Ijob 2

Aus Die Offene Bibel

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Status: Studienfassung in Arbeit – Einige Verse des Kapitels sind bereits übersetzt. Wer die biblischen Ursprachen beherrscht, ist zum Einstellen weiterer Verse eingeladen. Auf der Diskussionsseite kann die Arbeit am Urtext dokumentiert werden. Dort ist auch Platz für Verbesserungsvorschläge und konstruktive Anmerkungen.
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Status: Lesefassung folgt später – Bevor eine Lesefassung erstellt werden kann, muss noch an der Studienfassung gearbeitet werden. Siehe Übersetzungskriterien und Qualitätssicherung Wir bitten um Geduld.

Lesefassung (Ijob 2)

(kommt später)

Studienfassung (Ijob 2)

1 {Und es geschah} Am Tag, als die Götter kamen, um JHWHEmpfehlung zur Aussprache: mein Herr, der HERR, GOTT, °unser Gott°, °unser Herr°, die/der Eine, die/der Ewige, die/der Heilige, die/der Lebendige, Ich-bin-da, Adonaj, Ha-Schem, Ha-Makom, Schechina. Erläuterungen dazu gibt es auf der Seite JHWH. ihre Aufwartung zu machen, kam auch der Satan inmitten von ihnen, um JHWHEmpfehlung zur Aussprache: mein Herr, der HERR, GOTT, °unser Gott°, °unser Herr°, die/der Eine, die/der Ewige, die/der Heilige, die/der Lebendige, Ich-bin-da, Adonaj, Ha-Schem, Ha-Makom, Schechina. Erläuterungen dazu gibt es auf der Seite JHWH. seine Aufwartung zu machen. 2 Und JHWHEmpfehlung zur Aussprache: mein Herr, der HERR, GOTT, °unser Gott°, °unser Herr°, die/der Eine, die/der Ewige, die/der Heilige, die/der Lebendige, Ich-bin-da, Adonaj, Ha-Schem, Ha-Makom, Schechina. Erläuterungen dazu gibt es auf der Seite JHWH. sprach zu dem Satan: „Von woher kommst du?“ Und der Satan antwortete JHWHEmpfehlung zur Aussprache: mein Herr, der HERR, GOTT, °unser Gott°, °unser Herr°, die/der Eine, die/der Ewige, die/der Heilige, die/der Lebendige, Ich-bin-da, Adonaj, Ha-Schem, Ha-Makom, Schechina. Erläuterungen dazu gibt es auf der Seite JHWH. {und sprach}:

„Vom Lumpazivagabundieren (Umherschweifen) auf der Erde
Und vom Hin- und Hergehen auf ihr.“

3 Und JHWHEmpfehlung zur Aussprache: mein Herr, der HERR, GOTT, °unser Gott°, °unser Herr°, die/der Eine, die/der Ewige, die/der Heilige, die/der Lebendige, Ich-bin-da, Adonaj, Ha-Schem, Ha-Makom, Schechina. Erläuterungen dazu gibt es auf der Seite JHWH. sprach zu dem Satan: „Hast du Acht gehabt auf meinen Diener (Knecht, Sklave) Ijob? Denn niemanden wie ihn [gibt es] auf der Erde – einen Mann, [so] rechtschaffen (makellos) und gerecht, gottesfürchtig und Böses meidend!a Und immer noch hält er fest an seiner Rechtschaffenheit, obwohl du mich aufgereizt (versucht) hastb wider ihn, dass ich ihn verschlänge (völlig zerstöre) [ganz] umsonst ([ganz] umsonst)!“c4 Da antwortete der Satan JHWHEmpfehlung zur Aussprache: mein Herr, der HERR, GOTT, °unser Gott°, °unser Herr°, die/der Eine, die/der Ewige, die/der Heilige, die/der Lebendige, Ich-bin-da, Adonaj, Ha-Schem, Ha-Makom, Schechina. Erläuterungen dazu gibt es auf der Seite JHWH. {und sagte}:

„Haut um Haut! –
Alles, was eines Menschen [ist],
Gibt er um sein Leben!d
5 Jedoch, strecke deine Hand
Und schlage seine Knochen und sein Fleische
Wenn er dir nicht [direkt] ins Gesicht ‚segnet‘...!“f

