Benutzer:Sebastian Walter/Wichtige MSS: Unterschied zwischen den Versionen

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:* (6) Differenzierung von konsonantischem Alef vs. Alef als Mater lectionis durch Dagesch vs. Rafe<ref>Prijs hält dies für das sicherste Erkennungszeichen von pt-Handschriften und bildet daher eine eigene pt-Untergruppe mit Handschriften, die nur Rafe auf Alef aufweisen. Alef auf Rafe findet sich aber nicht selten auch in nicht-pt-Handschriften und reicht allein daher nicht aus, um eine Handschrift auf dieser Basis dieser Gruppe zuzuordnen. Vgl. Prijs (1957): Über Ben Naftali-Bibelhandschriften und ihre paläographischen Besonderheiten, in: ZAW 69, S. 171-186.</ref>
:* (6) Differenzierung von konsonantischem Alef vs. Alef als Mater lectionis durch Dagesch vs. Rafe<ref>Prijs hält dies für das sicherste Erkennungszeichen von pt-Handschriften und bildet daher eine eigene pt-Untergruppe mit Handschriften, die nur Rafe auf Alef aufweisen. Alef auf Rafe findet sich aber nicht selten auch in nicht-pt-Handschriften und reicht allein daher nicht aus, um eine Handschrift auf dieser Basis dieser Gruppe zuzuordnen. Vgl. Prijs (1957): Über Ben Naftali-Bibelhandschriften und ihre paläographischen Besonderheiten, in: ZAW 69, S. 171-186.</ref>
:* (7) Kennzeichnung des Silbenbeginns im Wortinnern – manche MSS mit Dagesch auch nach Schwa quiescens, manche mit Rafe auch bei anderen Konsonanten als den Begadkefat-Lauten.
:* (7) Kennzeichnung des Silbenbeginns im Wortinnern – manche MSS mit Dagesch auch nach Schwa quiescens, manche mit Rafe auch bei anderen Konsonanten als den Begadkefat-Lauten.
:* (8a) Ḥet und Ajin und seltener He am Wortende haben Schwa (auch: statt Pataḥ furtivum), (8b) konsonantisches Schluss-He hat häufiger Mappiq nicht im Konsonanten-Inneren, sondern darunter, (8c) konsontisches Schluss-Waw hat ebenfalls Mappiq, (8d) konsonantisches Schluss-Jod ebenfalls, manchmal ebenfalls nicht im Konsonanten-Inneren, sd. darunter
:* (8a) Ḥet und Ajin und seltener He am Wortende haben Schwa (auch: statt Pataḥ furtivum), (8b) konsonantisches Schluss-He hat häufiger Mappiq nicht im Konsonanten-Inneren, sondern darunter, (8c) konsontisches Schluss-Waw hat ebenfalls Mappiq oder Schwa,(8d) konsonantisches Schluss-Jod ebenfalls Mappiq, manchmal ebenfalls nicht im Konsonanten-Inneren, sd. darunter
:* (9) Nicht nur (postpositives) Paschta steht auch auf Tonsilbe, sondern auch Telischa, Segolta und Zarqa.
:* (9) Nicht nur (postpositives) Paschta steht auch auf Tonsilbe, sondern auch Telischa, Segolta und Zarqa.
:* (10) {{hebr}}<big>אשר</big>{{hebr ende}} bleibt unvokalisiert, {{hebr}}ישראל{{hebr ende}} entweder auch oder nur mit Ṣere unter Alef.
:* (10) {{hebr}}<big>אשר</big>{{hebr ende}} bleibt unvokalisiert, {{hebr}}ישראל{{hebr ende}} entweder auch oder nur mit Ṣere unter Alef.

Version vom 19. Februar 2022, 10:40 Uhr

Von Ginsburg kollationierte MSS sind nach seiner Bibelausgabe nummeriert und beginnen mit „G“.a MSS, die mehrere Buchsammlungen enthalten (wie bes. Vollbibeln) habe ich mehrere Kürzel gegeben. Das mag in dieser Übersicht verwirren, ist in Textkritik-Fußnoten aber übersichtlicher. „LitBib“ steht für „Liturgische Bibel“, enthält also nicht nur den Pentateuch, sondern auch die Megillot und je nach Tradition die Haftarot.

