Psalm 4

Aus Die Offene Bibel

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Syntax ungeprüft

Status: Studienfassung in Arbeit – Einige Verse des Kapitels sind bereits übersetzt. Wer die biblischen Ursprachen beherrscht, ist zum Einstellen weiterer Verse eingeladen. Auf der Diskussionsseite kann die Arbeit am Urtext dokumentiert werden. Dort ist auch Platz für Verbesserungsvorschläge und konstruktive Anmerkungen.
Status: Lesefassung folgt später – Bevor eine Lesefassung erstellt werden kann, muss noch an der Studienfassung gearbeitet werden. Siehe Übersetzungskriterien und Qualitätssicherung Wir bitten um Geduld.

Lesefassung (Psalm 4)

1 Für den Chorleiter. Mit Saitenspiel.
Ein Davidspsalm.


2 Du wahrer Gott: Erhör mich, wenn ich zu dir rufe!

Aus meiner Not errette mich,
hilf mir, gewähr mein Bittgebet!


3 Wie lange wollt ihr Gott noch schmähn?

Wie lange wollt ihr Lügen lieben?
Wie lange noch zu Götzen flehn?

4 Begreifts: Gott handelt wundervoll an dem, der ihn verehrt

Wann immer ich ihn bat - stets hat er's mir gewährt.

5 Ob aufgeregt, ob in Gedanken:

Sündigt nicht und schweigt!

6 7 8 9


Studienfassung (Psalm 4)

1 Für den Chorleiter (Dirigenten, Singenden, Musizierenden).a Mit Saitenspiel (Flötenspiel)b
Ein Psalm (begleitetes Lied) von (für, über, nach Art von) David.


2 Wenn (weil) ich rufe antworte mir (erhöre mich)c, oh du mein wahrer Gott (mein gerechter Gott, Gott meines Heils, Gott meiner Gerechtigkeit)d!

in der Enge (Not) schaff mir (hast geschaffen)e Weite (hilf mir in meiner Not)f
erbarme dich meiner und höre (erhöre)g mein Flehen (Gebet)h!


3 {Männer}i Wie lange [ist] mein Herrlicher (Gott, meine Ehre)j geschmäht (zum Schimpf)k?l

[Wie lange]m wollt ihr Nichtiges (Leeres, Abgötter)n lieben?
[Wie lange]m wollt ihr Lügen (-gebilde, Götzen)n anflehen (suchen)? {Sela}o

4 Wisst, dass JHWH scheidetp (wirkt Wunder an, handelt wunderbar an)q dem ihm Frommen (seinem Frommen)r;

JHWH wird hören (erhören)s, wenn ich zu ihm rufe.

5 [Wenn ihr] unruhig seid (seid unruhig!, Zittert!),t: sündigt nicht!

[Wenn ihr]u in euren Bettenv in euren Herzen sprecht (Sprecht!): schweigt! {Sela}o

6 Opfert Opfer dem wahren Gott (dem Wahren, Opfer der Gerechtigkeit, richtige Opfer)w

und vertraut auf JHWH!


7 Viele sagen: „Wer wird uns Gutes erfahren (sehen) lassen (Lass uns Gutes erfahren!)x

[wo doch (nachdem, ach!)]y Geflohen istz von überaa uns das Licht deines Angesichtsab, oh JHWH!“

8 Du hast gegeben (erfüllt, gib!ac) Freude in mein Herz

{mehr als}ad zur Zeit, als {ihr}ae Korn und {ihr}ae Wein zahlreich war (wurde).

9 In Frieden kann (werde) ich mich hinlegen und sofortaf einschlafen

denn du, oh JHWH, lässt mich ruhen (wohnen) allein (ungestört)ag, [und] in Sicherheit (sicher).

