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{{S|1}} [Gott] spricht:<ref>W.Rudolph meint | {{S|1}} [Gott] spricht:<ref>''[Gott] spricht'' - W.: „besagend“. Rudolph meint, hier sei der erste Teil der häufigen ein Gotteswort einleitende Formel: „''Und es erging das Wort JHWHs an mich,'' besagend:“ ausgefallen, wobei das ''lemor'' („besagend“) meist mit „folgendermaßen“ oder dem Doppelpunkt wiederzugegeben ist, weil es eine wörtliche Rede einführt (Rudolph 1968, S. 24).</ref> | ||
<poem>Wenn<ref>הן heißt im Hebr. " | <poem>Wenn<ref>'' wenn'' - {{hebr}}הן{{hebr ende}} heißt im Hebr. "siehe!", im Aramäischen "wenn". Rudolph vermutet, dass die Vokabel hier wie in 2,10b in aramaisierender Weise verwendet wird (Rudolph 1968, S. 24).</ref> ein Mann seine Frau fortschickt (entlässt), | ||
und sie geht weg von ihm und gehört einem anderen Mann, | und sie geht weg von ihm und gehört einem anderen Mann, | ||
kann sie [dann] noch zu ihm zurückkehren? | kann sie [dann] noch zu ihm zurückkehren? | ||
Würde [dann] nicht jenes Land völlig ( | Würde [dann] nicht jenes Land völlig (gewiss)<ref>''völlig (gewiss)'' - Der absolute Infinitiv nach einer Verbform desselben Stammes hebt hier die Gewissheit oder Nachdrücklichkeit eines Geschehens hervor.</ref> entweiht? | ||
Und du gingst fremd (buhltest, triebst Hurerei) mit vielen (zahlreichen) Fremden | Und du gingst fremd (buhltest, triebst Hurerei) mit vielen (zahlreichen) Fremden | ||
und willst zurückkehren<ref>Inf. abs.</ref> zu mir? Spruch JHWHs.</poem> | und willst zurückkehren<ref>Inf. abs.</ref> zu mir? Spruch JHWHs.</poem> | ||
{{S|2}} <poem> | {{S|2}} <poem>Hebe deine Augen auf (Blicke hin) zu den Hügeln und sieh: | ||
wo hast du dich nicht schänden lassen (bist du nicht geschändet worden)?<ref>So das Ketib. Das Qere שכב bedeutet "sich legen, liegen". In der Vokalisation der Stelle wäre die Form Pu'al und müsste mit "beschlafen" übersetzt werden ( | wo hast du dich nicht schänden lassen (bist du nicht geschändet worden)?<ref>''hast du dich nicht schänden lassen (bist du nicht geschändet worden)'' - So das Ketib. Das Qere {{hebr}}שכב{{hebr ende}} bedeutet "sich legen, liegen". In der Vokalisation der Stelle wäre die Form Pu'al und müsste mit "beschlafen" übersetzt werden (Ges17, S. 825). Rudolph vermutet, dass das Qere "das als zu gemein empfundene {{hebr}}שגל{{hebr ende}} überall durch {{hebr}}שכב{{hebr ende}} ersetzt" habe; daher ist hier dem Ketib zu folgen (Rudolph 1968, S. 24)</ref> | ||
Auf den Wegen hast du für sie gesessen, | Auf den Wegen hast du für sie gesessen, | ||
wie ein Beduine (Araber) in der Wüste. | wie ein Beduine (Araber) in der Wüste. | ||
Und du hast entweiht das Land (die Erde) | Und du hast entweiht das Land (die Erde) | ||
durch deine Unzucht<ref>Im Hebr. Plural, einige Übersetzungen haben den Singular</ref> und durch dein Böses<ref>Im Hebr. Plural, die LXX und | durch deine Unzucht<ref>''Unzucht'' - Im Hebr. Plural, einige Übersetzungen haben den Singular.</ref> und durch dein Böses<ref>''Böses'' - Im Hebr. Plural, die LXX und VUL haben den Singular.</ref> (= das Böse, das du getan hast).</poem> | ||
{{S|3}} <poem>[Daher, deshalb]<ref> | {{S|3}} <poem>[Daher, deshalb] wurden versagt (entzogen)<ref>''[Daher (deshalb)] wurden versagt (entzogen)'' - Im Hebräischen Wayyiqtol, daher ist im Dt. am sinnvollsten mit „daher“ oder „deshalb“ anzuschließen.</ref> die Regen, | ||
und der Spätregen fiel<ref> | und der Spätregen fiel<ref>''fiel'' - W.: "war", „geschah“.</ref> nicht.<ref>Spätregen fällt in Israel im März/ April.</ref> | ||
