Psalm 18

Aus Die Offene Bibel

Wechseln zu: Navigation, Suche
Syntax OK
SF zuverlässig.png
Status: Zuverlässige Studienfassung – Die Übersetzung ist vollständig, erfüllt die Übersetzungskriterien und wurde mit einigen Standards der Qualitätssicherung abgesichert. Verbesserungen sind noch zu erwarten.
Kann-erstellt-werden.png
Status: Lesefassung kann erstellt werden – Wer möchte, ist zum Einstellen einer ersten Übertragung in die Lesefassung eingeladen, die später als Grundlage für Verbesserungen dient (Weitere Bibelstellen zum Übertragen). Auf der Diskussionsseite ist Platz für Rückfragen und konstruktive Anmerkungen.

Anmerkungen

Studienfassung (Psalm 18)

1Für den Chorleiter. Vom Diener JHWHs, von David, welcher sprach zu JHWHEmpfehlung zur Aussprache: mein Herr, der HERR, GOTT, °unser Gott°, °unser Herr°, die/der Eine, die/der Ewige, die/der Heilige, die/der Lebendige, Ich-bin-da, Adonaj, Ha-Schem, Ha-Makom, Schechina. Erläuterungen dazu gibt es auf der Seite JHWH. die Worte dieses Lieds am Tag, als JHWHEmpfehlung zur Aussprache: mein Herr, der HERR, GOTT, °unser Gott°, °unser Herr°, die/der Eine, die/der Ewige, die/der Heilige, die/der Lebendige, Ich-bin-da, Adonaj, Ha-Schem, Ha-Makom, Schechina. Erläuterungen dazu gibt es auf der Seite JHWH. ihn rettete aus der Handfläche all seiner Feinde und aus der Handa Sauls. 2Und er sagte:

„Ich will dich lieben, JHWHEmpfehlung zur Aussprache: mein Herr, der HERR, GOTT, °unser Gott°, °unser Herr°, die/der Eine, die/der Ewige, die/der Heilige, die/der Lebendige, Ich-bin-da, Adonaj, Ha-Schem, Ha-Makom, Schechina. Erläuterungen dazu gibt es auf der Seite JHWH., meine Stärke!
3 JHWHEmpfehlung zur Aussprache: mein Herr, der HERR, GOTT, °unser Gott°, °unser Herr°, die/der Eine, die/der Ewige, die/der Heilige, die/der Lebendige, Ich-bin-da, Adonaj, Ha-Schem, Ha-Makom, Schechina. Erläuterungen dazu gibt es auf der Seite JHWH. [ist] mein Fels und meine Burg und mein Retter,
Mein Gott [ist] (,) mein Berg, zu dem ich fliehe (auf den ich vertraue),
Mein Schild, das Horn meiner Rettung, meine Klippe (Festung)!
4 Als Lobenswerten will ich anrufen JHWHEmpfehlung zur Aussprache: mein Herr, der HERR, GOTT, °unser Gott°, °unser Herr°, die/der Eine, die/der Ewige, die/der Heilige, die/der Lebendige, Ich-bin-da, Adonaj, Ha-Schem, Ha-Makom, Schechina. Erläuterungen dazu gibt es auf der Seite JHWH.
Und von meinen Feinden will (werde) ich gerettet werden.


5 Es umgaben mich Wogen des Todes,
Die Flüsse Belias werden mich erschrecken!b
6 Die Stricke des Scheolc umfingen mich,
Es ereilten mich die Schlingen des Todes.
7 [Ich sprach:] ‚In meiner Not will ich anrufen JHWHEmpfehlung zur Aussprache: mein Herr, der HERR, GOTT, °unser Gott°, °unser Herr°, die/der Eine, die/der Ewige, die/der Heilige, die/der Lebendige, Ich-bin-da, Adonaj, Ha-Schem, Ha-Makom, Schechina. Erläuterungen dazu gibt es auf der Seite JHWH.
Und zu meinem Gott will ich schreien.
Er soll hören in seinem Tempel meine Stimme
Und mein Schreien soll kommen in seinem Ohr!‘


8 Da wankte und schwankte die Erde
Und die Pfeiler der Berged bebten und wankten
Denn es loderte in ihm.
9 Es stieg Rauch aus seiner Nase
Und Feuer fraß aus seinem Mund;
Kohlen brannten aus ihm hervor (entbrannten durch es).
10 Und er öffnete (neigte) den Himmele und stieg herab
Und eine Wolke (Dunkelheit) [war] unter seinen Füßen.
11 Und er ritt auf einem Kerubf und flog
Und schoß herab auf den Flügeln des Windes.


