unterschiedlichen Autoren...)
  • Wo immer möglich, keine Kenntnisse der Ursprachen! Der Urtext sollte so erklärt werden, dass auch Laien folgen können.

Wie bestimmte Konstruktionen aufgelöst werden[Bearbeiten]

Gesamtbiblische Phänomene[Bearbeiten]

Redundante Einleitungen wörtlicher Rede[Bearbeiten]

Dabei handelt es sich um das hebräische לֵאמֹר und aramäische לְמֵמַר, דִּ֣י, das griechische ὁτί recitativum, das gr. pleonastische Partizip (s.u.), aber auch gedoppelte Verben nach dem Muster וַיַּעַן וַיֹּאמֶר (heb), עָנֵה וְאָמַר (aram) bzw. bei Johannes „Jesus antwortete und sagte zu ihm“.

In der Übersetzung klammern wir solche Konstruktionen wie in den Beispielen mit geschweiften Klammern ein (beim Partizip: aufgelöst oder unaufgelöst). Eventuelle Objektspronomina („zu ihm“ o.ä.) können je nach Erfordernis ebenfalls unübersetzt bleiben. Nur in ungewöhnlichen Fällen ist dabei noch eine Fußnote nötig.

Hebräische/aramäische Einleiteformeln:

וּכְנֵ֥מָא פִתְגָמָ֖א הֲתִיב֣וּנָא לְמֵמַ֑רUnd sie gaben uns die folgende Antwort {sagend}: (Esr 5,11)
מִנִּי֮ שִׂ֣ים טְעֵם֒ דִּ֣י כָל־מִתְנַדַּ֣ב בְּמַלְכוּתִי֩ מִן־עַמָּ֨ה יִשְׂרָאֵ֜ל וְכָהֲנֹ֣והִי וְלֵוָיֵ֗א לִמְהָ֧ךְ לִֽירוּשְׁלֶ֛ם עִמָּ֖ךְ יְהָֽךְ׃[Hiermit] erteile ich Befehl: {dass} Jeder in meinem Reich aus dem Volk Israel und seinen Priestern und Leviten, der bereit ist, nach Jerusalem zu gehen, darf mit dir gehen. ( [[Esra 7#s13|Esr 7,13])

ὁτί recitativum:

ἄλλοι ἔλεγον ὅτι οὗτός ἐστιν, ἄλλοι ἔλεγον· οὐχί, ἀλλ’ ὅμοιος αὐτῷ ἐστιν. ἐκεῖνος ἔλεγεν ὅτι ἐγώ εἰμι. – Einige meinten: {dass} „Er ist es!“, andere riefen (sagten): „Nein, er ist ihm nur ähnlich!“ Er selbst sagte: {dass} „Ich bin es.“ (Joh 9,9)

Pleonastisches Partizip:

καί τινες ἀναστάντες ἐψευδομαρτύρουν κατ’ αὐτοῦ λέγοντεςUnd einige standen auf [und] und sagten falsch gegen ihn aus, {wobei sie sagten}: (Mk 14,57)
ἀνοίξας τὸ στόμα αὐτοῦ ἐδίδασκεν αὐτοὺς λέγων· – Er öffnete seinen Mund und lehrte sie {sagend}: (Mt 5,2)

Beachte: Nicht in allen Fällen ist die Einleitung wirklich redundant! Dann die Übersetzung natürlich notwendig:

וַיִּקְרָ֧א אֶת־שְׁמֹ֛ו נֹ֖חַ לֵאמֹ֑ר זֶ֞֠ה יְנַחֲמֵ֤נוּ מִֽמַּעֲשֵׂ֨נוּ֙ וּמֵעִצְּבֹ֣ון יָדֵ֔ינוּ מִן־הָ֣אֲדָמָ֔ה אֲשֶׁ֥ר אֵֽרְרָ֖הּ יְהוָֽה׃Und er nannte ihn Noach, indem er sagte (sinngemäß aufgelöstes לֵאמֹר): „Dieser wird uns trösten von unserer Arbeit (Taten) und {unserer} Mühe unserer Hände von dem Erdboden, den JHWH verflucht hat.“ (Gen 5,29)

Konstruktionen mit „Siehe“[Bearbeiten]

Griechische Konstruktionen[Bearbeiten]

Artikel vor Eigennamen[Bearbeiten]

Im Deutschen nicht gebräuchliche Artikel vor Eigennamen, auch auch bei ὁ θεός, lassen wir ersatzlos weg und setzen auch keine Klammer. Diese Praxis ist aus pragmatischen Gründen entstanden. Bei ganz seltenen Sonderfällen wie Joh 1,1 (wo der Artikel vor θεός auffälligerweise fehlt) ist das natürlich anders.

