Psalm 3

Aus Die Offene Bibel

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Status: Studienfassung in Arbeit – Einige Verse des Kapitels sind bereits übersetzt. Wer die biblischen Ursprachen beherrscht, ist zum Einstellen weiterer Verse eingeladen. Auf der Diskussionsseite kann die Arbeit am Urtext dokumentiert werden. Dort ist auch Platz für Verbesserungsvorschläge und konstruktive Anmerkungen.
Status: Lesefassung folgt später – Bevor eine Lesefassung erstellt werden kann, muss noch an der Studienfassung gearbeitet werden. Siehe Übersetzungskriterien und Qualitätssicherung Wir bitten um Geduld.

Lesefassung (Psalm 3)

(kommt später)

Studienfassung (Psalm 3)

1 Ein Psalm (begleitetes Lied) von (für, über, nach Art von) David. Während (Als) er floh vor Absalom, seinem Sohna.

2 JHWH! Wie [sind] viele (wie sehr vermehrt [sind]) meine Feinde!

[Wie]b [sind] viele (wie sehr vermehrt [sind]), die sich gegen mich erheben (meine Gegner)c!
3 [Wie]b viele [sind] (wie sehr vermehrt [sind]), die sagen über meine Seele (über mich)d:
„Nicht [ist] (Es gibt keine) Rettung (Hilfe, Sieg)ef für ihn durch (trotz)g Gott!“ {Sela}hi

4 Doch du, oh JHWH, [bist] ein Schild um mich (bist Schutz für mich, schützt mich)j,

[du bist] mein Herrlicher (mein Ansehen, meine Herrlichkeit)k und der, der meinen Kopf erhebt.

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Anmerkungen

avgl. 2Sam 16 (Zurück zu v.1)
bdouble duty-Pronomen aus V. 2a; vgl. Dahood 1965, S. 15; Ehrlich 1905, S. 5; The Grail Psalter; Kissane 1953, S. 10; MÜN (Zurück zu v.2 / zu v.3)
cקוּם עַל „sich erheben gegen X“ hat feindliche Bedeutung; vgl. ad loc. z.B. Gunkel 1968, S. 14. KBL3 listet denn קָמִים direkt als „Gegner“ (S. 1016). „Viele stehen gegen mich auf“ ist eine übertrieben wörtliche und wenig kommunikative Übersetzung, von der wir daher für die Lesefassung abraten. (Zurück zu v.2)
d„Seele“ = im Heb. gebräuchliches Synonym für „Ich“ (vgl. z.B. Wolff 1973, S. 25f.). Im Deutschen nicht, daher sei für die Lesefassung zum Alternativ-vorschlag geraten. (Zurück zu v.3)
ei.d.R. übersetzt mit dem etwas blassen „Hilfe“. Der Psalm stellt aber den Beter ganz deutlich als von Feinden bedrängt dar; kontextuell sehr viel angemessener ist daher „Rettung“. So gut auch z.B. Alter 2007, MÜN. „Heil“ oder gar „Erlösung“ ist kontextuell unpassend. (Zurück zu v.3)
fDas Suffix תְה- ist in der hebräischen Poesie häufig bedeutungslos und dient nur der „poetischen Emphase“; vgl. GKC §90g; ad loc. auch Schmidt 1934, S. 6; Kraus 1961, S. 23. (Zurück zu v.3)
gvgl. Lexikon/Lemma בְּ (Zurück zu v.3)
hDie Bedeutung von סֶלַה „Selah“ ist unklar; vgl. Lexikon/Lemma סֶלַה. In der Lesefassung sollte es daher besser gestrichen werden, da es sonst nur ein unverständlicher Fremdkörper im deutschen Text wäre. (Zurück zu v.3)
iKein Strophenbruch; V.3 + V. 4 bilden eine deutliche Antithese; vgl. z.B. Krašovec 1984, S. 60f. (Zurück zu v.3)
jZu dieser Stelle wird gern erwogen, warum denn ein Schild ringsum Schutz sein könne (vgl. z.B. Gunkel 1964, S. 14: „Ein gewöhnlicher Schild deckt nur von einer, Jahve aber von allen Seiten.“) Das ist unnötig; מָגֵן „Schild“ wird des öfteren auch rein metaphorisch für „Schutz“ verwendet (vgl. z.B. KBL3, S. 517) und בַּעַד „um...herum“ gibt auch einfach die Relation des schützend-um-jmdn-Seins an (vgl. z.B. KBL3, S. 135). Der Sinn der beiden Teilverse ist: Viele sagen, es gäbe keine Rettung für den Beter von Gott - aber Gott schützt ihn eben doch. (Zurück zu v.4)
kDie letzte Alternative ist die Standartübersetzung. Sie macht aber nicht sehr viel Sinn (denn was soll das schon bedeuten, „Gott ist meine Herrlichkeit“?). Gelegentlich wird es daher gedeutet als z.B. „Gegenstand meines Rühmens“=„der von mir Gerühmte“ (z.B. Baethgen 1892, S. 8) oder „Quelle meines Rühmens“ (z.B. Houston/Waltke 2010, S. 202; Kissane 1953, S. 11), was zwar beides möglich ist, aber nicht gut in den Kontext des Psalms passt. Entschieden vorzuziehen ist daher - da ja auch der vorangehende Teilvers und der folgende Teilvers-teil Gottes-prädikationen enthält - die Deutung, die כָּבוּד als JHWH-Appellativ liest, wie es häufiger in der Bibel verwendet wird. So z.B. ad loc. Christensen 2005, S. 1; Dahood 1965, S. 15; Krašovec 1984, S. 60. (Zurück zu v.4)