Kommentar:Psalm 16

Aus Die Offene Bibel

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TextkritikDer Versuch, aus den überlieferten Bibelhandschriften die ursprünglichste Textversion zu ermitteln. Im AT gilt der sogenannte „Masoretische Text“ als Richtschnur, er ist allerdings teilweise über 2000 Jahre jünger als der zu ermittelnde „Urtext“ und kann daher Überlieferungsfehler enthalten. Atl. Textkritik versucht, durch den Vergleich mit anderen erhaltenen Textversionen solche womöglich fehlerhaften Stellen zu berichtigen. Bisweilen sind dabei Textänderungen nötig, die überhaupt kein Fundament in den alten Textzeugen haben, sondern nur auf Vermutungen basieren. Das NT ist wesentlich besser überliefert: Eine Vielzahl älterer Manuskripte sind erhalten. Allerdings gibt es keinen Ausgangstext mit einem dem Masoretischen Text vergleichbaren Stellenwert. Die ntl. Textkritik wägt daher Textvarianten aus unterschiedlichen Texttraditionen gegeneinander ab, um zu beurteilen, welche Variante die ursprünglichere ist. Vv. 2-4[Bearbeiten]

2Ich sage (du sagst)azu (über, was .. angeht) JHWH: „Mein ({Mein}) Herr [bist] du!
Mein Wohlergehen (Glück) [ist] nicht außer durch dich (nicht über dir?)!“,b
3Zu den (über die, Was ... angeht:) Heiligen, die im Land (auf der Erde) [sind]: „Diese, die (meine) Herrlichen:
Mein ganzes Wohlgefallen [richtet sich] auf sie!“
4Es sollen (werden) sich vermehren die Schmerzen (Götzenbilder) derer (es vermehren sich ihre Schmerzen die), die einem anderen (die anderen) nacheilen (umwerben?),c
Nicht werde ich libieren ihre Blutlibationen (ihre Libationen mit [meiner] Hand),d
Nicht werde ich heben ihre Namen auf meine Lippen!

aTextkritikDer Versuch, aus den überlieferten Bibelhandschriften die ursprünglichste Textversion zu ermitteln. Im AT gilt der sogenannte „Masoretische Text“ als Richtschnur, er ist allerdings teilweise über 2000 Jahre jünger als der zu ermittelnde „Urtext“ und kann daher Überlieferungsfehler enthalten. Atl. Textkritik versucht, durch den Vergleich mit anderen erhaltenen Textversionen solche womöglich fehlerhaften Stellen zu berichtigen. Bisweilen sind dabei Textänderungen nötig, die überhaupt kein Fundament in den alten Textzeugen haben, sondern nur auf Vermutungen basieren. Das NT ist wesentlich besser überliefert: Eine Vielzahl älterer Manuskripte sind erhalten. Allerdings gibt es keinen Ausgangstext mit einem dem Masoretischen Text vergleichbaren Stellenwert. Die ntl. Textkritik wägt daher Textvarianten aus unterschiedlichen Texttraditionen gegeneinander ab, um zu beurteilen, welche Variante die ursprünglichere ist.: Ich sage (du sagst) - Im Heb. auf den ersten Blick 2. Pers. fem. Sg., „du (fem.) sagst“ (amart) oder mit anderen Vokalen 2. Pers. mask. Sg., (amarta; so auch Craigie 1983Craigie, Peter C.: Psalms 1-50. Dallas, 1983.; Franken 1954Franken, Hendricus J.: The Mystical Communion with Jhwh in the Book of Psalms. Leiden, 1954.; Schedl 1964bSchedl, Claus: "Die Heiligen" und die "Herrlichen" in Psalm 16 1-4, in: ZAW 76/2, 1964. S. 171-175.; Tournay 2001Tournay, Raymond J. O.P.: à propo du Psaume 16, 1-4, in: RB 108/1, 2001. S. 21-25.; Jerusalemer Bibel). Das „Du sagst, meine Seele“ in ELBKurz für „Elberfelder Bibel“. Sehr genaue und wenig kommunikative Übersetzung; als Vollbibel erstmals 1871 erschienen. und SLTKurz für „Schlachter“; gemeint ist damit die Revision von 1995-2004 der erstmals 1905 erschienenen Bibelübersetzung von Franz Eugen Schlachter. Die Schlachter-Bibel ist recht urtexttreu; Schlachter verstand es aber, dieses genaue Übersetzen mit einem herrlichen kräftig-würzigen Stil zu verbinden, so dass sich am Ende dennoch eine gut lesbare Bibel ergab. rührt von der sehr alten und veralteten Deutung (die sich auch schon im TgKurz für „Targum“, eine frühjüdische Textgattung: Interpretative Übersetzung eines