Psalm 22

Aus Die Offene Bibel

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Anmerkungen

Studienfassung (Psalm 22)

1Für den Chorleiter (Dirigenten, Singenden, Musizierenden).a
Nach „Hirschkuh der Mörgenröte“ ([Vorzutragen vom] Vorsteher [über das Ritual] „Hirschkuh der Morgenröte“).b
Ein Psalm (begleitetes Lied) von (für, über, nach Art von) David


2 Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen,
[Warum] [bist du] fern von meiner Rettung (von meinem Schreien),c [von den] den Worten meiner Klage ([warum] [sind] die Worte meiner Klage fern von meiner Rettung; [warum] [bist du] fern von meiner Rettung, [fern von] [meinen] Worten, oh du meine Hilfe)?
3 Meine Gottheit, ich rufe Tag - doch du antwortest nicht (erhörst mich nicht) ,d
Und Nacht - doch [es gibt] nicht Ruhe für mich.e

4 [Auf]f dich - den Heiligen,
Der du thronst über den Lobgesängen Israelsg (Dabei thronst du doch als der Heilige / über den Lobgesängen Israels; Dabei bist du doch heilig/der Heilige, / thronst über den Lobgesängen Israels) -
5 Auf dich vertrauten [doch schon] unsere Vorfahren:
Sie vertrauten - und du hast sie befreit.
6 Zu dir schrien sie - und wurden gerettet,
Auf dich vertrauten sie - und wurden nicht zuschanden.

7 Ich aber bin ein Wurm und kein Mensch (Bin ich etwa ein Wurm und kein Mensch!? / Bin ja der Leute Spott...)
Der Leute Spott und verachtet vom Volk.
8 Alle, die mich sehen, verhöhnen mich,
Reißen die Lippe[n] auf, schütteln den Kopfh [und spotten:]i
9 „Wälze (Er hat gewälzt) [es (dich)]j auf JHWHEmpfehlung zur Aussprache: mein Herr, der HERR, GOTT, °unser Gott°, °unser Herr°, die/der Eine, die/der Ewige, die/der Heilige, die/der Lebendige, Ich-bin-da, Adonaj, Ha-Schem, Ha-Makom, Schechina. Erläuterungen dazu gibt es auf der Seite JHWH.! Der wird (soll) ihn retten,
Der wird (soll) ihn befreien - er hat ja Gefallen an ihm (er ist ja so gläubig)!“k

10 Ach! (So ists!, Denn) Du [warst] es [doch], der mich aus dem Schoß hervorbrechen ließ,l
Der mir Vertrauen einflößte (dem ich vertraute)m [schon] an der Brust meiner Mutter.
11 Auf dich bin ich geworfen [schon] vom Mutterleib an,n
[Schon] von meiner Mutter Schoß an bist du mein Gott.


12 Sei nicht fern von mir,
Denn die Enge (Bedrängnis) [ist] nahe;o
[Denn] kein Beschützer ist da.
13 Es umgeben mich mächtige (zahlreiche) Stiere,
Gewaltige Baschan[stiere]p umringen mich.
14 Es sperren ihr Maul auf gegen mich
Reißende, brüllende Löwen (Sie sperren ihr Maul gegen mich auf / [wie] ein reißender, brüllender Löwe).q

15 Wie Wasser bin ich ausgeschüttet,
Und es sind gelöst all meine Gebeine.
Es ist mein Herz wie {das}r Wachs -
Es zerschmilzt in meiner Brust.s
16 Trocken wie eine [Ton]scherbe ist meine Kraft (Kehle),t
Meine Zunge klebt mir am Gaumen.u
[Bald] wirst du mich in den Staub des Todes legenv können (Willst du mich in den Staub des Todes legen?).

17 Ach!, Es umgeben mich Hunde,
Eine Rotte von Übeltätern umzingelt (umkreist) mich.
Aufgegraben sind ([wie] {der} [ein]r Löwe, gebunden sind)w meine Hände und Füße.
18 Zählen kann ich all meine Knochen.x
Und sie wollen sich weiden, sich an mir ergötzen,
19 Sie wollen meine Kleider unter sich aufteilen
Und das Los um mein Gewand werfen!y

20 Aber du, JHWHEmpfehlung zur Aussprache: mein Herr, der HERR, GOTT, °unser Gott°, °unser Herr°, die/der Eine, die/der Ewige, die/der Heilige, die/der Lebendige, Ich-bin-da, Adonaj, Ha-Schem, Ha-Makom, Schechina. Erläuterungen dazu gibt es auf der Seite JHWH., sei nicht fern,z
Meine Hilfe, eile zu meiner Hilfe!aa
21 Bewahre vor dem Schwert mein Leben,
Vor der Gewalt der Hundeab mein Einziges!ac
22 Rette mich aus dem Rachen der Löwen,ad
Vor den Hörnern der Wildstiere mein Elendes (erhöre mich, du erhörst mich/hast mich erhört).ae


23 Ich will deinen Namenaf meinen Brüdern verkünden,
In der Kultgemeinde will ich dich preisen:ag
24 „Die ihr JHWHEmpfehlung zur Aussprache: mein Herr, der HERR, GOTT, °unser Gott°, °unser Herr°, die/der Eine, die/der Ewige, die/der Heilige, die/der Lebendige, Ich-bin-da, Adonaj, Ha-Schem, Ha-Makom, Schechina. Erläuterungen dazu gibt es auf der Seite JHWH. fürchtet (verehrt), preist ihn,
Alle Nachkommen Jakobs,ah ehret ihn,
Erschauertai vor ihm, alle Nachkommen Israels,
25 Denn er hat nicht verachtet und nicht verabscheut
Das Elend des Elenden,
Er hat nicht sein Gesicht vor ihm verborgen,aj
Und als er zu ihm schrie, erhörte er ihn!“

26 Von dir [wird sein] mein Lobgesang in großer Kultgemeinde,ak
Meine Gelübde werde ich vor denen erfüllen, die ihn fürchten (verehren):al
27 „Die Elendenam sollen essen und satt werden (sollen sich satt essen),
Es sollen JHWHEmpfehlung zur Aussprache: mein Herr, der HERR, GOTT, °unser Gott°, °unser Herr°, die/der Eine, die/der Ewige, die/der Heilige, die/der Lebendige, Ich-bin-da, Adonaj, Ha-Schem, Ha-Makom, Schechina. Erläuterungen dazu gibt es auf der Seite JHWH. preisen, die ihn verehren.an
Aufleben soll euer Herz für immer!“ao

28 Es werden (sollen) [davon]ap berichten und (Sie werden [davon] berichten und dann werden) zu JHWHEmpfehlung zur Aussprache: mein Herr, der HERR, GOTT, °unser Gott°, °unser Herr°, die/der Eine, die/der Ewige, die/der Heilige, die/der Lebendige, Ich-bin-da, Adonaj, Ha-Schem, Ha-Makom, Schechina. Erläuterungen dazu gibt es auf der Seite JHWH. umkehren
Alle Enden der Erdeaq
Und vor dir (vor ihm)ar werden (sollen) sich niederwerfen
Alle Sippen der Völker [mit den Worten:]as
29{Ja!} (Ja!, Denn) JHWHs [ist (das)] das Königtum
Und er [ist (sei)] Herrscher über die Völker.“
30 Ja, vor ihm werden sich niederwerfen (Es aßen und warfen sich nieder)at alle Fetten der Erde,
Vor seinem Gesichtau sich alle beugen, die in den Staub sinken.
Und [wer] seine Seele nicht am Leben erhalten konnte,
31 [bei dem] werden [seine] Nachkommen ihm dienen.av
Erzählen wird man vom Herrn der Generation, 32 die noch kommen wirdaw
Und verkünden seine Gerechtigkeit dem Volk, das noch geboren wird:
„Er hat gehandelt (hat [es] vollbracht)!“

Anmerkungen

Psalm 22 ist für Christen und Juden ein gleichermaßen zentraler Psalm, weil er im Neuen Testament als das Gebet Christi am Kreuz zitiert und im Midrasch zu den Psalmen und anderen frühjüdischen Schriften als das Gebet der Esther geschildert wird (vgl. dazu Menn 2000Menn, Esther Marie: No Ordinary Lament: Relecture and the Identity of the Distressed in Psalm 22, in: HTR 93/4, 2000. S. 301-341., S. 317ff.). Auch sonst gibt es vielfache Bezüge zwischen Psalm 22 und der Passion Christi, vgl. V. 2 mit Mk 15,34 parr., V. 8 mit Mk 15,29 par., V. 9 mit Mk 15,30 parr., V. 17 mit dem johanneischen Gedanken, Jesus sei ans Kreuz genagelt worden und V. 19 mit Mk 15,24 parr.

Es handelt sich bei Psalm 22 um einen bittenden „Klagepsalm“ eines von Feinden bedrängten Beters, der sich wegen dieser Bedrängung als von Gott verlassen sieht. Die einzelnen typischen Bestandteile dieser Psalmengattung sind klar erkennbar:
V. 1 ist die sog. „Psalmenüberschrift“. Diese Überschriften wurden den Psalmen nachträglich hinzugefügt; über ihren Sinn weiß man immer noch nichts Genaueres und auch die Bedeutung der einzelnen Vokabeln ist hier wie oft unklar. Doch da es sich um nachträgliche Hinzufügungen handelt, wirkt sich das glücklicherweise nicht allzu nachteilig auf das Verstndnis des Psalms im Ganzen aus.
Der eigentliche Psalm beginnt in Vv. 2f. mit der dreifachen „Invokation“, mit der der Beter die Aufmerksamkeit Gottes auf sich lenken will (2x „mein Gott“, 1x „meine Gottheit“). Daran schließt sich in Vv. 2-11.13-19 direkt die „Klage“ an, mit der Beter in zwei Durchgängen sein Geschick beklagt. Im ersten liegt der Fokus darauf, dass er sich als von Gott verlassen sieht, im zweiten auf der Bedrängung durch seine Feinde, durch die er vor Panik dem Sterben nahe ist.
In Vv. 12.20-22 findet sich die „Bitte“: Gott soll ihn beschützen und sein Leben vor seinen Feinden bewahren. Und in Vv. 23-32 folgt ein sog. „Dankgelübde“: Wenn Gott dieser seiner Bitte nachkommt, wird er dafür Gott vor der versammelten Kultgemeinde preisen und für Gott und die Kultgemeinde ein Dankopfermahl stiften.
Ein besonderer Zug findet sich dabei in Vv. 28-32, wo unterstützend hervorgehoben wird, wie sehr auch Gott davon profitieren würde, wenn er dem Beter hilft: Der Bericht von seinem rettenden Handeln wird auch zu den andersgläubigen Völkern dringen und beeindruckt von der Rettungsmacht Gottes werden darauf auch diese sich zu Gott bekehren, so dass Gott dadurch zum „König der ganzen Welt“ und zum „Herrscher über alle Völker“ wird.

