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_Zieher meines Lossteins (Erhalter meines Loses).<ref>''Teil, Zuteilung, Becher, Losstein'' - Vier Begriffe, von denen jeder für sich schon für das ''Schicksal'' eines Menschen stehen kann (zur Becher-metapher s. noch [[Psalm 11#s6 |Ps 11,6]]; [[Ezechiel 23#s31 |Ez 23,31-33]]; [[Habakuk 2#s16 |Hab 2,16]]; [[Markus 10#s38 |Mk 10,38]]; [[Markus 14#s36 |14,36]]; wohl auch [[Psalm 23#s5 |Ps 23,5]].). Die sehr redundante Fügung „Teil meines Anteils“ findet sich denn auch sonst nicht mehr in der Bibel. Der heb. Text ist sogar noch redundanter als der dt., weil hier einige dt. Worte nur als Suffixe realisiert sind. In Zeile 1 stehen neben „JHWH“ nur drei „schicksalhafte“ Worte: „JHWH ''Teil'' meines-''Anteils'' meines-''Bechers''“; ähnlich Zeile 2: „Zieher meines-''Lossteins''“. Drei dieser Begriffe („Teil“, „Anteil“ und „Losstein“) stehen häufig außerdem speziell für das Land, dass nach atl. Vorstellung durch das Schicksal jmds Eigen geworden ist (vgl. [[Josua 13 |Jos 13]] und [[Josua 14#s2 |Jos 14,2]]!; z.B. auch [[Richter 18#s1 |Ri 18,1]]). Dies schwingt auch hier mindestens mit, wie V. 6 deutlich macht (vgl. auch die deutliche Parallele in [[Deuteronomium 32#s9 |Dtn 32,9]]), könnte aber auch rein metaphorisch sein, wie es z.B. NGÜ versteht: „Was du mir für mein Leben geschenkt hast, ist wie ein fruchtbares Stück Land, das mich glücklich macht.“<br />''Zieher meines Lossteins'' ist w. „Halter meines Lossteins“; „der, der meinen Losstein hält“ (mit fast allen Exegeten vokalisiert als ''tomech'' statt ''tomich''). Der Losstein hat seinen Platz in der Mantik, also der Disziplin, mit diversen Hilfsmitteln das Schicksal eines Menschen oder den Willen von Göttern zu erfragen – hier also mithilfe von Steinchen. Dass JHWH das Los des Beters „hält“, meint also wohl, dass er es wirft (R-S: „Du wirfst mein Los“) – und dabei sozusagen mogelt, weil durch das Losewerfen ja ohnehin der Wille Gottes herauskommen wird –, dass er also das Geschick des Beters ''lenkt'' (ZÜR31: „Du lenkst mein Geschick“) und zugleich „erhält“, was ihm durch dieses Los beschieden wird (Houston/Waltke 2010, S. 331). Schön FENZ: „Du hältst mein Los und wirfst es recht.“</ref> | _Zieher meines Lossteins (Erhalter meines Loses).<ref>''Teil, Zuteilung, Becher, Losstein'' - Vier Begriffe, von denen jeder für sich schon für das ''Schicksal'' eines Menschen stehen kann (zur Becher-metapher s. noch [[Psalm 11#s6 |Ps 11,6]]; [[Ezechiel 23#s31 |Ez 23,31-33]]; [[Habakuk 2#s16 |Hab 2,16]]; [[Markus 10#s38 |Mk 10,38]]; [[Markus 14#s36 |14,36]]; wohl auch [[Psalm 23#s5 |Ps 23,5]].). Die sehr redundante Fügung „Teil meines Anteils“ findet sich denn auch sonst nicht mehr in der Bibel. Der heb. Text ist sogar noch redundanter als der dt., weil hier einige dt. Worte nur als Suffixe realisiert sind. In Zeile 1 stehen neben „JHWH“ nur drei „schicksalhafte“ Worte: „JHWH ''Teil'' meines-''Anteils'' meines-''Bechers''“; ähnlich Zeile 2: „Zieher meines-''Lossteins''“. Drei dieser Begriffe („Teil“, „Anteil“ und „Losstein“) stehen häufig außerdem speziell für das Land, dass nach atl. Vorstellung durch das Schicksal jmds Eigen geworden ist (vgl. [[Josua 13 |Jos 13]] und [[Josua 14#s2 |Jos 14,2]]!; z.B. auch [[Richter 18#s1 |Ri 18,1]]). Dies schwingt auch hier mindestens mit, wie V. 6 deutlich macht (vgl. auch die deutliche Parallele in [[Deuteronomium 32#s9 |Dtn 32,9]]), könnte aber auch rein metaphorisch sein, wie es z.B. NGÜ versteht: „Was du mir für mein Leben geschenkt hast, ist wie ein fruchtbares Stück Land, das mich glücklich macht.