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{{S|31}} Gott - vollkommen | {{S|31}} Gott - vollkommen [ist] sein Weg. | ||
_Das Wort JHWHs ist erprobt, | |||
_Ein Schild [ist] er für alle, dieauf ihn vertrauen (die zu ihm flüchten). | |||
{{S|32}} Ja, wer ist Gott außer JHWH | |||
_Und wer ein Berg außer unserem Gott – | |||
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_Und der meinen Weg perfekt machte, | |||
{{S|34}} Der meinen Fuß einer Gazelle gleich machte | |||
_Und mich auf meine Höhen stellte, | |||
{{S|35}} Der meine Hände für den Kampf trainierte, | |||
_Um zu stärken<ref>'''tFN''': ''stärken'' - ''wenichat'' wurde hier nach Good 1985; Görg 1986 in Orientierung am äg. ''nḫt'' („stark sein, jmdn stärken“, vgl. Erman/Grapow II 314f.) und einem evtl. ug. Kognat ''nḥt'' („stark sein, jmdn stärken“, vgl. del Olmo Lete/Sanmartín 628) abgeleitet von ''nachat'' II („stark sein, jmdn stärken“; vgl. DCH V 671; Ges18 808). So übersetzen bereits Tg und Syr; vgl. auch beide Vrs. zu [[Jesaja 30#s30 |Jes 30,30]]. Zur in diesem V. schwierigen Textkritik s. [https://offene-bibel.de/wiki/2_Sam_22,_Ps_18_und_die_Textkritik_des_Alten_Testaments#note_ax 2 Sam 22, Ps 18 und die Textkritik des Alten Testaments].</ref> [wie] einen Kupferbogen meine Arme!? | |||
{{S|36}} Und du gabst mir den Schild der Rettung | |||
_Und deine rechte Hand wird mich stützen | |||
_Und deine Erhörung wird mich vergrößern. | |||
{{S|37}} Du wirst weit mchen meine Schritte unter mir | |||
_Und meine Knöchel wanken nicht.</poem> | |||
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Version vom 13. Dezember 2018, 19:28 Uhr
Syntax ungeprüft


Lesefassung (Psalm 18)
(kommt später)Studienfassung (Psalm 18)
1 Für den Chorleiter. Vom Diener JHWHs, von David, welcher sprach zu JHWH die Worte dieses Lieds am Tag, als JHWH ihn rettete aus der Handfläche all seiner Feinde und aus der Hand〈a〉 Sauls. 2 Und er sagte:
„Ich will dich lieben, JHWH, meine Stärke!
3 JHWH [ist] mein Fels und meine Burg und mein Retter,
Mein Gott [ist] (,) mein Berg, zu dem ich fliehe (auf den ich vertraue),
Mein Schild, das Horn meiner Rettung, meine Klippe (Festung)!
4 Als Lobenswerten will ich anrufen JHWH
Und von meinen Feinden will (werde) ich gerettet werden.
5 Es umgaben mich Wogen des Todes,
Die Flüsse Belias werden mich erschrecken!〈b〉
6 Die Stricke des Scheol〈c〉 umfingen mich,
Es ereilten mich die Schlingen des Todes.
7 [Ich sprach:] ‚In meiner Not will ich anrufen JHWH
Und zu meinem Gott will ich schreien.
Er soll hören in seinem Tempel meine Stimme
Und mein Schreien soll kommen in seinem Ohr!‘
8 Da wankte und schwankte die Erde
Und die Pfeiler der Berge〈d〉 bebten und wankten
Denn es loderte in ihm.
9 Es stieg Rauch aus seiner Nase
Und Feuer fraß aus seinem Mund;
Kohlen brannten aus ihm hervor (entbrannten durch es).
10 Und er öffnete (neigte) den Himmel〈e〉 und stieg herab
Und eine Wolke (Dunkelheit) [war] unter seinen Füßen.