aChorleiter - Heb. menatseach; genaue Bedeutung unklar. Die Primärübersetzung „Chorleiter“ ist mehr oder weniger Konvention. S. noch nächste FN. (Zurück zu v.1)
bNach „Hirschkuh der Morgenröte“ ([Vorzutragen vom] Vorsteher [über das Ritual] „Hirschkuh der Morgenröte“) - Ein weiterer Begriff mit unbekannter Bedeutung. Für gewöhnlich werden diese und ähnliche Angaben in anderen Psalmen so verstanden, dass damit die Melodie eines bekannten Liedes genannt werde, nach der auch dieser Psalm zu singen sei, zu übersetzen wäre also etwa: „[vorzutragen] nach [der Melodie] ‚Hirschkuh der Morgenröte‘“.
Einen wahrscheinlicheren Vorschlag zum Verständnis der sog. „Psalmenüberschriften“ hat 1970 John Sawyer gemacht (s. Sawyer 2011bSawyer, John F. A.: The Terminology of the Psalm Headings, in: Ders.: Sacred Texts and Sacred Meanings. Studies in Biblical Language and Literature. Sheffield, 2011.): In akkadischen Ritualtexten gibt es ähnliche Angaben wie in den Psalmüberschriften; u.a. wird dort häufig spezifiziert, wer den folgenden Text vorzutragen hat und welches Ritual Anlass des jeweiligen Ritualtextes ist. Entsprechend wäre dann in den Psalmen der menatseach nicht der „Chorleiter“ und die „Hirschkuh der Morgenröte“ nicht die Melodie, sondern der menatseach wäre Vorsteher über das Ritual mit dem Namen „Hirschkuh der Morgenröte“, bei dem der Psalm vorzuträgen wäre. Doch ist auch dies nur ein „educated guess“ und „Chorleiter“ und „[nach der Melodie]“ sind in dt. Üss. so etabliert, dass die LF doch besser den Primärüss. folgen sollte. (Zurück zu v.1)
cfern von meiner Rettung (von meinem Schreien) - Eine häufige biblische Metapher: Not wird erfahren als Abwesenheit Gottes; Gott hilft dem Notleidenden nicht, sondern „hat ihn verlassen“ und „hält sich fern“ von ihm - ist gar zu entfernt, um seine Klageworte zu empfangen und helfend darauf zu reagieren (s. ähnlich Ps 10,1; 35,22; 38,22; 71,12; Jes 59,9.11 u.ö.; vgl. z.B. TWATJenni, Ernst/Claus Westermann: Theologisches Handwörterbuch zum Alten Testament. München - Zürich, 1971-9. II, Sp. 770).
TextkritikDer Versuch, aus den überlieferten Bibelhandschriften die ursprünglichste Textversion zu ermitteln. Im AT gilt der sogenannte „Masoretische Text“ als Richtschnur, er ist allerdings teilweise über 2000 Jahre jünger als der zu ermittelnde „Urtext“ und kann daher Überlieferungsfehler enthalten. Atl. Textkritik versucht, durch den Vergleich mit anderen erhaltenen Textversionen solche womöglich fehlerhaften Stellen zu berichtigen. Bisweilen sind dabei Textänderungen nötig, die überhaupt kein Fundament in den alten Textzeugen haben, sondern nur auf Vermutungen basieren. Das NT ist wesentlich besser überliefert: Eine Vielzahl älterer Manuskripte sind erhalten. Allerdings gibt es keinen Ausgangstext mit einem dem Masoretischen Text vergleichbaren Stellenwert. Die ntl. Textkritik wägt daher Textvarianten aus unterschiedlichen Texttraditionen gegeneinander ab, um zu beurteilen, welche Variante die ursprünglichere ist.: Die Worte „von meiner Rettung“ (Heb. mischu`ati) werden häufig korrigiert zu „von meinem Schreien“ (Heb. mischaw`ati) (so z.B. BHSBiblica Hebraica Stuttgartensia; Deissler 1981Deissler, Alfons: „Mein Gott, warum hast du mich verlassen...?“ Das Reden zu Gott und von Gott in den Psalmen - am Beispiel von Psalm 22, in: Norbert Lohfink: Ich will euer Gott werden. Stuttgart, 1981., S. 102; Kselman 1982Kselman, John S.: „Why have you abandoned me?“ A Rhetorical Study of Psalm 22, in: David J.A. Clines u.a.: Art and Meaning: Rhetoric in Biblical Literature. Sheffield, 1982., S. 173-5); daher erklärt sich z.B. die Übersetzung „Warum bist du fern von meinem Flehen“ von Kurz für „Einheitsübersetzung“. 1980 erstmals als Gesamtausgabe erschienen. Heute noch vorgeschriebene Übersetzung für römisch-katholische Liturgie. Vom Stil her eine sog. „liturgische Übersetzung“: eher frei, eher verständlich; dennoch der Alltagssprache eher fern. „EÜ 16“ bezeichnet die 2016 erschienene Aktualisierung dieser Üs. und HER05Kurz für „revidierte Herder Bibel“, einer Revision der Herderbibel von 2005 durch Johannes Franzkowiak. Stilistisch eher den „liturgischen Bibelübersetzungen“ zuzuordnen.. Doch das ist ganz unnötig.
In der LF muss dieser VersEin Teil in einem Kapitel. wohl freier übersetzt werden; gut z.B. GNKurz für „Gute Nachricht Bibel“; als Vollbibel erstmals 1978 erschienen. Erste deutsche kommunikative Vollbibel; außerdem erste einzige durchgehend ökumenische deutsche Bibelübersetzungen. Ihre Rolle für die Geschichte der deutschen Bibelübersetzung ist schwer zu überschätzen.: „Warum hilfst du nicht, wenn ich schreie, warum bist du so fern?“; ähnlich NLKurz für „Neues Leben“, eine sehr kommunikative Übersetzung, die erstmals 2006 als Vollbibel erschien.. (Zurück zu v.2)
dAntworten ist in Zhgg. wie diesem fast stets ein stehender Begriff für die Gebetserhörungen Gottes. (Zurück zu v.3)
edoch [es gibt] nicht Ruhe für mich - dumijah („Schweigen“) bezieht sich hier wohl nicht auf das „Schweigen“ des Leids, sd. auf das Schweigen des Psalmisten: Im hierigen Sinne findet es sich nur noch in Ps 39,3, wo deutlich vom Verstummen des Psalmisten die Rede ist. S. auch R-SKurz für „Rießler-Storr“, die Zusammenführung der AT-Übersetzung von Paul Rießler und der NT-Übersetzung von Rupert Storr. Auch bekannt als „Grünewald Bibel“. Häufig ungewöhnliche Übersetzung; z.B. ist biblische Lyrik durchgehend im jambischen Rhythmus übersetzt; z.B. hat Rießler Akrostycha tatsächlich als alphabetische Gedichte auch ins Deutsche übersetzt, usw.: „Stillschweigen ist mir nicht vergönnt“; Weiser 1959Weiser, Artur: Die Psalmen. Göttingen, 5 1959.: „und ich kann doch nicht schweigen“ u.ö.
Der VersEin Teil in einem Kapitel. ist also als „meristisches HyperbatonStilmittel: Gezieltes Abweichen von gewöhnlicher Wort- oder Satzteilfolge. S. z.B. Gen 2,5: „Noch wuchs kein wildes Steppengewächs auf der Erde und keine Feldfrucht auf dem Feld, denn der Gott JHWH hatte es noch nicht regnen lassen auf der Erde und es war kein Mensch da, der den Acker bestellte“ = „Noch wuchs kein wildes Steppengewächs auf der Erde, denn der Gott JHWH hatte es noch nicht regnen lassen auf der Erde. Auch keine Feldfrucht wuchs auf dem Feld, denn es war kein Mensch da, der den Acker bestellte.““ strukturiert (wie z.B. auch Ps 19,14 (dazu s. FN aq)): Ähnlich, wie deutlich „Ich rufe Tag“ und „und Nacht“ zusammengehören, gehören auch „du antwortest nicht“ und „es gibt keine Ruhe für mich“ zusammen, beide Paare sind aber aus poetischen Gründen in zwei Zeilen aufgeteilt worden. Die Bedeutung ist dann: „Ich rufe Tag und Nacht, aber du antwortest nicht und [also] ist es mir nicht vergönnt, mit dem Rufen aufhören zu können“.
TextkritikDer Versuch, aus den überlieferten Bibelhandschriften die ursprünglichste Textversion zu ermitteln. Im AT gilt der sogenannte „Masoretische Text“ als Richtschnur, er ist allerdings teilweise über 2000 Jahre jünger als der zu ermittelnde „Urtext“ und kann daher Überlieferungsfehler enthalten. Atl. Textkritik versucht, durch den Vergleich mit anderen erhaltenen Textversionen solche womöglich fehlerhaften Stellen zu berichtigen. Bisweilen sind dabei Textänderungen nötig, die überhaupt kein Fundament in den alten Textzeugen haben, sondern nur auf Vermutungen basieren. Das NT ist wesentlich besser überliefert: Eine Vielzahl älterer Manuskripte sind erhalten. Allerdings gibt es keinen Ausgangstext mit einem dem Masoretischen Text vergleichbaren Stellenwert. Die ntl. Textkritik wägt daher Textvarianten aus unterschiedlichen Texttraditionen gegeneinander ab, um zu beurteilen, welche Variante die ursprünglichere ist.: SyrKurz für „Syrisch“; Bezeichnung für die syrische Bibelübersetzung „Peschitta“ - „die Einfache“. Entstanden ab dem 1. Jh. n. Chr. und Äth hatten offenbar einen anderslautenden hebräischen Text vor sich, nämlich statt dumijah li („Ruhe für mich“) dimitha li („du denkst nicht an mich“); Zorell 1926Zorell, Franz: Kritisches zu einigen Psalmversen, in: Bib 7/3, 1926. S. 311-320., S. 311 und Kissane 1953Kissane, Edward J.: The Book of Psalms. Translated from a Critically Revised Hebrew Text. Vol. I. Dublin, 1953., S. 98 wollen daher auch den hebräischen Text nach dimitha korrigieren (=> TextkritikDer Versuch, aus den überlieferten Bibelhandschriften die ursprünglichste Textversion zu ermitteln. Im AT gilt der sogenannte „Masoretische Text“ als Richtschnur, er ist allerdings teilweise über 2000 Jahre jünger als der zu ermittelnde „Urtext“ und kann daher Überlieferungsfehler enthalten. Atl. Textkritik versucht, durch den Vergleich mit anderen erhaltenen Textversionen solche womöglich fehlerhaften Stellen zu berichtigen. Bisweilen sind dabei Textänderungen nötig, die überhaupt kein Fundament in den alten Textzeugen haben, sondern nur auf Vermutungen basieren. Das NT ist wesentlich besser überliefert: Eine Vielzahl älterer Manuskripte sind erhalten. Allerdings gibt es keinen Ausgangstext mit einem dem Masoretischen Text vergleichbaren Stellenwert. Die ntl. Textkritik wägt daher Textvarianten aus unterschiedlichen Texttraditionen gegeneinander ab, um zu beurteilen, welche Variante die ursprünglichere ist.). Doch er macht Sinn, wie er steht, und wird von den anderen alten Üss. gestützt. (Zurück zu v.3)
f[Auf] - W. „Aber du, der Heilige, der du thronst über den Lobgesängen Israels - auf dich vertrauten...“. Ein sog. „Casus pendens“: Ein Satzglied (hier: „du, der Heilige, der du thronst über den Lobgesängen Israels“) wird aus seinem eigentlichen Zusammenhang im Satz herausgenommen, unverbunden vor den Satz gestellt und an seine „eigentliche“ Stelle im Satz wird als Platzhalter ein Pronomen gesetzt (hier: „auf dich). Gut Eerdmans 1947Eerdmans, B. D.: The Hebrew Book of Psalms. Leiden, 1947., S. 172: „And thou, holy one, that inhabitest the praises of Israel, / our fathers trusted in thee.“ (Zurück zu v.4)
gden Heiligen, der du thronst über den Lobgesängen Israels! - Mit dem Ausdruck der Heilige ist hier wie z.B. auch in Jes 5,16; 5,19 (vgl. V. 20); 41,20 (vgl. V. 21); 48,17 (vgl. V. 18) die übermenschliche Gerechtigkeit Gottes bezeichnet (so gut Herkenne 1936Herkenne, Heinrich: Das Buch der Psalmen. Bonn/Hanstein, 1936., S. 105), aufgrund der er als „der Heilige Israels“ auch stets auf der Seite seines Volkes steht.
Vv. 4-6 sind sehr wahrscheinlich keine Vertrauensäußerung, wie das z.B. Gerstenberger 1991Gerstenberger, Erhard S.: Psalms. Part 1. With an Introduction to Cultic Poetry. Grand Rapids, 1991. und Janowski 2003Janowski, Bernd: Konfliktgespräche mit Gott. Eine Anthropologie der Psalmen. Neukirchen-Vluyn, 2003. sehen. V. 7 zeigt deutlich, dass der Hinweis auf die früheren Rettungstaten Gottes der Kontrastierung dient: Ihnen hat Gott geholfen, ihm aber hilft er nicht - ihm, dem „Wurm“. Vv. 4-6 meinen also nicht: „[Warum hilfst du mir nicht?] Aber du bist ja der Heilige, [also wird schon alles gut werden -] du hast ja auch unseren Vorfahren geholfen.“, sondern sie dienen der Unterstreichung der in V. 2 ausgedrückten Verständnislosigkeit: „Warum hilfst du mir nicht? ... Du bist doch der Heilige, der schon unseren Vorfahren, die dich [wie ich] verehrten, geholfen hat!“ Die Argumentation in Vv. 2-6 geht damit ganz ähnlich wie die in Hab 1,12f.: „Bist du nicht von alters her mein Heiliger? Wir werden nicht sterben, JHWHEmpfehlung zur Aussprache: mein Herr, der HERR, GOTT, °unser Gott°, °unser Herr°, die/der Eine, die/der Ewige, die/der Heilige, die/der Lebendige, Ich-bin-da, Adonaj, Ha-Schem, Ha-Makom, Schechina. Erläuterungen dazu gibt es auf der Seite JHWH. - das hast du, oh Fels, als Gesetz festgesetzt und als Gebot bestimmt (≙ Vv. 4-6)... Warum aber schaust du dann Räubern zu und schweigst, wenn ein Gesetzloser den verschlingt, der gerechter ist als er? (≙ Vv. 2f.)“ Vgl. gut Charney 2013Charney, Davida: Maintaining Innocence Before a Divine Hearer: Deliberative Rhetoric in Psalm 22, Psalm 17, and Psalm 7, in: BI 21/1, 2013. S. 33-63. online unter: https://goo.gl/S8R9Uh, S. 47; Davis 1992Davis, Ellen F.: Exploding the Limits: Form and Function in Psalm 22, in: JSOT 53, 1992. S. 93-105., S. 97; Kissane 1953Kissane, Edward J.: The Book of Psalms. Translated from a Critically Revised Hebrew Text. Vol. I. Dublin, 1953., S. 99. (Zurück zu v.4)
hReißen die Lippe[n] auf, schütteln den Kopf - Zwei Gesten der Verachtung. Zur ersten Geste s. noch Ijob 16,10; Ps 35,21; zur zweiten Ps 44,14; 64,8. (Zurück zu v.8)
i[und spotten:] - das Folgende ist eine Spottrede der der „Leute“, die dem Psalmisten absprechen, dass Gott Wohlgefallen an ihm habe. Vgl. z.B. Gordis 1949Gordis, Robert: Quotations as a Literary Usage in Biblical, Oriental and Rabbinic Literature, in: HUCA 22, 1949. S. 157-219., S. 167f. (Zurück zu v.8)
jWälze (Er hat gewälzt) [es (dich)] - Ausdruck dafür, etwas jmds. Fürsorge anzuvertrauen, auf dass der sich darum kümmere; s. Ps 37,5; Spr 16,3; 1 Pet 5,7. Weil „wälzen“ im Dt. unverständlich ist, folgen viele der freieren Üs. von Mt 27,43: „Vertrau auf JHWHEmpfehlung zur Aussprache: mein Herr, der HERR, GOTT, °unser Gott°, °unser Herr°, die/der Eine, die/der Ewige, die/der Heilige, die/der Lebendige, Ich-bin-da, Adonaj, Ha-Schem, Ha-Makom, Schechina. Erläuterungen dazu gibt es auf der Seite JHWH.!“ Erwägenswert vielleicht BBDie BasisBibel, eine freie und frische Übersetzung von NT und Psalmen, die gezielt auf die Verbreitung in den Neuen Medien hinkonzipiert wurde. Oft übersetzt sie recht interpretativ, beweist dabei aber auch häufig ein sehr glückliches Händchen. Definitiv einen Blick wert - und das Design ist auch noch toll.: „Soll er doch seine Last auf den HERRN abwälzen!“, ASTADLER„‚Die Menschen lügen. Alle‘ und andere Psalmen“, Arnold Stadlers frische und recht textnahe Paraphrase der Psalmen, mit der er die biblischen Gedichte „nicht zu Tode übersetzen, sondern in eine Sprache, die lebt“ bringen wollte.: „Der soll seine Sorgen auf Gott abschieben!“
TextkritikDer Versuch, aus den überlieferten Bibelhandschriften die ursprünglichste Textversion zu ermitteln. Im AT gilt der sogenannte „Masoretische Text“ als Richtschnur, er ist allerdings teilweise über 2000 Jahre jünger als der zu ermittelnde „Urtext“ und kann daher Überlieferungsfehler enthalten. Atl. Textkritik versucht, durch den Vergleich mit anderen erhaltenen Textversionen solche womöglich fehlerhaften Stellen zu berichtigen. Bisweilen sind dabei Textänderungen nötig, die überhaupt kein Fundament in den alten Textzeugen haben, sondern nur auf Vermutungen basieren. Das NT ist wesentlich besser überliefert: Eine Vielzahl älterer Manuskripte sind erhalten. Allerdings gibt es keinen Ausgangstext mit einem dem Masoretischen Text vergleichbaren Stellenwert. Die ntl. Textkritik wägt daher Textvarianten aus unterschiedlichen Texttraditionen gegeneinander ab, um zu beurteilen, welche Variante die ursprünglichere ist.: LXXDie Septuaginta - die älteste durchgängige griechische Übersetzung des AT überhaupt; entstanden zwischen 250 v. Chr. und 100 n. Chr. Die LXX folgt vielerorts einer anderen Verszählung als deutsche Übersetzungen. Stellenangaben, die mit diesem Kürzel versehen sind, können von den Angaben im sonst aus dem Hebräischen übersetzten AT abweichen., SyrKurz für „Syrisch“; Bezeichnung für die syrische Bibelübersetzung „Peschitta“ - „die Einfache“. Entstanden ab dem 1. Jh. n. Chr., Hieronymus und Mt 27,43 lasen statt gol („Wälz“) gal („Er hat gewälzt“). Der urspr. heb. Text bot beide Deutungsmöglichkeiten; viele Exegeten folgen daher dieser Lesart, weil nach ihr kein Perspektivwechsel (Sprechen zum Psalmisten => Spotten über den Psalmisten) in der Rede der Leute stattfinden muss. Angesichts der beiden obigen atl. Parallelen und Ps 55,23, die alle im Imp. formuliert sind, liegt aber auch hier die Lesung als Imperativ näher (so richtig Gordis 1949Gordis, Robert: Quotations as a Literary Usage in Biblical, Oriental and Rabbinic Literature, in: HUCA 22, 1949. S. 157-219., S. 167, FN 21). (Zurück zu v.9)
kEr hat ja Gefallen an ihm (er ist ja so gläubig) - stark übersetzt von GNKurz für „Gute Nachricht Bibel“; als Vollbibel erstmals 1978 erschienen. Erste deutsche kommunikative Vollbibel; außerdem erste einzige durchgehend ökumenische deutsche Bibelübersetzungen. Ihre Rolle für die Geschichte der deutschen Bibelübersetzung ist schwer zu überschätzen., HfAKurz für „Hoffnung für Alle“. Erstmals 1996 als Vollbibel erschienen. Das bisherige Höchstmaß an Kommunikativität auf dem Markt der deutschen Bibeln., R-SKurz für „Rießler-Storr“, die Zusammenführung der AT-Übersetzung von Paul Rießler und der NT-Übersetzung von Rupert Storr. Auch bekannt als „Grünewald Bibel“. Häufig ungewöhnliche Übersetzung; z.B. ist biblische Lyrik durchgehend im jambischen Rhythmus übersetzt; z.B. hat Rießler Akrostycha tatsächlich als alphabetische Gedichte auch ins Deutsche übersetzt, usw.: „[Er ist] ja sein Liebling!“
Auch möglich: „Er ist ja so gläubig“, s. z.B. Ps 73,25, wo mit dem „Gefallen“ des Psalmisten an Gott seine Ganzhingabe ausgedrückt wird. Im Kontext macht das vielleicht sogar mehr Sinn, s. den dreimaligen Hinweis auf das „Vertrauen“ der Vorfahren in Vv. 5f. und die Rede vom Gottesverhältnis „von Geburt an“ des Psalmisten. Das ki („doch“) zu Beginn von V. 10 könnte dann mit „Ja!...“, „So ist es!...“ o.Ä. übersetzt werden: In der Tat ist der Psalmist schon von Geburt an tiefgläubig und ergo müsste Gott ihm daher hold sein (vgl. Ps 91,14!); völlig unverständlich ist daher jetzt Gottes plötzliche Abwesenheit. So aber nur wenige ältere Exegeten; erwogen noch z.B. von Olshausen 1853Olshausen, Justus: Die Psalmen. Erklärt. Leipzig, 1853. online unter: http://goo.gl/mR9E53, S. 122f. Vv. 10f. sind daher besser für die LF zu verstehen wie Vv. 4-6: „Früher warst du mir doch gut - [warum also jetzt nicht mehr]?“ (Zurück zu v.9)
laus dem Schoß hervorbrechen ließ - d.h. der bei meiner Geburt Hebammendienst leistete. V. 10 spricht davon, wie Gott sich schon von Geburt an um den Psalmisten kümmerte, V. 11 davon, wie der Psalmist dafür schon von Geburt an Gott tief verbunden war. (Zurück zu v.10)
mTextkritikDer Versuch, aus den überlieferten Bibelhandschriften die ursprünglichste Textversion zu ermitteln. Im AT gilt der sogenannte „Masoretische Text“ als Richtschnur, er ist allerdings teilweise über 2000 Jahre jünger als der zu ermittelnde „Urtext“ und kann daher Überlieferungsfehler enthalten. Atl. Textkritik versucht, durch den Vergleich mit anderen erhaltenen Textversionen solche womöglich fehlerhaften Stellen zu berichtigen. Bisweilen sind dabei Textänderungen nötig, die überhaupt kein Fundament in den alten Textzeugen haben, sondern nur auf Vermutungen basieren. Das NT ist wesentlich besser überliefert: Eine Vielzahl älterer Manuskripte sind erhalten. Allerdings gibt es keinen Ausgangstext mit einem dem Masoretischen Text vergleichbaren Stellenwert. Die ntl. Textkritik wägt daher Textvarianten aus unterschiedlichen Texttraditionen gegeneinander ab, um zu beurteilen, welche Variante die ursprünglichere ist.: der mir Vertrauen einflößte (dem ich vertraute - LXXDie Septuaginta - die älteste durchgängige griechische Übersetzung des AT überhaupt; entstanden zwischen 250 v. Chr. und 100 n. Chr. Die LXX folgt vielerorts einer anderen Verszählung als deutsche Übersetzungen. Stellenangaben, die mit diesem Kürzel versehen sind, können von den Angaben im sonst aus dem Hebräischen übersetzten AT abweichen., SyrKurz für „Syrisch“; Bezeichnung für die syrische Bibelübersetzung „Peschitta“ - „die Einfache“. Entstanden ab dem 1. Jh. n. Chr., VULDie Vulgata - neben der Septuaginta die wohl wichtigste antike Übersetzung der gesamten Bibel - ins Lateinische - von Hieronymus; entstanden zwischen 380 n. Chr. und 400 n. Chr., Hieronymus und TgKurz für „Targum“, eine frühjüdische Textgattung: Interpretative Übersetzung eines Bibeltextes ins Aramäische. hatten offenbar statt dem Text mabtichi („der mir Vertrauen einflößte“) mibtachi („der mein Vertrauen [war]) vorliegen, der auch in einigen Handschriften zu finden ist. Das ist eine sehr starke Bezeugung; warum dem nur Ehrlich 1905Ehrlich, Arnold B.: Die Psalmen. Neu uebersetzt und erklaert. Berlin, 1905. onine unter: http://goo.gl/r9Wpjj, S. 44 und Kissane 1953Kissane, Edward J.: The Book of Psalms. Translated from a Critically Revised Hebrew Text. Vol. I. Dublin, 1953., S. 98 folgen, ist nicht ganz verständlich. Wir folgen MT nur, weil dies eine starke Mehrheitsmeinung ist. (Zurück zu v.10)
nAuf dich bin ich geworfen - Vergleichbarer Ausdruck nur noch in Ps 55,23. Da diese Stelle wiederum stark an Ps 22,9; 37,5 und Spr 16,3 gemahnt, legt sich die Annahme nahe, dass „etwas auf JHWHEmpfehlung zur Aussprache: mein Herr, der HERR, GOTT, °unser Gott°, °unser Herr°, die/der Eine, die/der Ewige, die/der Heilige, die/der Lebendige, Ich-bin-da, Adonaj, Ha-Schem, Ha-Makom, Schechina. Erläuterungen dazu gibt es auf der Seite JHWH. werfen“ und „etwas auf JHWHEmpfehlung zur Aussprache: mein Herr, der HERR, GOTT, °unser Gott°, °unser Herr°, die/der Eine, die/der Ewige, die/der Heilige, die/der Lebendige, Ich-bin-da, Adonaj, Ha-Schem, Ha-Makom, Schechina. Erläuterungen dazu gibt es auf der Seite JHWH. wälzen“ gleichbedeutend sind und also bedeuten: „Etwas unter JHWHs Hut stellen.“ Hier aber wird nicht „etwas“ unter JHWHs Hut gestellt, sondern der Psalmist selbst. Sehr gut daher HER05Kurz für „revidierte Herder Bibel“, einer Revision der Herderbibel von 2005 durch Johannes Franzkowiak. Stilistisch eher den „liturgischen Bibelübersetzungen“ zuzuordnen.: „Dir bin ich zu Eigen von Anbeginn“; HfAKurz für „Hoffnung für Alle“. Erstmals 1996 als Vollbibel erschienen. Das bisherige Höchstmaß an Kommunikativität auf dem Markt der deutschen Bibeln.: „Du bist mein Gott, seitdem mein Leben im Mutterleib begann“.
Glückliche Fügung übrigens, wie dieser VersEin Teil in einem Kapitel. vor dem Hintergrund des Existentialismus gelesen werden kann, wo die „Geworfenheit“ die schutzlose Ausgeliefertheit des Menschen an die Welt meint. Nein, sagt Psalm 22: Von Geburt an ist der Mensch auf Gott geworfen und gerade daher der Welt eben nicht schutzlos ausgeliefert. (Zurück zu v.11)
oEnge (Bedrängnis) ist nahe - dazu s. Ps 4,2 (dazu FN f); 25,17: Not wird in der BibelDie Bibel ist das Buch über Gott. des Öfteren mit der Metapher des Beengt-seins ausgedrückt. Hier gleich doppelt: „die Enge ist nahe“ - ganz im Gegensatz zum „fernen“ Gott, der den Psalmisten verlassen hat. (Zurück zu v.12)
pBaschan[stiere] - Baschan war eine äußerst fruchtbare Region; die „Baschanstiere“ sind daher hier noch mal als Steigerung der bloßen „Stiere“ erwähnt: als besonders gut genährte und daher besonders gefährliche Vertreter ihrer Art. Vgl. Dtn 32,14 und Ez 39,18, wo die „Baschanstiere“ als besonders nahrhafte Vertreter ihrer Art genannt werden, und Am 4,1, wo sie gar zur Metapher für trinkfreudige Bonzen werden. (Zurück zu v.13)
qreißende, brüllende Löwen ([wie] ein reißender, brüllender Löwe) steht im heb. Text im Sg. Viele denken daher, dass Subjekt des „Maul-Aufsperrens“ die (selbst schon metaphorischen) Baschanstiere wären, die danach noch einmal mit dem Vergleich „[wie] ein Löwe“ näher spezifiziert würden. Wahrscheinlicher ist, dass Löwe hier ein sog. „kollektiver Singular“ mit Pluralbedeutung ist und als ein solcher mit dem Pluralverb „sie sperren ihr Maul gegen mich auf“ konstruiert wird.
Das „Maul-aufsperren“ ist hier nicht wie in V. 8 als Spottgeste zu verstehen, sondern wörtlich als Bild für die von den Löwen ausgehende Gefahr. (Zurück zu v.14)
r{das} (V. 15); {der} [ein] (V. 17) - Vergleiche werden im Heb. häufig auch dort mit best. Artikel konstruiert, wo das Dt. einen unbest. Artikel verwenden würde. (Zurück zu v.15 / zu v.17)
sEine Reihe starker Metaphern zur Beschreibung der Not: Aus lauter Furcht verflüssigt sich der Psalmist regelrecht. (Zurück zu v.15)
tTextkritikDer Versuch, aus den überlieferten Bibelhandschriften die ursprünglichste Textversion zu ermitteln. Im AT gilt der sogenannte „Masoretische Text“ als Richtschnur, er ist allerdings teilweise über 2000 Jahre jünger als der zu ermittelnde „Urtext“ und kann daher Überlieferungsfehler enthalten. Atl. Textkritik versucht, durch den Vergleich mit anderen erhaltenen Textversionen solche womöglich fehlerhaften Stellen zu berichtigen. Bisweilen sind dabei Textänderungen nötig, die überhaupt kein Fundament in den alten Textzeugen haben, sondern nur auf Vermutungen basieren. Das NT ist wesentlich besser überliefert: Eine Vielzahl älterer Manuskripte sind erhalten. Allerdings gibt es keinen Ausgangstext mit einem dem Masoretischen Text vergleichbaren Stellenwert. Die ntl. Textkritik wägt daher Textvarianten aus unterschiedlichen Texttraditionen gegeneinander ab, um zu beurteilen, welche Variante die ursprünglichere ist.: Kraft (Kehle) - Sehr viele Exegeten wollen den Text von kochi („meine Kraft“) nach chiki („mein Gaumen, meine Kehle“) korrigieren (z.B. auch BHSBiblica Hebraica Stuttgartensia), aber vgl. Ijob 30,30; Ps 32,4; 102,4f.; 119,83; Klgl 4,8: das Verbrennen bis zum Ausgetrocknet-sein eines Menschen gehört zu den Standardmetaphern heb. Lyrik zur Beschreibung von Leid, was für die Lyrik eines so heißen Landes wie Israel eigentlich nicht überraschen sollte. Und man beachte, dass in V. 15 zunächst die Flüssigkeit von einem Ganzheitsbegriff („ich“) und dann einem Teilbegriff („mein Herz“) ausgesagt wird; Entsprechendes findet sich hier von der Trockenheit: zunächst der Ganzheitsbegriff („meine Kraft“) und dann der Teilbegriff („meine Zunge“). (Zurück zu v.16)
uZwei weitere Metaphern. Man beachte, dass sie genau das Gegenteilige sagen: Fühlte der Dichter sich in V. 15 noch wie „ausgeschüttetes Wasser“ und sein Herz „zerschmolz“, ist seine Kraft in V. 16 „trocken wie eine Scherbe“ und „seine Zunge klebt ihm am Gaumen“ (W.: „an den beiden Kiefern“). Der Effekt ist der selbe wie im dt. „Vor Panik ist mir heiß und kalt zugleich“. (Zurück zu v.16)
vin den Staub des Todes legen - Heb. Idiom für „tot sein“, s. ähnlich Ijob 7,21; 17,16; 20,11; 21,26; Ps 22,30; Jes 26,19; Dan 12,2. Dass hier - anders als in den obigen Stellen - davon die Rede ist, dass JHWHEmpfehlung zur Aussprache: mein Herr, der HERR, GOTT, °unser Gott°, °unser Herr°, die/der Eine, die/der Ewige, die/der Heilige, die/der Lebendige, Ich-bin-da, Adonaj, Ha-Schem, Ha-Makom, Schechina. Erläuterungen dazu gibt es auf der Seite JHWH. den Beter in den Staub legen können wird, soll unterstreichen, dass es JHWHs Schuld sein wird, wenn er stirbt. (Zurück zu v.16)
wAufgegraben sind ([wie] ein Löwe, gebunden sind) - zu diesen Alternativen s. die nächste FN. (Zurück zu v.17)
xVv. 17-18a: Eine der umstrittensten Stellen in der BibelDie Bibel ist das Buch über Gott. überhaupt; hier sind etwas ausführlichere Anmerkungen angebracht. Sie sind dennoch möglichst knapp gehalten; für eine sehr schön verständliche Zfsg. s. z.B. den kürzlich erschienenen Eintrag auf dem Blog Is that in the Bible von Paul Davidson.