[Aber] die Stirn einer Frau, die hurt<ref>Partizip Qal Sg. fem., relativisch aufgelöst. Man könnte auch zusammenziehen: | [Aber] die Stirn einer Frau, die hurt<ref>''die hurt'' - Partizip Qal Sg. fem., relativisch aufgelöst. Man könnte auch zusammenziehen: „die Hure“.</ref> hast du, | ||
die sich weigert<ref>Partizip Hif'il Sg. fem., relativisch aufgelöst</ref>, sich zu schämen.</poem> | die sich weigert<ref>''die sich weigert'' - Partizip Hif'il Sg. fem., relativisch aufgelöst.</ref>, sich zu schämen.</poem> | ||
{{S|4}} <poem>Rufst<ref>Das Ketib hat die 1.Sg. = | {{S|4}} <poem>Rufst<ref>''Rufst'' - Das Ketib hat die 1.Sg. = „ich rufe“; zu lesen ist mit dem Qere die 2.Sg.fem.</ref> du nicht von jetzt an<ref>''von jetzt an'' - Rudolf meint, "von jetzt an" sei schwer zu erklären; er will daher {{hebr}}גם־עתה{{hebr ende}} lesen: "sogar da, selbst unter diesen Umständen" (Rudolph 1968, S. 24). Die LXX liest "Aufenthalt, Wohnung" = {{hebr}}מְעׂנָה{{hebr ende}}.</ref> zu mir “mein Vater!<ref>''mein Vater'' - Rudolf meint, dieses Wort sei zu streichen, da es aus V. 19 hier eingefügt wurde (Rudolph 1968, S. 24).</ref>, | ||
Freund meiner Jugend (Jugendfreund) [bist] du!”?</poem> | Freund meiner Jugend (Jugendfreund) [bist] du!”?</poem> | ||
{{S|5}} <poem>“Er wird [doch] nicht für ewig zürnen | {{S|5}} <poem>“Er wird [doch] nicht für ewig zürnen | ||
oder bewahren (aufbewahren | oder bewahren (aufbewahren, im Gedächtnis behalten, nachtragen) für immer?” | ||
Sieh<ref> | Sieh<ref>''Sieh'' - Rudolph 1968 will hier {{hebr}}הֵנָּה{{hebr ende}} lesen und übersetzt es mit "so", das kann ich aber mit meinen Lexika nicht nachvollziehen (es wird mit "hier, hierher" übersetzt).</ref> du hast geredet<ref>''hast du geredet'' - Das Ketib hat die 1.Sg. = „ich habe geredet“; zu lesen ist mit dem Qere die 2.Sg.fem.</ref> und getan | ||
das Böse<ref>Im Hebr. Pl.</ref> und du brachtest es fertig (vermochtest, konntest es).</poem> | das Böse<ref>''das Böse'' - Im Hebr. Pl.</ref> und du brachtest es fertig (vermochtest, konntest es).</poem> | ||
{{S|6}} (Und) Da sprach JHWH zu mir in den Tagen des Königs Josia: hast du gesehen, was das<ref>Israel ist im Hebr. fem.</ref> abtrünnige<ref> | {{S|6}} (Und) Da sprach JHWH zu mir in den Tagen des Königs Josia: hast du gesehen, was das<ref>''das'' - W.: „die“; Israel ist im Hebr. fem.</ref> abtrünnige<ref>''abtrünnige'' - im Heb. Nomen statt Adjektiv: „Israel, die Abtrünnige“; Rudolph 1968 sieht darin sogar einen Abstraktbegriff, der wie ein alternativer Eigenname für „Israel“ fungiert: „Israel, die Abrünnigkeit“.</ref> Israel tut? Wie es auf auf jeden hohen Hügel steigt<ref>''steigt'' - W.: „geht“, Partizip Sg. fem. Qal</ref> und unter jedem grünen Baum {dort} fremdgeht (Unzucht treibt, hurt)?<ref>''fremd geht (Unzucht treibt, hurt)'' - Rudolph bezieht das Verb {{hebr}}זנה{{hebr ende}} („huren, Unzucht treiben“) auf beide Satzteile. Man könnte wohl besser (allerdings etwas freier) "fremdgehen" übersetzen, denn es ist das Darbringen von Opfern für die kanaanäischen Götter Ba'al (auf den Bergen, den sog. "Höhen") und Astarte (unter den grünen Bäumen) gemeint.</ref> | ||
{{S|7}} Da<ref> | {{S|7}} [Da] sagte (dachte)<ref>''[Da] sagte (dachte)'' - Im Heb. Wayyiqtol; im Dt. ist daher besser mit „Da“ anzuschließen.</ref> ich<ref>''ich'' - Sprecher ist JHWH.</ref>: Nachdem es das alles getan hat, wird es zu mir zurückkehren. Aber es kehrte nicht [wieder] zurück. [Das] sah [seine] treulose<ref>''treulose'' - Im Hebr. ein Nomen; Rudolph übersetzt es wie V. 6 als Eigenname.</ref> Schwester Juda. | ||