12 Und er setzte Dunkelheit als seine Bedeckung um sich,
Seine Hütte [waren aus] Massen von Wassern in den Wolken des Himmels.
13 Aus dem Glanz vor ihm gingen aus
Hagel und Kohlen von Feuer.
14 Und es donnerte aus dem Himmel JHWHEmpfehlung zur Aussprache: mein Herr, der HERR, GOTT, °unser Gott°, °unser Herr°, die/der Eine, die/der Ewige, die/der Heilige, die/der Lebendige, Ich-bin-da, Adonaj, Ha-Schem, Ha-Makom, Schechina. Erläuterungen dazu gibt es auf der Seite JHWH.
Und Eljon wird gebeng seine Stimme.
15 Und er warf seine Pfeile und zerstreute diese,
Einen Blitz schoß er und verwirrte er.h
16 Und es wurden gesehen die Betten der Wasser,
Es werden bloßgelegt werdeni die Fundamente der Erde.j
Durch dein Schelten, JHWHEmpfehlung zur Aussprache: mein Herr, der HERR, GOTT, °unser Gott°, °unser Herr°, die/der Eine, die/der Ewige, die/der Heilige, die/der Lebendige, Ich-bin-da, Adonaj, Ha-Schem, Ha-Makom, Schechina. Erläuterungen dazu gibt es auf der Seite JHWH.,
Durch das Schnauben des Windes deiner Nase.


17 [Ich sprach:] „Er möge (wird) senden aus der Höhe,k mich ergreifen,
Mich herausziehen aus vielen Wassern,l
18 Es möge mich retten vor meinem Feind der Starke
Und vor meinen Hassern, weil sie kräftiger sind als ich!
19 Sie werden mir entgegentreten am Tag meines Unglücks!“
Da wurde JHWHEmpfehlung zur Aussprache: mein Herr, der HERR, GOTT, °unser Gott°, °unser Herr°, die/der Eine, die/der Ewige, die/der Heilige, die/der Lebendige, Ich-bin-da, Adonaj, Ha-Schem, Ha-Makom, Schechina. Erläuterungen dazu gibt es auf der Seite JHWH. zu meiner Stütze:
20 Er führte mich ins Weite.


[Ich wusste:] „Er wird mich retten, weil er Gefallen hat an mir:
21 Es wird mich belohnen JHWHEmpfehlung zur Aussprache: mein Herr, der HERR, GOTT, °unser Gott°, °unser Herr°, die/der Eine, die/der Ewige, die/der Heilige, die/der Lebendige, Ich-bin-da, Adonaj, Ha-Schem, Ha-Makom, Schechina. Erläuterungen dazu gibt es auf der Seite JHWH. entsprechend meiner Gerechtigkeit,
Entsprechend der Reinheit meiner Hände wird er mir zurückgeben,
22 Denn ich wahrte die Wege JHWHs
Und handelte nicht böse vonm meinem Gott,
23 Denn all seine Gesetze [waren] vor mirn
Und seine Satzungen werde ich nicht von mir stoßen
24 Und ich verhielt mich gegen ihn perfekt
Und ich hütete mich vor meinen Fehlern.
25 Und es gab JHWHEmpfehlung zur Aussprache: mein Herr, der HERR, GOTT, °unser Gott°, °unser Herr°, die/der Eine, die/der Ewige, die/der Heilige, die/der Lebendige, Ich-bin-da, Adonaj, Ha-Schem, Ha-Makom, Schechina. Erläuterungen dazu gibt es auf der Seite JHWH. mir zurück entsprechend meiner Gerechtigkeit,
Entsprechend meiner Reinheit vor seinen Augen.“


