Psalm 3: Unterschied zwischen den Versionen

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{{S|2}} JHWH! Wie [sind] viele (wie sehr vermehrt [sind]) meine Feinde!<br />
{{S|2}} JHWH! Wie [sind] viele (wie sehr vermehrt [sind]) meine Feinde!<br />
: [Wie]<ref name="double duty-mah">double duty-Pronomen aus V. 2a; vgl. Dahood 1965, S. 15; Ehrlich 1905, S. 5; The Grail Psalter; Kissane 1953, S. 10; MÜN</ref> [sind] viele (wie sehr vermehrt [sind]), die sich gegen mich erheben (meine Gegner)<ref>{{hebr}}קוּם עַל{{hebr ende}} „sich erheben gegen X“ hat feindliche Bedeutung; vgl. ''ad loc.'' z.B. Gunkel 1968, S. 14. KBL<sup>3</sup> listet denn {{hebr}}קָמִים{{hebr ende}} direkt als „Gegner“ (S. 1016). „Viele stehen gegen mich auf“ ist eine übertrieben wörtliche und wenig kommunikative Übersetzung, von der wir daher für die Lesefassung abraten.</ref>!<br />
: [Wie]<ref name="double duty-mah">double duty-Pronomen aus V. 2a; vgl. Dahood 1965, S. 15; Ehrlich 1905, S. 5; The Grail Psalter; Kissane 1953, S. 10; Kselman 1987, S. 574; MÜN</ref> [sind] viele (wie sehr vermehrt [sind]), die sich gegen mich erheben (meine Gegner)<ref>{{hebr}}קוּם עַל{{hebr ende}} „sich erheben gegen X“ hat feindliche Bedeutung; vgl. ''ad loc.'' z.B. Gunkel 1968, S. 14. KBL<sup>3</sup> listet denn {{hebr}}קָמִים{{hebr ende}} direkt als „Gegner“ (S. 1016). „Viele stehen gegen mich auf“ ist eine übertrieben wörtliche und wenig kommunikative Übersetzung, von der wir daher für die Lesefassung abraten.</ref>!<br />
{{S|3}} [Wie]<ref name="double duty-mah" /> [sind] viele (wie sehr vermehrt [sind]), die sagen über meine Seele (über mich)<ref>„Seele“ = im Heb. gebräuchliches Synonym für „Ich“ (vgl. z.B. Wolff 1973, S. 25f.). Im Deutschen nicht, daher sei für die Lesefassung zum Alternativ-vorschlag geraten.</ref>:  
{{S|3}} [Wie]<ref name="double duty-mah" /> [sind] viele (wie sehr vermehrt [sind]), die sagen über meine Seele (über mich)<ref>„Seele“ = im Heb. gebräuchliches Synonym für „Ich“ (vgl. z.B. Wolff 1973, S. 25f.). Im Deutschen nicht, daher sei für die Lesefassung zum Alternativ-vorschlag geraten.</ref>:  
: „Nicht [ist] (Es gibt keine) Rettung (Hilfe, Sieg)<ref>i.d.R. übersetzt mit dem etwas blassen „Hilfe“. Der Psalm stellt aber den Beter ganz deutlich als von Feinden bedrängt dar; kontextuell sehr viel angemessener ist daher „Rettung“. So gut auch z.B. Alter 2007, MÜN. „Heil“ oder gar „Erlösung“ ist kontextuell unpassend.</ref><ref>Das Suffix {{hebr}}תְה{{hebr ende}}- ist in der hebräischen Poesie häufig bedeutungslos und dient nur der „poetischen Emphase“; vgl. [http://en.wikisource.org/wiki/Gesenius%27_Hebrew_Grammar/90 GKC §90]g; ''ad loc.'' auch Schmidt 1934, S. 6; Kraus 1961, S. 23.</ref> für ihn durch (trotz)<ref>vgl. Lexikon/Lemma {{hebr}}[[בְּ]]{{hebr ende}}</ref> Gott!“  {Sela}<ref name="Sela">Die Bedeutung von {{hebr}}סֶלַה{{hebr ende}} „Selah“ ist unklar; vgl. Lexikon/Lemma {{hebr}}[http://www.offene-bibel.de/wiki/index.php5?title=Sela סֶלַה]{{hebr ende}}. In der Lesefassung sollte es daher besser gestrichen werden, da es sonst nur ein unverständlicher Fremdkörper im deutschen Text wäre.</ref><ref>Kein Strophenbruch; V.3 + V. 4 bilden eine deutliche Antithese; vgl. z.B. Krašovec 1984, S. 60f.</ref><br />
