Syntax ungeprüft


Anmerkungen
Studienfassung (Amos 6)
1 Wehe den Sorglosen in Zion
Und den Sicheren auf dem Berg von Samaria,
Den Vornehmen des Erstlings der Völker,
Zu denen das Haus Israel kommt.
2 Geht hinüber nach Kalne und seht,
Und geht von dort in die große [Stadt] Hamath,
Und steigt hinab nach Gat,〈a〉 [die Stadt] der Philister!
Sind sie besser als diese Königreiche,
Oder ist ihr Gebiet größer als euer Gebiet?
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12 Rennen Pferde denn auf Felsen, oder pflügt man mit Rindern? Ihr aber verwandelt das Recht in Gift und die Furcht der Gerechtigkeit in Wermut.
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Anmerkungen
| a | Die Grenzverläufe von Palistin und seiner späteren drei Teil-Staaten Patina / Unqi mit der mutmaßlichen Hauptstadt Kalne, Arpad / Bit-Agusi mit der Hauptstadt Arpad und dem Doppelkönigreiche Hamath-Luhuti mit der Hauptstadt Hamath ist ganz unsicher und dienen hier wieder nur der groben Veranschaulichung. Was aber sicher ist, ist dies: Patina mit der Hauptstadt Kalne wurde 738 v. Chr. von den Assyrern erobert, ebenso Luhuti mit der Hauptstadt Hazrak als das Nordreich Hamaths. Die Stadt Hamath im Süden dieses Doppel-Königreichs fiel jedoch erst zeitgleich mit Samaria um 720 v. Chr. und Gat gar erst um 711 v. Chr. und damit 9 Jahre nach Samaria. Schwerlich kann Amos also auch die Bürger Samarias aus V. 1 mit Hinweis auf diese Schicksale von Hamath und Gat gewarnt haben. Viele Amos-Kommentatoren behelfen sich mit redaktionskritischen Annahmen: Entweder V. 2 oder Vv. 1-2 oder das ganze Kapitel Am 6,1-14 sei später als der Rest des Amosbuches entstanden und eigentlich an die Judäer gerichtet. Aber auch das hilft ja nicht weiter; auch dann würden hier anachronistisch zumindest auch Bürger Samarias durch Hinweis auf das Geschick von Hamath und Gat gewarnt. Es scheint also, als sei hier etwas im Blick, was sich mindestens vor 738 v. Chr. zugetragen hat; wahrscheinlich sogar frühestens Ende des 9. Jhd.s, da Gat im 8. Jhd. unter judäische Herrschaft kam. Was genau, lässt sich heute nicht mehr erkennen. Vielleicht werden künftige Ausgrabungen weitere Erkenntnisse zutage fördern. (Zurück zu v.2) |