26 [Dem] Bundestreuen gegenüber wirst du dich bundestreu erweisen,
Und [dem] perfekten Mann gegenüber wirst du dich perfekt erweisen,
27 [Dem] Reinen gegenüber wirst du dich rein erweisen,
Dem Falschen gegenüber wirst du dich verkehrt erweisen.
28 Du rettest das arme Volk,
Doch die Augen Hochmütiger beugst du nieder.
29 Ja, du bist meine Lampe, JHWHEmpfehlung zur Aussprache: mein Herr, der HERR, GOTT, °unser Gott°, °unser Herr°, die/der Eine, die/der Ewige, die/der Heilige, die/der Lebendige, Ich-bin-da, Adonaj, Ha-Schem, Ha-Makom, Schechina. Erläuterungen dazu gibt es auf der Seite JHWH.,
Mein Gott wird erhellen meine Dunkelheit.
30 Ja, mit dir werde (kann) ich überrennen (zerschmettern) eine Truppe
Und mit meinem Gott werde (kann) ich eine Mauer überspringen.


31 Gott - vollkommen [ist] sein Weg.
Das Wort JHWHs ist erprobt,
Ein Schild [ist] er für alle, die auf ihn vertrauen (die zu ihm flüchten).
32 Ja, wer ist Gott außer JHWHEmpfehlung zur Aussprache: mein Herr, der HERR, GOTT, °unser Gott°, °unser Herr°, die/der Eine, die/der Ewige, die/der Heilige, die/der Lebendige, Ich-bin-da, Adonaj, Ha-Schem, Ha-Makom, Schechina. Erläuterungen dazu gibt es auf der Seite JHWH.
Und wer ein Berg außer unserem Gott –
33 Dem Gott, [der] mich stärkt [mit] Kraft
Und der meinen Weg perfekt machte,
34 Der meinen Fuß einer Gazelle gleich machte
Und mich auf meine Höhen stellte,
35 Der meine Hände für den Kampf trainierte,
Um zu stärkeno [wie] einen Kupferbogen meine Arme!?
36 Und du gabst mir den Schild der Rettung
Und deine rechte Hand wird mich stützen
Und deine Erhörung wird mich vergrößern.
37 Du wirst weit machen meine Schritte unter mir
Und meine Knöchel wanken nicht.


38 Ich werde nachjagen meinen Feinden und sie erreichen
Und werde nicht umkehren, bis ich sie zerstört habe.
39 Ich werde sie zerschmettern und sie werden sich nicht erheben können,
Sie werden unter meine Füße fallen!
40 Und du gürtetest mich mit Kraft für den Kampf,
Du wirst beugen [die], die sich [gegen] mich erheben, unter mich!
41 Und meine Feinde – du gabst mir [ihren] Rücken;p
Meine Hasser werde ich vernichten.
42 Sie werden schreien, doch es [wird für sie] nicht geben einen Retter,
Zu JHWHEmpfehlung zur Aussprache: mein Herr, der HERR, GOTT, °unser Gott°, °unser Herr°, die/der Eine, die/der Ewige, die/der Heilige, die/der Lebendige, Ich-bin-da, Adonaj, Ha-Schem, Ha-Makom, Schechina. Erläuterungen dazu gibt es auf der Seite JHWH.,q aber er antwortete ihnen nicht.r
43 Ich werde sie zermalmen wie Staub auf dem {Gesicht des} Weg{es},
Wie Kot [auf] der Straße werde ich sie ausschütten!


44 Du wirst mich retten aus den Auseinandersetzungen des Volkes,
Du wirst mich einsetzen als Haupt der Heiden,
Ein Volk, [das] ich nicht kenne (kannte), wird mir dienen.
45 Auf Gehörtes des Ohrs [hin] werden sie auf mich hören,
{Kinder von }Ausländer{n} werden mir [Ergebung] heucheln (mir schmeicheln),
46 {Kinder von }Ausländer{n} werden vergehen
Und sich [selbst] gürten mit ihren Banden.


47 [So wahr] Gott lebt: Gesegnet [sei] mein Fels
Und erhoben werden soll der Gott meiner Rettung,
48 Der Gott, [der] mir Rache gab (gibt)
Und Völker unter mich unterjocht hat,
49 Der mich meinen Feinden rettet (entkommen lässt),
Mich erhöhen wird über die, die sich gegen mich erheben,
Der du mich von dem gewalttätigen Mann befreien wirst.


