Genesis 18: Unterschied zwischen den Versionen

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{{S|1}} Und es erschien (ließ sich sehen, wurde sichtbar) {zu} ihm<ref>ihm: d.h. Abraham</ref> JHWH bei den Terebinten<ref>den Terebinten: LXX, Peschitta, Vulgata überliefern den Sing., der in der BHS als ursprüngl. angesehen wird (vgl. Apparat zu Gen. 13,18), während die meisten Übersetzungen dem Pl. des masoretischen Textes folgen.</ref> von Mamre; während er gerade [am] Eingang des Zeltes saß<ref>gerade ... saß: Part. Qal Akt. (war) sitzend, aufgelöst mit Hilfe eines temporalen Nebensatzes.</ref>, als der Tag heiß war<ref>als ... heiß war: Inf. cs. aufgelöst mit Hilfe eines kondit. Gliedsatzes.</ref>.
{{S|1}} Und es erschien (ließ sich sehen, wurde sichtbar) {zu} ihm<ref>ihm: d.h. Abraham</ref> JHWH bei den Terebinten<ref>den Terebinten: LXX, Peschitta, Vulgata überliefern den Sing., der in der BHS als ursprüngl. angesehen wird (vgl. Apparat zu Gen. 13,18), während die meisten Übersetzungen dem Pl. des masoretischen Textes folgen.</ref> von Mamre; während er gerade [am] Eingang des Zeltes saß<ref>gerade ... saß: Part. Qal Akt. (war) sitzend, aufgelöst mit Hilfe eines temporalen Nebensatzes.</ref>, als der Tag heiß war<ref>als ... heiß war: Inf. cs. aufgelöst mit Hilfe eines kondit. Gliedsatzes.</ref>.
{{S|2}} Und er erhob seine Augen (blickte auf) und sah, dass da<ref>dass da: wörtl. und siehe</ref> drei Männer vor ihm standen; und als er [sie] sah, lief er<ref>und als er [sie] sah, lief er: wörtl. und er sah und lief (mit der im Hebr. üblichen Beiordnung, wo das Deutsche Nebensätze verwendet).</ref> ihnen vom Eingang des Zeltes entgegen und warf sich nieder<ref>warf sich nieder: im Orient Zeichen höchster Ehrerbietung</ref> auf die Erde.
{{S|2}} Und er erhob seine Augen (blickte auf) und sah, dass da<ref>dass da: wörtl. und siehe</ref> drei Männer vor ihm standen; und als er [sie] sah, lief er<ref>und als er [sie] sah, lief er: wörtl. und er sah und lief (mit der im Hebr. üblichen Beiordnung, wo das Deutsche Nebensätze verwendet).</ref> ihnen vom Eingang des Zeltes entgegen und warf sich nieder<ref>warf sich nieder: im Orient Zeichen höchster Ehrerbietung</ref> auf die Erde.
{{S|3}} Und er sagte: Bitte Herr<ref>Herr: Nach masoretischer Vokalisierung (אֲדֹנָי = Herr) erkennt Abraham in dem Besucher sofort Gott. Der Konsonantentext lässt aber auch die Deutung אֲדֹנִי d.h. mein Herr als ehrerbietige Anrede an einen Menschen zu.</ref>, wenn ich Gunst (Gnade, Zuneigung, Freundlichkeit) in deinen Augen gefunden habe<ref>wenn ich ... gefunden habe: formelhafte Wendung, die sich auch noch in Gen 30,27; 47,29; 50,4 findet. Nach Gesenius-Donner (s.v. חֵן) abgeblasst i.S.v. bitte.</ref>, gehe bitte nicht vorbei an deinem Diener (Knecht, Sklaven).
{{S|3}} Und er sagte: Bitte Herr<ref>Herr: Nach masoretischer Vokalisierung ({{Hebr}אֲדֹנָי{{Hebr ende}} = Herr) erkennt Abraham in dem Besucher sofort Gott. Der Konsonantentext lässt aber auch die Deutung {{Hebr}}אֲדֹנִי{{Hebr ende}} d.h. mein Herr als ehrerbietige Anrede an einen Menschen zu.</ref>, wenn ich Gunst (Gnade, Zuneigung, Freundlichkeit) in deinen Augen gefunden habe<ref>wenn ich ... gefunden habe: formelhafte Wendung, die sich auch noch in Gen 30,27; 47,29; 50,4 findet. Nach Gesenius-Donner (s.v. {{Hebr}}חֵן{{Hebr ende}}) abgeblasst i.S.v. bitte.</ref>, gehe bitte nicht vorbei an deinem Diener (Knecht, Sklaven).
