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# „Er macht zu seinen Boten Winde (und Flammen)“, d.h.: Gott ist Herr auch über Wind und Feuer, die er daher „in seinen Dienst“ nehmen und über die er gebieten kann: Winde sind seine „Dienstboten“, Feuerflammen seine „Diener“. Das ist hier durchaus die wahrscheinlichste Deutung, denn inwiefern Gott z.B. die (Personifikationen der) Winde „in Dienst nehmen“ kann, sieht man ja exemplarisch im vorigen Vers: Als Reittiere.</ref> | # „Er macht zu seinen Boten Winde (und Flammen)“, d.h.: Gott ist Herr auch über Wind und Feuer, die er daher „in seinen Dienst“ nehmen und über die er gebieten kann: Winde sind seine „Dienstboten“, Feuerflammen seine „Diener“. Das ist hier durchaus die wahrscheinlichste Deutung, denn inwiefern Gott z.B. die (Personifikationen der) Winde „in Dienst nehmen“ kann, sieht man ja exemplarisch im vorigen Vers: Als Reittiere.</ref> | ||
_Zu seinen Dienern (Seine Diener [sind]) flammendes Feuer (Flamme [und] Feuer),<ref>'''tFN''': ''zu Dienern flammendes Feuer (Flamme [und] Feuer)'' - Etwas schwierige Stelle. Der heb. Text wirkt auf den ersten Blick so, als müsste er klar wie im Fließtext übersetzt werden. Im Heb. wäre dann aber zu erwarten, dass ''Diener'', ''flammend'' und ''Feuer'' alle im selben Numerus und Genus stünden. Hier allerdings ist „Diener“ Maskulin Plural, „Feuer“ Feminin Singular und „flammend“ Maskulin Singular (4QPs<sup>a</sup> verändert daher das letzte Wort nach Feminin). Gunkel 1926, S. 454; Herkenne 1936, S. 334 und Kraus 1966, S. 708 wollen daher korrigieren von „flammendes Feuer“ zu „Flamme und Feuer“, so dass das vorangehende Pluralpartizip „Diener“ sich auf beide beziehen würde und damit Plural und auch Maskulin sein könnte.<br />Vermutlich ist dies aber gar nicht nötig: ''´esch'' findet sich bisweilen auch als maskulines Nomen und gehört damit zu jenen, die beide Genera haben können. Es könnte also auch hier als maskulines Nomen aufgefasst werden, womit sich das „flammend“ problemlos auf es beziehen könnte. In der heb. Grammatik findet sich außerdem häufig der Fall, dass ein „kollektives“ Nomen (wie z.B. „Menschenmasse“, in dessen Wortsinn es liegt, dass ''mehrere'' Menschen damit bezeichnet werden) trotz grammatischem Singular ein Pluralprädikat erhält (vgl. z.B. JM §148a), was dann hier das Plural von „Diener“ erklären würde.</ref> {{par|Ezechiel|1|13}}{{par|Joel|2|3}}{{par|Hebräer|1|7}}{{par|Offenbarung|4|5}} | _Zu seinen Dienern (Seine Diener [sind]) flammendes Feuer (Flamme [und] Feuer),<ref>'''tFN''': ''zu Dienern flammendes Feuer (Flamme [und] Feuer)'' - Etwas schwierige Stelle. Der heb. Text wirkt auf den ersten Blick so, als müsste er klar wie im Fließtext übersetzt werden. Im Heb. wäre dann aber zu erwarten, dass ''Diener'', ''flammend'' und ''Feuer'' alle im selben Numerus und Genus stünden. Hier allerdings ist „Diener“ Maskulin Plural, „Feuer“ Feminin Singular und „flammend“ Maskulin Singular (4QPs<sup>a</sup> verändert daher das letzte Wort nach Feminin). Gunkel 1926, S. 454; Herkenne 1936, S. 334 und Kraus 1966, S. 708 wollen daher korrigieren von „flammendes Feuer“ zu „Flamme und Feuer“, so dass das vorangehende Pluralpartizip „Diener“ sich auf beide beziehen würde und damit Plural und auch Maskulin sein könnte.<br />Vermutlich ist dies aber gar nicht nötig: ''´esch'' findet sich bisweilen auch als maskulines Nomen und gehört damit zu jenen, die beide Genera haben können. Es könnte also auch hier als maskulines Nomen aufgefasst werden, womit sich das „flammend“ problemlos auf es beziehen könnte. In der heb. Grammatik findet sich außerdem häufig der Fall, dass ein „kollektives“ Nomen (wie z.B. „Menschenmasse“, in dessen Wortsinn es liegt, dass ''mehrere'' Menschen damit bezeichnet werden) trotz grammatischem Singular ein Pluralprädikat erhält (vgl. z.B. JM §148a), was dann hier das Plural von „Diener“ erklären würde.</ref> {{par|Ezechiel|1|13}}{{par|Joel|2|3}}{{par|Hebräer|1|7}}{{par|Offenbarung|4|5}} | ||