{{S|8}} Da sah<ref> | {{S|8}} [Da] sah<ref>''[Da] sah'' - Im Heb. Wayyiqtol; im Dt. ist daher besser mit „Da“ anzuschließen. Das Ketib 1.Sg. („ich sah“) ist zu ersetzen durch das Qere 2.Sg.</ref> es, dass, weil das abtrünnige Israel fremdging (die Ehe brach)<ref>''weil das abtrünnige Israel fremging (die Ehe brach)'' - W.: „Da sah es, dass wegen dessen, wovon gilt: das abtrünnige Israel brach die Ehe“.</ref>, ich es wegschickte und ihm den Scheidebrief gab. Aber das treulose Juda, seine Schwester, fürchtete sich nicht, sondern auch es ging hin und ging fremd (trieb Unzucht). | ||
{{S|9}} Und {es geschah} durch sein leichtfertiges<ref> | {{S|9}} Und {es geschah} durch sein leichtfertiges<ref>''leichtfertiges'' - Rudolph verweist auf die Randmasorah, die {{hebr}}קׂל{{hebr ende}} vom Verb {{hebr}}קלל{{hebr ende}} („leichthin, leichtfertig“) ableitet. Das Nomen {{hebr}}קׂל{{hebr ende}} bedeutet eigentlich „Lärm, Stimme“.</ref> Fremdgehen (Huren, Unzucht) wurde entweiht das Land (die Erde), und es ging fremd (hurte, trieb Unzucht) mit Stein<ref>''Stein'' = die dem Ba'al geweihten "Höhen"</ref> und Holz<ref>''Holz'' = die der Astarte geweihten Bäume. Rudolph zieht diesen letzten Satz zu Vers 10 und übersetzt "Und auch als sie Stein und Holz verwarf" und liest dafür statt {{hebr}}ותנאף{{hebr ende}}, ehebrechen {{hebr}}ותנאץ{{hebr ende}}, verschmähen, verwerfen. Er begründet seine Entscheidung: „1. kommt das [= der Satz] hinter dem vorhergehenden Satz, der die Folge schildert, zu spät, und 2. setzt 10 ein bestimmtes Handeln Judas voraus, das als Umkehr gedeutet werden könnte.“ (Rudolph 1968, S. 26)</ref>. | ||
{{S|10}} Trotzdem<ref> | {{S|10}} Trotzdem<ref>''Trotzdem'' - W.: „auch wegen all diesem“.</ref> kehrte nicht zu mir um seine treulose Schwester Juda mit ihrem ganzen Herzen, außer zum Schein, Spruch JHWHs. | ||
{{S|11}} Da | {{S|11}} Da sprach JHWH zu mir: als gerecht erweist sich die Seele des abtrünnigen Israels (das abtrünnige Israel) gegenüber dem (im Vergleich zum) treulosen Juda. | ||
{{S|12}} Geh und rufe diese Worte nach Norden {und sprich}: | {{S|12}} Geh und rufe diese Worte nach Norden {und sprich}: „Kehr zurück, abtrünniges Israel!“ Spruch JHWHs. Ich lasse nicht fallen mein Antlitz gegen euch (Ich schaue euch nicht mehr ungnädig an), denn ich bin gnädig (gütig). Spruch JHWHs. Ich grolle nicht für immer (ewig). | ||
{{S|13}} Nur (jedoch) erkenne deine Schuld<ref>Der Begriff | {{S|13}} Nur (jedoch) erkenne deine Schuld (Sünde, Vergehen)<ref>''Schuld (Sünde, Vergehen)'' - Der Begriff „Sünde“ ist problematisch, weil er für heutige Menschen übersetzungsbedürftig ist. Hier soll „Schuld“ als Begriff für Vergehen gegen JHWH verstanden und verwendet werden.</ref>, denn gegen JHWH, deinen Gott, hast du dich aufgelehnt, da du deine Wege zerstreut hast (herumgeschweift bist) mit den Fremden unter jedem grünen Baum {{par|Jeremia|2|20}} {{par|Jeremia|3|6}} und auf meine Stimme habt ihr<ref>''habt ihr'' - Wechsel der Person von 2.Sg. auf 2.Pl., weshalb Rudolph vorschlägt, mit der LXX die 2.Sg. = „שֶׁמֵעֵתְּ“ („du hörst“) zu lesen.</ref> nicht gehört. Spruch JHWHs. | ||
{{S|14}} Kehrt um, meine abtrünnigen Kinder <ref> | {{S|14}} Kehrt um, meine abtrünnigen Kinder <ref>''Kinder'' - W. „Söhne“.</ref>! Spruch JHWHs. Denn ich habe euch zu Besitz genommen (bin euer Herr)<ref>''habe euch in Besitz genommen (bin euer Herr)'' - Das Verb {{hebr}}בעל{{hebr ende}} hat die selben Konsonanten wie das Nomen, das „Herr, Besitzer“ bedeutet und wiederum ebenso geschrieben wird wie der kanaanäische Gott Ba'al. Es liegt hier also ein Wortspiel vor, das allerdings im Deutschen nicht wiederzugeben ist.</ref> und ich nehme (hole) euch, einen aus einer Stadt und zwei aus einer Familie (Sippe), und ich bringe euch [zum] Zion. | ||