Bibeltextes ins Aramäische. findet) her, der Sprecher halte hier wie in Ps 42,6.12; 43,5; Jer 4,19 (ähnlich Klg 3,24f.) ein Zwiegespräch mit seiner Seele. Diese wäre dann aber wie dort sicher auch ausgedrückt. Die meisten Exegeten und fast alle Üss. gehen davon aus, dass hier entweder mit einem zusätzlichen Jod am Ende (das sich auch in einigen Handschriften findet) als 1. Pers. Sg. (amarti) gelesen werden müsste oder dass die Konsonanten auch so als defektive Schreibung von amarti verstanden werden können, da so auch LXXDie Septuaginta - die älteste durchgängige griechische Übersetzung des AT überhaupt; entstanden zwischen 250 v. Chr. und 100 n. Chr. Die LXX folgt vielerorts einer anderen Verszählung als deutsche Übersetzungen. Stellenangaben, die mit diesem Kürzel versehen sind, können von den Angaben im sonst aus dem Hebräischen übersetzten AT abweichen., SyrKurz für „Syrisch“; Bezeichnung für die syrische Bibelübersetzung „Peschitta“ - „die Einfache“. Entstanden ab dem 1. Jh. n. Chr., VULDie Vulgata - neben der Septuaginta die wohl wichtigste antike Übersetzung der gesamten Bibel - ins Lateinische - von Hieronymus; entstanden zwischen 380 n. Chr. und 400 n. Chr. übersetzen: „ich sagte“. (Zurück zu v.2)
bTextkritikDer Versuch, aus den überlieferten Bibelhandschriften die ursprünglichste Textversion zu ermitteln. Im AT gilt der sogenannte „Masoretische Text“ als Richtschnur, er ist allerdings teilweise über 2000 Jahre jünger als der zu ermittelnde „Urtext“ und kann daher Überlieferungsfehler enthalten. Atl. Textkritik versucht, durch den Vergleich mit anderen erhaltenen Textversionen solche womöglich fehlerhaften Stellen zu berichtigen. Bisweilen sind dabei Textänderungen nötig, die überhaupt kein Fundament in den alten Textzeugen haben, sondern nur auf Vermutungen basieren. Das NT ist wesentlich besser überliefert: Eine Vielzahl älterer Manuskripte sind erhalten. Allerdings gibt es keinen Ausgangstext mit einem dem Masoretischen Text vergleichbaren Stellenwert. Die ntl. Textkritik wägt daher Textvarianten aus unterschiedlichen Texttraditionen gegeneinander ab, um zu beurteilen, welche Variante die ursprünglichere ist.: Meist übersetzt à la „Über dich hinaus gibt es kein Lebensglück für mich“ (Weber 2001Weber, Beat: Werkbuch Psalmen I. Die Psalmen 1-72. Stuttgart, 2001.; zum Gedanken vgl. Ps 73,25). Doch hier steht bal („nicht“) nicht vor „Mein Lebensglück“, sondern vor „über dir/dich hinaus“, „Mein Lebensglück ist nicht über dich hinaus“. Hätte der Dichter schreiben wollen „Es gibt für mich kein Lebensglück über dich hinaus“, hätte er bal eher wie 2x in V. 4 und 1x in V. 8 an den Beginn des Satzes gestellt (bal tobati `alecha) oder ´ejn verwendet (tobati ´ejn `alecha). LXXDie Septuaginta - die älteste durchgängige griechische Übersetzung des AT überhaupt; entstanden zwischen 250 v. Chr. und 100 n. Chr. Die LXX folgt vielerorts einer anderen Verszählung als deutsche Übersetzungen. Stellenangaben, die mit diesem Kürzel versehen sind, können von den Angaben im sonst aus dem Hebräischen übersetzten AT abweichen. und VULDie Vulgata - neben der Septuaginta die wohl wichtigste antike Übersetzung der gesamten Bibel - ins Lateinische - von Hieronymus; entstanden zwischen 380 n. Chr. und 400 n. Chr. übersetzen daher diesen Satz mit „meine Güter sind nicht auf dir“ (=„du bedarfst ihrer nicht“; zum Gedanken vgl. Ijob 22,2f; 35,7; Röm 11,35; so verstanden den Vers z.B. auch Luther und Calvin), AqAquila's Übersetzung des Alten Testaments ins Griechische; entstanden 125 n. Chr. Offenbar bewusst in Abgrenzung von der LXX als wörtlichere Übersetzung des MT konzipiert. Heute nur noch fragmentarisch erhalten in den von Field gesammelten Überresten der Hexapla des Origines. sogar mit „meine Güte ist keinesfalls auf dir“, was wohl wie bei Raschi verstanden werden muss als „meine