Psalm 149: Unterschied zwischen den Versionen

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: mit Tamburin und Zither sollen sie ihm spielen.
: mit Tamburin und Zither sollen sie ihm spielen.
{{S|4}} Denn (Ja!,)<ref>für gewöhnlich wird V. 4 gelesen als „gattungstypische hymnische Begründung“ (so etwa Hossfeld / Zenger 2008, S. 864; Kraus 1966, S. 965), mit der der Grund für ein Lob- oder Dankgebet angegeben wird (in der Tat ist dies eine Recht häufige Konstruktion, allerdings wird sie eher zur Danksagung als zum Hymnischen Lobpreis verwendet, vgl. z.B. Lande 1949, S. 106f.). Gerstenberger deutet den Vers denn auch stattdessen als „hymnic affirmation“ (vgl. Gerstenberger 2001, S. 454). Hiervon geleitet könnte man das {{hebr}}כִי{{hebr ende}} lesen als emphatisch-affirmatives {{hebr}}כִי{{hebr ende}}, das bei Voranstellung in etwa die Bedeutung „ja!...“, „wirklich!...“ hat (vgl. Blommerde 1969, S. 30; Ges 18, S. 539; Gordis 1943, S. 176; Gordon §19:1184; HALOT; Sabottka 1972, S. 70; auch schon König 1922, S. 175). Soweit wir sehen, ist das noch nie vorgeschlagen worden, weshalb wir dies (einzig aus Ängstlichkeit) zur Sekundärentscheidung gemacht haben.</ref> JHWH hat Wohlgefallen an seinem Volk,
{{S|4}} Denn (Ja!,)<ref>für gewöhnlich wird V. 4 gelesen als „gattungstypische hymnische Begründung“ (so etwa Hossfeld / Zenger 2008, S. 864; Kraus 1966, S. 965), mit der der Grund für ein Lob- oder Dankgebet angegeben wird (in der Tat ist dies eine Recht häufige Konstruktion, allerdings wird sie eher zur Danksagung als zum Hymnischen Lobpreis verwendet, vgl. z.B. Lande 1949, S. 106f.). Gerstenberger deutet den Vers denn auch stattdessen als „hymnic affirmation“ (vgl. Gerstenberger 2001, S. 454). Hiervon geleitet könnte man das {{hebr}}כִי{{hebr ende}} lesen als emphatisch-affirmatives {{hebr}}כִי{{hebr ende}}, das bei Voranstellung in etwa die Bedeutung „ja!...“, „wirklich!...“ hat (vgl. Blommerde 1969, S. 30; Ges 18, S. 539; Gordis 1943, S. 176; Gordon §19:1184; HALOT; Sabottka 1972, S. 70; auch schon König 1922, S. 175). Soweit wir sehen, ist das noch nie vorgeschlagen worden, weshalb wir dies (einzig aus Ängstlichkeit) zur Sekundärentscheidung gemacht haben.</ref> JHWH hat Wohlgefallen an seinem Volk,
: die Unterdrückten (Gebeugten, Niedrigen, Demütigen, Armen, Hilflosen, Duldern) glorifiziert (verherrlicht,<ref>Sekundärentscheidung nach Ehrlich 1905, S. 392; Gerstenberger 2001, S. 454; Hossfeld / Zenger 2008, S. 865. Im HALOT wird neben denn auch „adorn“ o.Ä. (wie es in der Mehrzahl der Übersetzungen heißt) gar nicht mehr neben „to glorify“ erwähnt. Ehrlich: „{{hebr}}פאר{{hebr ende}} von einem Volk als Objekt gebraucht heisst ihm hohes Ansehen geben, sodass andere Völker sich eine Ehre daraus machen, zu ihm in Beziehungen zu treten.“<br />