{{S|4}} Lasst<ref>lasst euch ... bringen: eig. Pass. Qal: es werde euch gebracht</ref> euch doch ein wenig Wasser bringen, damit<ref>damit ihr ... könnt: im Hebr. Beiordnung: und ihr könnt (sollt) waschen ... und euch legen.</ref> ihr eure Füße waschen und euch unter den Baum legen könnt.
{{S|4}} Lasst<ref>lasst euch ... bringen: eig. Pass. Qal: es werde euch gebracht</ref> euch doch ein wenig Wasser bringen, damit<ref>damit ihr ... könnt: im Hebr. Beiordnung: und ihr könnt (sollt) waschen ... und euch legen.</ref> ihr eure Füße waschen und euch unter den Baum legen könnt.
{{S|5}} Und ich will einen Bissen Brot holen, damit ihr euch stärken<ref>euch stärken: wörtl. euer Herz (i.S.v. Lebenskraft; vgl. THAT 862) stärken</ref> könnt; danach könnt ihr weiterziehen. Denn dazu<ref>denn dazu: Gesenius-Donner (s.v. עבר Qal 2.) schlagen vor: warum denn sonst</ref> seid ihr [doch] bei eurem Diener vorbeigekommen. Und sie sagten: Mach es<ref>mach es: im Hebr. kein Imperativ, sondern Imperfekt: du wirst/kannst/sollst/magst tun</ref> so, wie du gesagt (geredet) hast.
{{S|5}} Und ich will einen Bissen Brot holen, damit ihr euch stärken<ref>euch stärken: wörtl. euer Herz (i.S.v. Lebenskraft; vgl. THAT 862) stärken</ref> könnt; danach könnt ihr weiterziehen. Denn dazu<ref>denn dazu: Gesenius-Donner (s.v. {{Hebr}}עבר{{Hebr ende}} Qal 2.) schlagen vor: warum denn sonst</ref> seid ihr [doch] bei eurem Diener vorbeigekommen. Und sie sagten: Mach es<ref>mach es: im Hebr. kein Imperativ, sondern Imperfekt: du wirst/kannst/sollst/magst tun</ref> so, wie du gesagt (geredet) hast.
{{S|6}} Da eilte Abraham ins Zelt zu Sara und sagte: Hole rasch drei Sea<ref>Sea: ein Trockenmaß für Getreide und Mehl; entspricht nach rabbinischer Tradition 1/3 Epha, also ~ 11,63l (vgl. Gesenius-Donner s.v. חֹמֶר)</ref> Mehl, [und zwar] feinen Weizengrieß<ref>Mehl, [und zwar] feinen Weizengrieß: die LXX überliefert σπεῦσον καὶ φύρασον τρία μέτρα σεμιδάλεως beeile dich und knete drei Maß Feinmehl, lässt also Mehl (קֶמַח) aus. Die Notiz im Apparat der BHS behauptet irrtümlich, dass in der LXX das Äquivalent für סֹלֶת (feiner Weizengrieß) fehle, in der irrigen Annahme, dass σεμιδάλεως die Übersetzung für קֶמַח sei, das mit einer Ausnahme (1Sam 1,24) in der LXX jedoch mit ἄλευρον übersetzt ist; σεμίδαλις jedoch ist die Standartübersetzung für סֹלֶת (feiner Weizengrieß/Feinmehl). Die leichter verständliche Lesart der LXX dürfte kaum ursprünglich sein; vermutlich ist feiner Weizengrieß (סֹלֶת) eine Erläuterung des allgemeineren Wortes Mehl (קֶמַח).</ref>, knete es und mache Brotfladen.