Das Wort „aufgegraben sind“ findet sich in den verschiedenen Handschriften hauptächlich in zwei Varianten: Als Substantiv ka´ari („wie ein Löwe“) im MT, als Verb ka´ru (s.u.) in anderen Handschriften, u.a. auch in der ältesten existenten Handschrift dieses Verses, XHev/Se4 (für eine Foto der entspr. Stelle s. Hopkin 2005, S. 167). Den Text von MT hatten offenbar auch TgKurz für „Targum“, eine frühjüdische Textgattung: Interpretative Übersetzung eines Bibeltextes ins Aramäische. und Saadja vorliegen; LXXDie Septuaginta - die älteste durchgängige griechische Übersetzung des AT überhaupt; entstanden zwischen 250 v. Chr. und 100 n. Chr. Die LXX folgt vielerorts einer anderen Verszählung als deutsche Übersetzungen. Stellenangaben, die mit diesem Kürzel versehen sind, können von den Angaben im sonst aus dem Hebräischen übersetzten AT abweichen., SymEine griechische Übersetzung der hebräischen Bibel ins Griechische aus dem 2. Jh. n. Chr. Heute nur noch fragmentarisch erhalten in den von Field gesammelten Überresten der Hexapla des Origines. Offenbar einst eine stilistisch besonders schöne Alternative zur LXX., AqAquila's Übersetzung des Alten Testaments ins Griechische; entstanden 125 n. Chr. Offenbar bewusst in Abgrenzung von der LXX als wörtlichere Übersetzung des MT konzipiert. Heute nur noch fragmentarisch erhalten in den von Field gesammelten Überresten der Hexapla des Origines., SyrKurz für „Syrisch“; Bezeichnung für die syrische Bibelübersetzung „Peschitta“ - „die Einfache“. Entstanden ab dem 1. Jh. n. Chr., VULDie Vulgata - neben der Septuaginta die wohl wichtigste antike Übersetzung der gesamten Bibel - ins Lateinische - von Hieronymus; entstanden zwischen 380 n. Chr. und 400 n. Chr. und Hieronymus dagegen ebenfalls ein Verb. Das ist Schwierigkeit (1). Schwierigkeit (2) ist, dass der Text der Variante ka´ari auf den ersten Blick keinen Sinn macht, gleichzeitig das Wort ka´ru in der zweiten Variante aber nicht zu existieren scheint und wir zu seinem Verständnis auf die alten Übersetzungen angewiesen sind. Schwierigkeit (3) ist dann aber, dass diese das Verb jeweils unterschiedlich verstanden; am wichtigsten: LXXDie Septuaginta - die älteste durchgängige griechische Übersetzung des AT überhaupt; entstanden zwischen 250 v. Chr. und 100 n. Chr. Die LXX folgt vielerorts einer anderen Verszählung als deutsche Übersetzungen. Stellenangaben, die mit diesem Kürzel versehen sind, können von den Angaben im sonst aus dem Hebräischen übersetzten AT abweichen., SyrKurz für „Syrisch“; Bezeichnung für die syrische Bibelübersetzung „Peschitta“ - „die Einfache“. Entstanden ab dem 1. Jh. n. Chr., VULDie Vulgata - neben der Septuaginta die wohl wichtigste antike Übersetzung der gesamten Bibel - ins Lateinische - von Hieronymus; entstanden zwischen 380 n. Chr. und 400 n. Chr.: „Sie durchbohrten/gruben auf meine Hände und Füße“; SymEine griechische Übersetzung der hebräischen Bibel ins Griechische aus dem 2. Jh. n. Chr. Heute nur noch fragmentarisch erhalten in den von Field gesammelten Überresten der Hexapla des Origines. Offenbar einst eine stilistisch besonders schöne Alternative zur LXX., AqAquila's Übersetzung des Alten Testaments ins Griechische; entstanden 125 n. Chr. Offenbar bewusst in Abgrenzung von der LXX als wörtlichere Übersetzung des MT konzipiert. Heute nur noch fragmentarisch erhalten in den von Field gesammelten Überresten der Hexapla des Origines., Hieronymus: „Sie banden meine Hände und Füße“. Diese textkritische Unsicherheit wird v.a. deshalb so stark diskutiert, weil das „sie durchbohrten meine Hände und Füße“ noch heute sehr häufig als auf Jesus vorausweisender, prophetischer VersEin Teil in einem Kapitel. aufgefasst wird.
Die Übersetzung „sie durchbohrten/gruben auf“ lässt sich am leichtesten so erklären, dass LXXDie Septuaginta - die älteste durchgängige griechische Übersetzung des AT überhaupt; entstanden zwischen 250 v. Chr. und 100 n. Chr. Die LXX folgt vielerorts einer anderen Verszählung als deutsche Übersetzungen. Stellenangaben, die mit diesem Kürzel versehen sind, können von den Angaben im sonst aus dem Hebräischen übersetzten AT abweichen., SyrKurz für „Syrisch“; Bezeichnung für die syrische Bibelübersetzung „Peschitta“ - „die Einfache“. Entstanden ab dem 1. Jh. n. Chr. und VULDie Vulgata - neben der Septuaginta die wohl wichtigste antike Übersetzung der gesamten Bibel - ins Lateinische - von Hieronymus; entstanden zwischen 380 n. Chr. und 400 n. Chr. ebenfalls ka´ru vorliegen hatten und dies verstanden als karu mit einem sog. „intrusiven Alef“ (dazu vgl. z.B. Delitzsch 1920Delitzsch, Friedrich: Die Lese- und Schreibfehler im Alten Testament. Nebst den dem Schrifttexte einverleibten Randnoten klassifiziert. Berlin/Leipzig, 1920. Online unter: http://goo.gl/4kDwff §31; zur Stelle Barré 2004Barré, Michael L.: The Crux of Psalm 22:17c: Solved at Long Last?, in: Bernard F. Batto u.a.: David and Zion. Biblical Studies in Honor of J. J. M. Robbins. Winona Lake, 2005., S. 288) von der Wurzel karah I („graben, bohren“). Die Übersetzung „sie banden“ ist entweder ebenso zu erklären und auf eine sonst in der BibelDie Bibel ist das Buch über Gott. nicht verwendete, mit karah I gleichlautende Wurzel karah IV („zusammenbinden“) zurückzuführen (vgl. z.B. KBL3Koehler, Ludwig/Walter Baumgartner: Hebräisches und aramäisches Lexikon zum Alten Testament. Leiden, 1967-1990., S. 473; ZLHZorell, Franciscus S.J.: Lexicon Hebraicum et Aramaicum Veteris Testamenti. Rom, 1968., S. 350) oder so, dass der ursprüngliche Text nicht ka´ru, sondern ´asru („sie haben gebunden“) gelautet hatte. Dies also sind die ersten drei möglichen Deutungen:

  • (1) „... wie ein Löwe meine Hände und Füße ...“ - auch durch eine alternative syntaktische Analyse nur schwer erklärlich, für einige Versuche s. aber Alexander 1850Alexander, Joseph Addison: The Psalms. Translated and Explained, Vol. I. Philadelphia, 6 1850. online unter: http://goo.gl/HCLNKp, S. 103; Eerdmans 1947Eerdmans, B. D.: The Hebrew Book of Psalms. Leiden, 1947., S. 172 nach Ross 1905Ross, A. P.: Psalm 22:17, in: ET 16/11, 1905. S. 523-524. und König 1905König, Eduard: Psalm 22:17, in: ET 17/3, 1905. S. 140.; Rendsburg 2002bRendsburg, Gary A.: Philological Notes 3, in: HS 43, 2002. S. 21-30. online unter: http://goo.gl/JsFL4Q; Swenson 2004Swenson, Kristin M.: Psalm 22:17: Circling around the Problem Again, in: JBL 123/4, 2004. S. 637-648., S. 642; Weber 2001Weber, Beat: Werkbuch Psalmen I. Die Psalmen 1-72. Stuttgart, 2001., S. 121.
  • (2) „... sie gruben meine Hände und Füße auf ...“ - so z.B. Gren 2005Gren, Conrad R.: Piercing the Ambiguities of Psalm 22:16 and the Messiah's Mission, in: JETS 48/2, 2005. S. 283-99. online unter: http://goo.gl/Y8yU8Z; Houston/Waltke 2010Houston, James M. / Bruce K. Waltke: The Psalms as Christian Worship. A Historical Commentary. Grand Rapids, 2010., S. 393f.; Patterson 2004Patterson, Richard D.: Psalm 22: From Trial to Triumph, in: JETS 47/2, 2004. S. 213-233. online unter: http://goo.gl/bAkc7q, S. 223; auch schon Houbigant 1777Houbigant, Charles-François: Notae Criticae in Universos Veteris Testamenti Libros Cum Hebraice, Tum Graece Scriptus. Cum Integris Eiusdem Prolegominis, Band 2. Frankfurt, 1777. online unter: http://goo.gl/qJ5OSW, S. 14.
  • (3) „... sie banden meine Hände und Füße ...“ - nach obiger Erklärung (1) z.B. Deissler 1981Deissler, Alfons: „Mein Gott, warum hast du mich verlassen...?“ Das Reden zu Gott und von Gott in den Psalmen - am Beispiel von Psalm 22, in: Norbert Lohfink: Ich will euer Gott werden. Stuttgart, 1981., S. 103f.; Driver 1946Driver, G.R.: Mistranslations, in: ET 57/7, 1946. S. 192-193., S. 139; Nõmmik 2014Nõmmik, Urmas: Between Praise and Lament. Remarks on the Development of the Hebrew Psalter, in: The Lutheran World Federation: Singing the Songs of the Lord in Foreign Lands: Psalms in Contemporary Lutheran Interpretation. Leipzig, 2014. online unter: https://goo.gl/F7WzLc, S. 100; nach Erklärung (2) z.B. Halévy 1893bHalévy, Joseph: Notes pour l'interprétation des Psaumes, in: Revue sémitique d'épigraphie et d'histoire ancienne 1/4, 1893., S. 292; Vall 1997Vall, Gregory: Psalm 22:17B: „The Old Guess“, in: JBL 116/1, 1997. S. 45-56..