moralische Gutheit ist nicht auf dir (=kann dich nicht zu etwas verpflichten) [weil sie deiner nicht würdig ist]“; ähnlich Kimchi: „Meine guten Werke erreichen dich nicht“. SymEine griechische Übersetzung der hebräischen Bibel ins Griechische aus dem 2. Jh. n. Chr. Heute nur noch fragmentarisch erhalten in den von Field gesammelten Überresten der Hexapla des Origines. Offenbar einst eine stilistisch besonders schöne Alternative zur LXX., TgKurz für „Targum“, eine frühjüdische Textgattung: Interpretative Übersetzung eines Bibeltextes ins Aramäische. Hier und wohl auch SyrKurz für „Syrisch“; Bezeichnung für die syrische Bibelübersetzung „Peschitta“ - „die Einfache“. Entstanden ab dem 1. Jh. n. Chr. schien ein anderer Text vorzuliegen, nämlich tobati bal bil`adecha, „Mein Wohlergehen [ist] nicht, außer durch dich“, also „einzig dank dir geht es mir gut“ (vgl. 2 Makk 1,25); mit z.B. BHSBiblica Hebraica Stuttgartensia, Houbigant 1777Houbigant, Charles-François: Notae Criticae in Universos Veteris Testamenti Libros Cum Hebraice, Tum Graece Scriptus. Cum Integris Eiusdem Prolegominis, Band 2. Frankfurt, 1777. online unter: http://goo.gl/qJ5OSW, Bonkamp 1949Bonkamp, Bernhard: Die Psalmen. Nach dem hebräischen Grundtext. Freiburg i. Br, 1949., Herkenne 1936Herkenne, Heinrich: Das Buch der Psalmen. Bonn/Hanstein, 1936. und Kraus 1961Kraus, Hans-Joachim: Psalmen. 1. Teilband. Neukirchen, 2 1961. sollte man davon ausgehen, dass dies der ursprüngliche Text war. (Zurück zu v.2)
cTextkritikDer Versuch, aus den überlieferten Bibelhandschriften die ursprünglichste Textversion zu ermitteln. Im AT gilt der sogenannte „Masoretische Text“ als Richtschnur, er ist allerdings teilweise über 2000 Jahre jünger als der zu ermittelnde „Urtext“ und kann daher Überlieferungsfehler enthalten. Atl. Textkritik versucht, durch den Vergleich mit anderen erhaltenen Textversionen solche womöglich fehlerhaften Stellen zu berichtigen. Bisweilen sind dabei Textänderungen nötig, die überhaupt kein Fundament in den alten Textzeugen haben, sondern nur auf Vermutungen basieren. Das NT ist wesentlich besser überliefert: Eine Vielzahl älterer Manuskripte sind erhalten. Allerdings gibt es keinen Ausgangstext mit einem dem Masoretischen Text vergleichbaren Stellenwert. Die ntl. Textkritik wägt daher Textvarianten aus unterschiedlichen Texttraditionen gegeneinander ab, um zu beurteilen, welche Variante die ursprünglichere ist.: Vier textkritische Probleme in einer Zeile auf einmal: (1) „Es vermehren“ und „Es werden vermehrt“ wäre im ursprünglichen, nur aus Konsonanten bestehenden Text gleich geschrieben worden. MT, LXXDie Septuaginta - die älteste durchgängige griechische Übersetzung des AT überhaupt; entstanden zwischen 250 v. Chr. und 100 n. Chr. Die LXX folgt vielerorts einer anderen Verszählung als deutsche Übersetzungen. Stellenangaben, die mit diesem Kürzel versehen sind, können von den Angaben im sonst aus dem Hebräischen übersetzten AT abweichen., Hier, AqAquila's Übersetzung des Alten Testaments ins Griechische; entstanden 125 n. Chr. Offenbar bewusst in Abgrenzung von der LXX als wörtlichere Übersetzung des MT konzipiert. Heute nur noch fragmentarisch erhalten in den von Field gesammelten Überresten der Hexapla des Origines., und TheodEine griechische Übersetzung der hebräischen Bibel ins Griechische aus dem 2. Jh. n. Chr. Heute nur noch fragmentarisch erhalten in den von Field gesammelten Überresten der Hexapla des Origines. deuten als „es werden vermehrt“, TgKurz für „Targum“, eine frühjüdische Textgattung: Interpretative Übersetzung eines Bibeltextes ins Aramäische. und SyrKurz für „Syrisch“; Bezeichnung für die syrische Bibelübersetzung „Peschitta“ - „die Einfache“. Entstanden ab dem 1. Jh. n. Chr. dagegen als „es vermehren“. In der Bed. läuft beides glücklicherweise grob auf das selbe hinaus.