{{S|15}} Und ich gebe euch Hirten nach meinem Herzen, und sie weiden euch [mit] Erkenntnis und Verstand. | {{S|15}} Und ich gebe euch Hirten nach meinem Herzen, und sie weiden euch [mit] Erkenntnis und Verstand. | ||
{{S|16}} Und es wird geschehen, wenn ihr zahlreich werdet und fruchtbar sein werdet im Lande (auf Erden) in jenen Tagen, Spruch JHWHs, werden sie nicht mehr | {{S|16}} Und es wird geschehen, wenn ihr zahlreich werdet und fruchtbar sein werdet im Lande (auf Erden) in jenen Tagen, Spruch JHWHs, werden sie nicht mehr sprechen von der Lade des Bundes JHWHs<ref>''Lade des Bundes JHWHs'' - Nicht die Bundeslade, sondern die Lade des JHWH-Bundes!</ref> und sie wird [ihnen] nicht aufs Herz (in den Sinn)<ref>''aufs Herz (in den Sinn)'' - Im alten Israel wurde das „Herz“ oft nicht als Sitz der Emotionen, sondern als Sitz der Gedanken angesehen; daher besser: „in den Sinn“.</ref> kommen, und sie werden ihrer nicht gedenken, und sie werden [sie] nicht vermissen (suchen) und keine [neue] mehr anfertigen (machen). | ||
{{S|17}} Zu dieser Zeit werden sie Jerusalem nennen | {{S|17}} Zu dieser Zeit werden sie Jerusalem nennen „Thron JHWHs“, und alle Völker werden sich in ihr sammeln, beim Namen JHWHs in Jerusalem. Und sie werden nicht mehr wandeln (leben) nach der Verstocktheit (Starrsinn) ihres bösen Herzens. | ||
{{S|18}} In jenen Tagen wird das Haus Juda zum Haus Israel gehen, und sie werden zusammen (miteinander) kommen vom Land im Norden ( | {{S|18}} In jenen Tagen wird das Haus Juda zum Haus Israel gehen, und sie werden zusammen (miteinander) kommen vom Land im Norden (Nordland) zum Land, das ich ihren Vätern zum Besitz (Erbe) gab. | ||
{{S|19}} <poem>Aber (Und) ich dachte (sprach)<ref> | {{S|19}} <poem>Aber (Und) ich dachte (sprach)<ref>Ab hier spricht wieder JHWH.</ref>: | ||
Wie will ich dich | Wie will ich dich machen zu (herausstellen unter den) Kindern<ref>''Kindern'' - W.: Söhnen</ref>!, | ||
und dir kostbares (begehrenswertes) Land geben, | und dir kostbares (begehrenswertes) Land geben, | ||
herrlichsten<ref> | herrlichsten<ref>''herrlichsten'' - W.: "Herrlichkeit der Herrlichkeiten", eine der hebr. Möglichkeiten, den Superlativ auszudrücken (Rudolph 1968, S. 28).</ref> Erbbesitz [unter den] Völkern. | ||
Darum | Darum meinte ich, „mein Vater“ würdet ihr mich nennen<ref>''ihr mich nennen'' - Das Qere will 2.fem.Sg. lesen; richtig ist das Ketib 2.Pl. (Rudolph 1968, S. 28).</ref>, | ||
und von {hinter} mir würdet ihr euch nicht kehren<ref>Das Qere will 2.fem.Sg. lesen; richtig ist das Ketib 2.Pl.</ref>.</poem> | und von {hinter} mir würdet ihr euch nicht kehren<ref>''ihr euch nicht kehren'' - Das Qere will 2.fem.Sg. lesen; richtig ist das Ketib 2.Pl.</ref>.</poem> | ||
{{S|20}} <poem>Aber (fürwahr, gewiss) [wie] eine Frau treulos ist von<ref>Schwer zu verstehen: Wenn es eine verheiratete Frau ist, betrügt sie ihren Mann mit ihrem Geliebten (רֵעַ), man müsste übersetzen: | {{S|20}} <poem>Aber (fürwahr, gewiss) [wie] eine Frau treulos ist von<ref>''Aber [wie] eine Frau treulos ist von'' - Schwer zu verstehen; W.:„ Wenn es eine verheiratete Frau ist, betrügt sie ihren Mann mit ihrem Geliebten ({{hebr}}רֵעַ{{hebr ende}})“, man müsste übersetzen: „wegen ihres Geliebten“. Aber die Präposition {{hebr}}מִן{{hebr ende}} bedeutet „von - weg“, also ist sie ihrem Geliebten gegenüber untreu? Deutlich ist, dass es - wie in den oben gebrauchten Bildern - um die Untreue einer Frau ihrem Mann gegenüber - ob Geliebter oder Ehemann - geht.</ref> ihrem Geliebten, | ||