Daneben haben einige weitere Vorschläge Schule gemacht und Eingang in dt. Üss. gefunden:

  • (4) „... meine Hände und Füße sind eingegangen / kurz geworden ...“: ka´ru sei abzuleiten von einer hypothetischen, sonst nicht verwendeten Wurzel karah V („eingehen, kurz werden“); so z.B. Roberts 1973Roberts, J. J. M.: A New Root for an Old Crux, Ps XXII 17c, in: VT 23/2, 1973. S. 247-252.; Kselman 1982Kselman, John S.: „Why have you abandoned me?“ A Rhetorical Study of Psalm 22, in: David J.A. Clines u.a.: Art and Meaning: Rhetoric in Biblical Literature. Sheffield, 1982., S. 178; zuletzt offenbar Brueggemann/Bellinger 2014Brueggemann, Walter / William H. Bellinger Jr.: Psalms. New York, 2014..
  • (5) „... meine Hände und Füße sind aufgebraucht (=erschöpft) ...“: Im ursprünglichen Text habe weder ka´ari noch ka´ru gestanden, sondern ka´lu; so z.B. Craigie 1983Craigie, Peter C.: Psalms 1-50. Dallas, 1983., S. 196; Kissane 1953Kissane, Edward J.: The Book of Psalms. Translated from a Critically Revised Hebrew Text. Vol. I. Dublin, 1953., S. 98.100f.
  • (6) „... meine Hände und Füße schmerzen ...“: Im ursprünglichen Text habe weder ka´ari noch ka´ru gestanden, sondern ka´abu; so z.B. Weiser 1959Weiser, Artur: Die Psalmen. Göttingen, 5 1959., S. 147.

Für zwei weitere, zu Unrecht in Vergessenheit geratene Deutungsvorschläge s. Stuart 1852Stuart, M: Hebrew Criticisms, in: BS 9, 1852. S. 51-77. online unter: http://goo.gl/aYAAFp und Barnes 1936Barnes, W. Emery: Two Psalm Notes, in: JTS 37/4, 1936. S. 385-387., S. 386. Daneben gibt es weitere, z.T. ganz abwegige Vorschläge.

Darüber, dass im ursprünglichen Text ein Verb stand, können wir uns recht sicher sein. Erstens fehlt in 17c nach der Version des MT offensichtlich ein Verb; die alten Ausleger Rashi, Ibn Ezra und Saadja etwa haben aus diesem Grund jeweils ein Verb ergänzen müssen. Zweitens würde nach der Version des MT hier für „Löwe“ eine andere Schreibweise verwendet als in Vv. 14.22, nämlich ´ari statt ´arjeh - was mindestens sehr selten wäre. Drittens werden die Gegner des Psalmisten im Verlauf des Psalms je zweimal mit dem selben Tier verglichen: a: Stiere (V. 13) => b: Löwen (V. 14) => c: Hunde (V. 17) => c': Hunde (V. 21) => b': Löwen (V. 22a) => a': Wildstiere (V. 22b). Stünde in V. 17c tatsächlich „Löwe“, wäre dieser Chiasmus zerstört und nur „Löwe“ würde dreimal genannt. Und viertens ist das Gewicht der Handschriften und vielen Übersetzungen, die hier ein Verb haben, sehr stark. Keines dieser Argumente ist zwingend; zusammen weisen sie aber doch recht deutlich darauf, dass im ursprünglichen Text ein Verb stand.
Von den obigen Alternativen ist dann sicher (2) vorzuziehen, da (3) - (6) entweder keinen Rückhalt in den alten Übersetzungen und Handschriften haben oder von einem Wort ausgehen müssen, das sich nicht belegen lässt. Außerdem lässt sich nur nach dieser Variante 18a erklären: Gerade deshalb, weil die Gegner dem Psalmisten „Arme und Beine aufgegraben“ haben, kann er nun „all seine Knochen zählen“ - weil ihm das Fleisch von den Knochen gerissen wurde.