Anmerkungen

aGenaue Bedeutung unklar. Die gewählte Übersetzung ist mehr oder weniger Konvention, obwohl es nicht an alternativen Übersetzungsvorschlägen mangelt und sie sogar recht sicher falsch ist (u.a. deshalb, weil sie stark von der Annahme beeinflusst ist, dass die Psalmen ursprünglich für die Tempelliturgie verfasst wurden. Schon das ist aber nicht wesentlich mehr als eine Spekulation; wir wissen von wenigen Psalmen neben den Wochentags- und den „Festtags-“psalmen, dass sie überhaupt irgendwann im Tempel verwendet wurden). (Zurück zu v.1)
bAuch hier ist „Saitenspiel“ mehr oder weniger bloß Konvention; daneben gibt es auch die alternative Übersetzungstradition „Flötenspiel“; ad loc. z.B. Houston/Waltke 2010, S. 223f.; Kissane 1953, S. 13 (Zurück zu v.1)
cWörtl. „antworten“, aber term. tech. für Gebetserhörungen. (Zurück zu v.2)
dentweder Genitiv des Effekts - etwa „du Gott, der für mich Gerechtigkeit/Heil verursacht“ - oder attributiver Genitiv - etwa „du mein gerechter/wahrer Gott“. Die Mehrzahl der Exegeten übersetzt „Du Gott meines Rechts“; es ist dies aber v.a. darauf zurückzuführen, dass sie den Psalm so interpretieren, dass der Psalmist sich ungerecht behandelt fühlt und deshalb zu Gott ruft (s.u.). Da dies vermutlich nicht so ist, sollte man besser - da in V. 3 Gott mit Götzen kontrastiert wird - als „wahrer Gott“ interpretieren. (Zurück zu v.2)
eprekatives Qatal; so ad loc. auch Buttenwieser 1938; Craigie 1938; Ehrlich 1904; Eitan 1929; Gerstenberger 1991, S. 55; Goldingay 2006; Houston/Waltke 2010; IBHS §30.5.4d (Zurück zu v.2)
f„Raum schaffen, weit machen, weiten“ muss meist wörtlich verstanden werden.
Zorell 1928 jedoch übersetzt: „in meiner Enge/Not [das Lateinische angustia kann ebenso wie das hebräische צָּר beides bedeuten] hast du mir geholfen“ (meine Übersetzung) und kommentiert: „Die Hebräer sahen Gefahr als „Enge“ und die Befreiung von der Gefahr als „Erweiterung“, „Zugeständnis von weiten Räumen“ an.“ (S. 6; meine Übersetzung). Die einzige wirkliche weitere Belegstelle, die man hierfür heranziehen kann, ist Ps 25,17; aber die Parallele ist so nah und die Stoßrichtung der beiden Verse so klar, dass dies in der Tat die zu wählende Übersetzung sein sollte. So auch ALB; CSB; ESV; GNT; GW; HER; HNV; Houston/Waltke 2010, S. 223;Kissane 1953, S. 13; LEB; NAS; NCV; NGÜ; NIV; NKJV; Ross 2011, S. 229; TNIV; van Ess; WEB. (Zurück zu v.2)
gWörtl. „hören“, aber term. tech. für Gebetserhörungen; zumal in Kombination mit תְפִלָּה (wie hier). Dieses תְפִלָּה kann zwar auch für Gebete i.A. stehen, hat aber doch zunächst und zumeist die Bedeutung „Bitte, Fürbitte, Bittgebet“; vgl. z.B. Heinen 1973, S. 104f.; THAT 430f.; ad loc. auch Schökel 1980, S. 41. (Zurück zu v.2)
hs. letzte Fußnote (Zurück zu v.2)
iWörtl.: „Söhne von Männern“! Häufig wird geschrieben, dass בְּנֵי אִיש entsprechend dem babylonischen mâr awilim und im Unterschied zu בְּנֵי אָדָם höhergestellte Personen bezeichnet (daher z.B. Dahood 1965, S. 22: „O men of rank“), aber an der einzigen Stelle, an der בְּנֵי אִיש vorkommt und evt. diese Konnotation haben kann (vgl. Ps 49,3), stammt diese Konnotation aus dem Kontext. Da hier keine vergleichbaren kontextuellen Indikatoren existieren (ebenso wie Ps 62,10; Klg 3,33), besser allgemein „Leute!/Männer!“; ein solcher eine Rede einleitende Vokativ ist im Deutschen aber eher untypisch, weshalb man es für die Lesefassung besser streichen sollte. (Zurück zu v.3)
jכָּבוֹד wird in der Bibel häufig appellativisch für JHWH verwendet. Dies ist auch hier die naheliegendste Bedeutung; vgl. Fußnote l; vgl. auch den Kontrast mit den „Lügen-gebilden und Nichtsen“ in V. 3b. Ebenso z.B. Dahood 1965, S. 22; Goldingay 2006, S. 171; NIV (Zurück zu v.3)
kLamed des Zustands; vgl. z.B. KBL3, S. 484; die Bedeutung ist schlicht „Wie lange soll das noch so gehen, dass ihr meinen Gott schmäht?“. (Zurück zu v.3)
lMeist verstanden als „Wie lange wollt ihr meine Ehre schmähen?“. Das Verständnis des Psalms, das dahinter steht, ist Folgendes: Gott hat den Beter aus einem Unheil gerettet. Die in V. 3 Angesprochenen glauben jedoch dem Beter nicht, als er von Gottes Erlösungstat berichtet, wodurch dieser sich in seiner Ehre angegriffen fühlt, ein weiteres Mal zu Gott ruft, auf dass ihn Gott nun auch aus dieser Schmach befreien möge und ineins damit seine Verleumder rügt, dass sie weiterhin an ihren Lügen festhalten.