(2) Im MT ist von „ihre Schmerzen“ die Rede: `atsbotam. So verstehen das Wort auch LXXDie Septuaginta - die älteste durchgängige griechische Übersetzung des AT überhaupt; entstanden zwischen 250 v. Chr. und 100 n. Chr. Die LXX folgt vielerorts einer anderen Verszählung als deutsche Übersetzungen. Stellenangaben, die mit diesem Kürzel versehen sind, können von den Angaben im sonst aus dem Hebräischen übersetzten AT abweichen., VULDie Vulgata - neben der Septuaginta die wohl wichtigste antike Übersetzung der gesamten Bibel - ins Lateinische - von Hieronymus; entstanden zwischen 380 n. Chr. und 400 n. Chr., SyrKurz für „Syrisch“; Bezeichnung für die syrische Bibelübersetzung „Peschitta“ - „die Einfache“. Entstanden ab dem 1. Jh. n. Chr., AqAquila's Übersetzung des Alten Testaments ins Griechische; entstanden 125 n. Chr. Offenbar bewusst in Abgrenzung von der LXX als wörtlichere Übersetzung des MT konzipiert. Heute nur noch fragmentarisch erhalten in den von Field gesammelten Überresten der Hexapla des Origines., SymEine griechische Übersetzung der hebräischen Bibel ins Griechische aus dem 2. Jh. n. Chr. Heute nur noch fragmentarisch erhalten in den von Field gesammelten Überresten der Hexapla des Origines. Offenbar einst eine stilistisch besonders schöne Alternative zur LXX.. Dagegen die Übersetzungsvorlage von TgKurz für „Targum“, eine frühjüdische Textgattung: Interpretative Übersetzung eines Bibeltextes ins Aramäische., Hier, TheodEine griechische Übersetzung der hebräischen Bibel ins Griechische aus dem 2. Jh. n. Chr. Heute nur noch fragmentarisch erhalten in den von Field gesammelten Überresten der Hexapla des Origines. und Quinta scheint gelautet zu haben: `atsabim / `atsabehem („(ihre) Götzenbilder“).
(3) Den meisten alten Versionen scheint wie in MT ´acher vorgelegen zu haben, „ein anderer“; AqAquila's Übersetzung des Alten Testaments ins Griechische; entstanden 125 n. Chr. Offenbar bewusst in Abgrenzung von der LXX als wörtlichere Übersetzung des MT konzipiert. Heute nur noch fragmentarisch erhalten in den von Field gesammelten Überresten der Hexapla des Origines. und Quinta dagegen der Plural desselben Wortes, ´acherim („andere“). Auch dies ist für die Üs. zum Glück nicht wesentlich.