Manuskripte mit dem Kürzel „pt“ gehören zu einer Gruppe, die man bereits „ben Naftali-Manuskripte“, „Pseudo-ben Naftali-Manuskripte“, „palästino-tiberische Manuskripte“, „erweitert tiberische Manuskripte“, „non-standard tiberische Manuskripte“ und „non-Receptus-Manuskripte“ genannt hat. Da mir scheint, dass ihre textkritische Importanz bisher regelmäßig unterschätzt wird, hierzu einleitend noch einige Bemerkungen.

Exkurs: Palästino-tiberische Handschriften:
Dank Sperber sind v.a. der Codex Reuchlinianus, der Parma-Pentateuch, die Parma-Bibel und die London-Bibel als Vertreter dieser Gruppe bekannt. Blickt man auf die Tabelle unten, sieht man aber sogleich: Es sind sogar ziemlich viele Handschriften, die sich dieser Textgruppe zuordnen lassen, und es gehören zu ihnen einige der ältesten aschkenasischen und italienischen Handschriften überhaupt. Hinzu kommen noch einige Machsorim (etwa der Machsor Worms und der Machsor Add 9405 + Add. 9406 [1309, vgl. Ginsburg, Introduction]) und mehrere Fragmente.b
Kennzeichen dieser Handschriften sind zunächst einmal etwas andere orthographische Normen als im Standard-Tiberischen. Nicht alle finden sich in allen Handschriften, und wenn sie sich finden, werden sie in den meisten auch nicht konsequent durchgehalten. Hinzu kommt, dass einige dieser Normen sich in Einzelfällen auch in standard-tiberischen Handschriften finden, in pt-Handschriften sind sie nur viel häufiger. Es wurde aber noch weit zu wenig an dieser MSS-Gruppe geforscht, als dass man etwas wie einen notwendigen Schwellenwert o.Ä. angeben könnte, der es es eindeutig rechtfertigte, eine Handschrift dieser Gruppe zuzuordnen oder nicht. Das macht die Zuordnung von MSS zu dieser Gruppe etwas diffizil; bei denen, die ich unten dieser Gruppe zugeordnet habe, dürfte es aber unumstritten sein. Grenzfälle sind aber z.B. Erfurt 1, Kassel und Hamburg 1; laut Kahle außerdem Erfurt 2, Erfurt 4, Hamburg 3, Scheide 136 und wohl Stuttgart 2 („Kennicott 284“ soll vermutlich „384“ sein).
Zu diesen Schreib-Normen gehören:
  • (1) Präfix וְ בְ לְ plus Wort-Anlaut יִ wird nicht וְיִ בְיִ לְיִ wie im Standard-Tiberischen, sondern וִי בִי לִי.
Dies ist laut masoretischen Traktaten einer der Haupt-Unterschiede zwischen der ben Naftali- und ben Ascher-Schule und daher der Hauptgrund, warum diese Gruppe ursprünglich mit der ben Naftali-Schule verbunden wurde. Dass sich dies schon bei ben Naftali so fand, zeigt, dass diese Aussprache- und Schreibtradition eine alte ist.
  • (2) Qameṣ und Patach einerseits und Ṣere und Segol andererseits werden austauschbar verwendet.
  • (3) Tebir statt Tifcha vor Athnach in der poetischen Akzentuierung.
(2) entspricht deutlich palästinisch vokalisierten Texten, die nur fünf Vokale kennen. (3) könnte ein Reflex von palästinisch akzentuierten Texten sein, da in diesen bei einer Tebir-Tifcha-Athnach/Silluq-Folge nur Tebir steht. V.a. (2) ist der Hauptgrund, warum man diese Gruppe oft als Mischform der standard-tiberischen und der palästinischen Tradition und daher als „palästino-tiberisch“ ansieht. Man geht heute mehrheitlich davon aus, dass die palästinische Vokalisierungs- und Akzentuierungstradition ein Vorläufer der tiberischen Tradition und damit älter ist; u.a. gerade deshalb, weil Segol und Qameṣ junge Innovationen des Hebräischen sind und das palästinische Vokalsystem gerade diese nicht kennt. Stehen die pt-Texte in dieser Tradition, könnte auch dies heißen, dass sie alte Traditionen bewahren.
  • (4) Stets Geresch statt Gerschajim.
Gerschajim ist nach fast allen Akzentforschern eine junge Entwicklung im Akzentsystem; dass pt-Handschriften diesen Unterschied nicht kennen, könnte ebenfalls für das Alter dieser Tradition sprechen.
  • (5) Kein Pataḥ furtivum.
Auch Pataḥ furtivum ist unumstritten eine späte Erscheinung des Hebräischen; auch hier könnte das Fehlen desselben wieder für das Alter der Tradition sprechen.