50 Darum will ich dich preisen, JHWHEmpfehlung zur Aussprache: mein Herr, der HERR, GOTT, °unser Gott°, °unser Herr°, die/der Eine, die/der Ewige, die/der Heilige, die/der Lebendige, Ich-bin-da, Adonaj, Ha-Schem, Ha-Makom, Schechina. Erläuterungen dazu gibt es auf der Seite JHWH., [mitten] unter den Heiden,
Und deinem Namen singen,
51 Der groß macht das Heil seines Königs
Und seinem Gesalbten Bundestreue erweist,
David und seinen Nachkommen auf ewig.

Anmerkungen

Psalm 18 ist ein recht langes Danklied eines einzelnen Beters. Die Logik ist klar erkennbar: Strophe 1 (Vv. 2-4) berichtet von einer vergangenen Bitte, die nötig war aufgrund einer vergangenen Not, die in Strophe 2 (Vv. 5-7) sehr metaphorisch beschrieben wird. Strophen 3 und 4 (Vv. 8-16) schildern das Rettungshandeln Gottes. Strophe 5 (Vv. 17-20a) fasst noch einmal in Vv. 17-19a die Bitte und in Vv. 19b-20a die Rettung zusammen.
Ab Strophe 6 wird von hier aus verallgemeinert: Wie Gott damals handelte, so wird er auch künftig handeln, weil der Beter sich stets an Gottes Gebote hielt (Vv. 20b-25). Strophe 7 (Vv. 26-30) verallgemeinert noch weiter: Ganz grundsätzlich handelt Gott so. Denn, Strophe 8 (Vv. 31-37): So ist Gott eben: Er ist einer, der vollkommen ist (Vv. 31f.) und daher einer, der auch den Beter unterstützte und weiterhin unterstützen wird (Vv. 33-37), weshalb dieser sich dann in Strophen 9 und 10 (Vv. 38-46) sogar Weltherrschaftsfantasien hingeben kann.
Für dieses rettende und unterstützende Handeln in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft schließt der Beter mit einer zweistrophigen Danksagung mit einem Gelübde, auch künftig danken und preisen zu wollen (Vv. 47-51).

Der Psalm ist in der BibelDie Bibel ist das Buch über Gott. doppelt überliefert und findet sich noch mal in 2 Sam 22, wo er ebenso wie in der Psalmüberschrift David in den Mund gelegt wird (das macht den Text übrigens auch textkritisch sehr komplex, weshalb in der Befußnotung die TextkritikDer Versuch, aus den überlieferten Bibelhandschriften die ursprünglichste Textversion zu ermitteln. Im AT gilt der sogenannte „Masoretische Text“ als Richtschnur, er ist allerdings teilweise über 2000 Jahre jünger als der zu ermittelnde „Urtext“ und kann daher Überlieferungsfehler enthalten. Atl. Textkritik versucht, durch den Vergleich mit anderen erhaltenen Textversionen solche womöglich fehlerhaften Stellen zu berichtigen. Bisweilen sind dabei Textänderungen nötig, die überhaupt kein Fundament in den alten Textzeugen haben, sondern nur auf Vermutungen basieren. Das NT ist wesentlich besser überliefert: Eine Vielzahl älterer Manuskripte sind erhalten. Allerdings gibt es keinen Ausgangstext mit einem dem Masoretischen Text vergleichbaren Stellenwert. Die ntl. Textkritik wägt daher Textvarianten aus unterschiedlichen Texttraditionen gegeneinander ab, um zu beurteilen, welche Variante die ursprünglichere ist. ausgelagert wurde auf die Seite 2 Sam 22, Ps 18 und die Textkritik des Alten Testaments). Sehr viele Psalmen werden in ihrer Überschrift David in den Mund gelegt; in den meisten Fällen ist dies sehr unwahrscheinlich - und auch hier macht es der letzte VersEin Teil in einem Kapitel., in dem von „David“ in der 3. Person und danach dann auch noch von seinen Nachfahren gesprochen wird, wahrscheinlicher, dass die Zuschreibung an David eine Fiktion ist und der Psalm ursprünglich einen anderen Verfasser hatte.