: „Nicht [ist] (Es gibt keine) Rettung (Hilfe, Sieg)<ref>i.d.R. übersetzt mit dem etwas blassen „Hilfe“. Der Psalm stellt aber den Beter ganz deutlich als von Feinden bedrängt dar; kontextuell sehr viel angemessener ist daher „Rettung“. So gut auch z.B. Alter 2007, MÜN. „Heil“ oder gar „Erlösung“ ist kontextuell unpassend.</ref><ref>Das Suffix {{hebr}}תְה{{hebr ende}}- ist in der hebräischen Poesie häufig bedeutungslos und dient nur der „poetischen Emphase“; vgl. [http://en.wikisource.org/wiki/Gesenius%27_Hebrew_Grammar/90 GKC §90]g; ''ad loc.'' auch Schmidt 1934, S. 6; Kraus 1961, S. 23.</ref> für ihn durch (trotz)<ref>vgl. Lexikon/Lemma {{hebr}}[[בְּ]]{{hebr ende}}</ref> Gott!“  {Sela}<ref name="Sela">Die Bedeutung von {{hebr}}סֶלַה{{hebr ende}} „Selah“ ist unklar; vgl. Lexikon/Lemma {{hebr}}[http://www.offene-bibel.de/wiki/index.php5?title=Sela סֶלַה]{{hebr ende}}. In der Lesefassung sollte es daher besser gestrichen werden, da es sonst nur ein unverständlicher Fremdkörper im deutschen Text wäre.</ref><ref>Kein Strophenbruch; V.3 + V. 4 bilden eine deutliche Antithese; vgl. z.B. Krašovec 1984, S. 60f; Kselman 1987, S. 573f.</ref><br />
{{S|4}} Doch du, oh JHWH, [bist] ein Schild um mich (bist Schutz für mich, schützt mich)<ref>Zu dieser Stelle wird gern erwogen, warum denn ein Schild ''ringsum'' Schutz sein könne (vgl. z.B. Gunkel 1964, S. 14: „Ein gewöhnlicher Schild deckt nur von ''einer'', Jahve aber von ''allen'' Seiten.“) Das ist unnötig; {{hebr}}מָגֵן{{hebr ende}} „Schild“ wird des öfteren auch rein metaphorisch für „Schutz“ verwendet (vgl. z.B. KBL<sup>3</sup>, S. 517) und {{hebr}}בַּעַד{{hebr ende}} „um...herum“ gibt auch einfach die Relation des Schutz-für-jmdn-Seins an (vgl. z.B. KBL<sup>3</sup>, S. 135). Der Sinn der beiden Teilverse ist: Viele sagen, es gäbe keine Rettung für den Beter von Gott - aber Gott schützt ihn ''eben doch''.</ref>,<br />
{{S|4}} Doch du, oh JHWH, [bist] ein Schild um mich (bist Schutz für mich, schützt mich)<ref>Zu dieser Stelle wird gern erwogen, warum denn ein Schild ''ringsum'' Schutz sein könne (vgl. z.B. Gunkel 1964, S. 14: „Ein gewöhnlicher Schild deckt nur von ''einer'', Jahve aber von ''allen'' Seiten.“) Das ist unnötig; {{hebr}}מָגֵן{{hebr ende}} „Schild“ wird des öfteren auch rein metaphorisch für „Schutz“ verwendet (vgl. z.B. KBL<sup>3</sup>, S. 517) und {{hebr}}בַּעַד{{hebr ende}} „um...herum“ gibt auch einfach die Relation des Schutz-für-jmdn-Seins an (vgl. z.B. KBL<sup>3</sup>, S. 135). Der Sinn der beiden Teilverse ist: Viele sagen, es gäbe keine Rettung für den Beter von Gott - aber Gott schützt ihn ''eben doch''.</ref>,<br />
: [du bist] mein Mächtiger (mein Herrlicher, mein Ansehen, meine Herrlichkeit)<ref>Die letzte Alternative ist die Standartübersetzung. Sie macht aber nicht sehr viel Sinn (=> *''Max ist Moritz' Herrlichkeit''). Gelegentlich wird es daher gedeutet als z.B. „Gegenstand meines Rühmens“=„der von mir Gerühmte“ (z.B. Baethgen 1892, S. 8) oder „Quelle meines Rühmens“ (z.B. Houston/Waltke 2010, S. 202; Kissane 1953, S. 11), was zwar beides möglich ist, aber nicht gut in den Kontext des Psalms passt. Entschieden vorzuziehen ist daher - da ja auch der vorangehende Teilvers und der folgende Teilvers-teil Gottes-prädikationen enthält - die Deutung, die {{hebr}}כָּבוּד{{hebr ende}} als JHWH-Appellativ liest, wie das Wort häufiger in der Bibel verwendet wird. So z.B. ''ad loc.'' Christensen 2005, S. 1; Dahood 1965, S. 15; Krašovec 1984, S. 60.<br />
