Exodus 3: Unterschied zwischen den Versionen

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SF: Ergänzung der Vv. 7-15
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5 {und} Er sagte: Komm nicht näher heran (hierher)! Zieh deine Sandalen (Schuhe) von deinen Füßen, denn die Stelle, auf der du stehst, ist heiliger Boden (Erde)<ref>Wörtlich „Erdboden-Heiliges/Heiligtum“.</ref>!  
5 {und} Er sagte: Komm nicht näher heran (hierher)! Zieh deine Sandalen (Schuhe) von deinen Füßen, denn die Stelle, auf der du stehst, ist heiliger Boden (Erde)<ref>Wörtlich „Erdboden-Heiliges/Heiligtum“.</ref>!  
6 Weiter (und) sagte er: Ich [bin] der Gott deines Vaters, der Gott Abrahams, der Gott Isaaks und der Gott Jakobs. Da bedeckte (verbarg) Mose sein Gesicht, weil er sich [davor] fürchtete, Gott anzuschauen.
6 Weiter (und) sagte er: Ich [bin] der Gott deines Vaters, der Gott Abrahams, der Gott Isaaks und der Gott Jakobs. Da bedeckte (verbarg) Mose sein Gesicht, weil er sich [davor] fürchtete, Gott anzuschauen.
7 Da sprach JHWH: Ich habe<ref>Figura etymologica</ref> das Elend meines Volkes in Ägypten gesehen und ihre Wehklagen über ihre Bedrücker habe ich gehört. Ja gewiss, ich kenne seine Schmerzen.
7 Da (und) sagte JHWH: [Sei versichert],<ref>„Sei versichert“ wurde sinngemäß ergänzt, um eine nicht übersetzbare hebräische Konstruktion wiederzugeben. Diese betont das Verb dadurch, dass davor ein Infinitivus absolutus desselben Verbs steht. Möglich wäre auch eine deutsche Wiedergabe mit „genau gesehen“ oder einer intensivierten Form wie „genau beobachtet“. </ref> ich habe das Elend meines Volkes, das in Ägypten [ist], gesehen und sein<ref>Hier heißt es im Hebräischen „ihrer“ mit Bezug auf die Menschen, die das Volk bilden (Constructio ad sensum). Im Deutschen muss entsprechend aber „seiner“ verwendet werden. </ref> Schreien wegen (gegen) seiner Unterdrücker gehört. Ja (denn), ich kenne<ref>Perfekt, das mit einem „Verb der Beziehung“ („wissen“) präsentisch gebraucht wird. </ref> seine Schmerzen.
8 Und ich bin herabgestiegen, um sie aus der Hand der Ägypter zu erretten und sie herauszuführen aus diesem Land, in ein schönes und weites Land, in ein Land, in dem Milch und Honig fließen. In das Land der Kanaaniter und der Hetiter und der Amoriter und der Perissiter und der Chiwwiter und der Jebusiter.
8 Und ich bin herabgekommen, um es aus der Gewalt (Hand) Ägyptens (der Ägypter) zu erretten und es hinaufzuführen aus jenem Land in ein schönes (gutes) und weites Land, in ein Land, [das von]<ref>Oder, etwas freier: „in dem Milch und Honig fließen.“</ref> Milch und Honig fließt<ref>„fließen“ ist ein Partizip, das das Land beschreibt, ohne grammatisch anders als durch die nachgeordnete Stellung damit verbunden zu sein. Dass sein Subjekt nicht die beiden Attribute, sondern das Land ist, lässt sich an seinem Geschlecht festmachen. Gesenius nennt die beiden Attribute „Milch“ und „Honig“ epexegetische Genitive, weil sie die Qualität des Landes erklären (vgl. NET Ex 3,8 Fußnote 30). Das „Land, in dem Milch und Honig fließen“ ist im Deutschen eine geflügelte Wendung geworden. Es handelt sich um eine Übertreibung, die die große Fruchtbarkeit des Landes beschreiben soll. Obgleich Palästina weit weniger fruchtbar ist als etwa Mitteleuropa, war es für die Israeliten im Vergleich zu Ägypten und der sinaitischen Wüste ein sehr ersehnlicher Ort.</ref>, in das Gebiet (Land; Ort) der Kanaaniter, {und} Hetiter, {und} Amoriter, {und} Perisiter, {und} Hiwiter und Jebusiter.  