6 Und JHWHEmpfehlung zur Aussprache: mein Herr, der HERR, GOTT, °unser Gott°, °unser Herr°, die/der Eine, die/der Ewige, die/der Heilige, die/der Lebendige, Ich-bin-da, Adonaj, Ha-Schem, Ha-Makom, Schechina. Erläuterungen dazu gibt es auf der Seite JHWH. sprach zu dem Satan: „Siehe (Da), er [ist] in deiner Hand! Aber sein Leben verschone!“ 7 Und der Satan ging fort von (vom Gesicht) JHWHEmpfehlung zur Aussprache: mein Herr, der HERR, GOTT, °unser Gott°, °unser Herr°, die/der Eine, die/der Ewige, die/der Heilige, die/der Lebendige, Ich-bin-da, Adonaj, Ha-Schem, Ha-Makom, Schechina. Erläuterungen dazu gibt es auf der Seite JHWH. und schlug Ijob mit einem schlimmen (bösen) Geschwür von der Sohle seines Fußes (an und) bis zu seinem Scheitel. 8 Dieser nahm sich eine Tonscherbe, um sich zu kratzen, und setzte sich mitten in die Asche (auf die Mezbele).g9 Da sprach seine Frauh zu ihm: „Hältst du immer noch fest an deiner Rechtschaffenheit!? ‚Segne‘ Gott und stirb!“ 10 Er sagte zu ihr: „Gleich dem Sprechen einer der Törinnen willst du sprechen? (sprichst du!)i Wenn (auch) wir das Gute von Gott annehmen wollen, müssen wir [dann] das Schlimme (Böse) nicht [auch] annehmen!?“j
Bei all diesem sündigte Ijob nicht mit seinen Lippen.


11 Drei Freunde hörten von all diesem Schlimmen (Bösen), das über ihn gekommen war, und kamen, jeder von seinem [Heimat]ort: Elifaz, der Temaniter, Bildad, der Schuchiter und Zofar, der Naamatiter.k Sie verabredeten, gemeinsam zu ihm zu kommen und ihn zu trösten. 12 [Schon] von fern erhoben sie ihre Augenl und [als] sie ihn nicht erkannten, erhoben sie ihre Stimmen, weinten, zerrissen sämtlich ihre Mäntel und streuten Asche über (auf) ihre Köpfe himmelwärts.m13 Dann setzten sie sich bei ihm auf den Boden [für] sieben Tage und sieben Nächte, und keiner sprach zu ihm [auch nur] ein Wort, denn sie hatten gesehen, dass das Leid sehr groß war.

Anmerkungen

In Ijob 2 wird die märchenhafte Erzählung aus Ijob 1 fortgesetzt. Dort hat Ijob die Unterstellung des Satans widerlegt: Er ist nicht nur gut wegen seinem guten Leben, sondern bleibt Gott auch treu, nachdem ihm „alles, was sein ist“, genommen wurde. Ganz auffällig fehlt in Ijobs berühmtem Ausspruch in 1,21 ebenso wie hier in 2,10 jeglicher Verweis auf irgendeinen wie auch immer gearteten Zusammenhang zwischen Ijobs Frömmigkeit und Gottes Segnungen einerseits und seinem Leid und Gottes Strafhandeln andererseits. Ijob ist nicht nur gut, weil es ihm gut geht, und sein plötzliches Leid ist demütig anzunehmen, was immer der Grund dafür sein mag. Gott ist im Recht.
Doch noch gibt der Satan nicht auf und versucht Gott ein weiteres Mal: Schon in Ijob 1,10 sprach er doch davon, dass Ijob nicht nur gut ist wegen „allem, was sein ist“, sondern auch, weil Gott ihn selbst stets geschützt hat. Was aber passierte, wenn man einmal Ijobs Gesundheit aus der Gleichung nähme? – Und, unglaublich: Ein weiteres Mal erliegt Gott der Versuchung des Satans und geht auf seine Wette ein, woraufhin der Satan Ijob eine schlimme Hautkrankheit angedeihen lässt. Doch, unglaublich – anders als Gott erliegt auch dieses Mal Ijob der Versuchung zum Bösen nicht.
Ist damit also der Satan endgültig widerlegt? Vorerst scheint es so! Doch das Ijobbuch ist noch lange nicht zu Ende.