Übersetzung der Aspekte[Bearbeiten]

Aspekte werden nach Kontext und Funktion übersetzt. Auf Deutsch gibt man Aspekte mithilfe von Adverben oder bestimmmten Verbformen wieder. Allgemein gesagt:

  • Den Indikativ Aorist als gewöhnliche Vergangenheitsform. Andere Aoristformen sind i.d.R. ebenfalls unmarkiert und ungewöhnlich.
  • Das Imperfekt und manche Präsensformen unter Ergänzung eines entsprechenden Adverbs („immer wieder“, „eine Zeit lang“, „mehrmals“) als gewöhnliche Vergangenheitsform (in klar durativen Beschreibungen)
  • Das Perfekt in einer Form, die den gegenwärtigen Zustand hervorhebt, je nach Möglichkeiten mit einer deutschen Perfektform oder einer präsentischen Formulierung. Z.B. „ist erklärt“, nicht „ist erklärt worden“; „ist tot“ statt „ist gestorben“, „wir glauben (nun)“ statt „wir haben geglaubt“. Evtl. sind ergänzende Adverben nötig.

Bei allen Verbformen (Indikativen, Infinitiven, Konjunktiven, Partizipien und Imperativen) sind Fußnoten mit Angaben zum Aspekt und grammatischen Tempus nur dann notwendig, wenn

  1. der Gebrauch außergewöhnlich ist oder besondere Informationen transportiert, die anders nicht ersichtlich wären. Beispielsweise sind der Infinitiv Aorist oder der Imperativ Aorist Normalformen.
  2. der entsprechende Aspekt nicht schon aus dem Kontext ersichtlich ist. In der Beschreibung einer andauernden Handlung ist der durative Aspekt (einer Präsens- oder Imperfektform) auch im Deutschen erkennbar (wenn auch lexikalisch nicht unbedingt explizit gemacht), sodass die entsprechende Information dem Leser nicht unbedingt einen Mehrwert vermitteln würde.

Ein wichtiges Kriterium ist die Frage: Wählt der Verfasser diese Formulierung bewusst, oder hat er nur diese eine Möglichkeit sich auszudrücken? Beispielsweise ist der Indikativ Präsens (vereinfacht gesagt) die einzige Möglichkeit, im Präsens zu formulieren - und damit die Normalform. Ähnliches gilt für das Partizip Präsens, wenn der Verfasser eine Umstandsangabe mit adverbialem Partizip benutzt, die gleichzeitig zum Hauptverb stattfindet. In diesem Fall ist keine Fußnote nötig.

Bei Indikativen der Vergangenheitsformen sowie Partizipien, Imperativen oder Infinitiven besteht jedoch in der Regel eine Wahl zwischen mehreren Formen. In solchen Fällen wählt der griechische Autor den Aspekt, der zu seiner Handlung passt. Sofern dieser Aspekt nicht ohnehin offensichtlich ist, sollte dann eine Fußnote gesetzt werden.

Beispiele:

  • In diesem Fall macht schon im Griechischen ein Adverb den Aspekt ersichtlich, sodass das Imperfekt nicht extra angegeben werden muss:
: καὶ παρεκάλει αὐτὸν πολλὰUnd er bat ihn mehrmals (oder: nachdrücklich) ... (Mk 5,10a) 

Historisches Präsens[Bearbeiten]

Hauptartikel: Wie wird das historische Präsens übersetzt? (Übersetzungs-FAQFrequently Asked Questions - Häufig gestellte Fragen), Historisches Präsens (Grammatik)

Das in ntl. Erzähltexten häufige historische Präsens übersetzen wir durchgehend mit einer zum Kontext passenden Vergangenheitsform.