Das ist eine recht abenteuerliche Konstruktion; daher ist es auch nicht verwunderlich, dass es zu einigen alternative Interpretationsvorschlägen gekommen ist, etwa dem, den Psalm als „Flehen eines unschuldig Angeklagten im Tempel“ oder als „Gebet um Regen“ zu deuten.

Wir wollen eine alternative Interpretation vorschlagen, die ähnlich auch schon von Goldingay 2006 vertreten wurde: Die Angesprochenen sind gleich dem Psalmisten eigentlich JHWH-verehrer. Diese aber fühlen sich in ihrem Beten nicht erhört, schmähen daher JHWH (V. 3a) und haben sich deshalb Lügengebilden und Nichtsen (=anderen Götzen) hingegeben (V. 3b). Der Psalmist hält dagegen, dass Gott natürlich Gebete erhört, allerdings nur die seiner Anhänger (V. 4). Sie sollen daher ihr Schmähen (V. 5) und ihre Götzenverehrung (V. 3b) sein lassen, dem wahren Gott vertrauen und ihm Opfer darbringen (V. 6). Daraufhin wendet er sich wieder zu JHWH und dankt ihm für den ruhigen und starken Glauben (V. 9), den dieser ihm im Gegensatz zu den Unzufriedenen Götzenverehrern ins Herz gegeben hat (V. 7f.). (Zurück zu v.3)
mdouble duty-modifier aus V. 3a; so auch Buttenwieser 1938; Craigie 1983; Dahood 1965; Deissler 1989; Goldingay 2006; Kirkpatrick 1895; Ross 2011; Terrien 2003, S. 94 (zu v.3)
nSubstantive wie „Nichtiges“, „Leeres“, „Eitles“ etc. werden in der Bibel häufiger pejorativ für Götzen verwendet; so auch hier; vgl. ad loc. Dahood 1965, S. 23f.; Terrien 2003, S. 97. (zu v.3)
oDie Bedeutung von סֶלַה „Selah“ ist unklar; vgl. Lexikon/Lemma סֶלַה. In der Lesefassung sollte es daher besser gestrichen werden, da es sonst nur ein unverständlicher Fremdkörper im deutschen Text wäre. (Zurück zu v.3 / zu v.5)
pduratives Qatal (Zurück zu v.4)
qTextkritik: Der Vers gibt, wie er steht, im Kontext des Psalms nicht sonderlich viel Sinn: „JHWH hat sich einen Frommen ge-/unterschieden“. Häufig wird er daher emendiert: (1) nach LXX, Hier und vielen Handschriften (darunter MS C) wird הִפְלָה „er hat geschieden“ emendiert zu הִפְלָא „er hat Wunder vollbracht/wundervoll gehandelt“; so z.B. BB; Briggs 1906; Buttenwieser 1938; Deissler 1989; ; GN; HER; Kissane 1953, S. 14; Kittel 1914; LUT; PAT; TAF; Terrien 2003, S. 95; van Ess; Weinrich; Zink; Zuber 1986, S. 17f. Dem ist zuzustimmen; die Verschreibung von vokalischem Alef als vokalisches He ist recht häufig. Dahood 1965, S. 23 denkt sogar, dass es sich bloß um eine alternative Schreibung handelt. (2) nach einem Vorschlag von BHS wird חַסִיד לוֹ „sein Frommer“ emendiert zu חַסְדּוֹ לִי „mir seine Gnade“; so z.B. Buttenwieser 1938; Kittel 1914; Schmidt 1934. Das ist unnötig. (Zurück zu v.4)
rלוֹ lässt sich sowohl possessiv deuten als auch „direktional“ als Angabe, wem die Frömmigkeit des Frommen gilt. Wg. Kontrast mit Götzenanbetern ist Letzteres vorzuziehen. (Zurück zu v.4)
sWörtl. „hören“, aber term. tech. für Gebetserhörungen (Zurück zu v.4)
t„Zittern“ steht häufig metonymisch für den Ausdruck eines starken Gefühls; vgl. ThWAT VII, S. 328: „Die hebr. Wurzel rgz hat einen invarianten Bedeutungskern „heftige äußere/innere Bewegung“. Weitere Bedeutungseffekte ergeben sich aus dem konkreten Kontext (je nach Auslöser der Bewegung: „beglückend vs. bedrückend“ [...]) Hingewiesen sei [...].“ - Die jeweilige Bedeutung muss daher aus dem Kontext erschlossen werden.