aBis hierhin fast exakt die selben Vv. wie Ijob 1,6-8; s. dort (Zurück zu v.3)
baufgereizt (versucht) hast - ein weiteres Wortspiel wie in Ijob 1,7; 2,2 (s. zu 1,7): Wie schuṭ (Umherschweifen) klingt auch wattesiteni (von sut, „aufreizen, versuchen“) ähnlich wie „Satan“ und könnte sogar dessen Etymon sein (s. zu 1,6). Auch hier hat der Satan nur getan, was ein Satan eben so tut: Er hat Gott „gesatant“ (=versucht). (Zurück zu v.3)
c[ganz] umsonst ([ganz] umsonst) - das selbe Wort wie in Ijob 1,9; auch hier lassen sich mindestens die dortigen Bedd. (2) und (3) hören: (2') Ich habe ihn ohne Effekt zerstört – denn immer noch hält er fest an seiner Rechtschaffenheit! (3') Ich habe ihn ohne Ursache zerstört – schließlich ist er so gerecht und rechtschaffen! Einen Grund dagegen hatte Gott: Er wurde vom Satan versucht – und ist der Versuchung erlegen. (Zurück zu v.3)
dSchwierige Stelle. Achtet man auf den Bezug des Verses zu Ijob 1,10 (drei Mal die selbe Präp. wie hier; zudem die selbe Formulierung wie hier für „alles, was sein ist“, was man schwerlich ignorieren kann), scheint sie zu bedeuten: Was der Satan dem Ijob in 1,13-19 genommen hat – nämlich „alles, was sein war“–, war nur sozusagen eine zweite Haut um die eigentliche Haut, die Menschen sich als Schutz „um ihr Leben“ wickeln (ähnlich mit `al, „über“, in Ez 37,6: „Ich werde Sehnen über euch tun und Fleisch über euch wachsen lassen“; ähnlich Seow 2013Seow, C.L.: Job 1-21. Interpretation & Commentary. Michigan, 2013., S. 293: „Es wird klar, dass das erste ‚Haut‘ Ijobs ganze Habe bezeichnet, das zweite ‚Haut‘ sein Leben“; auch Merx 1871Merx, Adalbert: Das Gedicht von Hiob. Hebräischer Text, kritisch bearbeitet und übersetzt, nebst sachlicher und kritischer Einleitung. Jena, 1871., S. xixf.). Gott hat einen schützenden Zaun errichtet erstens um Ijob selbst und zweitens um sein Haus und alles, was sein ist. Den zweiten „Zaun“, die zweite „Haut“, hat der Satan bereits eingerissen, nun, V. 15, will er auch noch den ersten einreißen und Ijob selbst „ans Leder“. Und in der Tat ist des Satans nächster Streich, Ijob mit einer Hautkrankheit zu schlagen.
Andere verbreitete Deutungen:

(1) „Haut für Haut! Alles, was eines Menschen [ist], gibt er für sein Leben“, d.h. (1a) der Satan zitiert ein Sprichwort aus dem Umfeld des Handels oder der Rechtssprache, nach dem man für eine Ware X nur eine Ware oder einen Betrag Y von gleichem Wert gibt oder nach dem auf eine Handlung X nur eine dieser entsprechende Handlung Y folgt. Erst, wenn es Ijob ans Leben geht, würde er dafür wirklich alles geben (so z.B. Delitzsch, Dhorme, Driver/Gray, Gray). - Aber erstens ist unklar, was dann dies „alles“ sein soll, das Ijob geben würde, und zweitens kann die Präp. be`ad („um“) nicht „für (den Gegenwert von)“ bedeuten; im Heb. stünde hierfür be oder noch eher tachat wie im bekannten „Leben um Leben, Auge um Auge, Zahn um Zahn...“ in Ex 21,23-25. Oder, (1b): Mit dem zweiten „Haut“ ist Ijob gemeint, mit dem ersten seine Kinder und Diener, deren Haut Ijob gerne zum Schutz seiner eigenen Haut hingegeben hat (so z.B. Ball, Gordis, Hartley; schon TgKurz für „Targum“, eine frühjüdische Textgattung: Interpretative Übersetzung eines Bibeltextes ins Aramäische., Raschi, Ibn Ezra, Thomas von Aquin). Aber auch hiergegen spricht, dass die Präp. so nicht verwendet werden kann.