{{S|5}} [Bists,] der gründete (er gründete)<ref>'''Textkritik''': Im MT und ähnlich bei 4QPs<sup>I</sup> ''jasad'' („Er gründete“) in der Verbform Qatal; in 4QPs<sup>d</sup>, nach einigen LXX-Handschriften, Hier, Tg und einigen MT-Handschriften aber als Partizip ''jo(w)sed'' („[bists,] der gründete“). Im ursprünglichen Text wären beide Varianten gleich geschrieben worden; 4QPs<sup>I</sup> hätte dann durch nicht-Einfügung des ''w'' und MT durch die Vokalisierung vereindeutigt zur Variante 1, die anderen Versionen durch Einfügung des ''w'', durch Vokalisierung oder durch Übersetzung zu Variante 2. Der Wechsel von der zweiten Pers. in V. 2 zur dritten hier (und dann in V. 7 wieder zurück zur zweiten Pers.) ist so schwer erklärlich und so überflüssig , dass die zweite Deutung des ursprünglichen Textes viel besser passt. So auch viele Exegeten (z.B. Clifford 1981, S. 87; | {{S|5}} [Bists,] der gründete (er gründete)<ref>'''Textkritik''': Im MT und ähnlich bei 4QPs<sup>I</sup> ''jasad'' („Er gründete“) in der Verbform Qatal; in 4QPs<sup>d</sup>, nach einigen LXX-Handschriften, Hier, Tg und einigen MT-Handschriften aber als Partizip ''jo(w)sed'' („[bists,] der gründete“). Im ursprünglichen Text wären beide Varianten gleich geschrieben worden; 4QPs<sup>I</sup> hätte dann durch nicht-Einfügung des ''w'' und MT durch die Vokalisierung vereindeutigt zur Variante 1, die anderen Versionen durch Einfügung des ''w'', durch Vokalisierung oder durch Übersetzung zu Variante 2. Der Wechsel von der zweiten Pers. in V. 2 zur dritten hier (und dann in V. 7 wieder zurück zur zweiten Pers.) ist so schwer erklärlich und so überflüssig , dass die zweite Deutung des ursprünglichen Textes viel besser passt. So auch viele Exegeten (z.B. Clifford 1981, S. 87; deClaissé-Walford/Jacobson/Tanner 2014, S. 771; Kraus 1966, S. 225; anders aber z.B. Hossfeld/Zenger 2008, S. 70 und Krüger 2010, S. 33).</ref> die Erde auf ihre Fundamente,<ref>[[Datei:Biblisches Weltbild.png|miniatur|Das biblische Weltbild (Grafik von www.religionsunterricht-pfalz.de)]]''Fundamente'' - Gemeint sind die Säulen, auf denen nach biblischer Vorstellung die Erde über dem Urmeer aufruht; s. die Grafik rechts und vgl. z.B. noch [[Ijob 39#s6 |Ijob 38,6]]; [[Psalm 24#s2 |Ps 24,2]]. Dass die Erde „wankt“, ist ein häufigeres Motiv in der Bibel; vgl. z.B. [[Psalm 46#s2 |Ps 46,2]]; [[Psalm 60#s2 |60,2]]; [[Psalm 82#s5 |82,5]]; [[Jesaja 24#19 |Jes 24,19]]</ref> {{par|Jesaja|48|13}}{{par|Jesaja|51|13}}{{par|Amos|9|6}}{{par|Sacharja|12|1}}{{par|Ijob|38|4}}{{par|Psalm|102|25}} | ||
_Damit sie nicht wankt auf immer und ewig. {{par|1 Chronik|16|30}}</poem> | _Damit sie nicht wankt auf immer und ewig. {{par|1 Chronik|16|30}}</poem> | ||
Version vom 20. Juli 2017, 09:42 Uhr
Syntax ungeprüft


Lesefassung (Psalm 104)
(kommt später)Studienfassung (Psalm 104)
1 ([Von (für, nach Art von) David])〈a〉
Preise, meine Seele, JHWH!〈b〉
JHWH, mein Gott,〈c〉 [du bist] ([ist]) sehr groß!