Auch dieses Verb lässt sich aber nicht mit „durchbohren“ übersetzen, sondern bedeutet „graben“ und wird meist vom Ausheben eines Brunnen oder eines Grabes verwendet; in diesem Kontext vielleicht am besten „aufreißen“. Sehr überzogen die Üs. von Houston/Waltke 2010Houston, James M. / Bruce K. Waltke: The Psalms as Christian Worship. A Historical Commentary. Grand Rapids, 2010., S. 393 („Sie haben Löcher in meine Hände und Füße gebohrt“), die damit spielt, dass man im Dt. und Eng. Brunnen auch „bohren“ kann. Eine eindeutige Parallele zur Kreuzigung Jesu liegt hier also nicht vor. Sie sind aber ja auch so deutlich genug. (Zurück zu v.18)
yDas Aufteilen der Kleidung ist wohl eine Anspielung auf eine Hinrichtungsszene, s. Mk 15,24 parr., Sanh 6,3; vgl. Deissler 1981Deissler, Alfons: „Mein Gott, warum hast du mich verlassen...?“ Das Reden zu Gott und von Gott in den Psalmen - am Beispiel von Psalm 22, in: Norbert Lohfink: Ich will euer Gott werden. Stuttgart, 1981., S. 111. Der Psalmist schwebt in unmittelbarer Todesgefahr. (Zurück zu v.19)
zZu sei nicht fern s.o. FN c. (Zurück zu v.20)
aaMeine Hilfe, eile zu meiner Hilfe! - Wortspiel: Zwei us. Wörter mit der Bed. „Hilfe“ werden hier verwendet; das erste als Bezeichnung für Gott, das zweite zur Bezeichnung dessen, wozu Gott heraneilen soll. Ein Hilfeschrei in Potenz.
Zum ersten Wort (´ejalut), das sich nur hier in der BibelDie Bibel ist das Buch über Gott. findet, vgl. das syr. ´ijaluta („Hilfe“). Vgl. auch das verwandte ´ejal in Ps 88,5, das dort auch von LXXDie Septuaginta - die älteste durchgängige griechische Übersetzung des AT überhaupt; entstanden zwischen 250 v. Chr. und 100 n. Chr. Die LXX folgt vielerorts einer anderen Verszählung als deutsche Übersetzungen. Stellenangaben, die mit diesem Kürzel versehen sind, können von den Angaben im sonst aus dem Hebräischen übersetzten AT abweichen., SyrKurz für „Syrisch“; Bezeichnung für die syrische Bibelübersetzung „Peschitta“ - „die Einfache“. Entstanden ab dem 1. Jh. n. Chr. und VULDie Vulgata - neben der Septuaginta die wohl wichtigste antike Übersetzung der gesamten Bibel - ins Lateinische - von Hieronymus; entstanden zwischen 380 n. Chr. und 400 n. Chr. mit „Hilfe“ übersetzt wird, und auch dazu das syr. Äquivalent (´ijala, „Hilfe“). LXXDie Septuaginta - die älteste durchgängige griechische Übersetzung des AT überhaupt; entstanden zwischen 250 v. Chr. und 100 n. Chr. Die LXX folgt vielerorts einer anderen Verszählung als deutsche Übersetzungen. Stellenangaben, die mit diesem Kürzel versehen sind, können von den Angaben im sonst aus dem Hebräischen übersetzten AT abweichen. daher richtig: „meine Hilfe“; VULDie Vulgata - neben der Septuaginta die wohl wichtigste antike Übersetzung der gesamten Bibel - ins Lateinische - von Hieronymus; entstanden zwischen 380 n. Chr. und 400 n. Chr. kannte es offenbar nicht und übersetzt „meine Stärke“. Letzterem folgen leider die meisten Üss. (Zurück zu v.20)
abder Hunde - W. „des Hundes“, kollektiver Sg. mit Pl.-Bed. (Zurück zu v.21)
acEinzige - wohl poet. Wechselbegriff für „Leben“, s. ebenso Ps 35,17. (Zurück zu v.21)
adder Löwen - W. „des Löwen“, kollektiver Sg. mit Pl.-Bed. (Zurück zu v.22)
aeTextkritikDer Versuch, aus den überlieferten Bibelhandschriften die ursprünglichste Textversion zu ermitteln. Im AT gilt der sogenannte „Masoretische Text“ als Richtschnur, er ist allerdings teilweise über 2000 Jahre jünger als der zu ermittelnde „Urtext“ und kann daher Überlieferungsfehler enthalten. Atl. Textkritik versucht, durch den Vergleich mit anderen erhaltenen Textversionen solche womöglich fehlerhaften Stellen zu berichtigen. Bisweilen sind dabei Textänderungen nötig, die überhaupt kein Fundament in den alten Textzeugen haben, sondern nur auf Vermutungen basieren. Das NT ist wesentlich besser überliefert: Eine Vielzahl älterer Manuskripte sind erhalten. Allerdings gibt es keinen Ausgangstext mit einem dem Masoretischen Text vergleichbaren Stellenwert. Die ntl. Textkritik wägt daher Textvarianten aus unterschiedlichen Texttraditionen gegeneinander ab, um zu beurteilen, welche Variante die ursprünglichere ist.: mein Elendes (erhöre mich, du erhörst mich/hast mich erhört) - Laut MT „du erhörst mich/hast mich erhört“. Viele Üss. und Kommentare wollen das ernsthaft so verstehen, dass mitten in der Zeile ein Heilsorakel, ein Heilshandeln Gottes o.Ä. anzusetzen ist und der Beter also mitten in der Zeile aus einer ganz anderen Situation heraus zu reden beginnt: „Rette mich aus dem Rachen der Löwen / und von den Hörnern der Wildstiere! ... Du hast mir geantwortet.“ Das liegt sehr fern. Entweder haben wir hier einen T-ShiftV.a. in der hebräischen Poesie kann ein hebräischer Autor aus stilistischen Gründen von einer Person/Numerus/Genus/Tempus zu einer anderen Person/Numerus/Genus/Tempus wechseln, ohne dass dies Einfluss auf die Bedeutung der Textsemantik hätte. Meist finden diese Shifts von einem Sticho auf den nächsten statt, es ist aber sogar möglich, dass sie im selben Sticho erfolgen; s. z.B. Gevirtz 1961, S. 157f.. (ein sog. „prekatives Qatal“) vor uns und das Verb mit vermeintlicher Vergangenheits-/Präsensbedeutung wird hier aus poet. Gründen wie ein Imperativ verwendet („antworte mir!“, so Buttenwieser 1938Buttenwieser, Moses: The Psalms. Chronologically Treated with a New Translation. Chicago, 1938. online unter: http://goo.gl/bpgnjM, S. 606; Goldingay 2006Goldingay, John: Psalms. Volume 1: Psalms 1-41. Grand Rapids, 2006., S. 335; Houston/Waltke 2010Houston, James M. / Bruce K. Waltke: The Psalms as Christian Worship. A Historical Commentary. Grand Rapids, 2010., S. 394; viele Üss.), oder: LXXDie Septuaginta - die älteste durchgängige griechische Übersetzung des AT überhaupt; entstanden zwischen 250 v. Chr. und 100 n. Chr. Die LXX folgt vielerorts einer anderen Verszählung als deutsche Übersetzungen. Stellenangaben, die mit diesem Kürzel versehen sind, können von den Angaben im sonst aus dem Hebräischen übersetzten AT abweichen., SyrKurz für „Syrisch“; Bezeichnung für die syrische Bibelübersetzung „Peschitta“ - „die Einfache“. Entstanden ab dem 1. Jh. n. Chr., SymEine griechische Übersetzung der hebräischen Bibel ins Griechische aus dem 2. Jh. n. Chr. Heute nur noch fragmentarisch erhalten in den von Field gesammelten Überresten der Hexapla des Origines. Offenbar einst eine stilistisch besonders schöne Alternative zur LXX. hatten offenbar in dem ihnen vorliegenden Text nicht anithani („du antwortest mir/hast mir geantwortet“) stehen, sondern anijathi („mein Elendes“), einen weiteren poet. Wechselbegriff für „mein Leben“. Vermutlich ist eher dies der ursprüngliche Text, denn das natürlichste Verständnis des MT („Von den Hörnern der Wildstiere hast du mir geantwortet“) wäre das, dass Gott sich auf den Hörnern des Wildstieres befindet und von dort dem Schreien des Psalmisten antwortet. So auch Kissane 1953Kissane, Edward J.: The Book of Psalms. Translated from a Critically Revised Hebrew Text. Vol. I. Dublin, 1953., S. 98; Spieckermann 1989Spieckermann, Hermann: Heilsgegenwart. Eine Theologie der Psalmen. Göttingen, 1989. online unter: http://goo.gl/MZllRs, S. 241; Terrien 2003Terrien, Samuel: The Psalms. Strophic Structure and Theological Commentary. Grand Rapids, 2003., S. 233 u.a., auch Kurz für „Einheitsübersetzung“. 1980 erstmals als Gesamtausgabe erschienen. Heute noch vorgeschriebene Übersetzung für römisch-katholische Liturgie. Vom Stil her eine sog. „liturgische Übersetzung“: eher frei, eher verständlich; dennoch der Alltagssprache eher fern. „EÜ 16“ bezeichnet die 2016 erschienene Aktualisierung dieser Üs., GRAILRevised Grail Psalter, eine speziell für das Stundengebet angefertigte liturgische Psalmenübersetzung. Philologisch exzellent und in gut singbarem Sprachrhythmus formuliert., HER05Kurz für „revidierte Herder Bibel“, einer Revision der Herderbibel von 2005 durch Johannes Franzkowiak. Stilistisch eher den „liturgischen Bibelübersetzungen“ zuzuordnen.. Schön WEINEine eher freie, aber sehr starke Nachdichtung des Psalters ins Deutsche durch den katholischen expressionistischen Dichter Franz Johannes Weinrich; nachkontrolliert vom großen Alfons Deissler. Unbedingt lesenswert.: „Hole mich aus dem Rachen des Löwen, / mich Armen vom Gehörn der Stiere...!“
Fun Fact: Bei den „Wildstieren“ handelt es sich laut LXXDie Septuaginta - die älteste durchgängige griechische Übersetzung des AT überhaupt; entstanden zwischen 250 v. Chr. und 100 n. Chr. Die LXX folgt vielerorts einer anderen Verszählung als deutsche Übersetzungen. Stellenangaben, die mit diesem Kürzel versehen sind, können von den Angaben im sonst aus dem Hebräischen übersetzten AT abweichen. um „Einhörner“; in einigen Üss. hat sich das tatsächlich durchgehalten, z.B. TAFKurz für „Tafelbibel“, die Bibelübersetzung von Leonhard und Ludwig Tafel. Sehr wörtliche Übersetzung; laut eigener Auskunft hatte Tafel allein im Alten Testament 40.000 Verbesserungen veranstaltet. Interessant, da hier häufiger auch seltenere Übersetzungsweisen gefunden werden können.: „Von des Einhorns Hörnern antworte mir!“ (Zurück zu v.22)
afdeinen Namen - Der „Name“ Gottes steht in Kontexten wie diesem fast stets für „Gott im Menschenmund“: Der Psalmist verspricht, Gott vor seinen Glaubensbrüdern zu preisen, wenn er ihm hilft.
Der Übergang von der Bitte zum Dankgelübde kommt hier wie oft sehr plötzlich; mitgedacht werden muss: „[Wenn du dies alles tust,] will ich dich vor meinen Brüdern preisen.“ Gut daher MENKurz für „Menge Bibel“; entstanden zwischen 1900 und 1922. Dennoch auch heute noch gut lesbar und recht häufig empfohlen als Muster einer Übersetzung, der es gelingt, philologisch genau und dennoch kommunikativ zu übersetzen. Sprachlich merkt man ihr Alter allerdings deutlich., R-SKurz für „Rießler-Storr“, die Zusammenführung der AT-Übersetzung von Paul Rießler und der NT-Übersetzung von Rupert Storr. Auch bekannt als „Grünewald Bibel“. Häufig ungewöhnliche Übersetzung; z.B. ist biblische Lyrik durchgehend im jambischen Rhythmus übersetzt; z.B. hat Rießler Akrostycha tatsächlich als alphabetische Gedichte auch ins Deutsche übersetzt, usw.: „Dann will ich deinen Namen meinen Brüdern kundtun“; vielleicht sogar etwas wie die Übersetzungsempfehlung der T4TTranslation for Translators - eine freie Paraphrase der Bibel, die versucht, den Sinn des Bibeltextes nachzuzeichnen, um anderen Übersetzern ihre Aufgabe zu erleichtern. Unwahrscheinlich hilfreich und online einsehbar unter http://goo.gl/fu4Oxx: „If you save me from them, I will declare to my fellow Israelis...“ (Zurück zu v.23)
agEs folgt eine „Probe der Rede, ... welche der Dichter nach V. 23 zum Ruhme JHVHes im Verein seiner Gesinnungsgenossen halten will, wenn er ihn aus seiner Not gerettet hat.“ (Ehrlich 1905Ehrlich, Arnold B.: Die Psalmen. Neu uebersetzt und erklaert. Berlin, 1905. onine unter: http://goo.gl/r9Wpjj, S. 47) (Zurück zu v.23)
ahNachkommen Jakobs - Häufiger Wechselbegriff für die „Israeliten“, die Nachfahren ihres Stammvaters Jakob/Israel (vgl. Jakob (WiBiLex)). Der Psalmist verspricht, als Bindeglied zwischen der in Vv. 4-6 berichteten Verehrung der „Vorfahren“ und der Verehrung der aktuellen Kultgemeinde, den „Nachkommen Jakobs“, zu fungieren: Schon diese haben Gott verehrt und auch deren Nachkommen will nun der Psalmist zur Verehrung Gottes aufrufen. (Zurück zu v.24)
aiErschauert, nämlich in Ehrfurcht. (Zurück zu v.24)
ajEr hat nicht sein Gesicht vor ihm verborgen - Die Bedeutung dieser Redewendung ist recht eindeutig: Die Rede vom „Verbergen des Gesichtes“ findet sich häufiger in der BibelDie Bibel ist das Buch über Gott. und bedeutet wörtlich „nicht hinsehen“ (s. z.B. Ex 3,6; Ps 10,11; 51,11); in Bezug auf JHWHs Gesicht ist der Ausdruck dann sprichwörtlich geworden für einen Gnadenentzug JHWHs (s. Dtn 31,17f.20; Ps 13,2; 27,9; 30,8; 44,25; 69,18; 88,15; 102,3; 104,29; 143,7; Jes 8,17; 54,8; 59,2; 64,6; Jer 33,5; Ez 39,23f.29; Mic 3,4): JHWHEmpfehlung zur Aussprache: mein Herr, der HERR, GOTT, °unser Gott°, °unser Herr°, die/der Eine, die/der Ewige, die/der Heilige, die/der Lebendige, Ich-bin-da, Adonaj, Ha-Schem, Ha-Makom, Schechina. Erläuterungen dazu gibt es auf der Seite JHWH. verbirgt sein Gesicht vor jemandem = JHWHEmpfehlung zur Aussprache: mein Herr, der HERR, GOTT, °unser Gott°, °unser Herr°, die/der Eine, die/der Ewige, die/der Heilige, die/der Lebendige, Ich-bin-da, Adonaj, Ha-Schem, Ha-Makom, Schechina. Erläuterungen dazu gibt es auf der Seite JHWH. schaut jemanden nicht mehr gnädig an (und lässt so zu, dass Unheil über ihn hereinbricht).
Der zur Probe gegebene Lobpreis ist suggestiv formuliert: Gott hat nicht verachtet, nicht verabscheut und nicht sein Gesicht verborgen; erst mit dem vierten Verb folgt eine positive Formulierung. Das macht Sinn: V. 25 ist immer noch Teil des Bittgebets, mit dem der Beter JHWHEmpfehlung zur Aussprache: mein Herr, der HERR, GOTT, °unser Gott°, °unser Herr°, die/der Eine, die/der Ewige, die/der Heilige, die/der Lebendige, Ich-bin-da, Adonaj, Ha-Schem, Ha-Makom, Schechina. Erläuterungen dazu gibt es auf der Seite JHWH. zur Umkehr bewegen will: Er soll doch bitte aufhören, sein Gesicht vor ihm zu verbergen. (Zurück zu v.25)
akVon dir [wird sein] mein Lobgesang in großer Kultgemeinde - d.h. Du wirst mir durch deine Hilfe Anlass zum Lobgesang geben (Driver 1898Driver, Samuel R.: The Parallel Psalter. Oxford, 1898. online unter: http://goo.gl/V09bpL, S. 58 FN 2). Noch mal wird der Bestechungsversuch deutlich gemacht: JHWHEmpfehlung zur Aussprache: mein Herr, der HERR, GOTT, °unser Gott°, °unser Herr°, die/der Eine, die/der Ewige, die/der Heilige, die/der Lebendige, Ich-bin-da, Adonaj, Ha-Schem, Ha-Makom, Schechina. Erläuterungen dazu gibt es auf der Seite JHWH. muss helfen, dann wird der Psalmist im Gegenzug besagten Lobgesang anstimmen.