so seid ihr treulos zu mir, Haus Israel. Spruch JHWHs.</poem> | so seid ihr treulos zu mir, Haus Israel. Spruch JHWHs.</poem> | ||
{{S|21}} <poem>Man hört Lärm (Geräusch, Stimme, Laut) auf kahlem Hügel: | {{S|21}} <poem>Man hört Lärm (Geräusch, Stimme, Laut) auf kahlem Hügel: | ||
Weinen, Flehen der Kinder<ref> | Weinen, Flehen der Kinder<ref>''Kinder'' - W.: Söhne</ref> Israels. | ||
Denn verkehrt haben sie ihren Weg, | Denn verkehrt haben sie ihren Weg, | ||
vergessen JHWH, ihren Gott.</poem> | vergessen JHWH, ihren Gott.</poem> | ||
{{S|22}} <poem> | {{S|22}} <poem>„Kehrt um, meine abtrünnigen Kinder<ref>wörtl.: Söhne</ref>, | ||
ich will euch von eurer Abtrünnigkeit heilen. | ich will euch von eurer Abtrünnigkeit heilen. | ||
Da sind wir, wir kommen zu dir, | |||
denn du bist JHWH, unser Gott. | denn du bist JHWH, unser Gott.“</poem> | ||
{{S|23}} <poem>Fürwahr (gewiss, aber), Lüge (Trug, Täuschung) [kommt] von den Hügeln, | {{S|23}} <poem>Fürwahr (gewiss, aber), Lüge (Trug, Täuschung) [kommt] von den Hügeln, | ||
Getöse [von] den Bergen. | Getöse [von] den Bergen. | ||
Gewiss (fürwahr, aber) bei JHWH, unserem Gott, | Gewiss (fürwahr, aber) bei JHWH, unserem Gott, | ||
[ist] Rettung [für] Israel.</poem> | [ist] Rettung [für] Israel.</poem> | ||
{{S|24}} <poem>Aber (Und) | {{S|24}} <poem>Aber (Und) „der Schändliche“<ref>''der Schändliche'' - Heb. {{hebr}}בֹשֶׁת{{hebr ende}}, Schimpfname Ba'als; ähnlich in „Isch-Boschät“, dem Namen von Sauls Sohn in [[2Samuel 2#s4 |2 Sam 2,4]].</ref> fraß | ||
den Erwerb (Gewinn) unserer Väter, von unserer Jugend [an]<ref> | den Erwerb (Gewinn) unserer Väter, von unserer Jugend [an]<ref>''von ... [an]'' - {{hebr}}מִן{{hebr ende}} hier zeitlich aufgefasst.</ref>, | ||
ihr Kleinvieh<ref> | ihr Kleinvieh<ref>''Kleinvieh'' - W.: „Schafe und Ziegen“</ref> und ihre Rinder, | ||
ihre Söhne und ihre Töchter.</poem> | ihre Söhne und ihre Töchter.</poem> | ||
{{S|25}} <poem>Wir legen uns hin in unserer Schande, | {{S|25}} <poem>Wir legen uns hin in unserer Schande, | ||
Version vom 2. Januar 2015, 15:52 Uhr
Syntax ungeprüft


Anmerkungen
Studienfassung (Jeremia 3)
Wenn〈b〉 ein Mann seine Frau fortschickt (entlässt),
und sie geht weg von ihm und gehört einem anderen Mann,
kann sie [dann] noch zu ihm zurückkehren?
Würde [dann] nicht jenes Land völlig (gewiss)〈c〉 entweiht?
Und du gingst fremd (buhltest, triebst Hurerei) mit vielen (zahlreichen) Fremden
und willst zurückkehren〈d〉 zu mir? Spruch JHWHs.
Hebe deine Augen auf (Blicke hin) zu den Hügeln und sieh:
wo hast du dich nicht schänden lassen (bist du nicht geschändet worden)?〈e〉
Auf den Wegen hast du für sie gesessen,
wie ein Beduine (Araber) in der Wüste.
Und du hast entweiht das Land (die Erde)
durch deine Unzucht〈f〉 und durch dein Böses〈g〉 (= das Böse, das du getan hast).
[Daher, deshalb] wurden versagt (entzogen)〈h〉 die Regen,
und der Spätregen fiel〈i〉 nicht.〈j〉
[Aber] die Stirn einer Frau, die hurt〈k〉 hast du,
die sich weigert〈l〉, sich zu schämen.
Rufst〈m〉 du nicht von jetzt an〈n〉 zu mir “mein Vater!〈o〉,
Freund meiner Jugend (Jugendfreund) [bist] du!”?
“Er wird [doch] nicht für ewig zürnen
oder bewahren (aufbewahren, im Gedächtnis behalten, nachtragen) für immer?”
Sieh〈p〉 du hast geredet〈q〉 und getan
das Böse〈r〉 und du brachtest es fertig (vermochtest, konntest es).