Einige weitere wichtigere unterschiedliche Schreibnormen liste ich am Ende dieses Exkurses auf; entscheidend hier nur: Es sind dies fünf Indizien, die dafür sprechen, dass die Schreibtradition, auf die diese Textgruppe zurückgeht, eine alte sein könnte. Für eine ältere orthographische Tradition als die tiberische hielten sie daher z.B auch Ginsburg, Sperber und Díez-Macho; m.W. nur Morag hält sie dagegen für eine jüngere. Textkritisch muss das nicht per se schon wichtig sein; zunächst einmal handelt es sich hier ja nur um unterschiedliche orthographische Systeme. Hinzu kommt aber dann eben auch noch, dass Texte der pt-Gruppe in vielen Fällen gegen standard-tiberische Texte zusammenstimmen, und da mindestens klar ist, dass es sich bei ihnen um eine zweite Tradition neben der standard-tiberischen handelt, haben solche Fälle dann großes textkritisches Gewicht. Sollte die Tradition tatsächlich älter sein als die tiberische, würde dieses Gewicht noch einmal schwerer. Ich halte es daher für fatal, wenn z.B. die Hgg. der BHQ glauben, vollständig darauf verzichten zu können, z.B. auch Handschriften dieser Tradition zu überprüfen, und werde dies künftig stets tun.
Zum Abschluss des Exkurses einige weitere gut erkennbare orthographische Unterschiede:c
  • (6) Differenzierung von konsonantischem Alef vs. Alef als Mater lectionis durch Dagesch vs. Rafed
  • (7) Kennzeichnung des Silbenbeginns im Wortinnern – manche MSS mit Dagesch auch nach Schwa quiescens, manche mit Rafe auch bei anderen Konsonanten als den Begadkefat-Lauten.
  • (8a) Ḥet und Ajin und seltener He am Wortende haben Schwa (auch: statt Pataḥ furtivum), (8b) konsonantisches Schluss-He hat häufiger Mappiq nicht im Konsonanten-Inneren, sondern darunter, (8c) konsontisches Schluss-Waw hat ebenfalls Mappiq oder Schwa,(8d) konsonantisches Schluss-Jod ebenfalls Mappiq, manchmal ebenfalls nicht im Konsonanten-Inneren, sd. darunter
  • (9) Nicht nur (postpositives) Paschta steht auch auf Tonsilbe, sondern auch Telischa, Segolta und Zarqa.
  • (10) אשר bleibt unvokalisiert, ישראל entweder auch oder nur mit Ṣere unter Alef.
  • (11a) Schwa compositum auf He und Ḥet wird so geschrieben, dass die Schwa-Punkte im Inneren des Konsonanten stehen. (11b) Der Sin und Schin differenzierende Punkt steht nicht über dem Konsonanten, sondern darin. (11c) Schlusskonsonanten ך ן ף ץ oft nicht tiefer als andere Konsonanten, daher oft Vokale nicht im Inneren von ך ף, sondern darunter.
  • (12a) Seltener Maqqef, (12b) häufiger Metheg.
Wichtige MSS
Torah
Neviim
Ketuvim
orientalisch
A: Codex Aleppo (930)
L: Codex Leningradensis (1009). In Delitzsch/Baer: P
S: Codex Sassoon 1053 (ca. 1000 n. Chr.)
G1: Or 4445 (920-950; „London Codex“. Vgl. Ginsburg, Introduction) P (=G2): Petropolitanus / Firkovich EvR I B3 (916, Proph Post). In Delitzsch/Baer: B. Vgl. Ginsburg, Introduction.e KO1: Firkovich EvR II B34 (spätes 10. Jhd., Cairo)
TO1: Firkovich EvR II B17 (930. unvollständig) G2: Cairensis (11. Jhd. [nicht 9./10. Jhd.]) KO2: Berlin Or Quart 680 / JTS 510 (10. Jhd. unvollständig)e
TO2: Jer NLI 5702 / Sassoon 507 (10. Jhd.; „Damaskus-Pentateuch“ / „Eretz Israel-Pentateuch“. Ab Gen 9,26)
TO4: Washington-Pentateuch (Ende 10. Jh.)
G8: Or 2363 (12. Jhd. Pent mit Tg. Vgl. Ginsburg, Introduction.)e
aschkenasisch
TA1: Valmadonna 1 (Engl., 1189. Pent ab Gen 45,14 mit Tg) G5: Ar Or 16 = Kenn 130 (frühes 12. Jhd. Vgl. Ginsburg, Introduction.)f
G7-pt: Add. 21161 (Dtl., 12. Jhd. „London-Bibel“. Vgl. Ginsburg, Introduction.)