(2) „Haut um/über Haut! Alles, was eines Menschen [ist], gibt er für sein Leben!“ - Menschen haben anatomisch gesehen zwei Häute übereinander; Gott hat bisher nur an der Oberfläche gekratzt. Dann weiter wie 1a (so z.B. Budde, Jastrow, Schultens; ähnlich Pope, Tur-Sinai). - Aber hiergegen spricht das selbe wie gegen 1a; zudem sollte man sicher die Präp. nicht in 4a.c Unterschiedliches bedeuten lassen. (Zurück zu v.4)
eseine Knochen und sein Fleisch - Hendiadyoin, sowohl „Knochen“ als auch „Fleisch“ können schon allein den Körper eines Menschen bezeichnen. Gut GNKurz für „Gute Nachricht Bibel“; als Vollbibel erstmals 1978 erschienen. Erste deutsche kommunikative Vollbibel; außerdem erste einzige durchgehend ökumenische deutsche Bibelübersetzungen. Ihre Rolle für die Geschichte der deutschen Bibelübersetzung ist schwer zu überschätzen., NeÜKurz für „Neue evangelistische Übersetzung“, eine 2010 erstmals als Vollbibel erschienene Übersetzung durch Karl-Heinz Vanheiden. Vanheiden konzipierte sie als Bibel, die „so leicht lesbar sein sollte wie eine Tageszeitung“, dennoch entfernt sie sich sehr selten zu weit vom Urtext. Bezeichnend ist ihr schöner Stil; v.a. in der biblischen Poesie.: „Aber taste doch einmal ihn selber an!“ (Zurück zu v.5)
fV. 5 ist sehr ähnlich wie 1,11, s. dort. (Zurück zu v.5)
gAsche - V.a., weil LXXDie Septuaginta - die älteste durchgängige griechische Übersetzung des AT überhaupt; entstanden zwischen 250 v. Chr. und 100 n. Chr. Die LXX folgt vielerorts einer anderen Verszählung als deutsche Übersetzungen. Stellenangaben, die mit diesem Kürzel versehen sind, können von den Angaben im sonst aus dem Hebräischen übersetzten AT abweichen. übersetzt mit „auf den Dunghaufen außerhalb der Stadt“, wird die Asche meist aufgefasst als Ausdruck für die Mezbele, also sozusagen den Komposthaufen einer altorientalischen Stadt, auf den vor den Stadtmauern der Viehmist gekippt wurde. Das „Sitzen in der Asche“ ist aber ein häufigerer Trauerbrauch, s. noch Est 4,3; Jes 58,5; Jer 6,26; Jon 3,6.
TextkritikDer Versuch, aus den überlieferten Bibelhandschriften die ursprünglichste Textversion zu ermitteln. Im AT gilt der sogenannte „Masoretische Text“ als Richtschnur, er ist allerdings teilweise über 2000 Jahre jünger als der zu ermittelnde „Urtext“ und kann daher Überlieferungsfehler enthalten. Atl. Textkritik versucht, durch den Vergleich mit anderen erhaltenen Textversionen solche womöglich fehlerhaften Stellen zu berichtigen. Bisweilen sind dabei Textänderungen nötig, die überhaupt kein Fundament in den alten Textzeugen haben, sondern nur auf Vermutungen basieren. Das NT ist wesentlich besser überliefert: Eine Vielzahl älterer Manuskripte sind erhalten. Allerdings gibt es keinen Ausgangstext mit einem dem Masoretischen Text vergleichbaren Stellenwert. Die ntl. Textkritik wägt daher Textvarianten aus unterschiedlichen Texttraditionen gegeneinander ab, um zu beurteilen, welche Variante die ursprünglichere ist.: Der Wiedergabe mit „Dunghaufen“ von LXXDie Septuaginta - die älteste durchgängige griechische Übersetzung des AT überhaupt; entstanden zwischen 250 v. Chr. und 100 n. Chr. Die LXX folgt vielerorts einer anderen Verszählung als deutsche Übersetzungen. Stellenangaben, die mit diesem Kürzel versehen sind, können von den Angaben im sonst aus dem Hebräischen übersetzten AT abweichen. könnte ´schpt statt ´pr zugrunde liegen (vgl. Johnson 2003Johnson, Timothy J.: Critical Note on Job 2:8: Ash-Heap or Dung-Heap, in: BIOSCS 36, 2003. S. 87-92.). Auch dann ist aber MT sicher der ursprünglichere Text; das Schin dürfte dann unter Einfluss des folgenden ´schtw in ´pr eingedrungen und ´schpr zu ´schpt weiterkorrigiert worden sein; vielleicht wirklich unter Einfluss von Stellen wie Homer, Ilias 22.414, wo Priamus den Tod des Hektor betrauert, indem er sich im Dung wälzt, und Ludlul Bel Nemeqi 106f. („Ich verbrachte die Nacht in meinem Dung wie ein Ochse, / trauerte im Kot wie ein Schaf“). (Zurück zu v.8)