Gut übersetzt NGÜNT- und Psalmenübersetzung der Genfer Bibelgesellschaft 2000-2011. Eine vorbildliche Verknüpfung von philologischer Genauigkeit und kommunikativer Flüssigkeit.: „Du, Herr, gibst mir Grund dafür, dich zu loben inmitten der großen Gemeinde.“ (Zurück zu v.26)
alV. 27c (euer Herz“) zeigt, dass auch V. 27 eine „Probe einer später zu haltenden Rede“ ist; worin also das Gelübde besteht, lässt sich aus V. 27 erschließen: Der Psalmist gelobt ein Todah-Mahl - ein Dankopfermahl, das der Dankende im Vorhof des Tempels für bis zu 200 andere JHWHEmpfehlung zur Aussprache: mein Herr, der HERR, GOTT, °unser Gott°, °unser Herr°, die/der Eine, die/der Ewige, die/der Heilige, die/der Lebendige, Ich-bin-da, Adonaj, Ha-Schem, Ha-Makom, Schechina. Erläuterungen dazu gibt es auf der Seite JHWH.-Gläubige spendierte. Vgl. z.B. Deissler 1981Deissler, Alfons: „Mein Gott, warum hast du mich verlassen...?“ Das Reden zu Gott und von Gott in den Psalmen - am Beispiel von Psalm 22, in: Norbert Lohfink: Ich will euer Gott werden. Stuttgart, 1981., S. 116. Gut wieder WEINEine eher freie, aber sehr starke Nachdichtung des Psalters ins Deutsche durch den katholischen expressionistischen Dichter Franz Johannes Weinrich; nachkontrolliert vom großen Alfons Deissler. Unbedingt lesenswert.: „...und vor den Augen aller, die dich fürchten, / das Opfer bringen, das ich dir gelobt.“
TextkritikDer Versuch, aus den überlieferten Bibelhandschriften die ursprünglichste Textversion zu ermitteln. Im AT gilt der sogenannte „Masoretische Text“ als Richtschnur, er ist allerdings teilweise über 2000 Jahre jünger als der zu ermittelnde „Urtext“ und kann daher Überlieferungsfehler enthalten. Atl. Textkritik versucht, durch den Vergleich mit anderen erhaltenen Textversionen solche womöglich fehlerhaften Stellen zu berichtigen. Bisweilen sind dabei Textänderungen nötig, die überhaupt kein Fundament in den alten Textzeugen haben, sondern nur auf Vermutungen basieren. Das NT ist wesentlich besser überliefert: Eine Vielzahl älterer Manuskripte sind erhalten. Allerdings gibt es keinen Ausgangstext mit einem dem Masoretischen Text vergleichbaren Stellenwert. Die ntl. Textkritik wägt daher Textvarianten aus unterschiedlichen Texttraditionen gegeneinander ab, um zu beurteilen, welche Variante die ursprünglichere ist.: LXXDie Septuaginta - die älteste durchgängige griechische Übersetzung des AT überhaupt; entstanden zwischen 250 v. Chr. und 100 n. Chr. Die LXX folgt vielerorts einer anderen Verszählung als deutsche Übersetzungen. Stellenangaben, die mit diesem Kürzel versehen sind, können von den Angaben im sonst aus dem Hebräischen übersetzten AT abweichen. und SyrKurz für „Syrisch“; Bezeichnung für die syrische Bibelübersetzung „Peschitta“ - „die Einfache“. Entstanden ab dem 1. Jh. n. Chr. haben den Text offenbar nicht als „Rede-probe“ verstanden und daher „euer Herz“ geändert nach „ihr Herz“; dem folgen auch einige Üss. (Zurück zu v.26)
amElende - urspr. Bed. d. Wortes: „elend, arm“; in späteren bib. Texten auch ein terminus technicus für JHWHEmpfehlung zur Aussprache: mein Herr, der HERR, GOTT, °unser Gott°, °unser Herr°, die/der Eine, die/der Ewige, die/der Heilige, die/der Lebendige, Ich-bin-da, Adonaj, Ha-Schem, Ha-Makom, Schechina. Erläuterungen dazu gibt es auf der Seite JHWH.-Verehrer. Diese beiden Bedd. lassen sich oft nicht völlig trennen; auch hier ist wohl beides gemeint. (Zurück zu v.27)
andie ihn verehren - W. „die ihn suchen“; in späteren Texten aber terminus technicus für den JHWHEmpfehlung zur Aussprache: mein Herr, der HERR, GOTT, °unser Gott°, °unser Herr°, die/der Eine, die/der Ewige, die/der Heilige, die/der Lebendige, Ich-bin-da, Adonaj, Ha-Schem, Ha-Makom, Schechina. Erläuterungen dazu gibt es auf der Seite JHWH.-Glauben (vgl. THATJenni, Ernst/Claus Westermann: Theologisches Handwörterbuch zum Alten Testament. München - Zürich, 1971-9. I, Sp. 464: „sich zu Jahwe halten“). Hier auch i.S.v. „danken“ (nämlich für die Teilhabe am Mahl), aber es ist auffällig, dass das selbe Verb wie in Vv. 23f. verwendet wird: Der Preis des Beters soll über den „Umweg“ des Dankopfermahls an die anderen JHWHEmpfehlung zur Aussprache: mein Herr, der HERR, GOTT, °unser Gott°, °unser Herr°, die/der Eine, die/der Ewige, die/der Heilige, die/der Lebendige, Ich-bin-da, Adonaj, Ha-Schem, Ha-Makom, Schechina. Erläuterungen dazu gibt es auf der Seite JHWH.-Verehrer „überschwappen“. (Zurück zu v.27)
aoAufleben soll euer Herz für immer scheint eine Art „Banquet-Toast“ (Gordis 1949Gordis, Robert: Quotations as a Literary Usage in Biblical, Oriental and Rabbinic Literature, in: HUCA 22, 1949. S. 157-219., S. 171) gewesen zu sein. Die ersten beiden Zeilen sind offen in die Runde gesprochen - wohl einleitend vor Beginn des Todah-Mahls, um das „Ziel“ des Mahl zum Ausdruck zu bringen -, die letzte Zeile als Toast zur Eröffnung des Mahls selbst. (Zurück zu v.27)
ap[davon] - schwierige Stelle; der Zusammenhang von Vv. 28-32 mit vorigen Teil des Psalms ist nicht leicht zu erkennen. Häufig hält man diese Verse daher für eine spätere Hinzufügung. Wahrscheinlich lassen sie sich aber auch so erklären: So, wie der Psalmist laut Vv. 23-25 den JHWHEmpfehlung zur Aussprache: mein Herr, der HERR, GOTT, °unser Gott°, °unser Herr°, die/der Eine, die/der Ewige, die/der Heilige, die/der Lebendige, Ich-bin-da, Adonaj, Ha-Schem, Ha-Makom, Schechina. Erläuterungen dazu gibt es auf der Seite JHWH.-gläubigen Israeliten von JHWHs Heilshandeln berichtet hat, wird dieser Bericht auch an die andersgläubigen Nationen dringen und beeindruckt von Gottes Macht werden sie sich zu JHWHEmpfehlung zur Aussprache: mein Herr, der HERR, GOTT, °unser Gott°, °unser Herr°, die/der Eine, die/der Ewige, die/der Heilige, die/der Lebendige, Ich-bin-da, Adonaj, Ha-Schem, Ha-Makom, Schechina. Erläuterungen dazu gibt es auf der Seite JHWH. bekehren. S. zum Gedanken z.B. Ps 51,15f. und vgl. gut Kissane 1953Kissane, Edward J.: The Book of Psalms. Translated from a Critically Revised Hebrew Text. Vol. I. Dublin, 1953., S. 102. (Zurück zu v.28)
aqAlle Enden der Erde = „die ganze Welt“. (Zurück zu v.28)
arTextkritikDer Versuch, aus den überlieferten Bibelhandschriften die ursprünglichste Textversion zu ermitteln. Im AT gilt der sogenannte „Masoretische Text“ als Richtschnur, er ist allerdings teilweise über 2000 Jahre jünger als der zu ermittelnde „Urtext“ und kann daher Überlieferungsfehler enthalten. Atl. Textkritik versucht, durch den Vergleich mit anderen erhaltenen Textversionen solche womöglich fehlerhaften Stellen zu berichtigen. Bisweilen sind dabei Textänderungen nötig, die überhaupt kein Fundament in den alten Textzeugen haben, sondern nur auf Vermutungen basieren. Das NT ist wesentlich besser überliefert: Eine Vielzahl älterer Manuskripte sind erhalten. Allerdings gibt es keinen Ausgangstext mit einem dem Masoretischen Text vergleichbaren Stellenwert. Die ntl. Textkritik wägt daher Textvarianten aus unterschiedlichen Texttraditionen gegeneinander ab, um zu beurteilen, welche Variante die ursprünglichere ist.: vor dir (vor ihm) - „vor dir“ nach MT; vor ihm nach einigen Handschriften, LXXDie Septuaginta - die älteste durchgängige griechische Übersetzung des AT überhaupt; entstanden zwischen 250 v. Chr. und 100 n. Chr. Die LXX folgt vielerorts einer anderen Verszählung als deutsche Übersetzungen. Stellenangaben, die mit diesem Kürzel versehen sind, können von den Angaben im sonst aus dem Hebräischen übersetzten AT abweichen., SyrKurz für „Syrisch“; Bezeichnung für die syrische Bibelübersetzung „Peschitta“ - „die Einfache“. Entstanden ab dem 1. Jh. n. Chr., Hieronymus. Häufig wird daher in Kommentaren und Üss. davon ausgegangen, dass Letzteres die ursprüngliche Version war, und der Text zu „vor ihm“ geändert. Wohl unnötig; der unvermittelte Wechsel von einer Person zur anderen ist in der bib. Poesie ein häufiges Stilmittel („P-ShiftV.a. in der hebräischen Poesie kann ein hebräischer Autor aus stilistischen Gründen von einer Person/Numerus/Genus/Tempus zu einer anderen Person/Numerus/Genus/Tempus wechseln, ohne dass dies Einfluss auf die Bedeutung der Textsemantik hätte. Meist finden diese Shifts von einem Sticho auf den nächsten statt, es ist aber sogar möglich, dass sie im selben Sticho erfolgen; s. z.B. Gevirtz 1961, S. 157f..); die Üs. von LXXDie Septuaginta - die älteste durchgängige griechische Übersetzung des AT überhaupt; entstanden zwischen 250 v. Chr. und 100 n. Chr. Die LXX folgt vielerorts einer anderen Verszählung als deutsche Übersetzungen. Stellenangaben, die mit diesem Kürzel versehen sind, können von den Angaben im sonst aus dem Hebräischen übersetzten AT abweichen., SyrKurz für „Syrisch“; Bezeichnung für die syrische Bibelübersetzung „Peschitta“ - „die Einfache“. Entstanden ab dem 1. Jh. n. Chr. und Hieronymus lassen sich auch damit erklären, dass sie das erkannt und idiomatscher in ihre Sprachen übertragen haben. (Zurück zu v.28)
as[mit den Worten] - Auch V. 29 ist wahrscheinlich ein Zitat; hier das Zitat von „allen Sippen der Völker“, die damit Gott als rechtmäßigen Herrscher über die Völker anerkennen. Das ki („Ja!“, „denn“) ist dann wohl ein sog. „ki recitativum“ und dient genau dem Zweck, das folgende als wörtliche Rede zu markieren. (Zurück zu v.28)
atTextkritikDer Versuch, aus den überlieferten Bibelhandschriften die ursprünglichste Textversion zu ermitteln. Im AT gilt der sogenannte „Masoretische Text“ als Richtschnur, er ist allerdings teilweise über 2000 Jahre jünger als der zu ermittelnde „Urtext“ und kann daher Überlieferungsfehler enthalten. Atl. Textkritik versucht, durch den Vergleich mit anderen erhaltenen Textversionen solche womöglich fehlerhaften Stellen zu berichtigen. Bisweilen sind dabei Textänderungen nötig, die überhaupt kein Fundament in den alten Textzeugen haben, sondern nur auf Vermutungen basieren. Das NT ist wesentlich besser überliefert: Eine Vielzahl älterer Manuskripte sind erhalten. Allerdings gibt es keinen Ausgangstext mit einem dem Masoretischen Text vergleichbaren Stellenwert. Die ntl. Textkritik wägt daher Textvarianten aus unterschiedlichen Texttraditionen gegeneinander ab, um zu beurteilen, welche Variante die ursprünglichere ist.: Die alternative Üs. ist die wörtliche Üs. des MT, der offensichtlich keinen Sinn macht. Beinahe allgemein anerkannt ist daher die Textkorrektur von ´aklu wajischtachawu („Es aßen und warfen sich nieder“; Konsonanten: ´klw wjschtchw) zu ´ak lo jischtachawu („Ja, vor ihm warfen sich nieder“; Konsonanten: ´k lw jschtchw). Für eine noch schonendere Textkorrektur s. die übernächste FN. (Zurück zu v.30)
auseinem Gesicht - d.h. „vor ihm“. (Zurück zu v.30)
avVv. 30f. - Wir folgen hier der Deutung von Keel-Leu 1970Keel-Leu, Othmar: Nochmals Psalm 22,28-32, in: Bib 51/3, 1970. S. 405-413., der auch Kselman 1982Kselman, John S.: „Why have you abandoned me?“ A Rhetorical Study of Psalm 22, in: David J.A. Clines u.a.: Art and Meaning: Rhetoric in Biblical Literature. Sheffield, 1982., S. 189 und Davis 1992Davis, Ellen F.: Exploding the Limits: Form and Function in Psalm 22, in: JSOT 53, 1992. S. 93-105., S. 101, FN 2 folgen: Laut mehrfachem Zeugnis der BibelDie Bibel ist das Buch über Gott. können Gestorbene JHWHEmpfehlung zur Aussprache: mein Herr, der HERR, GOTT, °unser Gott°, °unser Herr°, die/der Eine, die/der Ewige, die/der Heilige, die/der Lebendige, Ich-bin-da, Adonaj, Ha-Schem, Ha-Makom, Schechina. Erläuterungen dazu gibt es auf der Seite JHWH. gar nicht preisen (s. Ps 6,6; 30,10; 88,11f.; 115,17; Jes 38,18; Sir 17,22f.). Vv. 30c darf daher nicht zu 30b gezogen werden („Es werden sich verbeugen alle Fetten der Erde vor seinem Gesicht / und der, der seine Seele nicht am Leben erhalten konnte.“), sondern muss als Nebensatz von V. 31a gedeutet werden: „[Von dem,] der seine Seele nicht am Leben erhalten konnte, / werden [seine] Nachkommen ihm dienen“. Die „Fetten“, die, die „in den Staub sinken“ (dazu s.o. FN v) und die, die „ihre Seele nicht am Leben erhalten konnten“ bilden einen dreifachen MerismusRhetorische Figur: Ein Oberbegriff wird durch zwei Unterbegriffe umschrieben. Besonders häufig: Ausdruck einer Gesamtheit durch zwei gegensätzliche Begriffe. Bsp.: Ex 10,9: „Mose sprach: Wir wollen ziehen mit Jung und Alt, mit Söhnen und Töchtern, mit Schafen und Rindern; denn wir haben ein Fest JHWHs.“, mit dem die Gesamtheit der andersgläubigen Völker bezeichnet werden: Die „Fetten“ sind dabei die Gesunden und Reichen unter ihnen (sicher in Abgrenzung von den „elenden“ Israeliten in V. 27); die, die „in den Staub sinken“ die Sterbenden und die, die „ihre Seele nicht am Leben erhalten konnten“ die bereits Gestorbenen. Sogar sie werden über den „Umweg“ ihrer Nachfahren in die allgemeine JHWHEmpfehlung zur Aussprache: mein Herr, der HERR, GOTT, °unser Gott°, °unser Herr°, die/der Eine, die/der Ewige, die/der Heilige, die/der Lebendige, Ich-bin-da, Adonaj, Ha-Schem, Ha-Makom, Schechina. Erläuterungen dazu gibt es auf der Seite JHWH.-Verehrung eingegliedert.
tFNtechnische Fußnote; der Inhalt ist nur für Erstübersetzer aus dem Hebräischen/Griechischen interessant.: Diese Deutung ist übrigens vielleicht auch mit einer noch schonenderen Textkorrektur als der in 30a möglich: Das Wayyiqtol wajischtachawu ist umzupunktieren zum Weyiqtol wejischtachawu; das we fungiert dabei als „Waw apodoseos“. ´aklu ist ein independenter asyndetischer Relativsatz wie z.B. auch in Jes 41,24, dann:

Wer aß, wird sich niederwerfen, (gemeint sind die zum Mahl geladenen Armen aus V. 27)

Alle Fetten der Erde (sc. die Reichen) werden sich vor seinem Gesicht verbeugen;

Und von allen, die hinabgestiegen sind in den Staub -

Von dem, der seine Seele nicht am Leben erhalten konnte -
Werden [seine] Nachkommen ihm dienen. (Zurück zu v.31)
awTextkritikDer Versuch, aus den überlieferten Bibelhandschriften die ursprünglichste Textversion zu ermitteln. Im AT gilt der sogenannte „Masoretische Text“ als Richtschnur, er ist allerdings teilweise über 2000 Jahre jünger als der zu ermittelnde „Urtext“ und kann daher Überlieferungsfehler enthalten. Atl. Textkritik versucht, durch den Vergleich mit anderen erhaltenen Textversionen solche womöglich fehlerhaften Stellen zu berichtigen. Bisweilen sind dabei Textänderungen nötig, die überhaupt kein Fundament in den alten Textzeugen haben, sondern nur auf Vermutungen basieren. Das NT ist wesentlich besser überliefert: Eine Vielzahl älterer Manuskripte sind erhalten. Allerdings gibt es keinen Ausgangstext mit einem dem Masoretischen Text vergleichbaren Stellenwert. Die ntl. Textkritik wägt daher Textvarianten aus unterschiedlichen Texttraditionen gegeneinander ab, um zu beurteilen, welche Variante die ursprünglichere ist.: W. „sie werden kommen“; das Wort gehört wie in der LXXDie Septuaginta - die älteste durchgängige griechische Übersetzung des AT überhaupt; entstanden zwischen 250 v. Chr. und 100 n. Chr. Die LXX folgt vielerorts einer anderen Verszählung als deutsche Übersetzungen. Stellenangaben, die mit diesem Kürzel versehen sind, können von den Angaben im sonst aus dem Hebräischen übersetzten AT abweichen. noch zum letzten VersEin Teil in einem Kapitel. („der Generation, [die noch kommen wird]); so fast alle Exegeten; eine neuere Ausnahme z.B. Houston/Waltke 2010Houston, James M. / Bruce K. Waltke: The Psalms as Christian Worship. A Historical Commentary. Grand Rapids, 2010., S. 396. (Zurück zu v.32)
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