TA2-pt=NA1-pt=KA1-pt: Erfurt 3 / Or. Fol. 1213 = Kenn 602 (Dtl., 12. Jhd.). In Delitzsch/Baer: E3
Reuchlin 1 (Dtl., 12./13. Jhd.) |
G9: Add. 9403 (Dtl., 12./13. Jhd. LitBib. Vgl. Ginsburg, Introduction.) Wien Cod. hebr. 15 = Kenn 590 (Fr.-Dt., 12. Jhd. Proph + Ket. Vgl. Schwarz 1925).
NA1b: England MS. A 2 = Kenn 96 (12. Jhd., Proph pri. Noch nicht digitalisiert, s. hier)g
Hamburg, Cod. hebr. 3 = Kenn 616 (13. Jhd. Proph pri+post)
TA3=NA2=KA2: Vat.ebr.468 (Fr., 1215. „La Rochelle-Bibel 1“)
TA4=NA3=KA3: Vat.ebr.482 (Fr., 1216. „La Rochelle-Bibel 2“, selber Kopist.)
TA4b=NA3b=KA3b: Huntington 11 + Huntington 12 (ab 1 Kön 22,35) (frühes 13. Jhd.)
TA5: Or Quart. 9 (1233) NA4=KA4: Marshall Or 3 (frühes 13. Jhd. Bib ab 1 Sam 6,10)
TA6: M. 1106 (1238. LitBib + Ps + Ijob + Spr mit Tg. „Wroclaw-Bibel“ / „Kalonymos-Codex“) NA5: Cod. hebr. 9 (frühes 13. Jhd.) KA5: M. 1106 (1238. LitBib + Ps + Ijob + Spr mit Tg. „Wroclaw-Bibel“ / „Kalonymos-Codex“)
TA7: Ceruti B30 (Pent ab Gen 35,3) + NA6: Ceruti B31 (Proph) + KA6: Ceruti B32 (Ket). (Dtl., 1238. „Ambrosianische Bibel“)
TA9-pt: Parm 2808 (frühes 13. Jhd., „Parma-Bibel“)
TA8: Vat.ebr. 14 (Fr., 1239. „Elia ben Berechiah-Pentateuch“. LitBib mit Tg) NA7b: Parm 2854 (frühes 13. Jhd. Jos 3,14-Mal 1,4) KA7: Canonici Or. 46 (frühes 13. Jhd.)
TA10=NA8=KA10: CB 21 (13. Jhd.)
G11-pt: Add. 15451 (Frühes 13. Jhd. Ket fehlen überwiegend. Vgl. Ginsburg, Introduction.) KA9: Bodl. Or. 46 (Engl., frühes 13. Jhd. Esra-Neh; Ijob; Klg; Est; Rut)
G16: Add. 9400 (13. Jhd. LitBib mit Tg. Vgl. Ginsburg, Introduction.) G27: Add. 9398 (Dtl, 13. Jh. Proph + Ket ohne Meg. Vgl. Ginsburg, Introduction)
TA11: Harley 1861 (13. Jhd. LitBib + Ijob) G15: Add. 9399 (Dtl., 13. Jhd. Proph Post ohne Jer + Meg Vgl. Ginsburg, Introduction.)
TA12: Or Quart 306 (13. Jh. Pent mit Tg + Raschi) NA8b=KA10b: Tanner 173 = Kenn 30 (13. Jhd., noch nicht digitalisiert. S. hier)g
TA13: Leipzig B.H. 1 (13. Jhd., LitBib mit Raschi)
TA14: USA Ms. 7 (13. Jhd.)
TA14b: Upsala O. Heb. 1 (13. Jhd., LitBib mit Tg + Raschi)
TA14c-pt: Stuttgart Bibl. fol. 2 (Dtl., 13. Jhd. LitBib.)
TA14d-pt: München, BSB Cod. hebr. 1 (Dtl., 13. Jhd. Pent + Meg mit Tg)
TA14d-pt=NA8c-pt=KA10b-pt = Kenn 157: Kassel, Ms theol. 3 (Dtl., 13. Jhd.)