6 (Und) Da sprach JHWH zu mir in den Tagen des Königs Josia: hast du gesehen, was das〈s〉 abtrünnige〈t〉 Israel tut? Wie es auf auf jeden hohen Hügel steigt〈u〉 und unter jedem grünen Baum {dort} fremdgeht (Unzucht treibt, hurt)?〈v〉 7 [Da] sagte (dachte)〈w〉 ich〈x〉: Nachdem es das alles getan hat, wird es zu mir zurückkehren. Aber es kehrte nicht [wieder] zurück. [Das] sah [seine] treulose〈y〉 Schwester Juda. 8 [Da] sah〈z〉 es, dass, weil das abtrünnige Israel fremdging (die Ehe brach)〈aa〉, ich es wegschickte und ihm den Scheidebrief gab. Aber das treulose Juda, seine Schwester, fürchtete sich nicht, sondern auch es ging hin und ging fremd (trieb Unzucht). 9 Und {es geschah} durch sein leichtfertiges〈ab〉 Fremdgehen (Huren, Unzucht) wurde entweiht das Land (die Erde), und es ging fremd (hurte, trieb Unzucht) mit Stein〈ac〉 und Holz〈ad〉. 10 Trotzdem〈ae〉 kehrte nicht zu mir um seine treulose Schwester Juda mit ihrem ganzen Herzen, außer zum Schein, Spruch JHWHs. 11 Da sprach JHWH zu mir: als gerecht erweist sich die Seele des abtrünnigen Israels (das abtrünnige Israel) gegenüber dem (im Vergleich zum) treulosen Juda. 12 Geh und rufe diese Worte nach Norden {und sprich}: „Kehr zurück, abtrünniges Israel!“ Spruch JHWHs. Ich lasse nicht fallen mein Antlitz gegen euch (Ich schaue euch nicht mehr ungnädig an), denn ich bin gnädig (gütig). Spruch JHWHs. Ich grolle nicht für immer (ewig). 13 Nur (jedoch) erkenne deine Schuld (Sünde, Vergehen)〈af〉, denn gegen JHWH, deinen Gott, hast du dich aufgelehnt, da du deine Wege zerstreut hast (herumgeschweift bist) mit den Fremden unter jedem grünen Baum ℘ ℘ und auf meine Stimme habt ihr〈ag〉 nicht gehört. Spruch JHWHs. 14 Kehrt um, meine abtrünnigen Kinder 〈ah〉! Spruch JHWHs. Denn ich habe euch zu Besitz genommen (bin euer Herr)〈ai〉 und ich nehme (hole) euch, einen aus einer Stadt und zwei aus einer Familie (Sippe), und ich bringe euch [zum] Zion. 15 Und ich gebe euch Hirten nach meinem Herzen, und sie weiden euch [mit] Erkenntnis und Verstand. 16 Und es wird geschehen, wenn ihr zahlreich werdet und fruchtbar sein werdet im Lande (auf Erden) in jenen Tagen, Spruch JHWHs, werden sie nicht mehr sprechen von der Lade des Bundes JHWHs〈aj〉 und sie wird [ihnen] nicht aufs Herz (in den Sinn)〈ak〉 kommen, und sie werden ihrer nicht gedenken, und sie werden [sie] nicht vermissen (suchen) und keine [neue] mehr anfertigen (machen). 17 Zu dieser Zeit werden sie Jerusalem nennen „Thron JHWHs“, und alle Völker werden sich in ihr sammeln, beim Namen JHWHs in Jerusalem. Und sie werden nicht mehr wandeln (leben) nach der Verstocktheit (Starrsinn) ihres bösen Herzens. 18 In jenen Tagen wird das Haus Juda zum Haus Israel gehen, und sie werden zusammen (miteinander) kommen vom Land im Norden (Nordland) zum Land, das ich ihren Vätern zum Besitz (Erbe) gab.
19Aber (Und) ich dachte (sprach)〈al〉:
Wie will ich dich machen zu (herausstellen unter den) Kindern〈am〉!,
und dir kostbares (begehrenswertes) Land geben,
herrlichsten〈an〉 Erbbesitz [unter den] Völkern.
Darum meinte ich, „mein Vater“ würdet ihr mich nennen〈ao〉,
und von {hinter} mir würdet ihr euch nicht kehren〈ap〉.
Aber (fürwahr, gewiss) [wie] eine Frau treulos ist von〈aq〉 ihrem Geliebten,
so seid ihr treulos zu mir, Haus Israel. Spruch JHWHs.
Man hört Lärm (Geräusch, Stimme, Laut) auf kahlem Hügel:
Weinen, Flehen der Kinder〈ar〉 Israels.
Denn verkehrt haben sie ihren Weg,
vergessen JHWH, ihren Gott.
„Kehrt um, meine abtrünnigen Kinder〈as〉,
ich will euch von eurer Abtrünnigkeit heilen.
Da sind wir, wir kommen zu dir,
denn du bist JHWH, unser Gott.“
Fürwahr (gewiss, aber), Lüge (Trug, Täuschung) [kommt] von den Hügeln,
Getöse [von] den Bergen.
Gewiss (fürwahr, aber) bei JHWH, unserem Gott,
[ist] Rettung [für] Israel.
Aber (Und) „der Schändliche“〈at〉 fraß
den Erwerb (Gewinn) unserer Väter, von unserer Jugend [an]〈au〉,
ihr Kleinvieh〈av〉 und ihre Rinder,
ihre Söhne und ihre Töchter.
Wir legen uns hin in unserer Schande,
wir decken uns zu mit unserer Schmach,
denn an JHWH, unserem Gott, haben wir uns versündigt,
wir und unsere Väter, von unserer Jugend an
bis zu diesem Tag,
und nicht haben wir gehört auf die Stimme JHWHs, unseres Gottes.