9 Nun aber siehe. Das Geschrei der Israeliten dringt zu mir. Und auch die Bedrückung ihrer ägyptischen Bedränger habe ich gesehen.
9 Doch (und; weil) jetzt {siehe}<ref>Die nur sinngemäß übersetzbare Partikel „siehe“ wirkt als Verstärkung der gemachten Aussage. Hier wurde sie in den Kontext eingearbeitet, indem der Kontrast am Satzanfang besonders stark ausgedrückt wurde. </ref> ist das Schreien der Kinder (Söhne) Israels zu mir gekommen, und ich habe auch die Unterdrückung gesehen, [mit] der Ägypten sie unterdrückt<ref>Constructio ad sensum: Das hier verwendete Partizip steht im Plural, weil es sich auf Ägypten als Metapher für die Ägypter bezieht. </ref>.<ref>Das hier verwendete Stilmittel ist typisch Hebräisch: mit Unterdrückung wird unterdrückt. Freier: „auf welche Weise Ägypten/die Ägypter...“, „wie grausam (GNB)/schwer (LBBH) Ägypten/die Ägypter“</ref>
10 Und nun geh! Ich schicke dich zum Pharao und führe mein Volk, die Israeliten, herauf aus Ägypten!
10 Deshalb (und; also) geh<ref>Emphatischer Imperativ (LBBH).</ref> nun! Ich will dich zum Pharao senden, so dass du mein Volk, die Kinder (Söhne) Israels, aus Ägypten herausführen wirst<ref>Oder: „und führe hinaus“ (Ipv.). Bei der Konstellation Ipv. + Waw + Ipv. gibt der letzte Ipv. in der Regel Ziel oder Zweck an. </ref>.
11 Und Mose sprach zu Gott: Wer [bin] ich, dass ich zum Pharao gehe und dass ich herausführe die Söhne Israels (Israeliten) aus Ägypten?
11 Da (und) sagte Mose zu Gott: Wer [bin] ich, dass ich zum Pharao gehen und die Kinder (Söhne) Israels (Israeliten) aus Ägypten herausführen könnte<ref>Beide Ipf.</ref>?
12 Und er sprach:<ref>An dieser Stelle steht der Partikel כּֽי, der in diesem Fall als Einleitung zur wörtlichen Rede dient und somit unübersetzt bleibt.</ref> ich bin mit dir; und dies [sei] dir das Zeichen, dass ich ich dich gesandt (geschickt) habe: Wenn du das Volk herausgeführt hast aus Ägypten, werdet ihr Gott dienen auf diesem Berg.
12 Da (und) sagte [Gott]: {denn}<ref>An dieser Stelle steht der Partikel כּֽי, der in diesem Fall als Einleitung zur wörtlichen Rede dient und somit unübersetzt bleibt.</ref> Ich werde bei dir sein (bin bei dir)<ref>Sowohl eine gegenwärtige als auch eine zukünftige Deutung sind möglich, weil das Verb statisch ist. </ref>. Und dies [soll] dein<ref>Wörtlich „ für dich das“.</ref> Zeichen [sein], dass ich ich dich gesandt habe: Wenn du das Volk aus Ägypten herausgeführt hast<ref>Inf. cs. mit {{Hebr}}בְּ{{Hebr ende}}.</ref>, werdet ihr Gott auf diesem Berg dienen.
13 Und Mose sprach zu Gott: Siehe, komme ich zu den Söhnen Israels (Israeliten) und sage zu ihnen: der Gott eurer Väter hat mich gesandt zu euch, {und} sie sagen zu mir: Wie [ist] sein Name?, was sage (antworte) ich ihnen?