11 Und er ritt auf einem Kerub〈f〉 und flog
Und schoß herab auf den Flügeln des Windes.
12 Und er setzte Dunkelheit als seine Bedeckung um sich,
Seine Hütte [waren aus] Massen von Wassern in den Wolken des Himmels.
13 Aus dem Glanz vor ihm gingen aus
Hagel und Kohlen von Feuer.
14 Und es donnerte aus dem Himmel JHWH
Und Elon wird geben〈g〉 seine Stimme.
15 Und es warf seine Pfeile und zerstreute diese,
Einen Blitz schoß er und verwirrte er.〈h〉
16 Und es wurden gesehen die Betten der Wasser,
Es werden bloßgelegt werden〈i〉 die Fundamente der Erde.〈j〉
Durch dein Schelten, JHWH,
Durch das Schnauben des Windes deiner Nase.
17 Er möge (wird) senden aus der Höhe,〈k〉 mich ergreifen,
Mich herausziehen aus vielen Wassern,
18 Es möge mich retten vor meinem Feind der Starke
Und vor meinen Hassern, weil sie kräftiger sind als ich!
19 Sie werden mir entgegentreten am Tag meines Unglücks,
Aber JHWH wurde zu meiner Stütze:
20 Er führte mich ins Weite.
Er wird mich retten, weil er Gefallen hat an mir:
21 Es wird mich belohnen JHWH entsprechend meiner Gerechtigkeit,
Entsprechend der Reinheit meiner Hände wird er mir zurückgeben,
22 Denn ich wahrte die Wege JHWHs
Und handelte nicht böse von〈l〉 meinem Gott,
23 Denn all seine Gesetze [waren] vor mir〈m〉
Und seine Satzungen werde ich nicht von mir stoßen
24 Und ich verhielt mich gegen ihn perfekt
Und ich hütete mich vor meinen Fehlern.
25 Und es gab JHWH mir zurück entsprechend meiner Gerechtigkeit,
Entsprechend meiner Reinheit vor seinen Augen.
26 [Dem] Bundestreuen gegenüber wirst du dich bundestreu erweisen,
Und [dem] perfekten Mann gegenüber wirst du dich perfekt erweisen,
27 [Dem] Reinen gegenüber wirst du dich rein erweisen,
Dem Falschen gegenüber wirst du dich verkehrt erweisen.
28 Du rettest das arme Volk,
Doch die Augen Hochmütiger beugst du nieder.
29 Ja, du bist meine Lampe, JHWH,
Mein Gott wird erhellen meine Dunkelheit.
30 Ja, mit dir werden (kann) ich überrennen (zerschmettern) eine Truppe
Und mit meinem Gott werde (kann) ich eine Mauer überspringen.
31 Gott - vollkommen [ist] sein Weg.
Das Wort JHWHs ist erprobt,
Ein Schild [ist] er für alle, dieauf ihn vertrauen (die zu ihm flüchten).
32 Ja, wer ist Gott außer JHWH
Und wer ein Berg außer unserem Gott –
33 Dem Gott, [der] mich stärkt [mit] Kraft
Und der meinen Weg perfekt machte,
34 Der meinen Fuß einer Gazelle gleich machte
Und mich auf meine Höhen stellte,
35 Der meine Hände für den Kampf trainierte,
Um zu stärken〈n〉 [wie] einen Kupferbogen meine Arme!?
36 Und du gabst mir den Schild der Rettung
Und deine rechte Hand wird mich stützen
Und deine Erhörung wird mich vergrößern.
37 Du wirst weit mchen meine Schritte unter mir
Und meine Knöchel wanken nicht.