TA15=NA9: Parm 3290 (Fr. (?), 13. Jhd. Pent + Proph pri) KA11: Parm 2960 (spätes 13. Jhd., Prachtausgabe: Hld, Rut, Pred mit Raschi)
TA16: Erfurt 4 / Or. Fol. 1214 = Kenn 603 (13. Jhd., Pent mit Tg. Noch nicht digitalisiert). In Delitzsch/Baer: E 4 NA10: BnF Héb 86 (13. Jhd. Nev mit Raschi)
TA17: Marshall Or 1 (späteres 13. Jhd., Pent mit Tg) NA11: Add. 26879 (Dtl., 13. Jhd., Proph pri+post + Tg + Raschi)
TA18=NA12=KA12: Erfurt 2 / Berlin, Or. fol. 1212 = Kenn 601 (späteres 13. Jhd., Bib mit Tg). In Delitzsch/Baer: E2
TA20: Barb. Or 161 + NA14: Barb. Or 162 + Barb. Or 163 + KA13: Barb. Or 164 (späteres 13. Jhd. Bibel mit Tg)
G23: Add. 21160 (Dtl., späteres 13. Jhd. LitBib mit Tg. „Yonah-Pentateuch“. Vgl. Ginsburg, Introduction.) NA13: Vat.ebr 23 + Vat.ebr 24 (späteres 13. Jhd.)
TA19: München, BSB Cod. hebr. 2 (Dtl., späteres 13. Jhd. LitBib + Ijob + Jer)
TA20: Barb. Or 161 (Späteres 13. Jhd. Bibel mit Tg)
TA21: Parm 2523 (späteres 13. Jhd. LitBib)
TA22=NA15=KA14: Vat.ebr 3 (späteres 13. Jhd.)
G19: Add. 9401 (Dtl., 1286. LitBib) + Add. 9402 (Dtl., 1286. Jer, Jes + Ket. Vgl. Ginsburg, Introduction)
TA23-pt: Or. 802 + 803 (Pent. 803 ab Lev 3,1); NA16-pt=KA15-pt: Or. 804 (Dtl., ca. 1300. Pro + Hag ohne Jer; Ez; Chr. Dtl., ca. 1300.)
TA23b: Urb.ebr 3 (späteres 13. Jhd. LitBib mit Tg)
TA24: Vat.ebr 13 (späteres 13. Jhd. Pent ab Gen 2,15 mit Tg)
TA25: Vat.ebr 15 (späteres 13. Jhd. LitBib)
TA26: Canonici Or 137 (späteres 13. Jhd. Pent mit Tg)
TA27: Parm 3289 (späteres 13. Jhd. Pent ab Gen 12,11 mit Tg)
TA28: Stuttgart Bibl. fol. 1 = Kenn 384 (Fr., späteres 13. Jhd. LitBib + Ijob)
G24: Or 4227 (Dtl., späteres 13. Jhd. Vgl. Ginsburg, Introduction.)
TA29=NA17=KA17: Parm 2946 + Parm 2947 (Jos 1,1-Jer 33,20) + Canonici Or. 69 (Jer 33,21-Ende Proph) + Canonici Or. 56 (Ket. Noch nicht digitalisiert, s. hier) (späteres 13. Jhd.)
TA30: Vat.ebr 18 (Dtl., 1274. LitBib + Ijob mit Tg) G26-pt: Or 2091 (Dtl., späteres 13. Jhd. Vgl. Ginsburg, Introduction)
TA31=NA17b: BnF Héb 35 (1284)
TA32: Laud Or. 324 (Dtl., 1272. Pent + Tg) NA18=KA18: WDL 11366 (Dtl., 1280)
G20-pt: BnF Héb 1-3 (1286. Vgl. Ginsburg, Introduction.)
TA33=NA19=KA19: BnF Héb 4 (1286)
Hamburg, Cod. Hebr. 80.1 (LitBib); Hamburg Cod. Hebr. 80.2 (Dtl., 1290. Proph post + Ket)
TA34=NA20=KA20: MS Nürnberg 1-7 (1291. „Codex Solger“. Noch nicht digitalisiert)
TA34b=NA20b=KA20b: Xanten Bible (1294). Vol. 1 (Vol. 2 noch nicht digitalisiert)
TA35=NA21=KA21: Urb.ebr 1 (Dtl., 1294. Bib mit Tg)
TA35b: Plut.III.03 (1291, LitBib mit Tg + Raschi) NA22: Add. 14760 (Schrift aschk., Herkunft Italien. 1293. Vgl. Ginsburg, Introduction.)h Reuchlin 10 (Dtl., spätes 13. Jhd. Ps mit Tg + Raschi)
TA36: BnF Héb 5 (Dtl., 1295. LitBib mit Tg) Wien, Cod. hebr. 17 = Kenn 596 (Dtl., 13./14. Jhd. Proph pri+post. Vgl. Schwarz 1925.) KA22: BnF Héb 6 (1295)
TA37=NA23=KA23: BnF Héb 7 (Fr., 1299)
TA38: Kennicott 3 (1299. LitBib) NA23b=KA23b: England Ms. 404/625 = Kenn 93 (13./14. Jhd. Noch nicht digitalisiert, s. hier.)g
G18: Add. 15282 (Dtl., frühes 14. Jhd. LitBib mit Tg. „Deutscher Duke of Sussex-Pentateuch“. Vgl. Ginsburg, Introduction.) NA24=KA24: Wien, Cod.hebr 16 (Dtl., 1299. „Aberzusch-Bibel“. Vgl. Ginsburg, Introduction.)