{{S|6}} Da eilte Abraham ins Zelt zu Sara und sagte: Hole rasch drei Sea<ref>Sea: ein Trockenmaß für Getreide und Mehl; entspricht nach rabbinischer Tradition 1/3 Epha, also ~ 11,63l (vgl. Gesenius-Donner s.v. {{Hebr}}חֹמֶר{{Hebr ende}})</ref> Mehl, [und zwar] feinen Weizengrieß<ref>Mehl, [und zwar] feinen Weizengrieß: die LXX überliefert σπεῦσον καὶ φύρασον τρία μέτρα σεμιδάλεως beeile dich und knete drei Maß Feinmehl, lässt also Mehl ({{Hebr}}קֶמַח{{Hebr ende}}) aus. Die Notiz im Apparat der BHS behauptet irrtümlich, dass in der LXX das Äquivalent für {{Hebr}}סֹלֶת{{Hebr ende}} (feiner Weizengrieß) fehle, in der irrigen Annahme, dass σεμιδάλεως die Übersetzung für {{Hebr}}קֶמַח{{Hebr ende}} sei, das mit einer Ausnahme (1Sam 1,24) in der LXX jedoch mit ἄλευρον übersetzt ist; σεμίδαλις jedoch ist die Standartübersetzung für {{Hebr}}סֹלֶת{{Hebr ende}} (feiner Weizengrieß/Feinmehl). Die leichter verständliche Lesart der LXX dürfte kaum ursprünglich sein; vermutlich ist feiner Weizengrieß ({{Hebr}}סֹלֶת{{Hebr ende}}) eine Erläuterung des allgemeineren Wortes Mehl ({{Hebr}}קֶמַח{{Hebr ende}}).</ref>, knete es und mache Brotfladen.
{{S|7}} Auch (und) zu den Rindern lief Abraham<ref>jedoch ... Abraham: im Hebr. ein invertierter Verbalsatz anstelle des zu erwartenden Narrativs (וַיָּ֫‬רָץ אַבְרָהָם אֶל־הַבָּקָר); dieser Satz soll dem Leser inmitten der Narrative von Vers 6-10 auffallen.</ref>, und nahm ein Rind<ref>ein Rind: wörtl. einen Sohn von den Rindern; בֶּן־ vor Kollektivbegriffen bezeichnet einen einzelnen Vertreter der Gesamtheit</ref>, zart (jung) und gut, und gab es {zu} dem Diener, der es<ref>der es: im Hebr. beigeordnet: und er ...</ref> eilig zubereitete<ref>eilig zubereitete: wörtl. sich beeilte es zuzubereiten</ref>.
{{S|7}} Auch (und) zu den Rindern lief Abraham<ref>jedoch ... Abraham: im Hebr. ein invertierter Verbalsatz anstelle des zu erwartenden Narrativs ({{Hebr}}וַיָּ֫‬רָץ אַבְרָהָם אֶל־הַבָּקָר{{Hebr ende}}); dieser Satz soll dem Leser inmitten der Narrative von Vers 6-10 auffallen.</ref>, und nahm ein Rind<ref>ein Rind: wörtl. einen Sohn von den Rindern; {{Hebr}}בֶּן־{{Hebr ende}} vor Kollektivbegriffen bezeichnet einen einzelnen Vertreter der Gesamtheit</ref>, zart (jung) und gut, und gab es {zu} dem Diener, der es<ref>der es: im Hebr. beigeordnet: und er ...</ref> eilig zubereitete<ref>eilig zubereitete: wörtl. sich beeilte es zuzubereiten</ref>.
{{S|8}} Und er nahm Dickmilch (Butter, Rahm), Milch und das Rind, das er hatte zubereitet lassen<ref>hatte zubereiten lassen: wörtl. zubereitet hatte</ref>, und setzte [es] ihnen vor<ref>setzte [es] ihnen vor: wörtl. gab [es] vor sie</ref>; er aber stand bei ihnen unter dem Baum, während sie aßen<ref>während sie aßen: im Hebr. beigeordnet: und sie aßen</ref>.
{{S|8}} Und er nahm Dickmilch (Butter, Rahm), Milch und das Rind, das er hatte zubereitet lassen<ref>hatte zubereiten lassen: wörtl. zubereitet hatte</ref>, und setzte [es] ihnen vor<ref>setzte [es] ihnen vor: wörtl. gab [es] vor sie</ref>; er aber stand bei ihnen unter dem Baum, während sie aßen<ref>während sie aßen: im Hebr. beigeordnet: und sie aßen</ref>.
{{S|9}} Und sie fragten ihn (sagten zu ihm): Wo [ist] deine Frau Sara? {Und} er antwortete (sagte): Da (siehe), im Zelt.
{{S|9}} Und sie fragten ihn (sagten zu ihm): Wo [ist] deine Frau Sara? {Und} er antwortete (sagte): Da (siehe), im Zelt.