hseine Frau - nach einer alten jüd. Tradition Dina, die Tochter Jakobs (s. Gen 34; so in b.BBDie BasisBibel, eine freie und frische Übersetzung von NT und Psalmen, die gezielt auf die Verbreitung in den Neuen Medien hinkonzipiert wurde. Oft übersetzt sie recht interpretativ, beweist dabei aber auch häufig ein sehr glückliches Händchen. Definitiv einen Blick wert - und das Design ist auch noch toll. 15b; GenR 73,9; auch TgKurz für „Targum“, eine frühjüdische Textgattung: Interpretative Übersetzung eines Bibeltextes ins Aramäische. ergänzt den Namen „Dina“, der ironischerweise „Gerechtigkeit“ bedeutet. (Zurück zu v.9)
iTextkritikDer Versuch, aus den überlieferten Bibelhandschriften die ursprünglichste Textversion zu ermitteln. Im AT gilt der sogenannte „Masoretische Text“ als Richtschnur, er ist allerdings teilweise über 2000 Jahre jünger als der zu ermittelnde „Urtext“ und kann daher Überlieferungsfehler enthalten. Atl. Textkritik versucht, durch den Vergleich mit anderen erhaltenen Textversionen solche womöglich fehlerhaften Stellen zu berichtigen. Bisweilen sind dabei Textänderungen nötig, die überhaupt kein Fundament in den alten Textzeugen haben, sondern nur auf Vermutungen basieren. Das NT ist wesentlich besser überliefert: Eine Vielzahl älterer Manuskripte sind erhalten. Allerdings gibt es keinen Ausgangstext mit einem dem Masoretischen Text vergleichbaren Stellenwert. Die ntl. Textkritik wägt daher Textvarianten aus unterschiedlichen Texttraditionen gegeneinander ab, um zu beurteilen, welche Variante die ursprünglichere ist.: willst du sprechen (sprichst du) - LXXDie Septuaginta - die älteste durchgängige griechische Übersetzung des AT überhaupt; entstanden zwischen 250 v. Chr. und 100 n. Chr. Die LXX folgt vielerorts einer anderen Verszählung als deutsche Übersetzungen. Stellenangaben, die mit diesem Kürzel versehen sind, können von den Angaben im sonst aus dem Hebräischen übersetzten AT abweichen. und SyrKurz für „Syrisch“; Bezeichnung für die syrische Bibelübersetzung „Peschitta“ - „die Einfache“. Entstanden ab dem 1. Jh. n. Chr. übersetzen mit Vergangenheit; dem könnte ein ursprüngliches dbrt statt tdbr(j) zugrunde liegen (t als Diplographie vom davor stehenden hannebalot); so richtig Driver/Gray. (Zurück zu v.10)
jtFNtechnische Fußnote; der Inhalt ist nur für Erstübersetzer aus dem Hebräischen/Griechischen interessant.: Zur Üs. von gam (meist: „auch“) mit „wenn“ s. LXXDie Septuaginta - die älteste durchgängige griechische Übersetzung des AT überhaupt; entstanden zwischen 250 v. Chr. und 100 n. Chr. Die LXX folgt vielerorts einer anderen Verszählung als deutsche Übersetzungen. Stellenangaben, die mit diesem Kürzel versehen sind, können von den Angaben im sonst aus dem Hebräischen übersetzten AT abweichen. und VULDie Vulgata - neben der Septuaginta die wohl wichtigste antike Übersetzung der gesamten Bibel - ins Lateinische - von Hieronymus; entstanden zwischen 380 n. Chr. und 400 n. Chr., die beide so übersetzen. Ball hält daher ´m statt gm für ursprünglich; aber auch gm kann wohl „wenn“ bedeuten; vgl. Beer, Dhorme, Driver/Gray; auch Campbell 1975Campbell, Edward F.: Ruth. A New Translation with Introduction, Notes, and Commentary. New York, 1975., S. 67 und s. Ps 119,23; Jes 49,15 (wo LXXDie Septuaginta - die älteste durchgängige griechische Übersetzung des AT überhaupt; entstanden zwischen 250 v. Chr. und 100 n. Chr. Die LXX folgt vielerorts einer anderen Verszählung als deutsche Übersetzungen. Stellenangaben, die mit diesem Kürzel versehen sind, können von den Angaben im sonst aus dem Hebräischen übersetzten AT abweichen. ebenfalls wie auch in 1 Sam 22,7 und Jes 49,25 mit „wenn“ übersetzt). Andernfalls wäre zu übersetzen: „Auch das Gute wollen wir [schließlich] von Gott annehmen – müssen wir [dann] das Schlimme nicht [auch] annehmen?“