TA38b: BNF Héb 36 (Fr., 13./14. Jhd. LitBib mit Tg).
TA39: Oppenheim 13 (1302. LitBib mit Tg)
TA39b: Canonici Or. 138 (1304, Pent ab Gen 21,20 mit Tg + Meg)
TA40: Levy 19 (Brüssel, 1309. LitBib + Ijob mit Tg und Raschi)
G29: Add. 10455 (Dtl., 1311, LitBib mit Tg. Vgl. Ginsburg, Introduction.)
TA40b: Scheide 136 (ursprünglich Königsberg SB 80 fol.) = Kenn 223 (1313, LitBib + Ijob + Jer 2,29-11,15 mit Tg)
TA40c: Harley 5709 (frühes 14. Jhd., LitBib mit Tg + Raschi)
TA40d: Oppenheim 14 (1340. LitBib mit Tg und Raschi)
G31: Or 2696 (Dtl., 14. Jhd. LitBib mit Raschi. Vgl. Ginsburg, Introduction.)i
G32-pt: Add. 9404 (Dtl., 14. Jhd. LitBib mit Tg. Vgl. Ginsburg, Introduction)
TA40e: Hamburg, Cod. hebr. 1 = Kenn 615 (Dtl., 14. Jhd. LitBib + Ijob mit Tg).
TA41: Kopenhagen Cod. Heb. 11 (Dtl., 1290/1349. „Ebermannstadt-Pentateuch“
G38: Add. 19776 (Dtl., 1396. „Coburg-Pentateuch“. LitBib. Vgl. Ginsburg, Introduction.) NA25: El. f. 6 (13./14. Jhd. Proph mit Tg) KA25: Parm 2958 (ca. 1300, Ket mit Raschi)
G41: G. 4 (Dtl., um 1400. LitBib mit Tg. Vgl. Ginsburg, Introduction) NA27=KA27: Erfurt 1.2 = Kenn 160 (1343, Proph post + Ket mit Tg. Band 1.1 noch nicht restauriert). In Delitzsch/Baer: E1
TA42=NA28=KA28: Berlin Or fol. 1 (Pent mit Tg); Or fol. 3 + Or fol. 2 (Proph pri + post mit Tg.); Or fol. 4 = Kenn 150 (Ket mit Tg. 14. Jhd. „Rösel-Bibel“)g
Hamburg Cod. hebr. 4 (Pent); Cod. hebr. 5 (Proph pri); Cod. hebr. 6 (Proph post); Cod. hebr. 7 = Kenn 612 (Ket. Dtl, 1371)
-pt: Digby Or 32 (urspr. Laud Or. 267+268) = Kenn 1 (14. Jhd. „Codex Laudianus“. Beide Bände noch nicht digitalisiert).j
G42: G. 1 (Fr.-It., 1419. Vgl. Ginsburg, Introduction.)
G49: G. 3 (Fr.-It., 1474. Vgl. Ginsburg, Introduction.)k
sefardisch
TS1: Valmadonna 2 (11. Jhd.) G4: Harley 5720 = Kenn 114 (Anfang 12. Jhd., von Jos 7,22 bis Ez 45. Vgl. Ginsburg, Introduction.)
NS1: Kenn 7 (1222, Toledo. unvollständig: Jes 39,2-Ez 13,1; Ez 37,20-Ende.)
G10: Add. 4708 = Kenn 126 (12./13. Jhd., Proph post. Vgl. Ginsburg, Introduction.)