“<br />''Zieher meines Lossteins'' ist w. „Halter meines Lossteins“; „der, der meinen Losstein hält“ (mit fast allen Exegeten vokalisiert als ''tomech'' statt ''tomich''). Der Losstein hat seinen Platz in der Mantik, also der Disziplin, mit diversen Hilfsmitteln das Schicksal eines Menschen oder den Willen von Göttern zu erfragen – hier also mithilfe von Steinchen. Dass JHWH das Los des Beters „hält“, meint also wohl, dass er es wirft (R-S: „Du wirfst mein Los“) – und dabei sozusagen mogelt, weil durch das Losewerfen ja ohnehin der Wille Gottes herauskommen wird –, dass er also das Geschick des Beters ''lenkt'' (ZÜR31: „Du lenkst mein Geschick“) und zugleich „erhält“, was ihm durch dieses Los beschieden wird (Houston/Waltke 2010, S. 331). Schön FENZ: „Du hältst mein Los und wirfst es recht.“</ref> | ||
{{S|6}} Schnüre fielen mir auf Liebliches (liebliches [Land]),<ref>''Schnüre fielen mir auf Liebliches'' - Auch 16a spricht noch von der Zulosung von Land (s. die vorige FN). Die „Schnüre“ sind die „Messschnüre“; bezeichnet werden also die Grenzen seines ererbten Landes (vgl. [[Amos 7#s17 |Am 7,17]]): Ihm wurde in der Tat liebliches [Land] beschieden (s. ähnlich noch [[Psalm 78#s55 |Ps 78,55]]; [[Micha 2#s5 |Mi 2,5]]).</ref> | {{S|6}} Schnüre fielen mir auf Liebliches (liebliches [Land]),<ref>''Schnüre fielen mir auf Liebliches'' - Auch 16a spricht noch von der Zulosung von Land (s. die vorige FN). Die „Schnüre“ sind die „Messschnüre“; bezeichnet werden also die Grenzen seines ererbten Landes (vgl. [[Amos 7#s17 |Am 7,17]]): Ihm wurde in der Tat liebliches [Land] beschieden (s. ähnlich noch [[Psalm 78#s55 |Ps 78,55]]; [[Micha 2#s5 |Mi 2,5]]).</ref> | ||
_ja, mein Erbbesitz (der Erbbesitz)<ref>'''tFN''': Heb. ''nachlat'', also auf den ersten Blick „der Erbbesitz“. LXX, Syr, VUL aber übersetzen „''mein'' Erbbesitz“. Wie in V. 2 [https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Kommentar:Psalm_16 Kommentar / Textkritik Vv. 2-4] also wohl defektive Schreibung von ''nachlati'' („''mein'' Erbbesitz“).</ref> dünkt mich schön!<reF>''dünkt mich schön'' - W. „ist schön auf mir“; die Präp. ''auf'' wird hier wie oft verwendet, um anzuzeigen, dass etwas von jmdm ''empfunden'' wird.</ref> {{par|Jeremia|3|19}}</poem> | _ja, mein Erbbesitz (der Erbbesitz)<ref>'''tFN''': Heb. ''nachlat'', also auf den ersten Blick „der Erbbesitz“. LXX, Syr, VUL aber übersetzen „''mein'' Erbbesitz“. Wie in V. 2 (s. [https://offene-bibel.de/mediawiki/index.php?title=Kommentar:Psalm_16 Kommentar / Textkritik Vv. 2-4]) also wohl defektive Schreibung von ''nachlati'' („''mein'' Erbbesitz“).</ref> dünkt mich schön!<reF>''dünkt mich schön'' - W. „ist schön auf mir“; die Präp. ''auf'' wird hier wie oft verwendet, um anzuzeigen, dass etwas von jmdm ''empfunden'' wird.</ref> {{par|Jeremia|3|19}}</poem> | ||
Version vom 1. Juli 2018, 21:37 Uhr
Syntax ungeprüft


Lesefassung (Psalm 16)
(kommt später)Studienfassung (Psalm 16)
1 miktam〈a〉 von (für, über, nach Art von ) David.