{{S|10}} {Und} er sagte: Ich werde auf jeden Fall<ref>auf jeden Fall: wörtl. Zurückkehren werde ich zurückkehren; Inf. abs. mit wurzelgleichem Verb zur Verstärkung der Aussage.</ref> zu dir zurückkehren im nächsten Jahr<ref>im nächsten Jahr: ein hebr. Idiom, das man nicht wörtlich übersetzen kann (etwa: um die Zeit eines Jahres).</ref>; und dann (siehe) [wird] deine Frau Sara einen Sohn [haben]<ref>[wird] deine Frau einen Sohn [haben]: eig. [wird] deiner Frau Sara ein Sohn [sein]</ref>. {Und} Sara hörte [am] Eingang des Zeltes [zu], das hinter ihm war<ref>das ... war: im Hebr. beigeordnet: und es war ...; möglicherweise muss man übersetzen: denn (und) sie war hinter ihm, wenn הוא, wie oft im Pentateuch, Femininum ist. Die freie Übersetzung der LXX (οὖσα ὄπισθεν αυτοῦ = seiend - fem.! - hinter ihm) könnte in diese Richtung weisen.</ref>.
{{S|10}} {Und} er sagte: Ich werde auf jeden Fall<ref>auf jeden Fall: wörtl. Zurückkehren werde ich zurückkehren; Inf. abs. mit wurzelgleichem Verb zur Verstärkung der Aussage.</ref> zu dir zurückkehren im nächsten Jahr<ref>im nächsten Jahr: ein hebr. Idiom, das man nicht wörtlich übersetzen kann (etwa: um die Zeit eines Jahres).</ref>; und dann (siehe) [wird] deine Frau Sara einen Sohn [haben]<ref>[wird] deine Frau einen Sohn [haben]: eig. [wird] deiner Frau Sara ein Sohn [sein]</ref>. {Und} Sara hörte [am] Eingang des Zeltes [zu], das hinter ihm war<ref>das ... war: im Hebr. beigeordnet: und es war ...; möglicherweise muss man übersetzen: denn (und) sie war hinter ihm, wenn הוא, wie oft im Pentateuch, Femininum ist. Die freie Übersetzung der LXX (οὖσα ὄπισθεν αυτοῦ = seiend - fem.! - hinter ihm) könnte in diese Richtung weisen.</ref>.
{{S|11}} {Und} Abraham und Sara [waren] alt, fortgeschritten in [ihren] Tagen (hochbetagt); ein Leben<ref>Leben: wörtl. Weg; hier in Bezug auf Fruchtbarkeit, Kinder mit all den sozialen Implikationen.</ref> wie das der Frauen hatte es für Sara nicht gegeben (gab es für Sara nicht mehr)<ref>hatte es nicht gegeben: wörtl. war ausgeblieben zu sein, oder: hatte aufgehört zu sein. Letztere Übersetzung bezöge sich auf die Altersunfruchtbarkeit. Da Sara aber zeitlebens unfruchtbar war, scheint mir die erste Übersetzung passender (zu חדל in d. Bed. ausbeiben vgl. Hi 14,7; 19,14; Prov 10,19)</ref>.
{{S|11}} {Und} Abraham und Sara [waren] alt, fortgeschritten in [ihren] Tagen (hochbetagt); ein Leben<ref>Leben: wörtl. Weg; hier in Bezug auf Fruchtbarkeit, Kinder mit all den sozialen Implikationen.</ref> wie das der Frauen hatte es für Sara nicht gegeben (gab es für Sara nicht mehr)<ref>hatte es nicht gegeben: wörtl. war ausgeblieben zu sein, oder: hatte aufgehört zu sein. Letztere Übersetzung bezöge sich auf die Altersunfruchtbarkeit. Da Sara aber zeitlebens unfruchtbar war, scheint mir die erste Übersetzung passender (zu חדל in d. Bed. ausbeiben vgl. Hi 14,7; 19,14; Prov 10,19)</ref>.
{{S|12}} Da lachte Sara in ihrem Inneren<ref>in ihrem Inneren: d.h. in sich hinein und damit für andere nicht hörbar</ref>, indem sie dachte<ref> dachte: im Hebr. dasselbe Wort wie sagen (אמר); die Form des Verbs (לֵאמֹר Inf. cs. + לְ) leitet i.d.R. wörtliche Rede ein.</ref>: Nachdem ich alt geworden bin<ref>nachdem ... bin: wörtl. nach meinem Altern (Inf. cs.); das hebr. Verb (בלה) dient zur Bezeichnung abgetragener Kleidung.</ref>, soll mir Lust werden<ref>soll mir werden: wörtl. ist mir geworden; Sara versetzt sich gedanklich in die verheißene Zukunft und blickt von dort zurück (in die Vergangenheit).</ref>?