: die Unterdrückten (Gebeugten, Niedrigen, Demütigen, Armen, Hilflosen, Duldern) glorifiziert (verherrlicht,<ref>Sekundärentscheidung nach Ehrlich 1905, S. 392; Gerstenberger 2001, S. 454; Hossfeld / Zenger 2008, S. 865. Die Mehrheitsübersetzung hier ist „schmücken“, was aber z.B. im HALOT schon gar nicht mehr neben „to glorify“ erwähnt wird. Ehrlich: „{{hebr}}פאר{{hebr ende}} von einem Volk als Objekt gebraucht heisst ihm hohes Ansehen geben, sodass andere Völker sich eine Ehre daraus machen, zu ihm in Beziehungen zu treten.“<br />
Eigentlich wäre dies unsere Primärentscheidung; es tut aber Not, hier anders denn mit „verherrlicht“ zu übersetzen. In V. 5 nämlich ist die Rede von „ihrer {{hebr}}כָבוֹד{{hebr ende}}“; und die einzige wirklich sinnvolle Übersetzungsmöglichkeit ist auch hier „Herrlichkeit“, obwohl es sich im Hebräischen hier um zwei unterschiedliche Wörter handelt. Beides gleich zu übersetzen kann leicht zum Missverständnis führen, dass es sich bei „ihrer {{hebr}}כָבוֹד{{hebr ende}}“ notwendig um das „Produkt, Ergebnis“ der {{hebr}}פָאַר{{hebr ende}}-Tätigkeit Gottes in V. 4 handle.</ref> schmückt, krönt?<ref>so EÜ, Herder, Menge, NL, Christensen 2005, Gunkel 1911, Kraus 1966, Terrien 2003; Henne-Rösch + Schmidt 1934: „kränzt“. Ich vermute, sie kommen hierauf durch Zusammenlesung von {{hebr}}פאר{{hebr ende}} II und {{hebr}}פְאֵר{{hebr ende}}, was aber zweifelhaft ist (vgl. z.B. Ges18, S. 1035).</ref>, hat verherrlicht) er mit Rettung (Sieg, Heil).
Eigentlich wäre dies unsere Primärentscheidung; es tut aber Not, hier anders denn mit „verherrlicht“ zu übersetzen. In V. 5 nämlich ist die Rede von „ihrer {{hebr}}כָבוֹד{{hebr ende}}“; und die einzige wirklich sinnvolle Übersetzungsmöglichkeit ist auch hier „Herrlichkeit“, obwohl es sich im Hebräischen hier um zwei unterschiedliche Wörter handelt. Beides gleich zu übersetzen kann leicht zum Missverständnis führen, dass es sich bei „ihrer {{hebr}}כָבוֹד{{hebr ende}}“ notwendig um das „Produkt, Ergebnis“ der {{hebr}}פָאַר{{hebr ende}}-Tätigkeit Gottes in V. 4 handle.</ref> schmückt, krönt?<ref>so EÜ, Herder, Menge, NL, Christensen 2005, Gunkel 1911, Kraus 1966, Terrien 2003; Henne-Rösch + Schmidt 1934: „kränzt“. Ich vermute, sie kommen hierauf durch Zusammenlesung von {{hebr}}פאר{{hebr ende}} II und {{hebr}}פְאֵר{{hebr ende}}, was aber zweifelhaft ist (vgl. z.B. Ges18, S. 1035).</ref>, hat verherrlicht) er mit Rettung (Sieg, Heil).