Attributive Partizipien[Bearbeiten]

S.a. den Abschnitt in der Grammatik zum attributiven Partizip.

Attributive Partizipien lassen sich häufig direkt übersetzen, ansonsten aber sehr sauber in deutsche Relativsätze auflösen.

Bei als Attribut benutzten Partizipien: Als gleichwertiges Attribut (Partizip oder Adjektiv) oder Relativsatz

  • Übersetzung als gleichwertiges Attribut (Partizip oder Adjektiv).
  • Auflösung als Relativsatz. Manchmal ist (auch mal eine kompliziertere) Relativsatzkonstruktion nötig, weil es für das Partizip im Deutschen kein äquivalentes Substantiv gibt.
ἡ γραφὴ ἡ λέγουσαdie Schrift, die besagt (Jak 2,23)

Bei substantivierten Partizipien: als Substantiv oder als Relativsatz

  • Übersetzung als Substantiv. Gelegentlich findet sich sogar ein gleichwertiges substantiviertes Partizip.
ὁ βαπτίζων – Der Täufer (d.h. Johannes) (Mk 1,4)
  • Auflösung als Relativsatz. Manchmal ist (auch mal eine kompliziertere) Relativsatzkonstruktion nötig, weil es für das Partizip im Deutschen kein äquivalentes Substantiv gibt.
ὁ ἀγαπῶν τὴν ἑαυτοῦ γυναῖκα ἑαυτὸν ἀγαπᾷ. – Wer seine Frau liebt, [der] liebt sich selbst. (Eph 5,28)
Μακάριος ὁ ἀναγινώσκων καὶ οἱ ἀκούοντες τοὺς λόγους – Wie glücklich [sind] derjenige, der die Worte vorliest, und diejenigen, die [sie] hören... (Offb 1,3)

Adverbiale Partizipien[Bearbeiten]

S.a. den Abschnitt in der Grammatik zum adverbialen Partizip.

Adverbiale Partizipien (Partizipium conjunctum und Genitivus absolutus) sind meist als Adverbialsätze aufzulösen, d.h. als Nebensatz, der von einer Konjunktion mit der für das Partizip festgestellten Sinnrichtung eingeleitet wird. Manchmal - gerade unkomplizierten Konstruktionen - lässt sich die Konstruktion auch als Präpositionalphrase auflösen. Im Normalfall substantiviert man dabei das Verb und versieht es mit einer Präposition mit der entsprechenden Sinnrichtung (z.B: „bei seinem Anblick“, „im Wissen“ (modal/temporal), „zur Absicherung“ (final) o.ä.). Statt Kausal- und Finalsätzen kann sich auch eine Umformulierung z.B. in unabhängige Hauptsätze lohnen. Nur in den seltensten Fällen ist keine Auflösung nötig.

Übersetzung der Sinnrichtungen[Bearbeiten]

Die häufigsten Sinnrichtungen des adverbialen Partizips sind (in dieser Reihenfolge): temporal, modal, kausal, konzessiv, konditional und final. Es folgen Ausführungen zu den einzelnen Sinnrichtungen mit Beispielen und Kommentaren, die mit einigen Änderungen der Grammatikseite zum adverbialen Partizip entnommen sind.

Am weitaus häufigsten ist die temporale Sinnrichtung.

1. temporal (Wann?). Auflösung z.B. als NS mit als, nachdem, während oder wenn bzw. Präpositionalphrase mit während, nach oder „und“-Anschluss. Möglich: Satzreihe z.B. mit erst, zunächst, dann, danach, daraufhin, worauf, später, weiter, währenddessen, unterdessen.

διδάσκαλε, αὕτη ἡ γυνὴ κατείληπται ἐπ’ αὐτοφώρῳ μοιχευομένη· – Lehrer, diese Frau wurde auf frischer Tat ertappt, als sie gerade Ehebruch beging. (Joh 8,4)

Der Aspekt (gewöhnlich Präsens oder Aorist) ist dabei zusammen mit dem Kontext in der Frage entscheidend, ob das Partizip als gleichzeitig oder vorzeitig übersetzt wird.