{{S|12}} Da lachte Sara in ihrem Inneren<ref>in ihrem Inneren: d.h. in sich hinein und damit für andere nicht hörbar</ref>, indem sie dachte<ref> dachte: im Hebr. dasselbe Wort wie sagen ({{Hebr}}אמר{{Hebr ende}}); die Form des Verbs ({{Hebr}}לֵאמֹר{{Hebr ende}} Inf. cs. + {{Hebr}}לְ{{Hebr ende}}) leitet i.d.R. wörtliche Rede ein.</ref>: Nachdem ich alt geworden bin<ref>nachdem ... bin: wörtl. nach meinem Altern (Inf. cs.); das hebr. Verb ({{Hebr}}בלה{{Hebr ende}}) dient zur Bezeichnung abgetragener Kleidung.</ref>, soll mir Lust werden<ref>soll mir werden: wörtl. ist mir geworden; Sara versetzt sich gedanklich in die verheißene Zukunft und blickt von dort zurück (in die Vergangenheit).</ref>?
{{S|13}} Da sagte JHWH zu Abraham: Warum hat Sara denn gelacht, indem sie sagte: Werde (kann) ich denn wirklich [noch] gebären, obwohl<ref> obwohl: im Hebr. Beiordnung: und ich bin alt</ref> ich alt bin?
{{S|13}} Da sagte JHWH zu Abraham: Warum hat Sara denn gelacht, indem sie sagte: Werde (kann) ich denn wirklich [noch] gebären, obwohl<ref> obwohl: im Hebr. Beiordnung: und ich bin alt</ref> ich alt bin?
{{S|14}} Kann (wird, sollte) etwas unmöglich (wunderbar, rätselhaft, außergewöhnlich) sein für JHWH<ref>für JHWH: Die Präposition מִן hat separativen Sinn, also etwa: kann sich JHWH etwas als Unmöglich entziehen.</ref>? Zur bestimmten (vereinbarten) Zeit werde ich zu dir zurückkehren im nächsten Jahr, dann<ref>dann wird Sara: wörtl. und Sara wird ...</ref> wird Sara einen Sohn haben<ref>Sara wird haben: wörtl. Sara (Dat.) wird sein</ref>.
{{S|14}} Kann (wird, sollte) etwas unmöglich (wunderbar, rätselhaft, außergewöhnlich) sein für JHWH<ref>für JHWH: Die Präposition {{Hebr}}מִן{{Hebr ende}} hat separativen Sinn, also etwa: kann sich JHWH etwas als Unmöglich entziehen.</ref>? Zur bestimmten (vereinbarten) Zeit werde ich zu dir zurückkehren im nächsten Jahr, dann<ref>dann wird Sara: wörtl. und Sara wird ...</ref> wird Sara einen Sohn haben<ref>Sara wird haben: wörtl. Sara (Dat.) wird sein</ref>.
{{S|15}} Da leugnete (log) Sara, indem sie sagte: Ich habe nicht gelacht. Sie hatte nämlich Angst. {Und} er sagte: Doch<ref>doch: wörtl. nein, vielmehr hast du gelacht.</ref>, du hast gelacht.
{{S|15}} Da leugnete (log) Sara, indem sie sagte: Ich habe nicht gelacht. Sie hatte nämlich Angst. {Und} er sagte: Doch<ref>doch: wörtl. nein, vielmehr hast du gelacht.</ref>, du hast gelacht.
{{S|16}} Und die Männer erhoben sich von dort und schauten hinaus gen Sodom<ref>schauten hinaus gen Sodom: so mit Gesenius 17. Aufl. S. 649. Vielleicht kann man aber auch übersetzen: hatten freien Blick auf Sodom; שׁקף (nif. und hif.) bezeichnet nämlich den Blick von einer erhöhten Position aus, so z.B. oft von Gott, der aus dem Himmel herabschaut. an allen Stellen ist dabei an einen ungehinderten Überblick gedacht.</ref>; Abraham ging aber<ref>Abraham ging aber: wörtl. und Abraham gehend; der Partizipialsatz unterbricht die Erählung und beschreibt die Voraussetzung für das folgende Gespräch.</ref> mit ihnen um sie zu entlassen (begleiten).