Version vom 14. Januar 2013, 18:35 Uhr

Syntax ungeprüft

Status: Studienfassung in Arbeit – Einige Verse des Kapitels sind bereits übersetzt. Wer die biblischen Ursprachen beherrscht, ist zum Einstellen weiterer Verse eingeladen. Auf der Diskussionsseite kann die Arbeit am Urtext dokumentiert werden. Dort ist auch Platz für Verbesserungsvorschläge und konstruktive Anmerkungen.
Status: Lesefassung folgt später – Bevor eine Lesefassung erstellt werden kann, muss noch an der Studienfassung gearbeitet werden. Siehe Übersetzungskriterien und Qualitätssicherung Wir bitten um Geduld.

Lesefassung (Psalm 149)

(kommt später)

Studienfassung (Psalm 149)

1Halleluja (Preist Jah, Preist JHWH)!
Singt JHWH ein neues Lied,a

[singt]b seinen Lob(-preis, Ruhm) in der Gemeinde (Truppe)c der Getreuen (Frommen, Heiligen (?))c

2Israel soll sich seines Schöpfersd (Formers)e freuen,

ob ihres Königs sollen Zion´s Söhne (Kinder) frohlocken(jubeln, jauchzen)f.

3Sie sollen seinen Namen preisen mit (img) Tanz (Reigen)h,

mit Tamburin und Zither sollen sie ihm spielen.

4 Denn (Ja!,)i JHWH hat Wohlgefallen an seinem Volk,

die Unterdrückten (Gebeugten, Niedrigen, Demütigen, Armen, Hilflosen, Duldern) glorifiziert (verherrlicht,j schmückt, krönt?k, hat verherrlicht) er mit Rettung (Sieg, Heil).


5Jauchzenf sollen die Getreuen (Frommen, Heiligen (?))c ob [ihrer]l Herrlichkeit,

jubelnf sollen sie auf ihren Lagern.

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Anmerkungen

aidiom. Ausdruck; vgl. z.B. auch Jes 42,10; Ps 33,3; Ps 40,3; Ps 96,1; Ps 98,1; Ps 144,9. In Psalmenkommentaren wird es üblicherweise dahingehend verstanden, dass Jahwe etwas „Neues“ getan habe und so nun auch ein „neues Lied“ erforderlich würde (so z.B. Gunkel 1911, S. 277; Hossfeld / Zenger 2008, S. 861; Waltner 2006, S. 709; Zenger 1987, S. 53). Anders Terrien, der entsprechend der üblichen Deutung des Psalms als „eschatologischen Hymnus“ auch den Ausdruck „ein neues Lied“ dahingehend versteht, dass er von der Zukunft handle (vgl. Terrien 2003, S. 924; ähnlich auch Tomes 2007, S. 247, obwohl nicht ganz klar ist, wie Tomes den Ausdruck nun eigentlich deutet - er beschränkt sich darauf, einige Aspekte herauszustellen, die andeuten könnten, „why the psalmists may have been convinced that they were composing or singing 'a new song'.“). Wieder anders und wohl am sinnvollsten Gerstenberger 2001, S. 452, der den Ausdruck bezieht auf „a characteristic kind of hymnic presentation“ (Zurück zu v.1)
bתְהִלָתוֹ gelesen als zweites Objekt von שִירוּ; so schon Ewald; vgl. auch Ehrlich 1905, S. 391; Gerstenberg 2001, S. 452. Eine Ergänzung von „erschalle“ o.Ä. (so ; Herder; Kraus 1966, S. 965; Nötscher 1953, S. 290) ist ganz unnötig. (Zurück zu v.1)
cvgl. Hossfeld / Zenger 2008, S. 855: „Das Wort קהל „Versammlung“ hat von seiner Verwendung her sowohl militärische (der Heerbann, das Aufgebot) wie kultische (Gemeinde) Konnotationen.“; daher der sekundäre Übersetzungsvorschlag „Truppe“.
Entsprechend wird dann auch das „Chasidim(meist: „fromm“, auch: „loyal“) mit einem „militärischeren“ Begriff übertragen; meist eben „Getreue“ (so NeÜ, SLT2000, ZÜR, Deissler 1989, Hossfeld / Zenger 2008, Zenger 1987), obwohl es auch von diesen dann i.d.R. als Ausdruck für die versammelte Kultusgemeinde verstanden wird. LUT84, Tafel und Goulder 1998 haben „Heilige“, warum auch immer. Im Englischen wird es gerne mit „faithful“ wiedergegeben, was ebenso wie das Hebräische beide Sinnebenen umfasst (so z.B. Alter 2007, Christensen 2005, Terrien 2003). (zu v.1 / zu v.5)
dPlural; vermutl. Hoheitsplural (vgl. Dahood 1970, S. 356; Hossfeld / Zenger 2008, S. 855; Kraus 1966, S. 965; ähnlich auch schon Paulus 1815, S. 594) (Zurück zu v.2)
eעשה steht hier im Partizip, womit angedeutet wird, dass JHWH Israel nicht nur einst geschaffen hat, sondern „dass Israel auch danach und weiterhin von JHWH „gemacht“ wird.“ (Hossfeld / Zenger, S. 861. Ehrlich 1905 kommentiert daher mit „Der Ausdruck bezeichnet hier nicht JHVH als den Schöpfer Israels, sondern als den, der es dazu gemacht, was es ist.“ Wir haben versucht, diesen Bedeutungsaspekt mit „Former“ wiederzugeben, obwohl zugegebenermaßen diese Lösung eher suboptimal ist. Zudem muss allein schon aufgrund der überwältigenden Mehrheit der Übertragungen mit „Schöpfer“ diese Übersetzungsalternative hier bei OfBi die primäre sein. (Zurück zu v.2)
fגִיל (V. 2), עָלַז (V. 5a) und רָנַנ (V. 5b) haben alle mehr oder weniger die selbe Bedeutung, nämlich stehen die Ausdrücke für einen lauten Ausdruck der Freude. Wie man die verfügbaren deutschen Entsprechungen verteilt, ist damit mehr oder weniger dem Belieben des jeweiligen Übersetzers anheim gestellt und entsprechend differieren die verschiedenen Übersetzungsversionen hier auch stark (z.B.:

MENGE: V. 2: jubeln - V. 5a: frohlocken - V. 5b: jauchzen vs.
TAFEL: V. 2: frohlocken - V. 5a: jauchzen - V. 5b: jubeln).

Allein, um die deutlich parallele Konstruktion in V. 5 auch auf phonetischer Ebene abzubilden, haben wir uns entschieden, „jubeln“ und „jauchzen“ dort und „frohlocken“ in V. 2 zu verwenden. (Zurück zu v.2 / zu v.5)
ghäufig wiedergegeben als beth locale - „im Tanz“ (Bernfeld, Buber, LUT84, MEN, SLT2000, Tafel, Zunz, Alter 2007, Christensen 2005, Deissler 1989, Goulder 1998, Gunkel 1911, Hengstenberg 1852, Nötscher 1953, Zorell 1928; ähnlich ELB, , NeÜ, NLB, Zür, Kraus 1966 („beim Tanz“); Schmidt 1934, Weiser 1966 („zum Reigen“)). Allerdings ist das direkt darauf folgende בְתׁף וְכִנוֹר, ebenfalls mit der Präposition Beth, zu auffällig und signifikant, als dass es hier je unterschiedlich gelesen und übersetzt werden dürfte. „Der Reigen war, wie die Musik dazu, Gottesdienst und gehörte somit zum Lobe JHVHes.“ (Ehrlich 1905, S. 392) Noch signifikanter ist es, wenn man die nächste Fußnote mit-einbezieht. (Zurück zu v.3)
hTur-Sinai übersetzt hier mit „Schalmei“, was auf den ersten Blick merkwürdig ist. Es findet sich eine ähnliche Deutung aber auch bei Zorell 1928, S. 259f., der sich durch Syr. und Tg. (der Tg. allerdings, wenn ich das richtig sehe, hat hier ebenfalls nur „Tanz“, vgl. den Text und die dazugehörige (englische) Übersetzung) dazu veranlasst fühlt, zu glauben, es handle sich hier u.U. nicht um eine Bezeichnung für „Tanzen“, sondern für ein weiteres Musikinstrument: „[...] videatur ese non chorea (LXX. Hier.), sed (Syr. Targ.) aliquod instrumentum musicum, a mulieribus quoque tractabile (Ex 15,20; Ri 111,34), fortasse sistrum [die Lexika geben hier „Isisklapper“].“ ähnlich auch Greswell 1873, S. 267. (Zurück zu v.3)
ifür gewöhnlich wird V. 4 gelesen als „gattungstypische hymnische Begründung“ (so etwa Hossfeld / Zenger 2008, S. 864; Kraus 1966, S. 965), mit der der Grund für ein Lob- oder Dankgebet angegeben wird (in der Tat ist dies eine Recht häufige Konstruktion, allerdings wird sie eher zur Danksagung als zum Hymnischen Lobpreis verwendet, vgl. z.B. Lande 1949, S. 106f.). Gerstenberger deutet den Vers denn auch stattdessen als „hymnic affirmation“ (vgl. Gerstenberger 2001, S. 454). Hiervon geleitet könnte man das כִי lesen als emphatisch-affirmatives כִי, das bei Voranstellung in etwa die Bedeutung „ja!...“, „wirklich!...“ hat (vgl. Blommerde 1969, S. 30; Ges 18, S. 539; Gordis 1943, S. 176; Gordon §19:1184; HALOT; Sabottka 1972, S. 70; auch schon König 1922, S. 175). Soweit wir sehen, ist das noch nie vorgeschlagen worden, weshalb wir dies (einzig aus Ängstlichkeit) zur Sekundärentscheidung gemacht haben. (Zurück zu v.4)