: [du bist] mein Mächtiger (mein Herrlicher, mein Ansehen, meine Herrlichkeit)<ref>Die letzte Alternative ist die Standartübersetzung. Sie macht aber nicht sehr viel Sinn (=> *''Max ist Moritz' Herrlichkeit''). Gelegentlich wird es daher gedeutet als z.B. „Gegenstand meines Rühmens“=„der von mir Gerühmte“ (z.B. Baethgen 1892, S. 8) oder „Quelle meines Rühmens“ (z.B. Houston/Waltke 2010, S. 202; Kissane 1953, S. 11), was zwar beides möglich ist, aber nicht gut in den Kontext des Psalms passt. Entschieden vorzuziehen ist daher - da ja auch der vorangehende Teilvers und der folgende Teilvers-teil Gottes-prädikationen enthält - die Deutung, die {{hebr}}כָּבוּד{{hebr ende}} als JHWH-Appellativ liest, wie das Wort häufiger in der Bibel verwendet wird. So z.B. ''ad loc.'' Christensen 2005, S. 1; Dahood 1965, S. 15; Krašovec 1984, S. 60.<br />
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{{S|5}}[Sooft]<ref name="tempora">Die folgenden Verbtempora sind schwierig zu deuten. Sicher wird man sie nicht unabhängig von ihrer eigentlichen Temporalsemantik deuten dürfen, da sonst die Wahl des Autors der vielen verschiedenen Tempora unterständlich wäre und der Psalm so außerdem ein merkwürdiges Lavieren zwischen Erlösungsbedürftigkeit und Erlösungsgewissheit verdichtete.<br />
{{S|5}}[Sooft]<ref name="tempora">Die folgenden Verbtempora sind schwierig zu deuten. Sicher wird man sie nicht unabhängig von ihrer eigentlichen Temporalsemantik deuten dürfen, da sonst die Wahl des Autors der vielen verschiedenen Tempora unterständlich wäre und der Psalm so außerdem ein merkwürdiges Lavieren zwischen Erlösungsbedürftigkeit und Erlösungsgewissheit verdichtete.<br />
Es handelt sich um die Tempora V. 5: Ich rufe (Yiqtol) - er antwortet (Wayyiqtol) - V. 6: Ich lege mich nieder (Qatal) - ich schlafe (ein) (Wayyiqtol) - Ich erwache (Qatal) - er hilft mir (Yiqtol).<br />
Es handelt sich um die Tempora V. 5: Ich rufe (Yiqtol) - er antwortet (Wayyiqtol) - V. 6: Ich lege mich nieder (Qatal) - ich schlafe (ein) (Wayyiqtol) - Ich erwache (Qatal) - er hilft mir (Yiqtol).<br />
In V. 5 haben wir zunächst die Wahl, ob wir {{hebr}}וַיַּנֵנִי{{hebr ende}} (Wayyiqtol) nach einem Vorschlag von BHS und mit Budde, Graetz, Gunkel, Kraus, Schmidt und Zuber umpunktieren zu {{hebr}}וְיַּנֵנִי{{hebr ende}} (Waw-Yiqtol), so dass beide Verben in V. 5 als zur selben Zeitstufe gehörig gelesen werden könnten. Von einer solchen Umpunktierung sollte man aber besser Abstand nehmen, wo sie nicht Not tut - und das ist hier nicht der Fall: Die Verbfolge Yiqtol - Wayyiqtol drückt des öfteren auch die Folge [regelmäßiges Geschehnis] - [regelmäßige Folge d. Geschehnisses] aus; vgl. z.B. GKC §111.4; ''ad loc.'' auch Baethgen 1902, S. 8; Beyerlin 1970, S. 79; Kirkpatrick 1895, S. 15; Kossane 1953, S. 11; Kittel 1914, S. 13.<br />
In V. 5 haben wir zunächst die Wahl, ob wir {{hebr}}וַיַּנֵנִי{{hebr ende}} (Wayyiqtol) nach einem Vorschlag von BHS und mit Budde, Graetz, Gunkel, Kraus, Kselman, Schmidt und Zuber umpunktieren zu {{hebr}}וְיַּנֵנִי{{hebr ende}} (Waw-Yiqtol), so dass beide Verben in V. 5 als zur selben Zeitstufe gehörig gelesen werden könnten. Von einer solchen Umpunktierung sollte man aber besser Abstand nehmen, wo sie nicht Not tut - und das ist hier nicht der Fall: Die Verbfolge Yiqtol - Wayyiqtol drückt des öfteren auch die Folge [regelmäßiges Geschehnis] - [regelmäßige Folge d. Geschehnisses] aus; vgl. z.B. GKC §111.4; ''ad loc.'' auch Baethgen 1902, S. 8; Beyerlin 1970, S. 79; Kirkpatrick 1895, S. 15; Kossane 1953, S. 11; Kittel 1914, S. 13.<br />
