Jeremia 3: Unterschied zwischen den Versionen

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das Böse<ref>Im Hebr. Pl.</ref> und du brachtest es fertig (vermochtest, konntest es).</poem>
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Version vom 1. Januar 2015, 18:06 Uhr

Syntax ungeprüft

Status: Studienfassung in Arbeit – Einige Verse des Kapitels sind bereits übersetzt. Wer die biblischen Ursprachen beherrscht, ist zum Einstellen weiterer Verse eingeladen. Auf der Diskussionsseite kann die Arbeit am Urtext dokumentiert werden. Dort ist auch Platz für Verbesserungsvorschläge und konstruktive Anmerkungen.
Status: Lesefassung folgt später – Bevor eine Lesefassung erstellt werden kann, muss noch an der Studienfassung gearbeitet werden. Siehe Übersetzungskriterien und Qualitätssicherung Wir bitten um Geduld.

Anmerkungen

Studienfassung (Jeremia 3)

1 [Gott] spricht:a

Wennb ein Mann seine Frau fortschickt (entlässt),
und sie geht weg von ihm und gehört einem anderen Mann,
kann sie [dann] noch zu ihm zurückkehren?
Würde [dann] nicht jenes Land völlig (oder: gewiss)c entweiht?
Und du buhltest (triebst Hurerei) mit vielen (zahlreichen) Fremden
und willst zurückkehrend zu mir? Spruch JHWHs.

2

(Hebe deine Augen auf die =) Blicke hin zu den Hügeln und sieh:
wo hast du dich nicht schänden lassen (bist du nicht geschändet worden)?e
Auf den Wegen hast du für sie gesessen,
wie ein Beduine (Araber) in der Wüste.
Und du hast entweiht die Erde (das Land)
durch deine Unzuchtf und durch dein Bösesg (= das Böse, das du getan hast).

3

[Daher, deshalb]h wurden versagt (entzogen) die Regen,
und der Spätregen fieli nicht.
[Aber] die Stirn einer Frau, die hurtj hast du,
die sich weigertk, sich zu schämen.

4

Rufstl du nicht von jetzt anm zu mir "mein Vater!"n,
Freund meiner Jugend (Jugendfreund) [bist] du!

5

Er wird [doch] nicht für ewig zürnen
oder bewahren (aufbewahren = im Gedächtnis behalten, nachtragen) für immer?
Sieho du hast geredetp und getan
das Böseq und du brachtest es fertig (vermochtest, konntest es).

6 (Und) Da sprach JHWH zu mir in den Tagen des Königs Josia: hast du gesehen, was dasr abtrünniges Israel tut? Wie sie auf auf jeden hohen Hügel steigtt und unter jedem grünen Baum {dort} Unzucht treibt (hurt)?u (= Jeremia 2,20) 7 Dav sagte (dachte) ich: 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25

Anmerkungen

aW.Rudolph meint (Kommentar S. 24), hier sei die ein Gotteswort einleitende Formel: „Und es erging das Wort JHWHs an mich {folgendermaßen}:“ ausgefallen, wobei das lemor mit „folgendermaßen“ (oder dem Doppelpunkt) wiedergegeben ist, weil es eine wörtliche Rede einführt. (Zurück zu v.1)
bהן heißt im Hebr. "Siehe!", im Aramäischen "Wenn". W. Rudolph vermutet, dass die Vokabel hier wie in 2,10b in aramaisierender Weise verwendet wird (Kommentar S. 24) (Zurück zu v.1)
cDer absolute Infinitiv nach einer Verbform desselben Stammes hebt hier die Gewissheit oder Nachdrücklichkeit eines Geschehens hervor. (Zurück zu v.1)
dInf. abs. (Zurück zu v.1)
eSo das Ketib. Das Qere שכב bedeutet "sich legen, liegen". In der Vokalisation der Stelle wäre die Form Pu'al und müsste mit "beschlafen" übersetzt werden (Gesenius, S. 825). Rudolph vermutet, dass das Qere "das als zu gemein empfundene שגל überall durch שכב ersetzt" habe; daher ist hier dem Ketib zu folgen (Kommentar S. 24) (Zurück zu v.2)
fIm Hebr. Plural, einige Übersetzungen haben den Singular (Zurück zu v.2)
gIm Hebr. Plural, die LXX und die Vulgata haben den Singular (Zurück zu v.2)
hWaw konsekutivum (Zurück zu v.3)
iwörtlich: "war", geschah (Zurück zu v.3)
jPartizip Qal Sg. fem., relativisch aufgelöst. Man könnte auch zusammenziehen: Hure (Zurück zu v.3)
kPartizip Hif'il Sg. fem., relativisch aufgelöst (Zurück zu v.3)
lDas Ketib hat die 1.Sg. = ich rufe; zu lesen ist mit dem Qere die 2.Sg.fem. (Zurück zu v.4)
mRudolf meint, "von jetzt an" sei schwer zu erklären; er wolle daher גם־עתה lesen, "sogar da, selbst unter diesen Umständen" (Kommentar S. 24). Die LXX liest "Aufenthalt, Wohnung" = מְעׂנָה (Zurück zu v.4)
nRudolf meint, dieses Wort sei zu streichen, da es aus V. 19 hier eingefügt wurde, Kommentar S. 24 (Zurück zu v.4)
oRudolf will hier הֵנָּה lesen und übersetzt es mit "so", das kann ich aber mit meinen Lexika nicht nachvollziehen (es wird mit "hier, hierher" übersetzt (Zurück zu v.5)
pDas Ketib hat die 1.Sg. = ich habe geredet; zu lesen ist mit dem Qere die 2.Sg.fem. (Zurück zu v.5)
qIm Hebr. Pl. (Zurück zu v.5)
rIsrael ist im Hebr. fem. (Zurück zu v.6)
ses handelt sich im Hebr. um ein Nomen, kein Adjektiv = Israel, die Abtrünnige; Rudolf sieht darin sogar einen Eigennamen = die Abtrünnigkeit (Zurück zu v.6)
twörtl.: geht, Partizip Sg. fem. Qal (Zurück zu v.6)
uRudolf bezieht das Verb זנה (huren, Unzucht treiben) auf beide Satzteile. Man könnte wohl besser (allerdings etwas freier) "fremdgehen" übersetzen, denn es ist das Darbringen von Opfern für die kanaanäischen Götter Ba'al (auf den Bergen, den sog. "Höhen") und Astarte (unter den grünen Bäumen) gemeint (Zurück zu v.6)
vWaw konsekutivum (Zurück zu v.7)