jSekundärentscheidung nach Ehrlich 1905, S. 392; Gerstenberger 2001, S. 454; Hossfeld / Zenger 2008, S. 865. Die Mehrheitsübersetzung hier ist „schmücken“, was aber z.B. im HALOT schon gar nicht mehr neben „to glorify“ erwähnt wird. Ehrlich: „פאר von einem Volk als Objekt gebraucht heisst ihm hohes Ansehen geben, sodass andere Völker sich eine Ehre daraus machen, zu ihm in Beziehungen zu treten.“
Eigentlich wäre dies unsere Primärentscheidung; es tut aber Not, hier anders denn mit „verherrlicht“ zu übersetzen. In V. 5 nämlich ist die Rede von „ihrer כָבוֹד“; und die einzige wirklich sinnvolle Übersetzungsmöglichkeit ist auch hier „Herrlichkeit“, obwohl es sich im Hebräischen hier um zwei unterschiedliche Wörter handelt. Beides gleich zu übersetzen kann leicht zum Missverständnis führen, dass es sich bei „ihrer כָבוֹד“ notwendig um das „Produkt, Ergebnis“ der פָאַר-Tätigkeit Gottes in V. 4 handle. (Zurück zu v.4)
kso , Herder, Menge, NL, Christensen 2005, Gunkel 1911, Kraus 1966, Terrien 2003; Henne-Rösch + Schmidt 1934: „kränzt“. Ich vermute, sie kommen hierauf durch Zusammenlesung von פאר II und פְאֵר, was aber zweifelhaft ist (vgl. z.B. Ges18, S. 1035). (Zurück zu v.4)
lDas „Herrlichkeit“ hat den Kommentatoren einiges Kopfzerbrechen bereitet, was an ihren Übersetzungen leicht abzulesen ist. Mit der „Ergänzung“ von „ihrer“ folgen wir einem Vorschlag von Dahood 1970, S. 356, der als „double duty-Suffix“ das Suffix von מִשְכְבוֹתָם ergänzt (ähnlich auch schon Gunkel 1911, S. 338). „Herrlichkeit“ wäre nach dieser Lesart ein Appellativ für Gott. V. 5a ließe sich so lesen als Reiteration der Aufforderung von V. 2, was besonders von daher Sinn macht, dass häufig (und auch bei uns) in V. 5 ein Neueinsatz, eine neue Strophe, gelesen wird (so etwa Gerstenberger 2001, S. 454; Hossfeld / Zenger 2008, S. 858.861; Waltner 2006, S. 710; Zenger 1987, S. 54-56) (eine weitere Aufteilung des Psalms nach V. 5 macht allein von der Syntax her gesehen nicht viel Sinn, vgl. Gerstenberger 2001, S. 454; gegen Christensen 2005, S. 1-2; Terrien 2003, S. 924). Zum double duty-Suffix vergleiche Blommerde 1969, S. 10: „In a verse of two stichs a suffix, used with a word in one of the stichs, may at the same time do duty for - and consequently be omittet from - a word of the other stich [...].“ (Zurück zu v.5)