In V. 6 haben wir es mit einer anderen Konstruktion zu tun: Dass die beiden Qatals von eimem Wayyiqtol durchbrochen sind, liegt daran, dass im Hebräischen häufig eine einzige Handlung durch zwei Verben, die recht häufig wie hier zwei verschiedene Zeitstufen des selben Aktes bezeichnen, ausgedrückt wird. Zum Beispiel kann ein ein Mensch im Hebräischen „aufstehen und gehen“=losgehen; „anheben und sprechen“=das Wort ergreifen etc. Entsprechend könnte man hier für die Lesefassung auch überlegen, ob man nicht schlicht mit „einschlafen“ übersetzen und „sich niederlegen“ aussparen will. Der Sinn des Verses scheint aber weniger die Schilderung einer vergangenen Erfahrung zu sein; vielmehr scheint auch hier eine Regelmäßigkeit ausgedrückt zu sein: Sooft ich auch eingeschlafen bin, so bin ich doch immer wieder aufgewacht (nicht markierte Protasis-Apodosis-Struktur; vgl. ähnlich Dahood 1965, S. 15; Gunkel 1968, S. 12).<br />
In V. 6 haben wir es mit einer anderen Konstruktion zu tun: Dass die beiden Qatals von eimem Wayyiqtol durchbrochen sind, liegt daran, dass im Hebräischen häufig eine einzige Handlung durch zwei Verben, die recht häufig wie hier zwei verschiedene Zeitstufen des selben Aktes bezeichnen, ausgedrückt wird. Zum Beispiel kann ein ein Mensch im Hebräischen „aufstehen und gehen“=losgehen; „anheben und sprechen“=das Wort ergreifen etc. Entsprechend könnte man hier für die Lesefassung auch überlegen, ob man nicht schlicht mit „einschlafen“ übersetzen und „sich niederlegen“ aussparen will. Der Sinn des Verses scheint aber weniger die Schilderung einer vergangenen Erfahrung zu sein; vielmehr scheint auch hier eine Regelmäßigkeit ausgedrückt zu sein: Sooft ich auch eingeschlafen bin, so bin ich doch immer wieder aufgewacht (nicht markierte Protasis-Apodosis-Struktur; vgl. ähnlich Dahood 1965, S. 15; Gunkel 1968, S. 12).<br />
Das letzte Verb dagegen ist wohl am sinnvollsten als gnomische Aussage zu interpretieren.</ref> ich [mit] meiner Stimme<ref>Oft analysiert als adverbialer Akkusativ der Art und Weise (vgl. z.B. Ex 24,3); was dann aber zwingen würde, entweder „laut“ zu ergänzen oder gar „Mit meiner Stimme“ als Ausdruck für „laut“ zu lesen; beides ist recht gezwungen. Andere Analysen: Akkusativ der Zeit (Buttenwieser 1938, S. 400f: „Wenn ich mit meiner Stimme zu Jahwe rufe“ - dies scheint aber eher ein Krypto-accusativus instrumenti in einer nicht-markierten Protasis zu sein), innerer Akkusativ (Houston/Waltke 2010, S. 192: „Ich rufe meine Stimme“) oder doppeltes Subjekt (Baethgen 1902, S. 8; Duhm 1899, S. 12; Gunkel 1968, S. 14: „Meine Stimme [und] ich rufe[n]“); was aber ebenso gezwungen ist. Guten Sinn macht die Analyse als Accusativus instumenti (Ehrlich 1905, S. 5; Kraus 1961, S. 27: „Mit meiner Stimme rufe ich“); dies allerdings ergäbe eine merkwürdig redundante Konstruktion. Man wird sich wohl für die letzte Möglichkeit entscheiden müssen; letztendlich bleibt die Stelle aber etwas rätselhaft.</ref> JHWH anrief<ref name="tempora" />,<br />