(4) Am problematischsten: Die Konsonanten mhrw könnten sowohl als „eilen“ als auch als „Brautpreis zahlen“ gelesen werden: maharu vs. miharu. Bei beiden Varianten ist die wahrscheinlichste Bedeutung, dass von dem Anhangen an andere Götter die Rede ist: „Brautpreis zahlen“ wäre ein Ausdruck für „heiraten“ und das Verhältnis von JHWH zu seinem Volk wird noch öfters mit dem Bild der „Heirat“ ausgedrückt; die Rede vom „anderen Göttern nacheilen“ dagegen erinnert stark an den häufigen stehenden Ausdruck „anderen Göttern nachlaufen“ für Götzendienst. Beide Varianten sind aber problematisch: „Brautpreis zahlen“ ist etwas anderes als „heiraten“, da das Ziel dieser Handlung nicht die Braut ist, sondern ihr Vater und ihre Brüder (s. Gen 34,11f.; Ex 22,15; 1 Sam 18,25). Die Variation des Heiratsbildes durch das des Brautpreis-Zahlens wäre damit sehr schief. Darüber hinaus hätte für dieses Bild z.B. das treffendere Verb b`l („heiraten“) zur Verfügung gestanden, wodurch auch noch ein Wortspiel mit dem Göttername Ba`al zustande gekommen wäre. mhr I („eilen“) wiederum wird entweder absolut verwendet oder seltener mit einer Zielangabe („eilen“ oder „nach/zu X eilen“), auch in letzterer Bed. aber außer in Nah 2,6 nie ohne Präp. Die Bed. „(1) jmdm (2) nacheilen“ hat das Verb nie (vgl. CTATBarthélemy, Dominique: Critique textuelle de l'Ancien Testament. Rapport final du Comité pour l'analyse textuelle de l'Ancien Testament hébreu institué par l'Alliance Biblique Universelle, établi en collaboration avec Alexander R. Hulst, Norbert Lohfink, William D. McHardy, H. Peter Rüger, coéditeur, James A. Sanders, coéditeur. Fribourg/Göttingen, 1982-2005. IV, S. 71), schon gar nicht (3) ohne Präp. Auch die Verwendung dieses Verbs wäre damit merkwürdig schief, v.a., wo doch gerade eine Standardformulierung zur Verfügung gestanden wäre. AqAquila's Übersetzung des Alten Testaments ins Griechische; entstanden 125 n. Chr. Offenbar bewusst in Abgrenzung von der LXX als wörtlichere Übersetzung des MT konzipiert. Heute nur noch fragmentarisch erhalten in den von Field gesammelten Überresten der Hexapla des Origines.. scheint hemiru vorgelegen zu haben, „die andere eingetauscht haben“ (vgl. Ps 106,20; Jer 2,11; so auch erwogen von BHSBiblica Hebraica Stuttgartensia); ähnlich schlagen Driver 1910Driver, Samuel R.: The Method of Studying the Psalter. Psalm XVI, in: The Expositor 10/1, 1910. S. 26-37. online unter: https://goo.gl/4HyGnf, S. 27 und Kittel 1914Kittel, Rudolf: Die Psalmen. Leipzig, 1914., S. 51 baharu („wählen“) vor – ersteres hat nur eine schwache, letzteres gar keine externe Bezeugung. Eine textkritisch verantwortbare Entscheidung ist hier nicht möglich. (Zurück zu v.4)
d'Blutlibationen (ihre Libationen mit [meiner] Hand) - Für die Alternative lesen z.B. Dahood 1965Dahood, Mitchell, S.J.: Psalms I. 1-50. New York, 1965., S 88f.; StierPsPsalmenübersetzung von Friedolin Stier, der v.a. für seine Übersetzung des NT bekannt wurde, welche an den Stil der AT-Übersetzung von Buber/Rosenzweig angelehnt ist: Stier, Fridolin: Mit den Psalmen beten. Herausgegeben von Eleonore Beck. Stuttgart, 2010., wohl auch Kurz für „Einheitsübersetzung“. 1980 erstmals als Gesamtausgabe erschienen. Heute noch vorgeschriebene Übersetzung für römisch-katholische Liturgie. Vom Stil her eine sog. „liturgische Übersetzung“: eher frei, eher verständlich; dennoch der Alltagssprache eher fern. „EÜ 16“ bezeichnet die 2016 erschienene Aktualisierung dieser Üs., H-RKurz für „Henne-Rösch - Bibel“. Zusammenführung der AT-Übersetzung von Henne und Gräff und der NT-Übersetzung durch Rösch um 1935. Auch bekannt als „Paderborner Bibel“. Recht gutes Gleichgewicht von „wörtlich“ und „verständlich“. mijadim o.Ä. statt midam; wohl, weil Blutlibationen so selten belegt sind. Das ist ganz unnötig, lässt sich durch die Alten nicht stützen und auch EÜ16 hat sich daher nun im Gegensatz zu Kurz für „Einheitsübersetzung“. 1980 erstmals als Gesamtausgabe erschienen. Heute noch vorgeschriebene Übersetzung für römisch-katholische Liturgie. Vom Stil her eine sog. „liturgische Übersetzung“: eher frei, eher verständlich; dennoch der Alltagssprache eher fern. „EÜ 16“ bezeichnet die 2016 erschienene Aktualisierung dieser Üs. für die „Blutlibationen“ entschieden. (Zurück zu v.4)