Du bist bekleidet (hast dich bekleidet) mit Majestät und Herrlichkeit (majestätischer Herrlichkeit/Pracht),〈d〉
2 _[Bist] mit Licht wie mit einem Mantel umhüllt (verhüllt, ein Eingehüllter),〈e〉〈f〉 ℘℘℘
[Bists], der den Himmel wie eine Zeltdecke ausspannte〈g〉 (bist ausspannend), 〈e〉 ℘
3 _[Bist] der, der zimmerte (bälkte) mit (im) Wasser ein Obergemach〈h〉 ℘
[Bist] der, der dort〈i〉 Wolken [als] seinen Wagen (sein Fahrzeug) [hat],〈j〉 ℘℘℘℘
[Bist] der, der sich fortbewegt auf den Flügeln des Windes,〈k〉 ℘℘℘℘℘℘
4 [Bists], der macht zu seinen Boten Winde〈l〉 (seine Boten zu Winden),〈m〉
Zu seinen Dienern (Seine Diener [sind]) flammendes Feuer (Flamme [und] Feuer),〈n〉 ℘℘℘℘
5 [Bists,] der gründete (er gründete)〈o〉 die Erde auf ihre Fundamente,〈p〉 ℘℘℘℘℘℘
Damit sie nicht wankt auf immer und ewig. ℘
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Anmerkungen
| a | Textkritik: Die in Psalmen häufige, den angeblichen Verfasser angebende Überschrift „von David“ findet sich nicht in allen Überlieferungen des Textes – u.a. nicht Grundtext der BHS / BHQ –, dafür aber gerade in den sehr alten Textzeugen 11QPsa, LXX, Aq und evt. (vgl. Flint 1997, S. 96) in 4QPse. Das ist eine sehr starke Bezeugung; Goldingay 2008, S. 178 etwa sieht diese Überschrift daher als ursprünglich an. Die unterschiedliche Überlieferung lässt sich aber leichter erklären als Ergänzung (statt Streichung) zwecks einer Angleichung der sog. „anonymen“ Psalmen an die häufigeren Psalmen mit Autorenangabe. LXX allein hat wohl aus diesem Grund bei 13 anonymen Psalmen eine solche Angabe, wo der Codex Leningradensis sie nicht hat. (Zurück zu v.1) |
| b | Preise, meine Seele, JHWH - Eine Selbtermunterung zum Gebet; ähnliches findet sich z.B. auch in Ps 34,2; Ps 42,5.11; 43,5; 103,1.22; 116,7; 145,21. Zur wohl dahinterstehenden Vorstellung vgl. am besten Ps 77,2 („Meine Seele weigerte sich, sich trösten zu lassen“); 131,2 („Ich habe meine Seele besänftigt und beruhigt“): Wie jeder Beter weiß, hat das Herz manchmal seine eigene Dynamik und ist nicht von vornherein dazu bereit(et), beten zu können - daher muss der Beter bewusst Einfluss auf die Stimmung seines Herzens nehmen. Das selbe Motiv findet sich übrigens auch in deutschen Kirchenliedern; man vergleiche etwa Paul Gerhards Lieder „Du meine Seele, singe“ und „Auf, auf, mein Herz, mit Freuden / nimm wahr, was heut geschieht“. (Zurück zu v.1) |
| c | Textkritik - Die auffällige Aneinanderreihung dreier Gottesbezeichnungen (2x JHWH, 1x mein-Gott) hat in der Textüberlieferung für etwas Verwirrung gesorgt: In einigen heb. Handschriften fehlt eines der beiden JHWH, in einer Handschrift der LXX finden sich drei davon. 11QPsa hat statt „mein Gott“ die Variante „unser Gott“, 4QPsd die Variante „Gott“. Ursprünglich ist sicher die Variante im Fließtext. (Zurück zu v.1) |
