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{{S|7}} Da<ref>Waw konsekutivum</ref> sagte (dachte) ich<ref>Sprecher ist JHWH</ref>: Nachdem es das alles getan hat, wird es zu mir zurückkehren. Aber es kehrte nicht [wieder] zurück. [Das] sah<ref>Waw konsekutivum</ref> [seine] treulose<ref>Im Hebr. ein Nomen; Rudolph übersetzt es wie V. 6 als Eigennamen</ref> Schwester Juda. | {{S|7}} Da<ref>Waw konsekutivum</ref> sagte (dachte) ich<ref>Sprecher ist JHWH</ref>: Nachdem es das alles getan hat, wird es zu mir zurückkehren. Aber es kehrte nicht [wieder] zurück. [Das] sah<ref>Waw konsekutivum</ref> [seine] treulose<ref>Im Hebr. ein Nomen; Rudolph übersetzt es wie V. 6 als Eigennamen</ref> Schwester Juda. | ||
{{S|8}} Da sah<ref>Waw konsekutivum; das Ketib 1.Sg.Impf.Qal ist zu ersetzen durch das Qere 2.Sg.Impf.Qal</ref> es, dass, weil das Abtrünnige Israel fremdging (die Ehe brach)<ref>die Konstruktion wörtlich übersetzt: Da sah es, dass wegen dessen, wovon gilt: das abtrünnige Israel brach die Ehe</ref>, ich es wegschickte und ihm den Scheidebrief gab. Aber das treulose Juda, seine Schwester, fürchtete sich nicht, sondern<ref>Waw konsekutivum</ref> auch es ging hin und ging fremd (trieb Unzucht). | {{S|8}} Da sah<ref>Waw konsekutivum; das Ketib 1.Sg.Impf.Qal ist zu ersetzen durch das Qere 2.Sg.Impf.Qal</ref> es, dass, weil das Abtrünnige Israel fremdging (die Ehe brach)<ref>die Konstruktion wörtlich übersetzt: Da sah es, dass wegen dessen, wovon gilt: das abtrünnige Israel brach die Ehe</ref>, ich es wegschickte und ihm den Scheidebrief gab. Aber das treulose Juda, seine Schwester, fürchtete sich nicht, sondern<ref>Waw konsekutivum</ref> auch es ging hin und ging fremd (trieb Unzucht). | ||
{{S|9}} Und {es geschah} durch ihr leichtfertiges<ref>Rudolf verweist auf die Randmasorah, die קׂל vom Verb קלל q, leichthin, leichtfertig, ableitet. Das Nomen קׂל bedeutet Lärm, Stimme</ref> Fremdgehen (Huren, Unzucht) wurde entweiht<ref>Waw konsekutivum</ref> das Land (die Erde), und es ging fremd (hurte, trieb Unzucht) mit Stein<ref>= die dem Ba'al geweihten "Höhen"</ref> und Holz<ref>= die der Astarte geweihten Bäume</ref>. | {{S|9}} Und {es geschah} durch ihr leichtfertiges<ref>Rudolf verweist auf die Randmasorah, die קׂל vom Verb קלל q, leichthin, leichtfertig, ableitet. Das Nomen קׂל bedeutet Lärm, Stimme</ref> Fremdgehen (Huren, Unzucht) wurde entweiht<ref>Waw konsekutivum</ref> das Land (die Erde), und es ging fremd (hurte, trieb Unzucht) mit Stein<ref>= die dem Ba'al geweihten "Höhen"</ref> und Holz<ref>= die der Astarte geweihten Bäume. Rudolph zieht diesen letzten Satz zu Vers 10 und übersetzt "Und auch als sie Stein und Holz verwarf und liest dafür statt ותנאף, ehebrechen ותנאץ, verschmähen, verwerfen. Er begründet seine Entscheidung: "1. kommt das [= der Satz] hinter dem vorhergehenden Satz, der die Folge schildert, zu spät, und 2. setzt 10 ein bestimmtes Handeln Judas voraus, das als Umkehr gedeutet werden könnte, Kommentar S. 26 </ref>. | ||
{{S|10}} | {{S|10}} Trotzdem<ref>wörtl.: auch wegen all diesem</ref> kehrte nicht zu mir um seine treulose Schwester Juda mit ihrem ganzen Herzen, außer zum Schein, Spruch JHWHs. | ||
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Version vom 1. Januar 2015, 18:57 Uhr
Syntax ungeprüft


Anmerkungen
Studienfassung (Jeremia 3)
Wenn〈b〉 ein Mann seine Frau fortschickt (entlässt),
und sie geht weg von ihm und gehört einem anderen Mann,
kann sie [dann] noch zu ihm zurückkehren?
