Syntax ungeprüft


Lesefassung (Psalm 18)
(kommt später)Studienfassung (Psalm 18)
1 Für den Chorleiter. Vom Diener JHWHs, von David, welcher sprach zu JHWH die Worte dieses Lieds am Tag, als JHWH ihn rettete aus der Handfläche all seiner Feinde und aus der Hand〈a〉 Sauls. 2 Und er sagte:
„Ich will dich lieben, JHWH, meine Stärke!
3 JHWH [ist] mein Fels und meine Burg und mein Retter,
Mein Gott [ist] (,) mein Berg, zu dem ich fliehe (auf den ich vertraue),
Mein Schild, das Horn meiner Rettung, meine Klippe (Festung)!
4 Als Lobenswerten will ich anrufen JHWH
Und von meinen Feinden will (werde) ich gerettet werden.
5 Es umgaben mich Wogen des Todes,
Die Flüsse Belias werden mich erschrecken!〈b〉
6 Die Stricke des Scheol<ref>Scheol - Heb. Bezeichnung der Unterwelt; nicht identisch mit der christlichen „Hölle“. Die Metapher, dass der Scheol fast personal vorzustellen ist und jemanden gefangen nimmt, findet sich häufiger in der Bibel (z.B. Num 16,33f.; Ps 69,16)./ref> umfingen mich,
Es ereilten mich die Schlingen des Todes.
7 [Ich sprach:] ‚In meiner Not will ich anrufen JHWH
Und zu meinem Gott will ich schreien.
Er soll hören in seinem Tempel meine Stimme
Und mein Schreien soll kommen in seinem Ohr!‘
<poem>
8 Da wankte und schwankte die Erde
_Und die Pfeiler der Berge〈c〉 bebten und wankten
_Denn es loderte in ihm.
31 Gott - vollkommen (vollständig, einwandfrei) [ist] sein Weg. Das Wort JHWHs ist geläutert, [ein] Schild [ist] er für alle, die Zuflucht suchen bei ihm.
Anmerkungen
| a | Textkritik: Der Text von Ps 18 findet sich in etwas anderer Form noch mal in 2 Sam 22. Die Textkritik beider Texte ist daher sehr komplex und wurde daher ausgelagert auf die Seite 2 Sam 22, P 18 und die Textkritik des Alten Testaments. (Zurück zu v.1) |
| b | werden mich erschrecken - d.h. „erschreckten mich“, ein bedeutungsloser T-Shift. (Zurück zu v.5) |
| c | Pfeiler der Berge - gemeint sind also wohl ebenso wie in Dtn 32,22 (wo von unten nach oben aufgezählt wird: Der unterste Scheol - die Erde - die Pfeiler der Berge) die Berge selbst, da nach altorientalischer Vorstellung auf diesen als Pfeilern der Himmel ruhte: „Die Pfeiler, die die Berge sind“. Die „Pfeiler der Berge“ wären demnach identisch mit den „Pfeilern des Himmels“ in 2 Sam 22,8. (Zurück zu v.8) |