Schütze mich, Gott,
denn ich berge mich bei dir (vertraue dir)!
2 Ich sage (du sagst)〈b〉 zu (über, was ... angeht) JHWH: „Mein ({Mein}) Herr [bist] du!
Mein Wohlergehen (Glück) [ist] nicht außer durch dich (nicht über dir?)!“,〈b〉
3 Zu den (über die, was ... angeht) Heiligen,〈c〉 die im Land (auf der Erde) [sind]: „Diese,〈d〉 die (meine) Herrlichen:〈c〉
Mein ganzes Wohlgefallen [richtet sich] auf sie!“〈e〉
4 Es sollen (werden) sich vermehren die Schmerzen〈f〉 (Götzenbilder) derer (es vermehren sich ihre Schmerzen die), die einem anderen (die anderen) nacheilen (?, umwerben?),〈g〉
Nicht werde ich libieren ihre Blutlibationen (ihre Libationen mit [meiner] Hand),〈h〉
Nicht werde ich heben ihre Namen auf meine Lippen!〈i〉
5 JHWH [ist] das Teil meiner Zuteilung und meines Bechers,
Zieher meines Lossteins (Erhalter meines Loses).〈j〉
6 Schnüre fielen mir auf Liebliches (liebliches [Land]),〈k〉
ja, mein Erbbesitz (der Erbbesitz)〈l〉 dünkt mich schön!〈m〉 ℘
7 Ich will preisen JHWH, der mich berät,
ja, [selbst] in den Nächten belehren (züchtigen) mich meine Nieren.〈n〉
8 Ich setze mir JHWH vor mich beständig;〈o〉
Denn [ist er] zu meiner Rechten, werde ich (ja, [ich setze ihn] zu meiner Rechten, ich werde; weil er zu meiner Rechten ist. Ich werde) nicht wanken.〈p〉
9 Darum freut sich mein Herz und jubelt meine Leber (Herrlichkeit),〈q〉
Ja, [selbst] mein Fleisch wird wohnen (ruhen) in Sicherheit.〈r〉
10 Denn du wirst meine Seele (mich) nicht dem Scheol〈s〉 überlassen (im Scheol lassen),
Du wirst nicht erlauben, dass〈t〉 dein Frommer (deine Frommen)〈u〉 die Grube (die Verwesung)〈v〉 sieht.
11 Du wirst (sollst) mir kundtun (mich erkennen lassen) den Weg des Lebens (zum Leben):〈w〉
[Die] Fülle (Sättigung) der Freuden ([ist]) bei deinem Angesicht,
[Die] Lieblichkeiten (Freuden, Annehmlichkeiten) ([sind]) in deiner Rechten allezeit!〈x〉
Anmerkungen
Psalm 16 ist ein Bittpsalm eines einzelnen Beters. Doch ist er von einer solchen Erhörungsgewissheit durchdrungen, dass die eigentliche Bitte in V. 1 ganz an den Rand gedrängt wird, stattdessen ist der ganze Psalm vollständig bestimmt von einer Grundstimmung der Hoffnung und des Vertrauens, so dass man ihn gut auch als einen „Vertrauenspsalm“ bezeichnen kann. Die einzelnen Abschnitte sind gut erkennbar:
V. 1a ist die Überschrift. Diese Überschriften wurden nachträglich von Redaktoren hinzugefügt; über ihren Sinn weiß man immer noch nichts Genaueres und auch die Bedeutung der einzelnen Vokabeln ist hier wie meist unklar. Doch da es sich um nachträgliche Hinzufügungen handelt, wirkt sich das glücklicherweise nicht allzu nachteilig auf das Verständnis des Psalms im Ganzen aus.