Würde [dann] nicht jenes Land völlig (oder: gewiss)〈c〉 entweiht?
Und du gingst fremd (buhltest, triebst Hurerei) mit vielen (zahlreichen) Fremden
und willst zurückkehren〈d〉 zu mir? Spruch JHWHs.
(Hebe deine Augen auf die =) Blicke hin zu den Hügeln und sieh:
wo hast du dich nicht schänden lassen (bist du nicht geschändet worden)?〈e〉
Auf den Wegen hast du für sie gesessen,
wie ein Beduine (Araber) in der Wüste.
Und du hast entweiht das Land (die Erde)
durch deine Unzucht〈f〉 und durch dein Böses〈g〉 (= das Böse, das du getan hast).
[Daher, deshalb]〈h〉 wurden versagt (entzogen) die Regen,
und der Spätregen fiel〈i〉 nicht.〈j〉
[Aber] die Stirn einer Frau, die hurt〈k〉 hast du,
die sich weigert〈l〉, sich zu schämen.
Rufst〈m〉 du nicht von jetzt an〈n〉 zu mir "mein Vater!"〈o〉,
Freund meiner Jugend (Jugendfreund) [bist] du!
Er wird [doch] nicht für ewig zürnen
oder bewahren (aufbewahren = im Gedächtnis behalten, nachtragen) für immer?
Sieh〈p〉 du hast geredet〈q〉 und getan
das Böse〈r〉 und du brachtest es fertig (vermochtest, konntest es).
6 (Und) Da sprach JHWH zu mir in den Tagen des Königs Josia: hast du gesehen, was das〈s〉 abtrünnige〈t〉 Israel tut? Wie es auf auf jeden hohen Hügel steigt〈u〉 und unter jedem grünen Baum {dort} fremdgeht (Unzucht treibt, hurt)?〈v〉 (= Jeremia 2,20) 7 Da〈w〉 sagte (dachte) ich〈x〉: Nachdem es das alles getan hat, wird es zu mir zurückkehren. Aber es kehrte nicht [wieder] zurück. [Das] sah〈y〉 [seine] treulose〈z〉 Schwester Juda. 8 Da sah〈aa〉 es, dass, weil das Abtrünnige Israel fremdging (die Ehe brach)〈ab〉, ich es wegschickte und ihm den Scheidebrief gab. Aber das treulose Juda, seine Schwester, fürchtete sich nicht, sondern〈ac〉 auch es ging hin und ging fremd (trieb Unzucht). 9 Und {es geschah} durch ihr leichtfertiges〈ad〉 Fremdgehen (Huren, Unzucht) wurde entweiht〈ae〉 das Land (die Erde), und es ging fremd (hurte, trieb Unzucht) mit Stein〈af〉 und Holz〈ag〉. 10 Trotzdem〈ah〉 kehrte nicht zu mir um seine treulose Schwester Juda mit ihrem ganzen Herzen, außer zum Schein, Spruch JHWHs. 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25
Anmerkungen
| a | W.Rudolph meint (Kommentar S. 24), hier sei die ein Gotteswort einleitende Formel: „Und es erging das Wort JHWHs an mich {folgendermaßen}:“ ausgefallen, wobei das lemor mit „folgendermaßen“ (oder dem Doppelpunkt) wiedergegeben ist, weil es eine wörtliche Rede einführt. (Zurück zu v.1) |
| b | הן heißt im Hebr. "Siehe!", im Aramäischen "Wenn". W. Rudolph vermutet, dass die Vokabel hier wie in 2,10b in aramaisierender Weise verwendet wird (Kommentar S. 24) (Zurück zu v.1) |
| c | Der absolute Infinitiv nach einer Verbform desselben Stammes hebt hier die Gewissheit oder Nachdrücklichkeit eines Geschehens hervor. (Zurück zu v.1) |
| d | Inf. abs. (Zurück zu v.1) |
| e | So das Ketib. Das Qere שכב bedeutet "sich legen, liegen". In der Vokalisation der Stelle wäre die Form Pu'al und müsste mit "beschlafen" übersetzt werden (Gesenius, S. 825). Rudolph vermutet, dass das Qere "das als zu gemein empfundene שגל überall durch שכב ersetzt" habe; daher ist hier dem Ketib zu folgen (Kommentar S. 24) (Zurück zu v.2) |