TS2=NS2=KS1: BnF Héb 25 (1232, „Codex Colbert“)
TS3=NS3: BnF Héb 26 (1232, Toledo)
TS4: JTS L44a (1241, Toledo)l NS4: Heb. 4° 1112 (Toledo, 1250. Proph Pri. „Vordere Propheten von Toledo“)
G14: Or 2201 (1246, „Erste ibn Merwas-Bibel“. Vgl. Ginsburg, Introduction.)
TS5=NS5=KS3: Jer NLI 790 (1260, Burgos. „Damaskus-Keter“)
TS6=NS6=KS4: Rendel Harris 1 (1266, Tudela)
TS7: BnF Héb 73 (13. Jh. LitBib mit Raschi) NS7: Urb.ebr 4 (13. Jhd., Proph pri)
TS8: Parm 2025 (1256) NS8: Huntington 261 (13. Jhd., Proph post)
TS9=NS9=KS5: BnF Héb 22 (~1275, Castilla)
TS10=NS10=KS6: Madrid MS 1 (1280, Toledo). In Delitzsch/Baer: C1m
Earl of Leicester's Codex (späteres 13. Jhd. Vgl. Ginsburg, Introduction.)n NS10b: Huntington 261 (13. Jhd., Proph post) KS7: Parm 3233 (1290, Valencia)
TS11=NS11=KS8: BnF Héb 13-14 (13.-14. Jhd.)
TS12=NS12=KS9: Il. 72 (1300. „Cervera-Bibel“)
TS13=NS13=KS10: BnF Héb 20 (1301, Tudela. „Erste ibn Gaon-Bibel“)
TS14=NS14=KS11: BnF Héb 21 (13.-14. Jhd.)
TS15=NS15=KS12: Kenn 2 (1306, Soria.)
Alle vier Bibeln vom selben Kopisten.
TS16=NS16=KS13: BnF Héb 23 (13.-14. Jhd.)
TS17=NS17=KS14: München, BSB Cod.hebr. 392 (13.-14. Jhd.)n
TS18=NS18=KS15: BnF Héb 32 (13.-14. Jhd.)
TS18b=NS18b=KS15b: Arch. Selden A. 47 (1303)
TS18c=NS18c=KS15c: Utopia cod. 6 (frühes 14. Jhd.)
G33: Add. 9407 (1330, Pent + Haftarot mit Raschi. Vgl. Ginsburg, Introduction) G25: Or 1478 (14. Jhd. V.a. Proph von Ri 20,8 bis Jer 44,24, sonst fragmentarisch. Vgl. Ginsburg, Introduction.)
TS18c: Huntington 69 (14. Jhd.)
G17: Add. 15250 (14. Jhd., „katalanische Duke of Sussex-Bibel“. Vgl. Ginsburg, Introduction.)
G22: Harley 1528 = Kenn 100 (14. Jhd. „katalanische Harley-Bibel“. Vgl. Ginsburg, Introduction)
G34: Add. 15252 (14. Jhd., „Duke of Sussex-Bibel“. Vgl. Ginsburg, Introduction.)
G36: King's 1 = Kenn 99 (14. Jhd. Vgl. Ginsburg, Introduction)
TS18d: Braginsky-Torah (14. Jhd.; Gen-1 Kön) KS15c: Canonici Or. 84 (1305)
TS18b-pt: Add. 4709 = Kenn 125 (1486. Jhd. LitBib + Ps, Ijob) G37: Harley 5774 = Kenn 113 + 5775 = Kenn 119 (1396. Vgl. Ginsburg, Introduction)
TS19: Oppenheim Add. 4° 26 (1480. „Abravanel-Pentateuch“)
TS20=NS19=KS16: Pococke 347 (Pent + Proph pri, 15. Jhd. „Oxforder Spanisch-Portugiesischer Pentateuch“) + Pococke 348 (Proph post + Ket, 15. Jhd.)
TS20b=NS19b=KS16b: Parm 1996+1997 (1468)l
G40: G. 2 (Ende 15. Jhd. Vgl. Ginsburg, Introduction)
TS21=NS20=KS17: Kennicott 1 (1476, La Coruña. „Kennicott-Bibel“)
G43: Add. 15251 = Kenn 572 (1498, „italienische Duke of Sussex-Bibel“. Vgl. Ginsburg, Introduction.)
G52: Or 2626 (Pent) + Or 2627 (Proph) + Or 2628 (Ket. 1483, „Lissabon-Bibel“. Vgl. Ginsburg, Introduction.)
TS22: Pococke 30 (1483. LitBib) NS21: Kenn 5 (1487: Proph pri mit Tg und mehreren Kommentaren)
TS23: B119 (1492, „Braginsky-Pentateuch“)l
italienisch
TI1-pt=NI1-pt=KI1-pt: Urb.ebr 2 (späteres 11. Jhd.)