2. modal (Unter welchen Umständen? bzw. Wie?). Auflösung z.B. als „und“-Anschluss, Präpositionalphrase mit bei, unter o.ä., oder als NS mit wobei oder indem.

Χριστὸς ἡμᾶς ἐξηγόρασεν ἐκ τῆς κατάρας τοῦ νόμου γενόμενος ὑπὲρ ἡμῶν κατάρα – Christus hat uns freigekauft vom Fluch des Gesetzes, indem er für uns ein Fluch geworden ist (Gal 3,13)

In vielen Fällen lässt sich kaum unterscheiden, ob die Beiordnung temporal oder modal gemeint ist. Häufig ist die temporale Auflösung jedoch stilistisch etwas schöner.

καὶ παρακύψας βλέπει κείμενα τὰ ὀθόνια, οὐ μέντοι εἰσῆλθεν. – und indem (als) er sich vorbeugte, sah er die Leinentücher daliegen, ging allerdings nicht hinein. (Joh 20,5)

Diese beiden Sinnrichtungen sind ebenfalls regelmäßig anzutreffen:

3. kausal (Warum?, aus welchem Grund?). Auflösung meist als NS mit weil, da; auch als Präpositionalphrase mit aufgrund, wegen, aus. Als nachgeordneter HS mit denn, nämlich. Oder man macht die Angabe der Ursache zum HS, die Folge zum NS: x, deshalb y o.ä.

Διὰ τοῦτο κἀγὼ ἀκούσας τὴν καθ’ ὑμᾶς πίστιν ἐν τῷ κυρίῳ Ἰησοῦ καὶ τὴν ἀγάπην τὴν εἰς πάντας τοὺς ἁγίους οὐ παύομαι εὐχαριστῶν ὑπὲρ ὑμῶν – Deshalb – weil auch ich von eurem Glauben im Herrn Jesus und eurer Liebe für alle Heiligen gehört habehöre ich nicht auf, für euch zu danken (Eph 1,15f)

4. konzessiv (Welchem Umstand zum Trotz?). Auflösung häufig als NS mit obwohl, auch wenn. Mit zwei HS mit trotzdem, dennoch oder zwar ... aber. Als Präpositionalphrase mit trotz.

ἰδοὺ καὶ τὰ πλοῖα τηλικαῦτα ὄντα καὶ ὑπὸ ἀνέμων σκληρῶν ἐλαυνόμενα μετάγεται ὑπὸ ἐλαχίστου πηδαλίου – Seht auch die Schiffe: Obwohl sie so groß sind und von rauen Winden getrieben werden, werden sie von einem winzigen Steuerruder gelenkt (Jak 3,4)

Seltener ist die konditionale Sinnrichtung: 5. konditional (Unter welcher Bedingung?, In welchem Fall?). Auflösung i.d.R. als NS mit wenn, falls, sofern.

ἄχρι γὰρ νόμου ἁμαρτία ἦν ἐν κόσμῳ, ἁμαρτία δὲ οὐκ ἐλλογεῖται μὴ ὄντος νόμου, – Denn bis [zur Zeit des] Gesetzes war [die] Sünde in der Welt, doch [die] Sünde wird nicht angerechnet, wenn es kein Gesetz gibt. (Röm 5,13) (hier ein gen. abs., kein p.c.)

In vielen Fällen muss der Kontext entscheiden, wie stark eine kausale, konzessive oder konditionale Konnotation ist. Alle drei könnten nämlich auch wesentlich deutlicher formuliert werden. In vielen Fällen ist ein solches Verständnis zwar inhaltlich möglich, aber eine schwächere temporale oder modale Lösung ist als Übersetzung des recht „unmarkierten“ adv. Ptz. vorzuziehen. Auch im Deutschen kann z.B. eine temporale Formulierung kontextabhängig kausale oder konzessive Konnotationen enthalten – die aus dem Beschriebenen ersichtlich sind, aber nicht extra dargestellt werden, z.B. „Als ich das sagte, ging er hinaus.“ Auch konditionale Aspekt ist häufig, wenn vorhanden, nicht besonders stark ausgeprägt, sodass sich andere (z.B. modale) Auflösungen eher anbieten.