| f | Im Hebr. Plural, einige Übersetzungen haben den Singular (Zurück zu v.2) |
| g | Im Hebr. Plural, die LXX und die Vulgata haben den Singular (Zurück zu v.2) |
| h | Waw konsekutivum (Zurück zu v.3) |
| i | wörtlich: "war", geschah (Zurück zu v.3) |
| j | Spätregen fällt März/ April (Zurück zu v.3) |
| k | Partizip Qal Sg. fem., relativisch aufgelöst. Man könnte auch zusammenziehen: Hure (Zurück zu v.3) |
| l | Partizip Hif'il Sg. fem., relativisch aufgelöst (Zurück zu v.3) |
| m | Das Ketib hat die 1.Sg. = ich rufe; zu lesen ist mit dem Qere die 2.Sg.fem. (Zurück zu v.4) |
| n | Rudolf meint, "von jetzt an" sei schwer zu erklären; er wolle daher גם־עתה lesen, "sogar da, selbst unter diesen Umständen" (Kommentar S. 24). Die LXX liest "Aufenthalt, Wohnung" = מְעׂנָה (Zurück zu v.4) |
| o | Rudolf meint, dieses Wort sei zu streichen, da es aus V. 19 hier eingefügt wurde, Kommentar S. 24 (Zurück zu v.4) |
| p | Rudolf will hier הֵנָּה lesen und übersetzt es mit "so", das kann ich aber mit meinen Lexika nicht nachvollziehen (es wird mit "hier, hierher" übersetzt (Zurück zu v.5) |
| q | Das Ketib hat die 1.Sg. = ich habe geredet; zu lesen ist mit dem Qere die 2.Sg.fem. (Zurück zu v.5) |
| r | Im Hebr. Pl. (Zurück zu v.5) |
| s | Israel ist im Hebr. fem. (Zurück zu v.6) |
| t | es handelt sich im Hebr. um ein Nomen, kein Adjektiv = Israel, die Abtrünnige; Rudolf sieht darin sogar einen Eigennamen = die Abtrünnigkeit (Zurück zu v.6) |
| u | wörtl.: geht, Partizip Sg. fem. Qal (Zurück zu v.6) |
| v | Rudolf bezieht das Verb זנה (huren, Unzucht treiben) auf beide Satzteile. Man könnte wohl besser (allerdings etwas freier) "fremdgehen" übersetzen, denn es ist das Darbringen von Opfern für die kanaanäischen Götter Ba'al (auf den Bergen, den sog. "Höhen") und Astarte (unter den grünen Bäumen) gemeint (Zurück zu v.6) |
| w | Waw konsekutivum (Zurück zu v.7) |
| x | Sprecher ist JHWH (Zurück zu v.7) |
| y | Waw konsekutivum (Zurück zu v.7) |
| z | Im Hebr. ein Nomen; Rudolph übersetzt es wie V. 6 als Eigennamen (Zurück zu v.7) |
| aa | Waw konsekutivum; das Ketib 1.Sg.Impf.Qal ist zu ersetzen durch das Qere 2.Sg.Impf.Qal (Zurück zu v.8) |
| ab | die Konstruktion wörtlich übersetzt: Da sah es, dass wegen dessen, wovon gilt: das abtrünnige Israel brach die Ehe (Zurück zu v.8) |
| ac | Waw konsekutivum (Zurück zu v.8) |
| ad | Rudolf verweist auf die Randmasorah, die קׂל vom Verb קלל q, leichthin, leichtfertig, ableitet. Das Nomen קׂל bedeutet Lärm, Stimme (Zurück zu v.9) |
| ae | Waw konsekutivum (Zurück zu v.9) |
| af | = die dem Ba'al geweihten "Höhen" (Zurück zu v.9) |
| ag | = die der Astarte geweihten Bäume. Rudolph zieht diesen letzten Satz zu Vers 10 und übersetzt "Und auch als sie Stein und Holz verwarf und liest dafür statt ותנאף, ehebrechen ותנאץ, verschmähen, verwerfen. Er begründet seine Entscheidung: "1. kommt das [= der Satz] hinter dem vorhergehenden Satz, der die Folge schildert, zu spät, und 2. setzt 10 ein bestimmtes Handeln Judas voraus, das als Umkehr gedeutet werden könnte, Kommentar S. 26 (Zurück zu v.9) |
| ah | wörtl.: auch wegen all diesem (Zurück zu v.10) |