TextkritikDer Versuch, aus den überlieferten Bibelhandschriften die ursprünglichste Textversion zu ermitteln. Im AT gilt der sogenannte „Masoretische Text“ als Richtschnur, er ist allerdings teilweise über 2000 Jahre jünger als der zu ermittelnde „Urtext“ und kann daher Überlieferungsfehler enthalten. Atl. Textkritik versucht, durch den Vergleich mit anderen erhaltenen Textversionen solche womöglich fehlerhaften Stellen zu berichtigen. Bisweilen sind dabei Textänderungen nötig, die überhaupt kein Fundament in den alten Textzeugen haben, sondern nur auf Vermutungen basieren. Das NT ist wesentlich besser überliefert: Eine Vielzahl älterer Manuskripte sind erhalten. Allerdings gibt es keinen Ausgangstext mit einem dem Masoretischen Text vergleichbaren Stellenwert. Die ntl. Textkritik wägt daher Textvarianten aus unterschiedlichen Texttraditionen gegeneinander ab, um zu beurteilen, welche Variante die ursprünglichere ist.: Der Vergleich mit 1,21 ließe eigentlich erwarten, dass auch hier ein kleines Gedicht folgt. (Kolo)metrisch ist das nicht möglich. Aus diesem Grund, wegen dem wenig idiomatischen gm und weil dies auch die auffällige Formulierung „Gleich dem Sprechen“ erklären würde, ist der Vorschlag von Siegfried und Duhm sehr sinnvoll, dass ursprünglich ´t doppelt gestanden und haplographiert worden sein könnte; gm ´t wäre dann zur zweiten Zeile zu ziehen, das zweite ´t zur dritten (ähnlich Merx, Torczyner, Junker):
Gleich dem Sprechen einer der Törinnen / Willst sprechen auch du!? / Das Gute wollen wir von Gott annehmen, / Doch das Schlimme sollten wir nicht annehmen!?
Doch dies lässt sich mit keiner Ms oder Version stützen. (Zurück zu v.10)
k
Ijobs Freunde.png
Elifaz bedeutet „Gott ist Feingold“, Bildad ist eine Hebraisierung von bil-adad, „Sohn des Hadad“, Zofar ist wahrscheinlich eine Variante zu Zippor und Zippora („Vögelchen“, Num 22,2; Ex 2,21) und bed. „Vogel“ (ähnliche Personennamen sind z.B. Jona („Taube“), Schobal („Löwe“, vgl. Rechenmacher 2012Rechenmacher, Hans: Althebräische Personennamen. Münster, 2012. §439) und Tola („Wurm“)).
Da Elifaz „Temaniter“ ist, ist sein Heimatort entweder Teman (ein sehr wichtiger Ort in Edom) oder weniger wahrscheinlich das arabische Tema; das heute unbekannte Schuach ist wegen Gen 25,2.6, wo Keturas Nachkommen alle Namen von Orten an der Küste des roten Meeres haben, wahrscheinlich ein arabischer Ort bei Idumäa. Naama ist in der BibelDie Bibel ist das Buch über Gott. nicht belegt (da es mit dem Örtchen in Jos 15,41 sicher nicht identisch ist), wird heute aber häufiger mit Jebel-el-Na`ameh identifiziert. (Zurück zu v.11)
lerhoben sie ihre Augen - hier nicht i.S.v. „aufblicken“, sd. ein Ausdruck für „Ausschau halten“ wie in Ex 14,10; Ez 8,5; Ps 121,1; auch Ps 123,1. Schon aus der Ferne erkennen Ijobs Freunde, wie entstellt er ist. (Zurück zu v.12)
mDer Brauch des Himmelwärtsstreuens von Asche ist sonst unbekannt, nach dem Kontext ist es aber deutlich ein Trauerritus wie das Streuen von Asche auf den eigenen Kopf wie in Jos 7,6; 2 Sam 13,19; Ez 27,30; Klg 2,10. (Zurück zu v.12)
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