| d | Majestät und Herrlichkeit - Zwei häufigere Züge bei der Beschreibung Gottes: „Bei ihm“ ist Majestät und Herrlichkeit und er selbst ist majestätisch und herrlich (vgl. 1 Chr 16,27; 96,6; 111,3; 145,5), daher kann auch einzig er einzelnen Menschen diese Eigenschaften gewähren (vgl. Ps 21,5; 45,2f.; sarkastisch in Ijob 40,10). Das zweite Wort, hadar, kann auch konkret den Schmuck bezeichnen; entsprechend ist es auch in Ijob 40,10; Spr 31,25; Jes 63,1; Ez 16,14 (vgl. ähnlich Ps 93,1) etwas, womit man sich „kleiden“ kann. (Zurück zu v.1) |
| e | Mit Licht umhüllt + Himmel ausgespannt - Binnenreim der beiden Partizipien: `oteh-´or + noteh schamajim. (zu v.2) |
| f | mit Licht umhüllt - Ps 104 hat viele Anklänge an die Schöpfungserzählung in Genesis 1; die Rede vom „sich mit Licht umhüllen“ spielt daher wohl auf die auch dort geschilderte Schöpfung des Lichts an. (Zurück zu v.2) |
| g | Himmel wie eine Zeltdecke ausspannte - Nach biblischer Vorstellung ist der Himmel ein festes Gebilde (vgl. z.B. Ijob 37,18; Ez 1,22), das „ausgebreitet“ oder „ausgespannt“ (vgl. Ijob 9,8; 42,5; 44,24) wurde, um die Wasser über der Erde vom Überfluten der Erde zurückzuhalten (vgl. z.B. Ijob 37,11). Sehr häufig ist er außerdem vorgestellt als die „Wohnstatt Gottes“. Beides wird hier kombiniert zur Vorstellung des Himmels als dem „Zelt Gottes“, das nach seinem ausgespannt-Werden dann in V. 3 noch weiter ausgebaut wird. (Zurück zu v.2) |
| h | mit Wasser zimmerte - D.h. JHWH hat im Himmel sein Obergemach errichtet, indem er mit oder im Wasser - nämlich dem, aus dem der Himmel besteht und das vom Firmament davon zurückgehalten wird, die Erde zu überfluten - seine Wohnung „zimmert“. Die Rede vom Himmel als „Obergemach“ ist schön und sehr treffend - impliziert es doch, dass Gott zu diesem Obergemach auch ein „Erdgeschoss“ hat, was den Rest des Psalms vorbereitet. (Zurück zu v.3) |
| i | Dort - nämlich im himmlischen Obergemach. (Zurück zu v.3) |
| j | Wolken [als] seinen Wagen - Eine alte Vorstellung; auch der altorientalische Gott Baal wird häufig als „Wolkenreiter“ bezeichnet (vgl. z.B. DDD, S. 704). (Zurück zu v.3) |
| k | In der Bibel scheinen die Winde personifiziert durch die geflügelten Cheruben gedacht zu sein (vgl. Offb 7,1 („Danach sah ich vier Engel, die auf den vier Ecken der Erde standen und die vier Winde der Erde festhielten...“)), auf denen Gott gelegentlich auch reitet (vgl. Ps 18,11 („Er ritt auf einem Cherub und flog und schwebte auf den Flügeln des Windes“) und die anderen Parallelstellen). Die beiden Zeilen sprechen also von zwei unterschiedlichen Fortbewegungsmitteln: JHWH ist sowohl Wolken- als auch Wind-/Cherubenreiter. (Zurück zu v.3) |
| l | Winde - Das selbe Wort findet sich in der Zeile zuvor im Sg., hier im Pl. Eine solche Sg-Pl-Variation ist ein häufigeres Stilmittel in der heb. Lyrik (ad loc. vgl. Yona 2005, S. 157). (Zurück zu v.4) |
| m | Zu seinen Boten Winde (seine Boten zu Winden) - Diese und die nächste Zeile lässt sich auf vier verschiedene Weisen verstehen; wegen V. 3 ist die wahrscheinlichste Deutung die vierte.