13 Da (und) sagte Mose zu Gott: Wenn<ref>Wörtlich: „Siehe, ich komme... und...“</ref> ich zu den Kindern (Söhnen) Israels (Israeliten) komme und zu ihnen sage<ref>Ipf.</ref>: Der Gott eurer Vorfahren (Väter) hat mich zu euch geschickt. Dann (und) werden sie zu mir sagen: Was [ist] sein Name? Was sage (antworte) ich [dann] zu ihnen?
14 Und Gott sprach zu Mose: Ich bin, der ich bin.<ref>Die Praeformativkonjugation ("Imperfekt") kann auch futurisch übersetzt werden: "Ich werde sein, der ich sein werde." Außerdem hat die PK auch modalen Charakter, sodass ohne weiteres eine  Verbalgruppe mit einem Modalverb gebildet werden kann: z.B. Ich kann sein, der ich sein kann. Ohne einen temporal-deiktischen Aspekt ist darüber hinaus auch eine Zeitstufe der Vergangenheit möglich: Bsp. Ich war, der ich war; Ich war, der ich bin; etc.</ref> Und er sprach: So sollst du zu den Söhnen Israels (Israeliten) sprechen: "Ich bin" hat mich zu euch gesandt.
14 Da (und) sagte Gott zu Mose: Ich bin, der ich bin.<ref>Die Praeformativkonjugation ("Imperfekt") kann auch futurisch übersetzt werden: "Ich werde sein, der ich sein werde." Außerdem hat die PK auch modalen Charakter, sodass ohne weiteres eine  Verbalgruppe mit einem Modalverb gebildet werden kann: z.B. "Ich kann sein, der ich sein kann." Ohne einen temporal-deiktischen Aspekt ist darüber hinaus auch eine Zeitstufe der Vergangenheit möglich: Bsp. "Ich war, der ich war"; "Ich war, der ich bin"; etc.</ref> {Und} Er sagte: So sollst (wirst) du zu den Kindern (Söhnen) Israels (Israeliten) sprechen: "Ich bin" hat mich zu euch gesandt.
15 Und Gott sprach weiter zu Mose: So sollst du zu den Söhnen Israels (Israeliten) sprechen: JHWH, der Gott eurer Väter, der Gott Abrahams, der Gott Isaaks und der Gott Jakobs, hat mich zu euch gesandt - dies [ist] mein Name für immer (auf ewig) und dies [ist] mein Name<ref>Im Hebräischen steht hier nicht Name (שּׁמ), sondern sechär, was als Name gedeutet werden kann. Es kann auch mit "Gedenken" oder "Erinnerung" übersetzt werden.</ref> von Generation (Geschlecht) zu Generation.
15 Und Gott sagte weiter (wieder) zu Mose: So sollst (wirst) du zu den Kindern (Söhnen) Israels (Israeliten) sprechen: JHWH, der Gott eurer Vorfahren (Väter), der Gott Abrahams, der Gott Isaaks und der Gott Jakobs, hat mich zu euch gesandt. Dies [ist] mein Name für immer (auf ewig), {und} dies [ist] mein Name<ref>Im Hebräischen steht hier nicht Name ({{Hebr}}שֵּׁמ{{Hebr ende}}), sondern {{Hebr}}זֵכֶר{{Hebr ende}} (sechär), was als "Name" gedeutet werden kann. Es kann auch mit "Gedenken" oder "Erinnerung" übersetzt werden.</ref> von Generation (Geschlecht) zu Generation.
16 Geh! Und du wirst versammeln<ref>Hier steht eine AKwaw-From in der direkten Rede macht sie aussagen über die sichere Zukunft. Nach einem Imperativ ist sie als bindender Direktiv zu verstehen.</ref> die Ältesten Israels. Und du wirst zu ihnen sagen<ref>ebd.</ref>: JHWH der Gott eurer Väter ist mir erschienen/ zeigte sich mir <ref>nifal von ראה /passiv zu sehen übersetzen)</ref> der Gott Abrahams, Isaaks und Jacobs <ref>die LXX bezeugt der Gott Abrahams, der Gott Isaaks und der Gott Abrahams</ref> und hat gesagt: Ich habe nach euch Ausschau gehalten  <ref>figura etymologica</ref> und dem was euch angetan wurde in Ägypten.