aTextkritikDer Versuch, aus den überlieferten Bibelhandschriften die ursprünglichste Textversion zu ermitteln. Im AT gilt der sogenannte „Masoretische Text“ als Richtschnur, er ist allerdings teilweise über 2000 Jahre jünger als der zu ermittelnde „Urtext“ und kann daher Überlieferungsfehler enthalten. Atl. Textkritik versucht, durch den Vergleich mit anderen erhaltenen Textversionen solche womöglich fehlerhaften Stellen zu berichtigen. Bisweilen sind dabei Textänderungen nötig, die überhaupt kein Fundament in den alten Textzeugen haben, sondern nur auf Vermutungen basieren. Das NT ist wesentlich besser überliefert: Eine Vielzahl älterer Manuskripte sind erhalten. Allerdings gibt es keinen Ausgangstext mit einem dem Masoretischen Text vergleichbaren Stellenwert. Die ntl. Textkritik wägt daher Textvarianten aus unterschiedlichen Texttraditionen gegeneinander ab, um zu beurteilen, welche Variante die ursprünglichere ist.: Der Text von Ps 18 findet sich in etwas anderer Form noch mal in 2 Sam 22. Die TextkritikDer Versuch, aus den überlieferten Bibelhandschriften die ursprünglichste Textversion zu ermitteln. Im AT gilt der sogenannte „Masoretische Text“ als Richtschnur, er ist allerdings teilweise über 2000 Jahre jünger als der zu ermittelnde „Urtext“ und kann daher Überlieferungsfehler enthalten. Atl. Textkritik versucht, durch den Vergleich mit anderen erhaltenen Textversionen solche womöglich fehlerhaften Stellen zu berichtigen. Bisweilen sind dabei Textänderungen nötig, die überhaupt kein Fundament in den alten Textzeugen haben, sondern nur auf Vermutungen basieren. Das NT ist wesentlich besser überliefert: Eine Vielzahl älterer Manuskripte sind erhalten. Allerdings gibt es keinen Ausgangstext mit einem dem Masoretischen Text vergleichbaren Stellenwert. Die ntl. Textkritik wägt daher Textvarianten aus unterschiedlichen Texttraditionen gegeneinander ab, um zu beurteilen, welche Variante die ursprünglichere ist. beider Texte ist daher sehr komplex und wurde daher ausgelagert auf die Seite 2 Sam 22, Ps 18 und die Textkritik des Alten Testaments. (Zurück zu v.1)
bwerden mich erschrecken - d.h. „erschreckten mich“, ein bedeutungsloser T-ShiftV.a. in der hebräischen Poesie kann ein hebräischer Autor aus stilistischen Gründen von einer Person/Numerus/Genus/Tempus zu einer anderen Person/Numerus/Genus/Tempus wechseln, ohne dass dies Einfluss auf die Bedeutung der Textsemantik hätte. Meist finden diese Shifts von einem Sticho auf den nächsten statt, es ist aber sogar möglich, dass sie im selben Sticho erfolgen; s. z.B. Gevirtz 1961, S. 157f... (Zurück zu v.5)
cScheol - Heb. Bezeichnung der Unterwelt; nicht identisch mit der christlichen „Hölle“. Die Metapher, dass der Scheol fast personal vorzustellen ist und jemanden gefangen nimmt, findet sich häufiger in der BibelDie Bibel ist das Buch über Gott. (z.B. Num 16,33f.; Ps 69,16). (Zurück zu v.6)
dPfeiler der Berge - gemeint sind also wohl ebenso wie in Dtn 32,22 (wo von unten nach oben aufgezählt wird: Der unterste Scheol - die Erde - die Pfeiler der Berge) die Berge selbst, da nach altorientalischer Vorstellung auf diesen als Pfeilern der Himmel ruhte: „Die Pfeiler, die die Berge sind“. Die „Pfeiler der Berge“ wären demnach identisch mit den „Pfeilern des Himmels“ in 2 Sam 22,8. (Zurück zu v.8)
eöffnete den Himmel - Der Himmel wird hier wie noch öfter vorgestellt als festes Gebilde, das sich öffnen lässt (z.B., um durch die Öffnung die Sintflut auf die Erde zu schicken, Gen 7,11). (Zurück zu v.10)
