Syntax ungeprüft


Lesefassung (Jakobus 5)
Anmerkungen
Studienfassung (Jakobus 5)
1 Wohlan nun, [ihr] Reichen, weint [und] heult〈a〉 über eure Nöte (Elende, Mühsale. Alternativ: „über euren Nöten“), die [euch] bevorstehen〈b〉. 2 Euer Reichtum ist vermodert〈c〉 und eure Gewänder sind [von] Motten zerfressen {worden}〈d〉. 3 Euer Gold und Silber sind verrostet〈e〉 und ihr Rost (Gift) wird [gegen] euch zum Beweis (Zeugnis) sein〈f〉 und euer Fleisch〈g〉 wie Feuer fressen. Ihr habt in den letzten Tagen [Reichtümer]〈h〉 gesammelt. 4 Seht (Siehe), der Lohn der Arbeiter, die eure Felder abmähen〈i〉, der [ihnen] von euch vorenthalten wurde〈j〉, schreit,〈k〉 und die Schreie der Erntearbeiter sind zu den Ohren [des] Herrn Zebaot〈l〉 hingekommen. 5 Ihr habt geschwelgt〈m〉 auf der Erde und üppig gelebt〈n〉, ihr habt eure Herzen am〈o〉 Schlachttag〈p〉 gemästet (ernährt, gefüttert), 6 ihr habt den Gerechten〈q〉 verurteilt [und] ermordet (getötet),〈r〉 er leistet euch keinen Widerstand.〈s〉 7 Deshalb (Nun) wartet geduldig, Geschwister, bis zur Wiederkunft〈t〉 des Herrn. Seht (Siehe), der Bauer erwartet die kostbare Frucht der Erde, indem er geduldig auf sie wartet,〈u〉 bis sie den Früh- und den Spätregen empfangen hat.〈v〉
〈w〉
Anmerkungen
| a | Modal aufgelöstes Ptc. coni. (Zurück zu ) |
| b | Das hier gebrauchte Ptz. Präsens hat normalerweise eine durative/iterative Aspektbedeutung, die hier vermutlich aber in den Hintergrund tritt. (Zurück zu ) |
| c | Hier und im Folgenden (bis einschließlich 3a) steht das Perfekt, das den Ist-Zustand hervorhebt. Hier wird es möglicherweise futuristisch gebraucht (NSS), analog zum hebräischen Perfekt. Durch die Hervorhebung des Zustands im griechischen Perfekt wird betont, dass der beschriebene Sachverhalt noch nicht eingetroffen ist, aber schon verbindlich festgelegt wurde. (Zurück zu ) |
| d | Wörtlich: „mottenzerfressen geworden“ (Zurück zu ) |
| e | Da Gold weder rostet noch anläuft, ist dies entweder eine stilistische Übertreibung sein. Oder es müsste alternativ etwa „angelaufen“ oder „matt/stumpf geworden“ heißen (Blomberg/Kamell). (Zurück zu ) |
| f | Kommunikativ: „dienen“ (Zurück zu ) |
| g | Im Original im Plural. (Zurück zu ) |
| h | Durch das Verb impliziert (cf. B/A, NSS). (Zurück zu ) |
| i | Attr. Ptz. (Zurück zu ) |
| j | Ptz. Pf. Pass.; attributives Ptz. (Zurück zu ) |
| k | Alternativ: „der [ihnen] vorenthalten wurde, schreit von euch...“ (Zurück zu ) |
| l | Transkribiert „Sabaoth“. Alternativ auch mit Übersetzung des hebräischen Worts: „Herr der Heerscharen“ (Zurück zu ) |
| m | Oder kommunikativer: „habt ein üppiges Leben geführt“ (NSS) (Zurück zu ) |
| n | Oder kommunikativer: „habt euch dem Vergnügen hingegeben“ (NSS) (Zurück zu ) |
| o | Wörtlich: „an [einem]“ (Zurück zu ) |
| p | Wörtlich „Tag der Schlachtung“. Dies kann sich konkret auf einen gewöhnlichen Schlachttag beziehen, der im Leben der Reichen sicherlich regelmäßig vorkam, spielt aber auf den Tag von Gottes Gericht an. (Zurück zu ) |
| q | Die Deutung dieses Begriffs bestimmt, ob es sich um ein generisches Maskulinum oder ein bestimmtes Individuum handelt. In jedem Fall geht es hier um einen prototypischen „Gerechten“. „Der Gerechte“ bezeichnet im frühen Christentum häufig Jesus. Das größte Problem mit dieser Deutung ist jedoch, dass der letzte Satzteil im Präsens steht – was auf einen fortlaufenden oder kurz zurückliegenden Vorgang hinweist. Der Kontext weist aber eher auf Tagelöhner oder Leibeigene hin, die auf den täglichen Lohn zum Überleben angewiesen sind. Wird der Lohn vorenthalten, muss der Arbeiter verhungern (cf. Blomberg/Kamell). (Zurück zu ) |
| r | Oder „ihr habt verurteilt, ihr habt den Gerechten ermordet“ (so die wortlautgetreue REB). (Zurück zu ) |
| s | Der letzte Satzteil ist vom vorherigen eigentümlich abgetrennt. Manche Exegeten sehen das als Grund, ein „obwohl“ zu ergänzen. (Zurück zu ) |
| t | Im NT Terminus technicus für die Parusie (Wiederkunft Christi). Bezeichnet außerbiblisch den offiziellen Besuch eines hohen Amtsträgers (z.B. des Kaisers) an einem Ort oder die Epiphanie eines Gottes (so NSS; dort Bezug auf „EWNT 3, Sp. 103“). In der Normalbedeutung „Anwesenheit, Kommen, Ankunft“. (Zurück zu ) |
| u | Auflösung eines modalen Ptc. coni., alternativ temp. Oder „und geduldig auf sie wartet“. (Zurück zu ) |
| v | Anspielung auf Hos 6,4 (Bauckham). (Zurück zu ) |
| w | (Zurück zu ) |