6. final (Wozu?, Zu welchem Zweck?). Auflösung wo passend mit NS und um (zu (können)); damit (kann); (mit dem Ziel,) dass. Im Deutschen häufig als Präpositionalphrase mit zu(r), für. Elegant kann gerade bei der Rede von menschlichen Absichten auch eine kausale Umformulierung sein, etwa: weil ich möchte, dass oder es war nämlich ihr Plan etc. Ein durch mit dem Ziel/der Absicht eingeleiteter Infinitivsatz kann sich ebenso anbieten.

τοῦτο δὲ ἔλεγον πειράζοντες αὐτόν – Das sagten sie, um ihn in Widersprüche zu verstricken (Joh 8,6)
Einige Varianten des Ptz. coni.[Bearbeiten]

1. Manchmal muss man das Partizip nicht auflösen, sondern kann es mit einem Partizip übersetzen - gewöhnlich bei modaler oder sehr unbestimmter Sinnrichtung:

ἐξῆλθεν ὁ τεθνηκὼς δεδεμένος τοὺς πόδας καὶ τὰς χεῖρας κειρίαις – Der Verstorbene kam heraus, an Füßen und Händen mit Binden gebunden... (Joh 11,44)

2. Das beschreibende Partizip ist i.d.R. relativ unbestimmter, temporal-modaler Sinnrichtung. Meist übersetzen wir es wie im Beispiel am besten mit „und“-Anschluss. Eine Fußnote bestimmt dabei (wie immer) das Partizip.

ἀνοίξας τὸ στόμα αὐτοῦ ἐδίδασκεν αὐτοὺς λέγων· – ''Er öffnete seinen Mund und lehrte sie {sagend}: (Mt 5,2)

3. Das pleonastische Partizip und andere redundante Rede-Einleitungen: In der Übersetzung klammern wir das pleonastische Partizip wie in den Beispielen mit geschweiften Klammern ein (aufgelöst oder unaufgelöst). Ähnlich gehen wir in gleichwertigen Fällen vor, wo etwa zwei Indikative gedoppelt sind („Jesus antwortete {und sagte zu ihm}“). Eventuelle Objektspronomina („zu ihm“ o.ä.) können je nach Erfordernis ebenfalls unübersetzt bleiben. Nur in ungewöhnlichen Fällen ist dabei noch eine Fußnote nötig.

καί τινες ἀναστάντες ἐψευδομαρτύρουν κατ’ αὐτοῦ λέγοντεςUnd einige standen auf [und] und sagten falsch gegen ihn aus, {wobei sie sagten}: (Mk 14,57)
ἀνοίξας τὸ στόμα αὐτοῦ ἐδίδασκεν αὐτοὺς λέγων· – Er öffnete seinen Mund und lehrte sie {sagend}: (Mt 5,2)

Prädikative Partizipien[Bearbeiten]

S.a. den Abschnitt in der Grammatik zum prädikativen Partizip.

Übersetzungsrelevant ist nur der AcP. Der AcP wird im Deutschen als HS+Infinitivsatz oder HS+NS mit dass oder wie übersetzt. Auch Relativsätze oder Partizipialattribute kommen in Frage.

Beispiele:

Ἰησοῦς οὖν ὡς εἶδεν αὐτὴν κλαίουσαν καὶ τοὺς συνελθόντας αὐτῇ Ἰουδαίους κλαίοντας, ἐνεβριμήσατο τῷ πνεύματι καὶ ἐτάραξεν ἑαυτὸν – Als Jesus daraufhin sah, wie (dass) sie laut weinte, und wie (dass) die [bei] ihr versammelten Juden laut weinten, war er innerlich sehr aufgebracht und erschüttert (Joh 11,33)
καὶ εἶδον ἄγγελον ἰσχυρὸν κηρύσσοντα ἐν φωνῇ μεγάλῃ· – Und ich sah, wie (dass) ein starker Engel mit lauter Stimme verkündete: (Offb 5,2)

Indirekte Fragen und Aussagen[Bearbeiten]

Indirekte Fragen sowie indirekte Aussagen, die nach Verben der Wahrnehmung deren Inhalt angeben, stehen im Griechischen stets im Präsens. Dabei bezieht sich das Präsens auf das Tempus der modifizierten Verbform. Im Deutschen formulieren wir daher gleichzeitig und benutzten dieselbe Zeit wie für das Hauptverb (ähnlich wie beim historischen Präsens).

