Genesis 19: Unterschied zwischen den Versionen

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{{S|7}} Und er sagte: Tut doch nicht[s] Böse[s]<ref>wörtl. ihr mögt/dürft doch nicht böse handeln. Lot befiehlt nicht, sondern fordert sie höflich - vgl. die Anrede! - auf.</ref>, meine Brüder!<ref>Brüder: hier wohl im Sinne von Freunde (vgl. Ges. s.v. {{Hebr}}אָח{{Hebr ende}}</ref>
{{S|7}} Und er sagte: Tut doch nicht[s] Böse[s]<ref>wörtl. ihr mögt/dürft doch nicht böse handeln. Lot befiehlt nicht, sondern fordert sie höflich - vgl. die Anrede! - auf.</ref>, meine Brüder!<ref>Brüder: hier wohl im Sinne von Freunde (vgl. Ges. s.v. {{Hebr}}אָח{{Hebr ende}}</ref>


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{{S|8}} Seht doch, mir [gehören] zwei Töchter, die [noch] keinem Mann beigewohnt<ref>keinem Mann beigewohnt: wörtl. keinen Mann erkannt; im Hebräischen eine Umschreibung für den Geschlechtsverkehr</ref> haben: Lasst mich doch sie zu euch hinausbringen, und tut ihnen wie [es] gut in euren Augen [ist]<ref>d.h. macht mit ihnen, was ihr wollt.</ref>; nur diesen Männern mögt (sollt, dürft) ihr nichts tun, denn deshalb sind sie in den Schutz meines Hauses<ref>Schutz meines Hauses: wörtl. Schatten meines Gebälks</ref> gekommen.


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Version vom 26. September 2015, 13:00 Uhr

Syntax ungeprüft

Status: Studienfassung in Arbeit – Einige Verse des Kapitels sind bereits übersetzt. Wer die biblischen Ursprachen beherrscht, ist zum Einstellen weiterer Verse eingeladen. Auf der Diskussionsseite kann die Arbeit am Urtext dokumentiert werden. Dort ist auch Platz für Verbesserungsvorschläge und konstruktive Anmerkungen.
Status: Lesefassung folgt später – Bevor eine Lesefassung erstellt werden kann, muss noch an der Studienfassung gearbeitet werden. Siehe Übersetzungskriterien und Qualitätssicherung Wir bitten um Geduld.

Lesefassung (Genesis 19)

(kommt später)

Studienfassung (Genesis 19)

1 Und die Boten (Engel) kamen am Abend nach Sodom, als Lot gerade im Tora Sodoms saßb; {und} Lot sah [sie], stand auf, [ging] ihnen entgegen und warf sich [mit dem] Gesicht zur Erde nieder.

2 Und er sagte: Bittec, meine Herren, kommtd doch zum Haus eures Dieners (Sklaven, Knechts), übernachtet [dort] und wascht eure Füße; dann (und)e könnt (werdet) ihr euch [morgen] früh aufmachen und eures Weges gehen (weitergehen). Aber (und) sie sagten: Nein, sondern im Torplatzf werden (wollen) wir übernachten.

3 Da drang er sehr in sie (nötigte er sie sehr), so dass sie [schließlich] zu ihm kameng (wichen) und in sein Haus hineingingen; dort (und) machte er für sie ein Festmahl; außerdemh buk er Mazzeni und sie aßen.

4 Noch ehe sie sich schlafen legten, hatten die Männerj der Stadt, die Männer Sodoms, sich [schon] rings gegen das Haus versammelt, vom Jungen {und} bis zum Alten, die ganze Bevölkerung, ohne Ausnahmek.

5 Und sie riefen nach Lot und fragten ihn (sagten ihm): Wo [sind] die Männer, die heute Nachtl zu dir hineingegangen sind (bei dir eingekehrt sind)? Bring sie hinaus zu uns {und} wir werden es ihnen [schon] besorgenm.