{{S|16}} Und die Männer erhoben sich von dort und schauten hinaus gen Sodom<ref>schauten hinaus gen Sodom: so mit Gesenius 17. Aufl. S. 649. Vielleicht kann man aber auch übersetzen: hatten freien Blick auf Sodom; {{Hebr}}שׁקף{{Hebr ende}} (nif. und hif.) bezeichnet nämlich den Blick von einer erhöhten Position aus, so z.B. oft von Gott, der aus dem Himmel herabschaut. an allen Stellen ist dabei an einen ungehinderten Überblick gedacht.</ref>; Abraham ging aber<ref>Abraham ging aber: wörtl. und Abraham gehend; der Partizipialsatz unterbricht die Erählung und beschreibt die Voraussetzung für das folgende Gespräch.</ref> mit ihnen um sie zu entlassen (begleiten).


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Version vom 3. September 2015, 21:20 Uhr

Syntax ungeprüft

Status: Studienfassung in Arbeit – Einige Verse des Kapitels sind bereits übersetzt. Wer die biblischen Ursprachen beherrscht, ist zum Einstellen weiterer Verse eingeladen. Auf der Diskussionsseite kann die Arbeit am Urtext dokumentiert werden. Dort ist auch Platz für Verbesserungsvorschläge und konstruktive Anmerkungen.
Status: Lesefassung folgt später – Bevor eine Lesefassung erstellt werden kann, muss noch an der Studienfassung gearbeitet werden. Siehe Übersetzungskriterien und Qualitätssicherung Wir bitten um Geduld.

Lesefassung (Genesis 18)

(kommt später)

Studienfassung (Genesis 18)

1 Und es erschien (ließ sich sehen, wurde sichtbar) {zu} ihma JHWH bei den Terebintenb von Mamre; während er gerade [am] Eingang des Zeltes saßc, als der Tag heiß ward. 2 Und er erhob seine Augen (blickte auf) und sah, dass dae drei Männer vor ihm standen; und als er [sie] sah, lief erf ihnen vom Eingang des Zeltes entgegen und warf sich niederg auf die Erde. 3 Und er sagte: Bitte Herrh, wenn ich Gunst (Gnade, Zuneigung, Freundlichkeit) in deinen Augen gefunden habei, gehe bitte nicht vorbei an deinem Diener (Knecht, Sklaven). 4 Lasstj euch doch ein wenig Wasser bringen, damitk ihr eure Füße waschen und euch unter den Baum legen könnt. 5 Und ich will einen Bissen Brot holen, damit ihr euch stärkenl könnt; danach könnt ihr weiterziehen. Denn dazum seid ihr [doch] bei eurem Diener vorbeigekommen. Und sie sagten: Mach esn so, wie du gesagt (geredet) hast. 6 Da eilte Abraham ins Zelt zu Sara und sagte: Hole rasch drei Seao Mehl, [und zwar] feinen Weizengrießp, knete es und mache Brotfladen. 7 Auch (und) zu den Rindern lief Abrahamq, und nahm ein Rindr, zart (jung) und gut, und gab es {zu} dem Diener, der ess eilig zubereitetet. 8 Und er nahm Dickmilch (Butter, Rahm), Milch und das Rind, das er hatte zubereitet lassenu, und setzte [es] ihnen vorv; er aber stand bei ihnen unter dem Baum, während sie aßenw. 9 Und sie fragten ihn (sagten zu ihm): Wo [ist] deine Frau Sara? {Und} er antwortete (sagte): Da (siehe), im Zelt. 10 {Und} er sagte: Ich werde auf jeden Fallx zu dir zurückkehren im nächsten Jahry; und dann (siehe) [wird] deine Frau Sara einen Sohn [haben]z. {Und} Sara hörte [am] Eingang des Zeltes [zu], das hinter ihm waraa. 11 {Und} Abraham und Sara [waren] alt, fortgeschritten in [ihren] Tagen (hochbetagt); ein Lebenab wie das der Frauen hatte es für Sara nicht gegeben (gab es für Sara nicht mehr)ac. 12 Da lachte Sara in ihrem Innerenad, indem sie dachteae: Nachdem ich alt geworden binaf, soll mir Lust werdenag? 13 Da sagte JHWH zu Abraham: Warum hat Sara denn gelacht, indem sie sagte: Werde (kann) ich denn wirklich [noch] gebären, obwohlah ich alt bin? 14 Kann (wird, sollte) etwas unmöglich (wunderbar, rätselhaft, außergewöhnlich) sein für JHWHai? Zur bestimmten (vereinbarten) Zeit werde ich zu dir zurückkehren im nächsten Jahr, dannaj wird Sara einen Sohn habenak. 15 Da leugnete (log) Sara, indem sie sagte: Ich habe nicht gelacht. Sie hatte nämlich Angst. {Und} er sagte: Dochal, du hast gelacht. 16 Und die Männer erhoben sich von dort und schauten hinaus gen Sodomam; Abraham ging aberan mit ihnen um sie zu entlassen (begleiten).

