Römer 12: Unterschied zwischen den Versionen

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{{S|18}} Wenn möglich, lebt, was euch betrifft (soviel an euch liegt) mit jedermann<ref>Wörtlich: mit allem, was Mensch heißt, i.S.v. „alle Welt“, „jedermann“ BDR § 275.</ref> in Frieden (haltet Frieden mit jedermann).
 
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{{S|19}} Rächt euch nicht selbst, ihr Lieben (Geliebte), sondern gebt Raum dem Zorn [Gottes]<ref>Gemeint ist das göttliche Gericht.</ref>. Denn es steht geschrieben (Dtn 32,35) {{par|Dtn|32|35}}: „Mir gehört die Rache, ich will vergelten“, spricht der Herr.
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{{S|19}} Rächt euch nicht selbst, ihr Lieben (Geliebte), sondern gebt Raum dem Zorn [Gottes]<ref>Gemeint ist das göttliche Gericht.</ref>. Denn es steht geschrieben (Dtn 32,35) {{par|Deuteronomium|32|35}}: „Mir gehört die Rache, ich will vergelten“, spricht der Herr.
  
 
{{S|20}} Vielmehr (Spr 25,21f) {{par|Spr|25|21}}: „Wann immer (wenn) deinen Feind hungert, speise ihn. Wann immer (wenn) ihn dürstet, lass ihn trinken. Denn indem<ref>Partizip, final aufgelöst.</ref> du das tust, wirst du Feuerkohlen (brennende Kohlen) auf seinem Haupt aufhäufen“<ref>Dieses Wort bezieht sich nicht auf ein göttliches Strafgericht, sondern dass man den Gegner mit dieser unerwarteten guten Tat beschämt und zur Reue bewegt, vgl. Käsemann, S. 336f.</ref>.
 
{{S|20}} Vielmehr (Spr 25,21f) {{par|Spr|25|21}}: „Wann immer (wenn) deinen Feind hungert, speise ihn. Wann immer (wenn) ihn dürstet, lass ihn trinken. Denn indem<ref>Partizip, final aufgelöst.</ref> du das tust, wirst du Feuerkohlen (brennende Kohlen) auf seinem Haupt aufhäufen“<ref>Dieses Wort bezieht sich nicht auf ein göttliches Strafgericht, sondern dass man den Gegner mit dieser unerwarteten guten Tat beschämt und zur Reue bewegt, vgl. Käsemann, S. 336f.</ref>.

Version vom 20. Juli 2020, 19:57 Uhr

Syntax ungeprüft

SF in Arbeit.png
Status: Studienfassung in Arbeit – Einige Verse des Kapitels sind bereits übersetzt. Wer die biblischen Ursprachen beherrscht, ist zum Einstellen weiterer Verse eingeladen. Auf der Diskussionsseite kann die Arbeit am Urtext dokumentiert werden. Dort ist auch Platz für Verbesserungsvorschläge und konstruktive Anmerkungen.
Folgt-später.png
Status: Lesefassung folgt später – Bevor eine Lesefassung erstellt werden kann, muss noch an der Studienfassung gearbeitet werden. Siehe Übersetzungskriterien und Qualitätssicherung Wir bitten um Geduld.

Lesefassung (Römer 12)

123456789101112131415161718192021 Lass dich nicht vom Bösen besiegen, sondern besiege das Böse mit dem Guten!

Anmerkungen

Studienfassung (Römer 12)

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17 Keinem vergeltet Böses mit Bösem, [vielmehr] seid bedacht auf Gutes gegenüber jedermann.

18 Wenn möglich, lebt, was euch betrifft (soviel an euch liegt) mit jedermanna in Frieden (haltet Frieden mit jedermann).

19 Rächt euch nicht selbst, ihr Lieben (Geliebte), sondern gebt Raum dem Zorn [Gottes]b. Denn es steht geschrieben (Dtn 32,35) : „Mir gehört die Rache, ich will vergelten“, spricht der Herr.

20 Vielmehr (Spr 25,21f) : „Wann immer (wenn) deinen Feind hungert, speise ihn. Wann immer (wenn) ihn dürstet, lass ihn trinken. Denn indemc du das tust, wirst du Feuerkohlen (brennende Kohlen) auf seinem Haupt aufhäufen“d.

21 Werde nicht besiegt vom Bösen, sondern siege durch das Gute über das Böse.

Anmerkungen

„In sich geschlossen, handeln [die Verse] 17-21 vom Thema der Vergeltung, das gerade in Zeiten der Verfolgung akut wird“ (Käsemann, S. 336). Unter dem Thema der Liebe, das über dem gesamten Abschnitt VV 9-21 steht, wird der Gemeinde eine Paränese gegeben, eine Mahnung, wie sie sich der ihnen gegenüber feindselig auftretenden Umwelt verhalten soll. Dabei wird dem Einzelnen viel Spielraum gelassen, wie er die Mahnungen des Paulus konkret durch sein Verhalten umsetzen will.

aWörtlich: mit allem, was Mensch heißt, i.S.v. „alle Welt“, „jedermann“ BDR § 275. (Zurück zu v.18)
bGemeint ist das göttliche Gericht. (Zurück zu v.19)
cPartizip, final aufgelöst. (Zurück zu v.20)
dDieses Wort bezieht sich nicht auf ein göttliches Strafgericht, sondern dass man den Gegner mit dieser unerwarteten guten Tat beschämt und zur Reue bewegt, vgl. Käsemann, S. 336f. (Zurück zu v.20)