G12: Ar Or 2 = Kenn 129 (1216. Gen 6,21-Dtn 34,12. Mit Tg. Vgl. Ginsburg, Introduction.) G3-pt: Reuchlin 3 (1105. Proph pri + post mit Tg.)
TI2=NI2=KI2: Genf, Ms. heb. 1 (13. Jhd.)
TI3=NI3=KI3: Vat.ebr 9. (späteres 13. Jhd.)
G13: Harley 5710 + Harley 5711 = Kenn 102 (späteres 13. Jhd. Bd. 1 bis 2 Kön; Bd. 2 ab Jes. Vgl. Ginsburg, Introduction.)
TI4=NI4=KI4: BnF Héb 27 (1295)
TI5=NI5: Parm 2155 (späteres 13. Jhd. Pent + Proph pri)
TI6-pt: Parm 1849 (ca. 1300. „Parma-Pentateuch“) KI5-pt: Vat.ebr. 6 (ca. 1400. Ket (ff. 1r-145) + Proph (ff. 149r ff.)
aG6.39.44-51.54.59.72 sind jemenitisch, aber alle so jung oder fragmentarisch, dass ich sie nicht selbst auswerten werde. (Zurück zu )
bVgl. z.B. Kahle (1930): MdW II, S. 52*-56*; Díez-Macho (1963): A New List of So-called „ben Naftali“ Manuscripts, Preceded by an Inquiry into the True Character of these Manuscripts; Blapp (2018): The Use of Dagesh in the Non-Standard Tiberian Manuscripts of the Hebrew Bible from the Cairo Genizah; Pilocane, Chiara (2022): 11th-12th-Century Biblical Manuscripts from the „Italian Genizah“ and Their System of Vocalization. (Zurück zu )
cVgl. dazu ausführlicher z.B. Kahle (1930): MdW II, S. 57*-60*; Gzella, Holger (2016): Tiberian-Palestinian Tradition; Khan, Geoffrey (2020): The Tiberian Pronunciation Tradition of Biblical Hebrew. S. 129-133; Pilocane 2022. (Zurück zu )
dPrijs hält dies für das sicherste Erkennungszeichen von pt-Handschriften und bildet daher eine eigene pt-Untergruppe mit Handschriften, die nur Rafe auf Alef aufweisen. Alef auf Rafe findet sich aber nicht selten auch in nicht-pt-Handschriften und reicht allein daher nicht aus, um eine Handschrift auf dieser Basis dieser Gruppe zuzuordnen. Vgl. Prijs (1957): Über Ben Naftali-Bibelhandschriften und ihre paläographischen Besonderheiten, in: ZAW 69, S. 171-186. (Zurück zu )
eEvR I B3, Or Quart 680 und Or 2363 sind nicht nur sehr alt, sondern bezeugen außerdem das sog. „babylonische“ Vokal- und Akzent-System, also eine andere Texttradition als die meisten anderen Handschriften. (zu )
fLaut Kolophon Abschrift des Codex Sinai. (Zurück zu )
gEine der vier MSS, von denen Goshen-Gottstein im HUBP denkt, sie seien am fruchtbarsten für eine Auswertung ma. Handschriften. (zu )
hGinsburg zu Add. 14760: „As to the text itself, it can hardly be called Massoretic because of its numerous departures from the textus receptus. Want of space precludes the possibility of indicating all the differences between this MS. and the Massoretic recension [...]. There can, therefore, hardly be any doubt that the Model Codex from which this MS. was copied represents a different Massoretic School.“ (S. 575.577) (Zurück zu )
iBes. viele Verweise auf alte Muster-Codices in der Masora. (Zurück zu )
jZu Digby Or 32 (und Or 802-804) als pt-Handschrift vgl. die Beschreibung in Wright 1859, S. xxvii-xxxi. (Zurück zu )
kLeider noch nicht digitalisiert: Nach dem Kolophon wurden die Konsonanten aus dem Ezra-Codex und Vokale, Akzente und Masora aus dem Barcelona-Codex abgeschrieben, der widerum eine Abschrift des Jerusalem-Codex ist. (Zurück zu )
lSoll den berühmten Codex Hilleli zur Vorlage gehabt haben. (zu )
mWar eine der Vorlagen der Complutensischen Polyglotte. (Zurück zu )
nSoll den berühmten Codex Mugah zur Vorlage gehabt haben. (zu )