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Anmerkungen

aihm: d.h. Abraham (Zurück zu v.1)
bden Terebinten: LXX, Peschitta, Vulgata überliefern den Sing., der in der BHS als ursprüngl. angesehen wird (vgl. Apparat zu Gen. 13,18), während die meisten Übersetzungen dem Pl. des masoretischen Textes folgen. (Zurück zu v.1)
cgerade ... saß: Part. Qal Akt. (war) sitzend, aufgelöst mit Hilfe eines temporalen Nebensatzes. (Zurück zu v.1)
dals ... heiß war: Inf. cs. aufgelöst mit Hilfe eines kondit. Gliedsatzes. (Zurück zu v.1)
edass da: wörtl. und siehe (Zurück zu v.2)
fund als er [sie] sah, lief er: wörtl. und er sah und lief (mit der im Hebr. üblichen Beiordnung, wo das Deutsche Nebensätze verwendet). (Zurück zu v.2)
gwarf sich nieder: im Orient Zeichen höchster Ehrerbietung (Zurück zu v.2)
hHerr: Nach masoretischer Vokalisierung ({{Hebr}אֲדֹנָי = Herr) erkennt Abraham in dem Besucher sofort Gott. Der Konsonantentext lässt aber auch die Deutung אֲדֹנִי d.h. mein Herr als ehrerbietige Anrede an einen Menschen zu. (Zurück zu v.3)
iwenn ich ... gefunden habe: formelhafte Wendung, die sich auch noch in Gen 30,27; 47,29; 50,4 findet. Nach Gesenius-Donner (s.v. חֵן) abgeblasst i.S.v. bitte. (Zurück zu v.3)
jlasst euch ... bringen: eig. Pass. Qal: es werde euch gebracht (Zurück zu v.4)
kdamit ihr ... könnt: im Hebr. Beiordnung: und ihr könnt (sollt) waschen ... und euch legen. (Zurück zu v.4)
leuch stärken: wörtl. euer Herz (i.S.v. Lebenskraft; vgl. THAT 862) stärken (Zurück zu v.5)
mdenn dazu: Gesenius-Donner (s.v. עבר Qal 2.) schlagen vor: warum denn sonst (Zurück zu v.5)
nmach es: im Hebr. kein Imperativ, sondern Imperfekt: du wirst/kannst/sollst/magst tun (Zurück zu v.5)
oSea: ein Trockenmaß für Getreide und Mehl; entspricht nach rabbinischer Tradition 1/3 Epha, also ~ 11,63l (vgl. Gesenius-Donner s.v. חֹמֶר) (Zurück zu v.6)
pMehl, [und zwar] feinen Weizengrieß: die LXX überliefert σπεῦσον καὶ φύρασον τρία μέτρα σεμιδάλεως beeile dich und knete drei Maß Feinmehl, lässt also Mehl (קֶמַח) aus. Die Notiz im Apparat der BHS behauptet irrtümlich, dass in der LXX das Äquivalent für סֹלֶת (feiner Weizengrieß) fehle, in der irrigen Annahme, dass σεμιδάλεως die Übersetzung für קֶמַח sei, das mit einer Ausnahme (1Sam 1,24) in der LXX jedoch mit ἄλευρον übersetzt ist; σεμίδαλις jedoch ist die Standartübersetzung für סֹלֶת (feiner Weizengrieß/Feinmehl). Die leichter verständliche Lesart der LXX dürfte kaum ursprünglich sein; vermutlich ist feiner Weizengrieß (סֹלֶת) eine Erläuterung des allgemeineren Wortes Mehl (קֶמַח). (Zurück zu v.6)
qjedoch ... Abraham: im Hebr. ein invertierter Verbalsatz anstelle des zu erwartenden Narrativs (וַיָּ֫‬רָץ אַבְרָהָם אֶל־הַבָּקָר); dieser Satz soll dem Leser inmitten der Narrative von Vers 6-10 auffallen. (Zurück zu v.7)
rein Rind: wörtl. einen Sohn von den Rindern; בֶּן־ vor Kollektivbegriffen bezeichnet einen einzelnen Vertreter der Gesamtheit (Zurück zu v.7)