Das letzte Verb dagegen ist wohl am sinnvollsten als gnomische Aussage zu interpretieren.</ref> ich [mit] meiner Stimme<ref>Oft analysiert als adverbialer Akkusativ der Art und Weise (vgl. z.B. Ex 24,3); was dann aber zwingen würde, entweder „laut“ zu ergänzen oder gar „Mit meiner Stimme“ als Ausdruck für „laut“ zu lesen; beides ist recht gezwungen. Andere Analysen: Akkusativ der Zeit (Buttenwieser 1938, S. 400f: „Wenn ich mit meiner Stimme zu Jahwe rufe“ - dies scheint aber eher ein Krypto-accusativus instrumenti in einer nicht-markierten Protasis zu sein), innerer Akkusativ (Houston/Waltke 2010, S. 192: „Ich rufe meine Stimme“) oder doppeltes Subjekt (Baethgen 1902, S. 8; Duhm 1899, S. 12; Gunkel 1968, S. 14: „Meine Stimme [und] ich rufe[n]“); was aber ebenso gezwungen ist. Guten Sinn macht die Analyse als Accusativus instumenti (Ehrlich 1905, S. 5; Kraus 1961, S. 27: „Mit meiner Stimme rufe ich“); dies allerdings ergäbe eine merkwürdig redundante Konstruktion. Man wird sich wohl für die letzte Möglichkeit entscheiden müssen; letztendlich bleibt die Stelle aber etwas rätselhaft.</ref> JHWH anrief<ref name="tempora" />,<br />
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{{S|8}} Erhebe dich, JHWH;
{{S|8}} Erhebe dich, JHWH;
: rette mich, mein Gott!
: rette mich, mein Gott!
{Ja!,}<ref>Emphatisches {{hebr}}כִּי{{hebr ende}}; in der LF besser auszusparen; vgl. Fußnote q.</ref> Zerschlage<ref>prekatives Qatal; vgl. z.B. Briggs 1906, S. 28; Buttenwieser 1938, S. 397; Dahood 1965, S. 20; Houston/Waltke 2010, S. 193. Andere Analysen: prophetisches Perfekt (Deissler 1989, S. 37; Gunkel 1968, S. 14: „Du wirst zerschlagen“; beide übersetzen aber dennoch präsentisch). Beyerlin 1970; Kirkpatrick 1895 und Kraus 1961 denken, dass in V. 8c eingetreten ist, was der Beter in V. 8ab erfleht hat und nehmen dafür in Kauf, dass sie inmitten des Verses die Zeit einer ganzen Kriegshandlung Jahwes vergehen lassen müssen: „Erhebe dich und rette mich! ... Du hast zerschlagen“</ref> (Schlage auf)<ref>Die Parallelität von 8c zu 8d zeigt, dass wir hier durchaus nicht an Backpfeifen und Ohrfeigen zu denken haben, wie das die Mehrzahl der Exegeten will.</ref> all meinen Feinden den Kiefer (Backe);<br />
{Ja!,}<ref>Emphatisches {{hebr}}כִּי{{hebr ende}}; in der LF besser auszusparen; vgl. Fußnote q.</ref> Zerschlage<ref>prekatives Qatal; vgl. z.B. Briggs 1906, S. 28; Buttenwieser 1938, S. 397; Dahood 1965, S. 20; Houston/Waltke 2010, S. 193; Kselman 1987, S. 578. Andere Analysen: prophetisches Perfekt (Deissler 1989, S. 37; Gunkel 1968, S. 14: „Du wirst zerschlagen“; beide übersetzen aber dennoch präsentisch). Beyerlin 1970; Kirkpatrick 1895 und Kraus 1961 denken, dass in V. 8c eingetreten ist, was der Beter in V. 8ab erfleht hat und nehmen dafür in Kauf, dass sie inmitten des Verses die Zeit einer ganzen Kriegshandlung Jahwes vergehen lassen müssen: „Erhebe dich und rette mich! ... Du hast zerschlagen“</ref> (Schlage auf)<ref>Die Parallelität von 8c zu 8d zeigt, dass wir hier durchaus nicht an Backpfeifen und Ohrfeigen zu denken haben, wie das die Mehrzahl der Exegeten will.</ref> all meinen Feinden den Kiefer (Backe);<br />
: die Zähne der Frevler zerschmettre!<br />
: die Zähne der Frevler zerschmettre!<br />
{{S|9}} Bei JHWH<ref>Lamed der Zuständigkeit; vgl. z.B. KBL<sup>3</sup>, S. 484. Wieder heißt dies nur: JHWH ist es, der rettet.</ref> [ist] die Rettung (Hilfe, Sieg);
{{S|9}} Bei JHWH<ref>Lamed der Zuständigkeit; vgl. z.B. KBL<sup>3</sup>, S. 484. Wieder heißt dies nur: JHWH ist es, der rettet.</ref> [ist] die Rettung (Hilfe, Sieg);