<poem>
38
Anmerkungen
| a | Textkritik: Der Text von Ps 18 findet sich in etwas anderer Form noch mal in 2 Sam 22. Die Textkritik beider Texte ist daher sehr komplex und wurde daher ausgelagert auf die Seite 2 Sam 22, Ps 18 und die Textkritik des Alten Testaments. (Zurück zu v.1) |
| b | werden mich erschrecken - d.h. „erschreckten mich“, ein bedeutungsloser T-Shift. (Zurück zu v.5) |
| c | Scheol - Heb. Bezeichnung der Unterwelt; nicht identisch mit der christlichen „Hölle“. Die Metapher, dass der Scheol fast personal vorzustellen ist und jemanden gefangen nimmt, findet sich häufiger in der Bibel (z.B. Num 16,33f.; Ps 69,16). (Zurück zu v.6) |
| d | Pfeiler der Berge - gemeint sind also wohl ebenso wie in Dtn 32,22 (wo von unten nach oben aufgezählt wird: Der unterste Scheol - die Erde - die Pfeiler der Berge) die Berge selbst, da nach altorientalischer Vorstellung auf diesen als Pfeilern der Himmel ruhte: „Die Pfeiler, die die Berge sind“. Die „Pfeiler der Berge“ wären demnach identisch mit den „Pfeilern des Himmels“ in 2 Sam 22,8. (Zurück zu v.8) |
| e | öffnete den Himmel - Der Himmel wird hier wie noch öfter vorgestellt als festes Gebilde, das sich öffnen lässt (z.B., um durch die Öffnung die Sintflut auf die Erde zu schicken, Gen 7,11). (Zurück zu v.10) |
| f | Kerub - altorientalisches Fabelwesen; meist dargestellt als geflügelter Löwe. S. näher Keruben / Kerubenthroner (WiBiLex). Im Alten Orient wurden die vier Winde (die den vier Himmelsrichtungen entsprechen) häufiger identifiziert mit oder personifiziert als geflügelte Wesen (s. zu Mk 13,27). Das scheint auch hier der Fall zu sein; s. die folgende Zeile. (Zurück zu v.11) |
| g | tFN: wird geben - d.h. „gab“, ein bedeutungsloser T-Shift (Zurück zu v.14) |
| h | Einen Blitz verwirrte er - d.h. wahrscheinlich: Er gab ihm das wilde Zickzack, das für Blitze so charakteristisch ist. (Zurück zu v.15) |
| i | tFN: werden bloßgelegt werden - d.h. „es wurden bloßgelegt“, ein bedeutungsloser T-Shift. (Zurück zu v.16) |
| j | Fundamente der Erde - die Pfeiler, auf denen nach dem altorientalischen Weltbild die Erde über dem Mehr ruhte. (Zurück zu v.16) |
| k | Er mge senden aus der Höhe - nämlich seine Hand, die er helfend herunterreichen möge. Das Objekt wird hier wie in 2 Sam 6,6 ausgespart. (Zurück zu v.17) |
| l | böse handeln von - das „von“ ist im Heb. ebenso merkwürdig wie im Dt. Offenbar heißt das Verb hier ausnahmsweise nicht „böse handeln“, sondern speziell „durch böse Handlungen abfallen“, daher z.B. MÜN: „Ich bin nicht frevelhaft von meinem Gott gewichen“. (Zurück zu v.22) |
| m | waren vor mir - d.h., ich hielt sie mir beständig vor Augen und wich daher nicht von ihnen ab. (Zurück zu v.23) |
| n | tFN: stärken - wenichat wurde hier nach Good 1985; Görg 1986 in Orientierung am äg. nḫt („stark sein, jmdn stärken“, vgl. Erman/Grapow II 314f.) und einem evtl. ug. Kognat nḥt („stark sein, jmdn stärken“, vgl. del Olmo Lete/Sanmartín 628) abgeleitet von nachat II („stark sein, jmdn stärken“; vgl. DCH V 671; Ges18 808). So übersetzen bereits Tg und Syr; vgl. auch beide Vrs. zu Jes 30,30. Zur in diesem V. schwierigen Textkritik s. 2 Sam 22, Ps 18 und die Textkritik des Alten Testaments. (Zurück zu v.35) |