Anmerkungen
| a | [Gott] spricht - W.: „besagend“. Rudolph meint, hier sei der erste Teil der häufigen ein Gotteswort einleitende Formel: „Und es erging das Wort JHWHs an mich, besagend:“ ausgefallen, wobei das lemor („besagend“) meist mit „folgendermaßen“ oder dem Doppelpunkt wiederzugegeben ist, weil es eine wörtliche Rede einführt (Rudolph 1968, S. 24). (Zurück zu v.1) |
| b | wenn - הן heißt im Hebr. "siehe!", im Aramäischen "wenn". Rudolph vermutet, dass die Vokabel hier wie in 2,10b in aramaisierender Weise verwendet wird (Rudolph 1968, S. 24). (Zurück zu v.1) |
| c | völlig (gewiss) - Der absolute Infinitiv nach einer Verbform desselben Stammes hebt hier die Gewissheit oder Nachdrücklichkeit eines Geschehens hervor. (Zurück zu v.1) |
| d | Inf. abs. (Zurück zu v.1) |
| e | hast du dich nicht schänden lassen (bist du nicht geschändet worden) - So das Ketib. Das Qere שכב bedeutet "sich legen, liegen". In der Vokalisation der Stelle wäre die Form Pu'al und müsste mit "beschlafen" übersetzt werden (Ges17, S. 825). Rudolph vermutet, dass das Qere "das als zu gemein empfundene שגל überall durch שכב ersetzt" habe; daher ist hier dem Ketib zu folgen (Rudolph 1968, S. 24) (Zurück zu v.2) |
| f | Unzucht - Im Hebr. Plural, einige Übersetzungen haben den Singular. (Zurück zu v.2) |
| g | Böses - Im Hebr. Plural, die LXX und VUL haben den Singular. (Zurück zu v.2) |
| h | [Daher (deshalb)] wurden versagt (entzogen) - Im Hebräischen Wayyiqtol, daher ist im Dt. am sinnvollsten mit „daher“ oder „deshalb“ anzuschließen. (Zurück zu v.3) |
| i | fiel - W.: "war", „geschah“. (Zurück zu v.3) |
| j | Spätregen fällt in Israel im März/ April. (Zurück zu v.3) |
| k | die hurt - Partizip Qal Sg. fem., relativisch aufgelöst. Man könnte auch zusammenziehen: „die Hure“. (Zurück zu v.3) |
| l | die sich weigert - Partizip Hif'il Sg. fem., relativisch aufgelöst. (Zurück zu v.3) |
| m | Rufst - Das Ketib hat die 1.Sg. = „ich rufe“; zu lesen ist mit dem Qere die 2.Sg.fem. (Zurück zu v.4) |
| n | von jetzt an - Rudolf meint, "von jetzt an" sei schwer zu erklären; er will daher גם־עתה lesen: "sogar da, selbst unter diesen Umständen" (Rudolph 1968, S. 24). Die LXX liest "Aufenthalt, Wohnung" = מְעׂנָה. (Zurück zu v.4) |
| o | mein Vater - Rudolf meint, dieses Wort sei zu streichen, da es aus V. 19 hier eingefügt wurde (Rudolph 1968, S. 24). (Zurück zu v.4) |
| p | Sieh - Rudolph 1968 will hier הֵנָּה lesen und übersetzt es mit "so", das kann ich aber mit meinen Lexika nicht nachvollziehen (es wird mit "hier, hierher" übersetzt). (Zurück zu v.5) |
| q | hast du geredet - Das Ketib hat die 1.Sg. = „ich habe geredet“; zu lesen ist mit dem Qere die 2.Sg.fem. (Zurück zu v.5) |
| r | das Böse - Im Hebr. Pl. (Zurück zu v.5) |
| s | das - W.: „die“; Israel ist im Hebr. fem. (Zurück zu v.6) |
| t | abtrünnige - im Heb. Nomen statt Adjektiv: „Israel, die Abtrünnige“; Rudolph 1968 sieht darin sogar einen Abstraktbegriff, der wie ein alternativer Eigenname für „Israel“ fungiert: „Israel, die Abrünnigkeit“. (Zurück zu v.6) |
| u | steigt - W.: „geht“, Partizip Sg. fem. Qal (Zurück zu v.6) |
| v | fremd geht (Unzucht treibt, hurt) - Rudolph bezieht das Verb זנה („huren, Unzucht treiben“) auf beide Satzteile. Man könnte wohl besser (allerdings etwas freier) "fremdgehen" übersetzen, denn es ist das Darbringen von Opfern für die kanaanäischen Götter Ba'al (auf den Bergen, den sog. "Höhen") und Astarte (unter den grünen Bäumen) gemeint. (Zurück zu v.6) |
| w | [Da] sagte (dachte) - Im Heb. Wayyiqtol; im Dt. ist daher besser mit „Da“ anzuschließen. (Zurück zu v.7) |
| x | ich - Sprecher ist JHWH. (Zurück zu v.7) |