Version vom 8. November 2013, 10:55 Uhr

Syntax ungeprüft

Status: Studienfassung in Arbeit – Einige Verse des Kapitels sind bereits übersetzt. Wer die biblischen Ursprachen beherrscht, ist zum Einstellen weiterer Verse eingeladen. Auf der Diskussionsseite kann die Arbeit am Urtext dokumentiert werden. Dort ist auch Platz für Verbesserungsvorschläge und konstruktive Anmerkungen.
Status: Lesefassung folgt später – Bevor eine Lesefassung erstellt werden kann, muss noch an der Studienfassung gearbeitet werden. Siehe Übersetzungskriterien und Qualitätssicherung Wir bitten um Geduld.

Lesefassung (Psalm 3)

(kommt später)

Studienfassung (Psalm 3)

1 Ein Psalm (begleitetes Lied) von (für, über, nach Art von) David. Während (Als) er floh vor Absalom, seinem Sohna.


2 JHWH! Wie [sind] viele (wie sehr vermehrt [sind]) meine Feinde!

[Wie]b [sind] viele (wie sehr vermehrt [sind]), die sich gegen mich erheben (meine Gegner)c!

3 [Wie]b [sind] viele (wie sehr vermehrt [sind]), die sagen über meine Seele (über mich)d:

„Nicht [ist] (Es gibt keine) Rettung (Hilfe, Sieg)ef für ihn durch (trotz)g Gott!“ {Sela}hi

4 Doch du, oh JHWH, [bist] ein Schild um mich (bist Schutz für mich, schützt mich)j,

[du bist] mein Mächtiger (mein Herrlicher, mein Ansehen, meine Herrlichkeit)k und der, der meinen Kopf erhebt.


5[Sooft]l ich [mit] meiner Stimmem JHWH anriefl,

antwortetel (erhörte)n er mir von seinem heiligen Berg (vom Berg seiner Heiligkeit). {Selah}h

6 Legte ich mich niederl und schliefl,

erwachtel ich [wieder]o: {Ja!, (denn)}p} JHWH hilft mir (unterstützt mich, stützt mich)l!


7q Ich fürchte mich nicht vor denr Myriaden von Kriegerns,

die sich ringsum niedergelassen haben wider mich.

8 Erhebe dich, JHWH;

rette mich, mein Gott!

{Ja!,}t Zerschlageu (Schlage auf)v all meinen Feinden den Kiefer (Backe);

die Zähne der Frevler zerschmettre!

9 Bei JHWHw [ist] die Rettung (Hilfe, Sieg);

auf deinem Volk [ist (sei)]x dein Segen. {Selah}h

Anmerkungen

avgl. 2Sam 16 (Zurück zu v.1)
bdouble duty-Pronomen aus V. 2a; vgl. Dahood 1965, S. 15; Ehrlich 1905, S. 5; The Grail Psalter; Kissane 1953, S. 10; Kselman 1987, S. 574; MÜN (Zurück zu v.2 / zu v.3)
cקוּם עַל „sich erheben gegen X“ hat feindliche Bedeutung; vgl. ad loc. z.B. Gunkel 1968, S. 14. KBL3 listet denn קָמִים direkt als „Gegner“ (S. 1016). „Viele stehen gegen mich auf“ ist eine übertrieben wörtliche und wenig kommunikative Übersetzung, von der wir daher für die Lesefassung abraten. (Zurück zu v.2)
d„Seele“ = im Heb. gebräuchliches Synonym für „Ich“ (vgl. z.B. Wolff 1973, S. 25f.). Im Deutschen nicht, daher sei für die Lesefassung zum Alternativ-vorschlag geraten. (Zurück zu v.3)
ei.d.R. übersetzt mit dem etwas blassen „Hilfe“. Der Psalm stellt aber den Beter ganz deutlich als von Feinden bedrängt dar; kontextuell sehr viel angemessener ist daher „Rettung“. So gut auch z.B. Alter 2007, MÜN. „Heil“ oder gar „Erlösung“ ist kontextuell unpassend. (Zurück zu v.3)
fDas Suffix תְה- ist in der hebräischen Poesie häufig bedeutungslos und dient nur der „poetischen Emphase“; vgl. GKC §90g; ad loc. auch Schmidt 1934, S. 6; Kraus 1961, S. 23. (Zurück zu v.3)
gvgl. Lexikon/Lemma בְּ (Zurück zu v.3)
hDie Bedeutung von סֶלַה „Selah“ ist unklar; vgl. Lexikon/Lemma סֶלַה. In der Lesefassung sollte es daher besser gestrichen werden, da es sonst nur ein unverständlicher Fremdkörper im deutschen Text wäre. (Zurück zu v.3 / zu v.5 / zu v.9)
iKein Strophenbruch; V.3 + V. 4 bilden eine deutliche Antithese; vgl. z.B. Krašovec 1984, S. 60f; Kselman 1987, S. 573f. (Zurück zu v.3)
jZu dieser Stelle wird gern erwogen, warum denn ein Schild ringsum Schutz sein könne (vgl. z.B. Gunkel 1964, S. 14: „Ein gewöhnlicher Schild deckt nur von einer, Jahve aber von allen Seiten.“) Das ist unnötig; מָגֵן „Schild“ wird des öfteren auch rein metaphorisch für „Schutz“ verwendet (vgl. z.B. KBL3, S. 517) und בַּעַד „um...herum“ gibt auch einfach die Relation des Schutz-für-jmdn-Seins an (vgl. z.B. KBL3, S. 135). Der Sinn der beiden Teilverse ist: Viele sagen, es gäbe keine Rettung für den Beter von Gott - aber Gott schützt ihn eben doch. (Zurück zu v.4)
kDie letzte Alternative ist die Standartübersetzung. Sie macht aber nicht sehr viel Sinn (=> *Max ist Moritz' Herrlichkeit). Gelegentlich wird es daher gedeutet als z.B. „Gegenstand meines Rühmens“=„der von mir Gerühmte“ (z.B. Baethgen 1892, S. 8) oder „Quelle meines Rühmens“ (z.B. Houston/Waltke 2010, S. 202; Kissane 1953, S. 11), was zwar beides möglich ist, aber nicht gut in den Kontext des Psalms passt. Entschieden vorzuziehen ist daher - da ja auch der vorangehende Teilvers und der folgende Teilvers-teil Gottes-prädikationen enthält - die Deutung, die כָּבוּד als JHWH-Appellativ liest, wie das Wort häufiger in der Bibel verwendet wird. So z.B. ad loc. Christensen 2005, S. 1; Dahood 1965, S. 15; Krašovec 1984, S. 60.
Brettler nun weist darauf hin, dass כָּבוּד im Hebräischen auch häufiger eine Qualität eines Kriegers sei - „Thus, כבוד should probably be translated with a word from the semantic field of strength, possible as „power“.“ (Brettler 1993, S. 140). Beide Aspekte kombiniert ergibt „mein Mächtiger“. (Zurück zu v.4)
lDie folgenden Verbtempora sind schwierig zu deuten. Sicher wird man sie nicht unabhängig von ihrer eigentlichen Temporalsemantik deuten dürfen, da sonst die Wahl des Autors der vielen verschiedenen Tempora unterständlich wäre und der Psalm so außerdem ein merkwürdiges Lavieren zwischen Erlösungsbedürftigkeit und Erlösungsgewissheit verdichtete.