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| n | tFN: zu Dienern flammendes Feuer (Flamme [und] Feuer) - Etwas schwierige Stelle. Der heb. Text wirkt auf den ersten Blick so, als müsste er klar wie im Fließtext übersetzt werden. Im Heb. wäre dann aber zu erwarten, dass Diener, flammend und Feuer alle im selben Numerus und Genus stünden. Hier allerdings ist „Diener“ Maskulin Plural, „Feuer“ Feminin Singular und „flammend“ Maskulin Singular (4QPsa verändert daher das letzte Wort nach Feminin). Gunkel 1926, S. 454; Herkenne 1936, S. 334 und Kraus 1966, S. 708 wollen daher korrigieren von „flammendes Feuer“ zu „Flamme und Feuer“, so dass das vorangehende Pluralpartizip „Diener“ sich auf beide beziehen würde und damit Plural und auch Maskulin sein könnte. Vermutlich ist dies aber gar nicht nötig: ´esch findet sich bisweilen auch als maskulines Nomen und gehört damit zu jenen, die beide Genera haben können. Es könnte also auch hier als maskulines Nomen aufgefasst werden, womit sich das „flammend“ problemlos auf es beziehen könnte. In der heb. Grammatik findet sich außerdem häufig der Fall, dass ein „kollektives“ Nomen (wie z.B. „Menschenmasse“, in dessen Wortsinn es liegt, dass mehrere Menschen damit bezeichnet werden) trotz grammatischem Singular ein Pluralprädikat erhält (vgl. z.B. JM §148a), was dann hier das Plural von „Diener“ erklären würde. (Zurück zu v.4) |
| o | Textkritik: Im MT und ähnlich bei 4QPsI jasad („Er gründete“) in der Verbform Qatal; in 4QPsd, nach einigen LXX-Handschriften, Hier, Tg und einigen MT-Handschriften aber als Partizip jo(w)sed („[bists,] der gründete“). Im ursprünglichen Text wären beide Varianten gleich geschrieben worden; 4QPsI hätte dann durch nicht-Einfügung des w und MT durch die Vokalisierung vereindeutigt zur Variante 1, die anderen Versionen durch Einfügung des w, durch Vokalisierung oder durch Übersetzung zu Variante 2. Der Wechsel von der zweiten Pers. in V. 2 zur dritten hier (und dann in V. 7 wieder zurück zur zweiten Pers.) ist so schwer erklärlich und so überflüssig , dass die zweite Deutung des ursprünglichen Textes viel besser passt. So auch viele Exegeten (z.B. Clifford 1981, S. 87; deClaissé-Walford/Jacobson/Tanner 2014, S. 771; Kraus 1966, S. 225; anders aber z.B. Hossfeld/Zenger 2008, S. 70 und Krüger 2010, S. 33). (Zurück zu v.5) |
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