| y | treulose - Im Hebr. ein Nomen; Rudolph übersetzt es wie V. 6 als Eigenname. (Zurück zu v.7) |
| z | [Da] sah - Im Heb. Wayyiqtol; im Dt. ist daher besser mit „Da“ anzuschließen. Das Ketib 1.Sg. („ich sah“) ist zu ersetzen durch das Qere 2.Sg. (Zurück zu v.8) |
| aa | weil das abtrünnige Israel fremging (die Ehe brach) - W.: „Da sah es, dass wegen dessen, wovon gilt: das abtrünnige Israel brach die Ehe“. (Zurück zu v.8) |
| ab | leichtfertiges - Rudolph verweist auf die Randmasorah, die קׂל vom Verb קלל („leichthin, leichtfertig“) ableitet. Das Nomen קׂל bedeutet eigentlich „Lärm, Stimme“. (Zurück zu v.9) |
| ac | Stein = die dem Ba'al geweihten "Höhen" (Zurück zu v.9) |
| ad | Holz = die der Astarte geweihten Bäume. Rudolph zieht diesen letzten Satz zu Vers 10 und übersetzt "Und auch als sie Stein und Holz verwarf" und liest dafür statt ותנאף, ehebrechen ותנאץ, verschmähen, verwerfen. Er begründet seine Entscheidung: „1. kommt das [= der Satz] hinter dem vorhergehenden Satz, der die Folge schildert, zu spät, und 2. setzt 10 ein bestimmtes Handeln Judas voraus, das als Umkehr gedeutet werden könnte.“ (Rudolph 1968, S. 26) (Zurück zu v.9) |
| ae | Trotzdem - W.: „auch wegen all diesem“. (Zurück zu v.10) |
| af | Schuld (Sünde, Vergehen) - Der Begriff „Sünde“ ist problematisch, weil er für heutige Menschen übersetzungsbedürftig ist. Hier soll „Schuld“ als Begriff für Vergehen gegen JHWH verstanden und verwendet werden. (Zurück zu v.13) |
| ag | habt ihr - Wechsel der Person von 2.Sg. auf 2.Pl., weshalb Rudolph vorschlägt, mit der LXX die 2.Sg. = „שֶׁמֵעֵתְּ“ („du hörst“) zu lesen. (Zurück zu v.13) |
| ah | Kinder - W. „Söhne“. (Zurück zu v.14) |
| ai | habe euch in Besitz genommen (bin euer Herr) - Das Verb בעל hat die selben Konsonanten wie das Nomen, das „Herr, Besitzer“ bedeutet und wiederum ebenso geschrieben wird wie der kanaanäische Gott Ba'al. Es liegt hier also ein Wortspiel vor, das allerdings im Deutschen nicht wiederzugeben ist. (Zurück zu v.14) |
| aj | Lade des Bundes JHWHs - Nicht die Bundeslade, sondern die Lade des JHWH-Bundes! (Zurück zu v.16) |
| ak | aufs Herz (in den Sinn) - Im alten Israel wurde das „Herz“ oft nicht als Sitz der Emotionen, sondern als Sitz der Gedanken angesehen; daher besser: „in den Sinn“. (Zurück zu v.16) |
| al | Ab hier spricht wieder JHWH. (Zurück zu v.19) |
| am | Kindern - W.: Söhnen (Zurück zu v.19) |
| an | herrlichsten - W.: "Herrlichkeit der Herrlichkeiten", eine der hebr. Möglichkeiten, den Superlativ auszudrücken (Rudolph 1968, S. 28). (Zurück zu v.19) |
| ao | ihr mich nennen - Das Qere will 2.fem.Sg. lesen; richtig ist das Ketib 2.Pl. (Rudolph 1968, S. 28). (Zurück zu v.19) |
| ap | ihr euch nicht kehren - Das Qere will 2.fem.Sg. lesen; richtig ist das Ketib 2.Pl. (Zurück zu v.19) |
| aq | Aber [wie] eine Frau treulos ist von - Schwer zu verstehen; W.:„ Wenn es eine verheiratete Frau ist, betrügt sie ihren Mann mit ihrem Geliebten (רֵעַ)“, man müsste übersetzen: „wegen ihres Geliebten“. Aber die Präposition מִן bedeutet „von - weg“, also ist sie ihrem Geliebten gegenüber untreu? Deutlich ist, dass es - wie in den oben gebrauchten Bildern - um die Untreue einer Frau ihrem Mann gegenüber - ob Geliebter oder Ehemann - geht. (Zurück zu v.20) |
| ar | Kinder - W.: Söhne (Zurück zu v.21) |
| as | wörtl.: Söhne (Zurück zu v.22) |
| at | der Schändliche - Heb. בֹשֶׁת, Schimpfname Ba'als; ähnlich in „Isch-Boschät“, dem Namen von Sauls Sohn in 2 Sam 2,4. (Zurück zu v.24) |
| au | von ... [an] - מִן hier zeitlich aufgefasst. (Zurück zu v.24) |
| av | Kleinvieh - W.: „Schafe und Ziegen“ (Zurück zu v.24) |