Es handelt sich um die Tempora V. 5: Ich rufe (Yiqtol) - er antwortet (Wayyiqtol) - V. 6: Ich lege mich nieder (Qatal) - ich schlafe (ein) (Wayyiqtol) - Ich erwache (Qatal) - er hilft mir (Yiqtol).
In V. 5 haben wir zunächst die Wahl, ob wir וַיַּנֵנִי (Wayyiqtol) nach einem Vorschlag von BHS und mit Budde, Graetz, Gunkel, Kraus, Kselman, Schmidt und Zuber umpunktieren zu וְיַּנֵנִי (Waw-Yiqtol), so dass beide Verben in V. 5 als zur selben Zeitstufe gehörig gelesen werden könnten. Von einer solchen Umpunktierung sollte man aber besser Abstand nehmen, wo sie nicht Not tut - und das ist hier nicht der Fall: Die Verbfolge Yiqtol - Wayyiqtol drückt des öfteren auch die Folge [regelmäßiges Geschehnis] - [regelmäßige Folge d. Geschehnisses] aus; vgl. z.B. GKC §111.4; ad loc. auch Baethgen 1902, S. 8; Beyerlin 1970, S. 79; Kirkpatrick 1895, S. 15; Kossane 1953, S. 11; Kittel 1914, S. 13.
In V. 6 haben wir es mit einer anderen Konstruktion zu tun: Dass die beiden Qatals von eimem Wayyiqtol durchbrochen sind, liegt daran, dass im Hebräischen häufig eine einzige Handlung durch zwei Verben, die recht häufig wie hier zwei verschiedene Zeitstufen des selben Aktes bezeichnen, ausgedrückt wird. Zum Beispiel kann ein ein Mensch im Hebräischen „aufstehen und gehen“=losgehen; „anheben und sprechen“=das Wort ergreifen etc. Entsprechend könnte man hier für die Lesefassung auch überlegen, ob man nicht schlicht mit „einschlafen“ übersetzen und „sich niederlegen“ aussparen will. Der Sinn des Verses scheint aber weniger die Schilderung einer vergangenen Erfahrung zu sein; vielmehr scheint auch hier eine Regelmäßigkeit ausgedrückt zu sein: Sooft ich auch eingeschlafen bin, so bin ich doch immer wieder aufgewacht (nicht markierte Protasis-Apodosis-Struktur; vgl. ähnlich Dahood 1965, S. 15; Gunkel 1968, S. 12).