Der Schlüssel zum richtigen Verständnis des Wortes und des ganzen Verses scheint der zu sein, dass die jeweils ersten Glieder der beiden Imperativketten einen Gegensatz bilden: „Seid erregt!“ vs. „geht in euch!“ (wörtl.: Sprecht mit euren Herzen). Da Imperativketten auch Konditionalsätze ausdrücken können (vgl. z.B. Williams §190; ähnlich schon GKC §110f), legt dies nahe, dass wir es hier mit einem Quasi-Merismus zu tun haben: „Wenn ihr erregt seid => X!; Wenn ihr in euch geht => Y!“; und da die beiden jeweils zweiten Glieder einander entsprechen, haben wir wohl außerdem an ein Hyperbaton zu denken; also „Ob ihr erregt seid oder nachdenkt: Sündigt nicht und schweigt!“. V. 5 schließt sich damit eng an an V. 3a.

Ähnlich schon Grünewalder: „Wenn ihr euch keine Ruhe gönnet, dann sündiget doch nicht! Zerbrecht ihr euch den Kopf auf eurem Lager, dann schweiget wenigstens!“; NIRV: „When you are angry, do not sin. When you are in bed, look deep down inside you and be silent.“; NIV: „In your anger do not sin; when you are on your beds, search your hearts and be silent.“ (Zurück zu v.5)
us. letzte Fußnote (Zurück zu v.5)
vMit dem Nachdenken im Bett verdichtet der Psalmist einen häufigeren Topos: Die Nachruhe wird in der Bibel häufiger dargestellt als die charakteristische Zeit für das Nachdenken über Gott (vgl. z.B. Ijob 35,10; Ps 42,9; Ps 77,7; Ps 119,55; Ps 119,62; Jes 26,9 u.ö.; vgl. auch Booij 2008, S. 107. (Zurück zu v.5)
wDa die „Opfer der Gerechtigkeit“ den Exegeten schon viel Stoff zum Nachdenken beschert hat, sollte man die Genitiv-phrase wohl besser als Genitiv des Zwecks und צֶּדֶק als Appellativ für JHWH interpretieren, wie ja JHWH schon in V. 2 als der צֶּדֶק Gott benannt wurde und wie seine Kognate im Altsüdarabischen, Phönizischen und Ugaritischen häufiger verwendet werden (vgl. KBL3, S. 943). (Zurück zu v.6)
xTheoretisch möglich: Deutung der rhetorischen Frage als Wunschsatz; so z.B. Goldingay 2006, S. 167; Warren-Rothlin 2007, S. 66; Dav §135; HKL III §354g (Zurück zu v.7)
yQatal-X. Diese eher seltene Wortfolge drückt meist eine sogenannte Off-the-line - Funktion aus; denkbar ist an dieser Stelle, dass es Background-Informationen wiedergibt („wo doch“; „nachdem“) oder den Höhepunkt der Rede markiert („Ach!“). (Zurück zu v.7)