16 Geh! Und du wirst versammeln<ref>Hier steht eine AKwaw-From in der direkten Rede macht sie aussagen über die sichere Zukunft. Nach einem Imperativ ist sie als bindender Direktiv zu verstehen.</ref> die Ältesten Israels. Und du wirst zu ihnen sagen<ref>ebd.</ref>: JHWH der Gott eurer Väter ist mir erschienen/ zeigte sich mir <ref>nifal von ראה /passiv zu sehen übersetzen)</ref> der Gott Abrahams, Isaaks und Jacobs <ref>die LXX bezeugt der Gott Abrahams, der Gott Isaaks und der Gott Abrahams</ref> und hat gesagt: Ich habe nach euch Ausschau gehalten  <ref>figura etymologica</ref> und dem was euch angetan wurde in Ägypten.
17 Da dache ich<ref>Der textus graecus originalis bezeugt hier die 3.Sg: Da dachte/ sagte er</ref>: Ich will/ werde euch heraufführen aus dem Ägyptenelend in das Land der Kanaaniter und der Hethiter und der Amoriter und der Perisiter und der Hethither und der Jebusiter in ein Land überfließend von Milch und Honig.  
17 Da dache ich<ref>Der textus graecus originalis bezeugt hier die 3.Sg: Da dachte/ sagte er</ref>: Ich will (werde) euch heraufführen aus dem Ägyptenelend in das Land der Kanaaniter und der Hetiter und der Amoriter und der Perisiter und der Hethither und der Jebusiter in ein Land überfließend von Milch und Honig.  
18 Und wenn sie auf deine Stimme hören, wirst du und auch die Ältesten Israels zum Ägyptenkönig gehen <ref>AKwaw s.o.</ref>  und ihr werdet <ref>ebd.; die LXX bezeugt hier die 2.Sg. mas. </ref> zu ihm sagen: JHWH der Gott der Hebräer traf sich mit uns und jetzt wollen wir doch einen Weg gehen (gemeint ist: unseres Weges ziehen) drei Tage in die Wüste. Und wir wollen JHWH unserem Gott ein Opfer darbringen.
18 Und wenn sie auf deine Stimme hören, wirst du und auch die Ältesten Israels zum Ägyptenkönig gehen <ref>AKwaw s.o.</ref>  und ihr werdet <ref>ebd.; die LXX bezeugt hier die 2.Sg. mas. </ref> zu ihm sagen: JHWH der Gott der Hebräer traf sich mit uns und jetzt wollen wir doch einen Weg gehen (gemeint ist: unseres Weges ziehen) drei Tage in die Wüste. Und wir wollen JHWH unserem Gott ein Opfer darbringen.
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Version vom 28. Mai 2010, 22:31 Uhr

Syntax ungeprüft

Status: Studienfassung in Arbeit – Einige Verse des Kapitels sind bereits übersetzt. Wer die biblischen Ursprachen beherrscht, ist zum Einstellen weiterer Verse eingeladen. Auf der Diskussionsseite kann die Arbeit am Urtext dokumentiert werden. Dort ist auch Platz für Verbesserungsvorschläge und konstruktive Anmerkungen.
Status: Lesefassung folgt später – Bevor eine Lesefassung erstellt werden kann, muss noch an der Studienfassung gearbeitet werden. Siehe Übersetzungskriterien und Qualitätssicherung Wir bitten um Geduld.