In V. 1bc folgt die Bitte, an die sich in Vv. 2-4 direkt ein Bekenntnis anschließt, das Gott wohl auch zum Handeln bewegen soll: Der Beter ist ein Gottgläubiger (V. 2) und führt sein Wohlergehen ganz auf diesen zurück, und er hält sich ganz an die Anhänger dieses Gottes (V. 3). Nicht dagegen hält er sich an die Anhänger anderer Götter (V. 4a) und an diese Götter selbst erst recht nicht (V. 4bc).
Aus diesem Grund kann er in den Vv. 5-11 sprechen von den vergangenen, aktuellen und zukünftigen Segnungen durch diesen guten Gott: In Vv. 5-6 nämlich von den Wohltaten, die er ihm schon erwiesen hat, in Vv. 7-8 von seinem aktuellen segensreichen Verhältnis zu Gott und in Vv. 9-11 von den Segnungen, die er von ihm noch erwarten darf.
Vv. 5f. werden dabei ganz durchwaltet von der Metapher der Landverlosung. Im Hintergrund steht die in Jos 13 berichtete Verlosung des Landes an die Israeliten, wo es das Schicksal war, das jedem Menschen den (dann je weiterzuvererbenden) Landbesitz zukommen ließ. Ebenso, sagt der Dichter, ist sein Schicksal – Gott.〈y〉
Vv. 7f. thematisieren sein Verhältnis zu JHWH. Er will JHWH preisen, denn: Tag und nacht spricht Gott zu seinem Verstand und seinem Herzen (V. 7), und entsprechend hält auch sich unaufhörlich Gott bewusst (V. 8a). Die Folge dieses unaufhörlichen Miteinanders ist klar: Nie wird ihm Schlimmes widerfahren (V. 8b).
Diese beiden Verse werden in Vv. 9-11 gespiegelt und in die Zukunft fortgeführt: Er kann sich freuen, denn: Nie wird ihm Schlimmes widerfahren (V. 9b-10) und er wird stets auf dem rechten – nämlich dem von Gott gelehrten – Pfad wandeln (V. 11).
Psalm 16,8-11 wird in Apg 2,26-36 und 13,32-39 als Prophetie über das Schicksal Jesu ausgelegt und im Erlass De falsa duorum textum biblicorum interpretatione („Über die falsche Interpretation von Bibeltexten“) von 1933 hat die päpstliche Bibelkommission „bestimmt“, dass dies in der Tat die richtige Bedeutung dieser Verse sei. Vv. 9-10 sprechen nach dieser Auslegung tatsächlich davon, dass Jesus nicht im Reich der Toten bleiben, sondern auferstehen wird. Das ist nicht die nächstliegende Bedeutung dieser Verse – der Glaube an die Auferstehung hatte sich zur Abfassungszeit des Psalms vermutlich noch gar nicht entwickelt –, an sich ist es aber nicht unmöglich, die Verse auch in diese Richtung auszulegen. Mindestens lässt sich gut mit Weiser 1973, S. 119f. sagen: „[Apg 2,26-36 und Apg 13,32-39 stehen auf demselben] Boden, der durch den ganzen Psalm hindurch als die Grundlage des starken Glaubensoptimismus beim Dichter sichtbar geworden ist: Die Lebensgemeinschaft mit Gott. Wo dieses Leben mit Gott den ganzen Menschen erfasst, verliert der Tod praktisch jenes furchtbare Gewicht, das er für den Menschen [...] besitzt. Dies ist der Weg der Überwindung des Todes, den der Psalm beschreitet: Für die Lebensmacht Gottes, an der der Dichter teilhaben darf, ist Tod und Unterwelt kein unüberschreitbares Hindernis mehr, woran jene Lebensgemeinschaft zerbrechen müsste. [...] Gewiß ist V. 10 [ursprünglich] nicht als weisagende Ankündigung der Auferstehung Jesu gemeint, aber der neutestamentliche Auferstehungsglaube und das, was den Psalmisten hier bewegt, stehen auf dem gleichen Grunde, nämlich auf dem unerschütterlichen Glauben an die Lebensmacht Gottes, die in der Auferstehung des Christus den Tod endgültig überwunden hat.“