zTextkritik: נְסָה muss emendiert werden. Meist wird es emendiert zu נְשָה „erhebe!“ (so z.B. Duhm, Craigie, Houston/Waltke, Kittel, ...); vorzuziehen ist aber נָסָה „geflohen ist“ (so Dahood 1965, S. 26; Driver 1951, S. 247; Schökel 1980, S. 38), da dies den Konsonantenbestand nicht antastet. Andere Vorschläge: נִשָּא „es schien“ (Kissane 1953, S. 14); כִסָּה „er hat verhüllt“ (Schmidt 1934, S. 7); נָסְעָה „Gewichen ist“ (Kraus 1961, S. 31). (Zurück zu v.7)
aaZu dieser Bed. von על vgl. z.B. Driver 1951, S. 247 (Zurück zu v.7)
abDas „Licht des Angesichts“ JHWHs ist eine häufige Metapher im AT. Sie geht wohl zurück auf die Sonnengott-Züge JHWHs (vgl. DDD, S. 917f.; Gierlich 1940, S. 141; Taylor 1993, S. 233ff.); wenn dieses „lichte Angesicht“ auf jmdn. herableuchtet, bezeichnet dies den wohlwollenden Blick JHWHs, aus dem gute Wirkungen für den Angeblickten entspringen (vgl. z.B. Gierlich 1940, S. 141f.).
Der Sinn des Verses ist damit: „Viele sagen: 'Wer tut uns Gutes - jetzt, wo du uns nicht mehr wohlgesonnen bist, oh JHWH!?“ (Zurück zu v.7)
acEinige interpretieren auch hier als prekatives Qatal (Zurück zu v.8)
adDas min kann sowohl komparativ als auch temporal verstanden werden. Da es sich hier an „Zeit“ anschließt, liegt eine andere Interpretation als die temporale ohnehin recht fern, und auch so will die komparativische keinen rechten Sinn ergeben: „mehr als zur Zeit“ würde eine verglichene Zeit erfordern; z.B. „[Heute] hast du mir mehr Freude bereitet als zur Zeit...“ (Zurück zu v.8)
aeAls eine der beiden Schwierigkeiten, wegen denen der Vers als „damaged“ anzusehen ist, identifiziert Alter 2007 die Personalpronomen (S. 11). Man könnte die ePPs allerdings auch schlicht als enklitische Mems ansehen, was diese Schwierigkeit beseitigen würde. Zur Verwechslung von ePPs mit enklitischen Mems vgl. z.B. IBHS §9.8. (zu v.8)
afvgl. CDCH, S. 151: יַחְדָּו: „(almost) contemporaneous activity, modifying two verby [...] I both lie down and sleep Ps 4,9.“ (Zurück zu v.9)
agDrei Interpretationen sind vorgeschlagen worden:

(1) Du allein, JHWH, lässt mich in Sicherheit wohnen;
(2) Du allein bist JHWH und lässt mich in Sicherheit wohnen;
(3) Du, JHWH, lässt mich allein und in Sicherheit wohnen.

In Kombination mit „wohnen“ steht es aber eigentlich immer für ein „abseits-wohnen“, das aber - wie hier durch die Parallelität zu „sicher“ deutlich wird - häufig auch die Konnotation des sicheren Wohnens annimmt (vgl. Num 23,9; Dtn 33,28) (Zurück zu v.9)