Lesefassung (Exodus 3)

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Anmerkungen

Studienfassung (Exodus 3)

1 Währenddessen (und, als)a hütete Mose das Kleinviehb (war Hirte des Kleinviehs)c Jitros, seines Schwiegervaters, des Priesters von Midian. Und (einmal, da, als) er trieb das Kleinvieh hinter (auf die Westseite) die Wüste (Wildnis; Weideland) und (da) kam zum Berg Gottes, dem Horeb. 2 Da (und) zeigte sich (erschien) ihm der Engel (Bote) JHWHs in einer Feuerflammed aus der Mitte des Buschese. {und} Er sah hin – obwohlf der Busch im Feuerg brannteh, wurde er nicht aufgezehrt! 3 Da (und) sagte Mose: Ich will (muss)i doch einmal [von meinem Weg] abweichen und (um)j diese außergewöhnliche (großartige) Erscheinung ansehen. Warum verbrenntk der Busch nicht?l 4 Als (und, da) JHWH sah, dass er [von seinem Weg] abwich, um zu [nach]zusehen, da (und) rief Gott zu ihm aus der Mitte des Busches {und sagte}: Mose, Mose! Und [dieser] sagte: Hier bin ich!m 5 {und} Er sagte: Komm nicht näher heran (hierher)! Zieh deine Sandalen (Schuhe) von deinen Füßen, denn die Stelle, auf der du stehst, ist heiliger Boden (Erde)n! 6 Weiter (und) sagte er: Ich [bin] der Gott deines Vaters, der Gott Abrahams, der Gott Isaaks und der Gott Jakobs. Da bedeckte (verbarg) Mose sein Gesicht, weil er sich [davor] fürchtete, Gott anzuschauen. 7 Da (und) sagte JHWH: [Sei versichert],o ich habe das Elend meines Volkes, das in Ägypten [ist], gesehen und seinp Schreien wegen (gegen) seiner Unterdrücker gehört. Ja (denn), ich kenneq seine Schmerzen. 8 Und ich bin herabgekommen, um es aus der Gewalt (Hand) Ägyptens (der Ägypter) zu erretten und es hinaufzuführen aus jenem Land in ein schönes (gutes) und weites Land, in ein Land, [das von]r Milch und Honig fließts, in das Gebiet (Land; Ort) der Kanaaniter, {und} Hetiter, {und} Amoriter, {und} Perisiter, {und} Hiwiter und Jebusiter. 9 Doch (und; weil) jetzt {siehe}t ist das Schreien der Kinder (Söhne) Israels zu mir gekommen, und ich habe auch die Unterdrückung gesehen, [mit] der Ägypten sie unterdrücktu.v 10 Deshalb (und; also) gehw nun! Ich will dich zum Pharao senden, so dass du mein Volk, die Kinder (Söhne) Israels, aus Ägypten herausführen wirstx. 11 Da (und) sagte Mose zu Gott: Wer [bin] ich, dass ich zum Pharao gehen und die Kinder (Söhne) Israels (Israeliten) aus Ägypten herausführen könntey? 12 Da (und) sagte [Gott]: {denn}z Ich werde bei dir sein (bin bei dir)aa. Und dies [soll] deinab Zeichen [sein], dass ich ich dich gesandt habe: Wenn du das Volk aus Ägypten herausgeführt hastac, werdet ihr Gott auf diesem Berg dienen. 13 Da (und) sagte Mose zu Gott: Wennad ich zu den Kindern (Söhnen) Israels (Israeliten) komme und zu ihnen sageae: Der Gott eurer Vorfahren (Väter) hat mich zu euch geschickt. Dann (und) werden sie zu mir sagen: Was [ist] sein Name? Was sage (antworte) ich [dann] zu ihnen? 14 Da (und) sagte Gott zu Mose: Ich bin, der ich bin.af {Und} Er sagte: So sollst (wirst) du zu den Kindern (Söhnen) Israels (Israeliten) sprechen: "Ich bin" hat mich zu euch gesandt. 