Solche Nebensätze beginnen meist mit der Einleitung ὅτι oder τί. Sie scheinen nach der Einleitung genauso aufgebaut zu sein wie die/der entsprechende Frage bzw. Ausruf.

Beispiele:

καὶ ἦλθον ἰδεῖν τί ἐστιν τὸ γεγονὸς – Und sie kamen, [um] zu sehen, was das Geschehene war. (Mk 5,14)
(entspricht der Frage: τί ἐστιν τὸ γεγονὸς – „Was ist das Geschehene?“)
Σίμων οὖν Πέτρος ἀκούσας ὅτι ὁ κύριός ἐστιν... – Als Simon Petrus hörte, dass es der Herr war... (Joh 21,7)
(entspricht dem Ausruf (im Zitat oft eingeleitet mit ὅτι dass): ὁ κύριός ἐστιν – „Es ist der Herr!“)

Infinitivsätze[Bearbeiten]

Stilfiguren[Bearbeiten]

Bestimmte Konjunktionen/Formulierungen[Bearbeiten]

z.B. Sätze mit hina oder oun Verbindungen mit "Siehe"

Hebräische Konstruktionen[Bearbeiten]

Satzfolgeneinleitungen mit z.B. Temporalangaben

Literaturangaben (wird ausgelagert)[Bearbeiten]

Die folgenden Angaben sollen niemanden abschrecken. Fehler sind normal, und wenn eure Übersetzung ohne weitere Wörterbücher, Kommentare oder ähnliches entstanden ist, macht sie das nicht gleich schlechter. Ihr dürft sie trotzdem gerne einstellen und die Arbeit mit der Sekundärliteratur dankend einem anderen überlassen. :-) Allerdings sollte euch klaren sein, dass eure Übersetzung im nächsten Schritt noch deutlich verändert werden könnte.


Literaturverzeichnis auf der Diskussionsseite[Bearbeiten]

Zunächst solltet ihr in der Tabelle auf der Diskussionsseite alle Werke (Kommentare, Aufsätze etc.) angeben, die ihr für einen Abschnitt benutzt habt. Ausgenommen sind Werke, die man als gegeben voraussetzen kann, wie Standard-Wörterbücher, Grammatiken und Sprachliche Schlüssel. Ausführlichere Wörterbuch-Einträge, deren Autor vermerkt ist, werden ebenfalls angegeben (z.B. aus THATJenni, Ernst/Claus Westermann: Theologisches Handwörterbuch zum Alten Testament. München - Zürich, 1971-9. oder TWNT). Die Quellenangaben folgen keinem festen Muster, müssen aber die im nächsten Absatz fett markierten Elemente enthalten. Zwei Beispiele:

Hubert Meyer, Kommentar zum Buch Esra (KAT), Göttingen 51985
Bertrand, Regina: Schrieb Paulus den Galaterbrief?, in: NTS 3/2019, S. 9-43

Wir machen die folgenden Empfehlungen: Eure Quellenangaben solltet ihr einheitlich gestalten und mit dem a) Namen des/der Verfasser(s) (ggfs. Herausgebers, wenn kein einzelner Verfasser vermerkt ist), gefolgt vom b) Titel der Arbeit, beginnen. (Bei Kommentaren ergänzt ihr am besten hinter dem Titel das Kürzel der Reihe.) Nötig sind zudem wenigstens c) das Erscheinungsjahr der verwendeten Auflage und d) die verwendete Auflage, sofern es nicht die erste ist, nach dem Muster <sup>[Auflage]</sup>[Erscheinungsjahr], z.B. 32004. Bei Schriften, die Teil eines Sammelbandes oder einer Zeitschriftenausgabe sind, erfolgen zudem e) die Angabe "in: [Name des Bandes]", bei Journalen folgen dann Ausgabe und/oder Erscheinungsjahr. Bekanntere Journaltitel dürfen auch mit ihrer gängigen Abkürzung zitiert werden, bei Nachschlagewerken genügt die gängige Abkürzung. Zuletzt gebt ihr f) die Seitenzahlen der Schrift innerhalb des Sammelwerks an. Angaben zu Erstauflage, Erscheinungsort, Verlag und ISBN sind nicht erforderlich, können aber gemacht werden.