Das letzte Verb dagegen ist wohl am sinnvollsten als gnomische Aussage zu interpretieren. (zu v.5 / zu v.6)
mOft analysiert als adverbialer Akkusativ der Art und Weise (vgl. z.B. Ex 24,3); was dann aber zwingen würde, entweder „laut“ zu ergänzen oder gar „Mit meiner Stimme“ als Ausdruck für „laut“ zu lesen; beides ist recht gezwungen. Andere Analysen: Akkusativ der Zeit (Buttenwieser 1938, S. 400f: „Wenn ich mit meiner Stimme zu Jahwe rufe“ - dies scheint aber eher ein Krypto-accusativus instrumenti in einer nicht-markierten Protasis zu sein), innerer Akkusativ (Houston/Waltke 2010, S. 192: „Ich rufe meine Stimme“) oder doppeltes Subjekt (Baethgen 1902, S. 8; Duhm 1899, S. 12; Gunkel 1968, S. 14: „Meine Stimme [und] ich rufe[n]); was aber ebenso gezwungen ist. Guten Sinn macht die Analyse als Accusativus instumenti (Ehrlich 1905, S. 5; Kraus 1961, S. 27: „Mit meiner Stimme rufe ich“); dies allerdings ergäbe eine merkwürdig redundante Konstruktion. Man wird sich wohl für die letzte Möglichkeit entscheiden müssen; letztendlich bleibt die Stelle aber etwas rätselhaft. (Zurück zu v.5)
nDas auf einen Flehruf folgende „Antworten“ Gottes steht in der Bibel fast ausnahmslos für eine Gebetserhörung; so auch hier. (Zurück zu v.5)
oDie Einfügung des „wieder“ macht den Sinn des Satzes deutlicher: Gerade deshalb wird auf das Wieder-erwachen verwiesen, weil es nicht sicher war, ob der Beter wieder erwachen würde (in der hebräischen Vorstellungen ist der Schlaf häufig als etwas Tod-ähnliches konzipiert). (Zurück zu v.6)
pAnalysiert man das „helfen“ als gnomisch, klingt es etwas gezwungen, wenn man den Satz als Grund für das Wiedererwachen des Beters interpretiert: „Ich erwachte wieder, weil Jahwe einer ist, der mir hilft.“ Besser sollte man daher lesen als emphatisches כִּי, das im Hebräischen häufiger gesetzt wird, im Deutschen aber unnatürlich klingt und daher in der Lesefassung ausgespart werden sollte: Dass „Jahwe einer ist, der hilft“ ist die Schlussfolgerung, die der Beter triumphierend aus der Schilderung von Jahwes helfendem Handeln zieht. Wieder ist der Sinn: Jahwe ist eben doch einer, der hilft, schützt und rettet. (Zurück zu v.6)
qDie hier vorgeschlagene Strophen-Aufteilung ist, soweit ich sehe, bisher noch nicht vorgeschlagen worden. Str. 1 und Str. 3 sind aber recht deutlich miteinander verknüpft:
Strophe 1 Strophe 2
V. 2 Viele Feinde und Gegner V. 7 Myriaden von Kriegern
V. 2 Sie erheben sich gegen mich V. 8 Erhebe dich!
V. 3 Viele sagen über mich V. 8 Zerschlage ihnen Kinn und Zähne!
V. 3 Es gibt keine Rettung V. 9 Rettung ist von JHWH
(Zurück zu v.7)
rAuch ohne Artikel determiniert durch Relativsatz. (Zurück zu v.7)
s„Volk“, die übliche Übersetzung von עָם, lässt sich nicht mit einer Zahl näher bestimmen (z.B. Delitzsch 1894, S. 77: *Myriaden Volkes). Da hier aber ohnehin die kontextuell angemessenere Übertragung von עָם „Kriegsvolk, Truppen“ ist, lässt sich diese Schwierigkeit leicht umgehen. (Zurück zu v.7)
tEmphatisches כִּי; in der LF besser auszusparen; vgl. Fußnote q. (Zurück zu v.8)
uprekatives Qatal; vgl. z.B. Briggs 1906, S. 28; Buttenwieser 1938, S. 397; Dahood 1965, S. 20; Houston/Waltke 2010, S. 193; Kselman 1987, S. 578. Andere Analysen: prophetisches Perfekt (Deissler 1989, S. 37; Gunkel 1968, S. 14: „Du wirst zerschlagen“; beide übersetzen aber dennoch präsentisch). Beyerlin 1970; Kirkpatrick 1895 und Kraus 1961 denken, dass in V. 8c eingetreten ist, was der Beter in V. 8ab erfleht hat und nehmen dafür in Kauf, dass sie inmitten des Verses die Zeit einer ganzen Kriegshandlung Jahwes vergehen lassen müssen: „Erhebe dich und rette mich! ... Du hast zerschlagen“ (Zurück zu v.8)
vDie Parallelität von 8c zu 8d zeigt, dass wir hier durchaus nicht an Backpfeifen und Ohrfeigen zu denken haben, wie das die Mehrzahl der Exegeten will. (Zurück zu v.8)
wLamed der Zuständigkeit; vgl. z.B. KBL3, S. 484. Wieder heißt dies nur: JHWH ist es, der rettet. (Zurück zu v.9)
xVollzieht man die Sinnlinien des Psalms nach, wird klar, dass diese letzte Äußerung aus der Gewissheit von JHWHs Heilshandeln gesprochen sind; die indikativische Bedeutung scheint mir daher wahrscheinlicher als die konjunktivische. (Zurück zu v.9)