fKerub - altorientalisches Fabelwesen; meist dargestellt als geflügelter Löwe. S. näher Keruben / Kerubenthroner (WiBiLex). Im Alten Orient wurden die vier Winde (die den vier Himmelsrichtungen entsprechen) häufiger identifiziert mit oder personifiziert als geflügelte Wesen (s. zu Mk 13,27). Das scheint auch hier der Fall zu sein; s. die folgende Zeile. (Zurück zu v.11)
gtFNtechnische Fußnote; der Inhalt ist nur für Erstübersetzer aus dem Hebräischen/Griechischen interessant.: wird geben - d.h. „gab“, ein bedeutungsloser T-ShiftV.a. in der hebräischen Poesie kann ein hebräischer Autor aus stilistischen Gründen von einer Person/Numerus/Genus/Tempus zu einer anderen Person/Numerus/Genus/Tempus wechseln, ohne dass dies Einfluss auf die Bedeutung der Textsemantik hätte. Meist finden diese Shifts von einem Sticho auf den nächsten statt, es ist aber sogar möglich, dass sie im selben Sticho erfolgen; s. z.B. Gevirtz 1961, S. 157f.. (Zurück zu v.14)
hEinen Blitz verwirrte er - d.h. wahrscheinlich: Er gab ihm das wilde Zickzack, das für Blitze so charakteristisch ist. (Zurück zu v.15)
itFNtechnische Fußnote; der Inhalt ist nur für Erstübersetzer aus dem Hebräischen/Griechischen interessant.: werden bloßgelegt werden - d.h. „es wurden bloßgelegt“, ein bedeutungsloser T-ShiftV.a. in der hebräischen Poesie kann ein hebräischer Autor aus stilistischen Gründen von einer Person/Numerus/Genus/Tempus zu einer anderen Person/Numerus/Genus/Tempus wechseln, ohne dass dies Einfluss auf die Bedeutung der Textsemantik hätte. Meist finden diese Shifts von einem Sticho auf den nächsten statt, es ist aber sogar möglich, dass sie im selben Sticho erfolgen; s. z.B. Gevirtz 1961, S. 157f... (Zurück zu v.16)
jFundamente der Erde - die Pfeiler, auf denen nach dem altorientalischen Weltbild die Erde über dem Meer ruhte. (Zurück zu v.16)
kEr möge senden aus der Höhe - nämlich seine Hand, die er helfend herunterreichen möge. Das Objekt wird hier wie in 2 Sam 6,6 ausgespart. (Zurück zu v.17)
lWassern - Wie häufig wird hier die Not metaphorisch dargestellt als Wasserflut, in der der Beter zu ertrinken droht. (Zurück zu v.17)
mböse handeln von - das „von“ ist im Heb. ebenso merkwürdig wie im Dt. Offenbar heißt das Verb hier ausnahmsweise nicht „böse handeln“, sondern speziell „durch böse Handlungen abfallen“, daher z.B. MÜNKurz für „Münsterschwarzacher Psalter“, eine liturgische Übersetzung der Psalmen aus dem Benediktinerkloster Münsterschwarzach. Schön zu lesen; philologisch erstklassig, dafür aber recht weit entfernt von Alltagssprache.: „Ich bin nicht frevelhaft von meinem Gott gewichen“. (Zurück zu v.22)
nwaren vor mir - d.h., ich hielt sie mir beständig vor Augen und wich daher nicht von ihnen ab. (Zurück zu v.23)
otFNtechnische Fußnote; der Inhalt ist nur für Erstübersetzer aus dem Hebräischen/Griechischen interessant.: stärken - wenichat wurde hier nach Good 1985; Görg 1986 in Orientierung am äg. nḫt („stark sein, jmdn stärken“, vgl. Erman/Grapow II 314f.) und einem evtl. ug. Kognat nḥt („stark sein, jmdn stärken“, vgl. del Olmo Lete/Sanmartín 628) abgeleitet von nachat II („stark sein, jmdn stärken“; vgl. DCH V 671; Ges18Gesenius, Wilhelm/H. Donner/R. D. Meyer: Hebräisches und Aramäisches Handwörterbuch über das Alte Testament. Berlin u.a, 1987-2012. 