15 Und Gott sagte weiter (wieder) zu Mose: So sollst (wirst) du zu den Kindern (Söhnen) Israels (Israeliten) sprechen: JHWH, der Gott eurer Vorfahren (Väter), der Gott Abrahams, der Gott Isaaks und der Gott Jakobs, hat mich zu euch gesandt. Dies [ist] mein Name für immer (auf ewig), {und} dies [ist] mein Nameag von Generation (Geschlecht) zu Generation. 16 Geh! Und du wirst versammelnah die Ältesten Israels. Und du wirst zu ihnen sagenai: JHWH der Gott eurer Väter ist mir erschienen/ zeigte sich mir aj der Gott Abrahams, Isaaks und Jacobs ak und hat gesagt: Ich habe nach euch Ausschau gehalten al und dem was euch angetan wurde in Ägypten. 17 Da dache icham: Ich will (werde) euch heraufführen aus dem Ägyptenelend in das Land der Kanaaniter und der Hetiter und der Amoriter und der Perisiter und der Hethither und der Jebusiter in ein Land überfließend von Milch und Honig. 18 Und wenn sie auf deine Stimme hören, wirst du und auch die Ältesten Israels zum Ägyptenkönig gehen an und ihr werdet ao zu ihm sagen: JHWH der Gott der Hebräer traf sich mit uns und jetzt wollen wir doch einen Weg gehen (gemeint ist: unseres Weges ziehen) drei Tage in die Wüste. Und wir wollen JHWH unserem Gott ein Opfer darbringen. 19 20 21 22

Anmerkungen

aDieses Waw muss im Kontext von Ex 2,25 gesehen werden. (Zurück zu )
bKleinvieh entspricht Schafen und Ziegen (vgl. DBL Hebrew, 7366). (Zurück zu )
cWörtlich: „war hütend/Hirte das Kleinvieh (Akk.)“. Die gewählte Übersetzung entspricht dem Konsens anderer Übersetzungen. (Zurück zu )
dWörtlich „Flamme des Feuers“. (Zurück zu )
eDas Wort bezeichnet vermutlich einen Dornbusch, möglicherweise eine Brombeere (vgl. BDB, סְנֶה). (Zurück zu )
fSatzfolgeunterbrechende Waw-Kombination; wörtlich „und siehe, der Busch … und“. Die Partikel „siehe“ wird häufig mit „sehen“ verwendet und bleibt dann am besten unübersetzt. In diesem Kontext drückt sie konkret die Erstaunlichkeit der Handlung aus – sie ist sozusagen eine Art Ausrufezeichen. (Zurück zu )
gD.h. „lichterloh“. (Zurück zu )
hEin Ptz. akt., das eine fortwährende Handlung ausdrückt. (Zurück zu )
iDer Kohortativ ist eine Selbstaufforderung. (Zurück zu )
jZwei verbundene Kohortative, von denen der zweite den Zweck angibt. (Zurück zu )
kDuratives Ipf., das (wie das Ptz. in V. 2) ein fortwährendes Geschehen andeutet. (Zurück zu )
lOder: „,[und herausfinden], warum der Busch nicht verbrennt!“ Die gewählte Lösung ist wohl eine genauere Übersetzung des Wortbestands, weil kein Verb ergänzt werden muss. (Zurück zu )
mAlso sinngemäß: „Ich höre!“ (Zurück zu )
nWörtlich „Erdboden-Heiliges/Heiligtum“. (Zurück zu )
o„Sei versichert“ wurde sinngemäß ergänzt, um eine nicht übersetzbare hebräische Konstruktion wiederzugeben. Diese betont das Verb dadurch, dass davor ein Infinitivus absolutus desselben Verbs steht. Möglich wäre auch eine deutsche Wiedergabe mit „genau gesehen“ oder einer intensivierten Form wie „genau beobachtet“. (Zurück zu )
pHier heißt es im Hebräischen „ihrer“ mit Bezug auf die Menschen, die das Volk bilden (Constructio ad sensum). Im Deutschen muss entsprechend aber „seiner“ verwendet werden. (Zurück zu )
qPerfekt, das mit einem „Verb der Beziehung“ („wissen“) präsentisch gebraucht wird. (Zurück zu )
rOder, etwas freier: „in dem Milch und Honig fließen.“ (Zurück zu )