6 Da ging Lot zu ihnen hinaus [vor] den Eingang, aber (und) die Tür verschloss er hinter sich.n

7 Und er sagte: Tut doch nicht[s] Böse[s]o, meine Brüder!p

8 Seht doch, mir [gehören] zwei Töchter, die [noch] keinem Mann beigewohntq haben: Lasst mich doch sie zu euch hinausbringen, und tut ihnen wie [es] gut in euren Augen [ist]r; nur diesen Männern mögt (sollt, dürft) ihr nichts tun, denn deshalb sind sie in den Schutz meines Hausess gekommen.

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Anmerkungen

aDas Stadttor war der Ort, wo man sich traf, zu Gericht saß, Verträge abschloss, Handel trieb u.dgl.m. Die Begegnung der beiden Männer mit Lot geschah demnach in aller Öffentlichkeit. (Zurück zu v.1)
bals Lot gerade saß: wörtl. und Lot sitzend (Zurück zu v.1)
cwörtl.: sieh/seht doch (Zurück zu v.2)
dwörtl. weicht, d.h. sie sollen ihren eingeschlagenen Weg verlassen (Zurück zu v.2)
eDie hebr. Verbform (perf. cons.) drückt als Fortsetzung der Imperative deren Folge aus. (Zurück zu v.2)
fDer רְחֹב ist ein freier Platz beim Stadttor innerhalb oder außerhalb der Stadt. (Zurück zu v.2)
gso dass sie kamen: wörtl. und sie kamen. Das Hebräische bevorzugt die Beiordnung durch Hauptsätze, wo das Deutsche die Unterordnung durch Nebensätze hat. (Zurück zu v.3)
h außerdem buk er Mazzen: wörtl. und Mazzen buk er; im Hebr. ein invertierter Verbalsatz, der die Erzählung unterbricht. (Zurück zu v.3)
iFestmahl … Mazzen: מִשְׁתֶּה bezeichnet vorwiegend ein profanes Fest (Gen 21,8; 29,22; 40;20; Ri 14,10; Est 1,3) bei dem neben dem Essen auch Getränke gereicht wurden (שׁתה bedeutet trinken). Hiermit wird Lots Gastfreunschaft unterstrichen. Die auffällige Erwähnung der Mazzen mag Eile in die Erzählung hineintragen, da ungesäuertes Brot schnell hergestellt werden konnte (vgl. Dtn 16,3). (Zurück zu v.3)
jwörtl.: Sie legten sich noch nicht schlafen und die Männer hatten … (Beiordnung statt Unterordnung) (Zurück zu v.4)
k Ausnahme: wörtl. Ende/Grenze (Zurück zu v.4)
lheute Nacht: wörtl. die[se] Nacht; der Artikel hat hier noch seine ursprüngliche demonstrative Funktion. (Zurück zu v.5)
mes ihnen besorgen: wörtl. sie erkennen; hier ein euphemistischer Ausdruck für den Geschlechtsverkehr, der hier ein Akt der Demütigung sein soll. (Zurück zu v.5)
nDas heißt vermutlich, dass er die im Haus Verbliebenen angewiesen hat die Tür hinter ihm zu verriegeln. (Zurück zu v.6)
owörtl. ihr mögt/dürft doch nicht böse handeln. Lot befiehlt nicht, sondern fordert sie höflich - vgl. die Anrede! - auf. (Zurück zu v.7)
pBrüder: hier wohl im Sinne von Freunde (vgl. Ges. s.v. אָח (Zurück zu v.7)
qkeinem Mann beigewohnt: wörtl. keinen Mann erkannt; im Hebräischen eine Umschreibung für den Geschlechtsverkehr (Zurück zu v.8)
rd.h. macht mit ihnen, was ihr wollt. (Zurück zu v.8)
sSchutz meines Hauses: wörtl. Schatten meines Gebälks (Zurück zu v.8)