808). So übersetzen bereits TgKurz für „Targum“, eine frühjüdische Textgattung: Interpretative Übersetzung eines Bibeltextes ins Aramäische. und SyrKurz für „Syrisch“; Bezeichnung für die syrische Bibelübersetzung „Peschitta“ - „die Einfache“. Entstanden ab dem 1. Jh. n. Chr.; vgl. auch beide Vrs. zu Jes 30,30. Zur in diesem V. schwierigen TextkritikDer Versuch, aus den überlieferten Bibelhandschriften die ursprünglichste Textversion zu ermitteln. Im AT gilt der sogenannte „Masoretische Text“ als Richtschnur, er ist allerdings teilweise über 2000 Jahre jünger als der zu ermittelnde „Urtext“ und kann daher Überlieferungsfehler enthalten. Atl. Textkritik versucht, durch den Vergleich mit anderen erhaltenen Textversionen solche womöglich fehlerhaften Stellen zu berichtigen. Bisweilen sind dabei Textänderungen nötig, die überhaupt kein Fundament in den alten Textzeugen haben, sondern nur auf Vermutungen basieren. Das NT ist wesentlich besser überliefert: Eine Vielzahl älterer Manuskripte sind erhalten. Allerdings gibt es keinen Ausgangstext mit einem dem Masoretischen Text vergleichbaren Stellenwert. Die ntl. Textkritik wägt daher Textvarianten aus unterschiedlichen Texttraditionen gegeneinander ab, um zu beurteilen, welche Variante die ursprünglichere ist. s. 2 Sam 22, Ps 18 und die Textkritik des Alten Testaments. (Zurück zu v.35)
pdu gabst mir ihren Rücken - d.h., du machtest, dass sie vor mir flohen. (Zurück zu v.41)
qSie werden schreien ... / Zu JHWHEmpfehlung zur Aussprache: mein Herr, der HERR, GOTT, °unser Gott°, °unser Herr°, die/der Eine, die/der Ewige, die/der Heilige, die/der Lebendige, Ich-bin-da, Adonaj, Ha-Schem, Ha-Makom, Schechina. Erläuterungen dazu gibt es auf der Seite JHWH. - Zwei Stilmittel in einer Doppelzeile: HyperbatonStilmittel: Gezieltes Abweichen von gewöhnlicher Wort- oder Satzteilfolge. S. z.B. Gen 2,5: „Noch wuchs kein wildes Steppengewächs auf der Erde und keine Feldfrucht auf dem Feld, denn der Gott JHWH hatte es noch nicht regnen lassen auf der Erde und es war kein Mensch da, der den Acker bestellte“ = „Noch wuchs kein wildes Steppengewächs auf der Erde, denn der Gott JHWH hatte es noch nicht regnen lassen auf der Erde. Auch keine Feldfrucht wuchs auf dem Feld, denn es war kein Mensch da, der den Acker bestellte.“ (Umstellung der gewöhnlichen Wortfolge) + Break up (Aufteilung eines häufigen Ausdrucks wie „Sie werden zu JHWHEmpfehlung zur Aussprache: mein Herr, der HERR, GOTT, °unser Gott°, °unser Herr°, die/der Eine, die/der Ewige, die/der Heilige, die/der Lebendige, Ich-bin-da, Adonaj, Ha-Schem, Ha-Makom, Schechina. Erläuterungen dazu gibt es auf der Seite JHWH. schreien“ auf zwei Zeilen). Hier auch noch gepaart mit dem T-ShiftV.a. in der hebräischen Poesie kann ein hebräischer Autor aus stilistischen Gründen von einer Person/Numerus/Genus/Tempus zu einer anderen Person/Numerus/Genus/Tempus wechseln, ohne dass dies Einfluss auf die Bedeutung der Textsemantik hätte. Meist finden diese Shifts von einem Sticho auf den nächsten statt, es ist aber sogar möglich, dass sie im selben Sticho erfolgen; s. z.B. Gevirtz 1961, S. 157f.. beim folgenden Verb; schon in der Formulierung des Verses kommt das Chaos zum Ausdruck, in das die Macht des Sprechers und die Hilfeverweigerung JHWHs die Feinde stürzt. (Zurück zu v.42)
rtFNtechnische Fußnote; der Inhalt ist nur für Erstübersetzer aus dem Hebräischen/Griechischen interessant.: er antwortete ihnen nicht - d.h. „er wird ihnen nicht antworten“, ein bedeutungsloser T-ShiftV.a. in der hebräischen Poesie kann ein hebräischer Autor aus stilistischen Gründen von einer Person/Numerus/Genus/Tempus zu einer anderen Person/Numerus/Genus/Tempus wechseln, ohne dass dies Einfluss auf die Bedeutung der Textsemantik hätte. Meist finden diese Shifts von einem Sticho auf den nächsten statt, es ist aber sogar möglich, dass sie im selben Sticho erfolgen; s. z.B. Gevirtz 1961, S. 157f... (Zurück zu v.42)
Ansichten