sder es: im Hebr. beigeordnet: und er ... (Zurück zu v.7)
teilig zubereitete: wörtl. sich beeilte es zuzubereiten (Zurück zu v.7)
uhatte zubereiten lassen: wörtl. zubereitet hatte (Zurück zu v.8)
vsetzte [es] ihnen vor: wörtl. gab [es] vor sie (Zurück zu v.8)
wwährend sie aßen: im Hebr. beigeordnet: und sie aßen (Zurück zu v.8)
xauf jeden Fall: wörtl. Zurückkehren werde ich zurückkehren; Inf. abs. mit wurzelgleichem Verb zur Verstärkung der Aussage. (Zurück zu v.10)
yim nächsten Jahr: ein hebr. Idiom, das man nicht wörtlich übersetzen kann (etwa: um die Zeit eines Jahres). (Zurück zu v.10)
z[wird] deine Frau einen Sohn [haben]: eig. [wird] deiner Frau Sara ein Sohn [sein] (Zurück zu v.10)
aadas ... war: im Hebr. beigeordnet: und es war ...; möglicherweise muss man übersetzen: denn (und) sie war hinter ihm, wenn הוא, wie oft im Pentateuch, Femininum ist. Die freie Übersetzung der LXX (οὖσα ὄπισθεν αυτοῦ = seiend - fem.! - hinter ihm) könnte in diese Richtung weisen. (Zurück zu v.10)
abLeben: wörtl. Weg; hier in Bezug auf Fruchtbarkeit, Kinder mit all den sozialen Implikationen. (Zurück zu v.11)
achatte es nicht gegeben: wörtl. war ausgeblieben zu sein, oder: hatte aufgehört zu sein. Letztere Übersetzung bezöge sich auf die Altersunfruchtbarkeit. Da Sara aber zeitlebens unfruchtbar war, scheint mir die erste Übersetzung passender (zu חדל in d. Bed. ausbeiben vgl. Hi 14,7; 19,14; Prov 10,19) (Zurück zu v.11)
adin ihrem Inneren: d.h. in sich hinein und damit für andere nicht hörbar (Zurück zu v.12)
ae dachte: im Hebr. dasselbe Wort wie sagen (אמר); die Form des Verbs (לֵאמֹר Inf. cs. + לְ) leitet i.d.R. wörtliche Rede ein. (Zurück zu v.12)
afnachdem ... bin: wörtl. nach meinem Altern (Inf. cs.); das hebr. Verb (בלה) dient zur Bezeichnung abgetragener Kleidung. (Zurück zu v.12)
agsoll mir werden: wörtl. ist mir geworden; Sara versetzt sich gedanklich in die verheißene Zukunft und blickt von dort zurück (in die Vergangenheit). (Zurück zu v.12)
ah obwohl: im Hebr. Beiordnung: und ich bin alt (Zurück zu v.13)
aifür JHWH: Die Präposition מִן hat separativen Sinn, also etwa: kann sich JHWH etwas als Unmöglich entziehen. (Zurück zu v.14)
ajdann wird Sara: wörtl. und Sara wird ... (Zurück zu v.14)
akSara wird haben: wörtl. Sara (Dat.) wird sein (Zurück zu v.14)
aldoch: wörtl. nein, vielmehr hast du gelacht. (Zurück zu v.15)
amschauten hinaus gen Sodom: so mit Gesenius 17. Aufl. S. 649. Vielleicht kann man aber auch übersetzen: hatten freien Blick auf Sodom; שׁקף (nif. und hif.) bezeichnet nämlich den Blick von einer erhöhten Position aus, so z.B. oft von Gott, der aus dem Himmel herabschaut. an allen Stellen ist dabei an einen ungehinderten Überblick gedacht. (Zurück zu v.16)
anAbraham ging aber: wörtl. und Abraham gehend; der Partizipialsatz unterbricht die Erählung und beschreibt die Voraussetzung für das folgende Gespräch. (Zurück zu v.16)