s„fließen“ ist ein Partizip, das das Land beschreibt, ohne grammatisch anders als durch die nachgeordnete Stellung damit verbunden zu sein. Dass sein Subjekt nicht die beiden Attribute, sondern das Land ist, lässt sich an seinem Geschlecht festmachen. Gesenius nennt die beiden Attribute „Milch“ und „Honig“ epexegetische Genitive, weil sie die Qualität des Landes erklären (vgl. NET Ex 3,8 Fußnote 30). Das „Land, in dem Milch und Honig fließen“ ist im Deutschen eine geflügelte Wendung geworden. Es handelt sich um eine Übertreibung, die die große Fruchtbarkeit des Landes beschreiben soll. Obgleich Palästina weit weniger fruchtbar ist als etwa Mitteleuropa, war es für die Israeliten im Vergleich zu Ägypten und der sinaitischen Wüste ein sehr ersehnlicher Ort. (Zurück zu )
tDie nur sinngemäß übersetzbare Partikel „siehe“ wirkt als Verstärkung der gemachten Aussage. Hier wurde sie in den Kontext eingearbeitet, indem der Kontrast am Satzanfang besonders stark ausgedrückt wurde. (Zurück zu )
uConstructio ad sensum: Das hier verwendete Partizip steht im Plural, weil es sich auf Ägypten als Metapher für die Ägypter bezieht. (Zurück zu )
vDas hier verwendete Stilmittel ist typisch Hebräisch: mit Unterdrückung wird unterdrückt. Freier: „auf welche Weise Ägypten/die Ägypter...“, „wie grausam (GNB)/schwer (LBBH) Ägypten/die Ägypter“ (Zurück zu )
wEmphatischer Imperativ (LBBH). (Zurück zu )
xOder: „und führe hinaus“ (Ipv.). Bei der Konstellation Ipv. + Waw + Ipv. gibt der letzte Ipv. in der Regel Ziel oder Zweck an. (Zurück zu )
yBeide Ipf. (Zurück zu )
zAn dieser Stelle steht der Partikel כּֽי, der in diesem Fall als Einleitung zur wörtlichen Rede dient und somit unübersetzt bleibt. (Zurück zu )
aaSowohl eine gegenwärtige als auch eine zukünftige Deutung sind möglich, weil das Verb statisch ist. (Zurück zu )
abWörtlich „ für dich das“. (Zurück zu )
acInf. cs. mit בְּ. (Zurück zu )
adWörtlich: „Siehe, ich komme... und...“ (Zurück zu )
aeIpf. (Zurück zu )
afDie Praeformativkonjugation ("Imperfekt") kann auch futurisch übersetzt werden: "Ich werde sein, der ich sein werde." Außerdem hat die PK auch modalen Charakter, sodass ohne weiteres eine Verbalgruppe mit einem Modalverb gebildet werden kann: z.B. "Ich kann sein, der ich sein kann." Ohne einen temporal-deiktischen Aspekt ist darüber hinaus auch eine Zeitstufe der Vergangenheit möglich: Bsp. "Ich war, der ich war"; "Ich war, der ich bin"; etc. (Zurück zu )
agIm Hebräischen steht hier nicht Name (שֵּׁמ), sondern זֵכֶר (sechär), was als "Name" gedeutet werden kann. Es kann auch mit "Gedenken" oder "Erinnerung" übersetzt werden. (Zurück zu )
ahHier steht eine AKwaw-From in der direkten Rede macht sie aussagen über die sichere Zukunft. Nach einem Imperativ ist sie als bindender Direktiv zu verstehen. (Zurück zu )
aiebd. (Zurück zu )
ajnifal von ראה /passiv zu sehen übersetzen) (Zurück zu )
akdie LXX bezeugt der Gott Abrahams, der Gott Isaaks und der Gott Abrahams (Zurück zu )
alfigura etymologica (Zurück zu )
amDer textus graecus originalis bezeugt hier die 3.Sg: Da dachte/ sagte er (Zurück zu )
anAKwaw s.o. (Zurück zu )
aoebd.; die LXX bezeugt hier die 2.Sg. mas. (Zurück zu )