| a | miktam - Unbekanntes Wort, das vermutlich als Überschrift die Gattung von Ps 16 und Ps 56-60 angeben soll; daher meist mit dem Platzhalterbegriff „Lied“ übersetzt oder einfach transkribiert; für die LF ist wohl ersteres zu empfehlen. Im Talmudhebräischen bedeutet das Wort „Dokument“, im Neuhebräischen „Epigramm“; LXX hält es für ein ebensolches, in Stein Gehauenes, und übersetzt mit steleographia („Inschrift“, so auch BB und viele Kommentare). In allen drei Fällen wird das Wort aber wohl eher mit miktab („Geschriebenes“) verbunden, das sich als Psalmüberschrift in Jes 38,9 findet (Pietersma 2010, S. 524f.), was man schön an Tg sieht: Dieser hält das Wort wohl für eine Mischbildung aus miktab und tam („aufrecht“) und übersetzt „aufrechte Inschrift“. Ähnlich verfahren auch Aq, Sym, VUL, Raschi und andernorts Tg, zerlegen das Wort in die Bestandteile mk und tm und übersetzen „vom demütigen und aufrechten David“. Dass das Wort unbekannt war, sieht man noch besser an Quinta und Sexta, die bloß transkribieren: machtham. Luther leitet das Wort ab von ketem („Gold“), daher die Üs. „gülden Kleinod“ in den Lutherbibeln. Das „Sühngedicht“ von B-R und Stier2 kommt von einer Ableitung von katam („bedecken“), das auch für das „Sühnen“ von Sünden stehen kann (so z.B. auch Sawyer 2011b, S. 294). (Zurück zu v.1) |
| b | Textkritik: Vv. 2-4 gehören zu den umstrittensten Versen im Psalmenbuch überhaupt. Teilweise liegt das daran, dass sich hier eine Reihe textkritischer Probleme finden; zu diesen s. den Kommentar / Textkritik Vv. 2-4. Zu Vv. 2-4: Weiterhin sehr erschwert wird das Verständnis dieser Verse durch viele (oben im Text angezeigte oder in den folgenden FNn angegebene) Ambiguitäten, die zusammengenommen dazu führen, dass der Text auf ganz verschiedene Weisen verstanden werden könnte. Hinzu kommt v.a. noch die Problematik, dass das Hebräische keine Anführungs- und Schlusszeichen kennt und daher auch V. 3 oder sogar noch V. 4 als wörtl. Rede vom „ich sage/du sagst“ in V. 2 abhängen könnten; außerdem die Tatsache, dass V. 3b auch als unmarkierter Relativsatz verstanden werden kann. Neben der obigen (z.B. auch von ALB und MEN) gewählten Auflösung hier nur noch die drei häufigsten Alternativauflösungen, die grammatisch auch möglich sind:
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| c | Heilige + die Herrlichen - Gemeint sind wohl die JHWH-Gläubigen, vgl. Ex 19,6; Dtn 33,3; Dan 7,21.25; Ps 34,10. Dass sie „im Land“ sind, ist nicht irrelevant: Im AT sind klar die Israeliten JHWHs auserwähltes Volk; auf denselben Gedanken wird auch mehrfach in Vv. 5f. angespielt. Dem Psalmisten geht es gut, weil JHWH ihm wohl tut, und er tut dies u.a. auch, weil er ganz Israelit ist, sich in aller Entschiedenheit an die „Heiligen im Land“ hält, Gottes auserwähltes Volk. Diese sind „herrlich“; ein Begriff, mit dem man im Heb. bes. würdige und mächtige Menschen bezeichnet (s. Ri 5,13: Die „Edlen des Volkes“ |