Belege im Fließtext[Bearbeiten]

Auf der Kapitelseite sollten diese Werke in Fußnoten in einer Klammer an den Stellen vermerkt sein, wo ihr direkten Gebrauch von ihnen gemacht oder sie zitiert habt. Das gilt natürlich auch für Wörterbücher oder sprachliche Schlüssel, die ihr nicht extra auf der Diskussionsseite angegeben habt, aber deren Formulierung oder Position ihr explizit anführt.
a) Für Zitate im Fließtext haben wir eine verbindliche Kurzform: Nachname Erscheinungsjahr, Seitenzahl, beispielsweise:

Meyer 1985, 234
Bertrand 2019, S. 17

Bei Kommentaren kann die Seitenangabe u.U. entfallen, wenn es sich um ein Zitat zur untersuchten Stelle handelt.

b) Viele Standardwerke könnt ihr mit den Kürzeln zitieren, die auf der Literaturliste angegeben sind. Bei Bibeln, Wörterbüchern und Grammatiken sind Seitengaben nicht immer möglich oder sinnvoll, deshalb empfehlen wir, stattdessen den Eintrag samt Systematik (bei Wörterbüchern) bzw. den Abschnitt oder Paragrafen (bei Grammatiken) anzugeben. Beispiele:

BABauer, Walter/Kurt & Barbara Aland: Griechisch-Deutsches Wörterbuch zu den Schriften des Neuen Testaments und der frühchristlichen Literatur. Berlin, <sup>6</sup>1988. μεθύσκω (für Bauer/Aland, Eintrag μεθύσκω)
LNLouw, Johannes P./Eugene Albert Nida: Greek-English lexicon of the New Testament: Based on Semantic Domains. New York, 1996. Angaben aus diesem Wörterbuch stehenhäufig im Format „LN - Zahl - Zahl“. Dieser Code bezieht sich auf den zitierten Eintrag nach der Gliederung des Wörterbuchs. 15.122 (für Louw/Nida, Eintrag 15.122 βάλλωb)
BHRGvan der Merwe, Christo H.J./Jackie A. Naudé/Jan H. Kroeze: A Biblical Hebrew Reference Grammar. Sheffield, 1999. §24.4. (für Biblical Hebrew Reference Grammar, §24.4. Definiteness (Status Determinatus))
NGÜNT- und Psalmenübersetzung der Genfer Bibelgesellschaft 2000-2011. Eine vorbildliche Verknüpfung von philologischer Genauigkeit und kommunikativer Flüssigkeit.

Bei Bibeln und Zitaten aus Wörterbüchern reicht auch die Angabe der Abkürzung, wenn die Bibelstelle (bei Bibeln) bzw. das besprochene Wort (bei Wörterbüchern) im Kontext klar sind.

Nicht extra zu belegen braucht ihr (akademischen Standards entsprechend)

  • Offensichtliche, nachvollziehbare oder subjektive eigene Schlussfolgerungen oder Bemerkungen
  • allgemein bekannte Fakten, darunter Grundlagenwissen zur Bibel;
  • Aspekte und Begriffe der deutschen Grammatik;
  • andere simple, unter Fachleuten unumstrittene Fakten (z.B. unstrittige Wortbedeutungen, Grammatisches, linguistische Fakten oder textkritische Allgemeinplätze) - im Zweifelsfall solche, die sich in einem zu verlinkenden Artikel für die Grammatik, das Wörterbuch oder das Bibellexikon einfach belegen ließen;
  • den Gebrauch gewisser Datenbanken und Funktionen in Bibelprogrammen, z.B. wenn ihr Parallelstellen angebt;
  • übliche textkritische Quellen und Hilfsmittel wie Apparate oder angeführte Handschriften und Editionen